http://www.pjr-dresden.de
 
Heute, am 12.01.2011 kann ich wieder sagen ich hab einiges erlebt.
Mein erster Stammtisch lief gut, trotz weniger Teilnehmer. Aber in den 2 Stunden gab es eine spannende Diskussion zum Thema "Wie viel Religion braucht unsere Politik?". Der nächste folgt am 17.01. zum Thema "Sozialismus des 21. Jahrhunderts? - Venezuela".
Die Klassenräte/Spezialtrainings laufen wieder und die Billdungsveranstalungen wie das Planspiel zur Kommunalpolitik gaben mir viele neue und schöne Erfahrungen.
Auch die Planungen, wie der Brüsselseminarfahrt unserer FSJP-Gruppe, zu den kommenden Projekten laufen auf Hochtouren.
Neben meiner Arbeit kann ich mich nach der Krippenspielzeit auch auf viele politische Aktionen stürzen.
So kann ich wie hier beim gestrigen Flashmob "Planlos 2.0" mich für einen besseren Schulnetzplan einsetzen.

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Torgau, Thessaloniki und Stammtisch

 
Heute am 08.12., kann ich schon auf einiges seit dem letzten Eintrag zurückschauen.
Nicht nur der bunte Büroalltag mit vielen Klassenräten, außerschulische Bildungsveranstaltungen zu Medien und Kommunalpolitik bereichern mein FSJ-Politik.
Auch der eindrucksvolle Bildungstag im geschlossenen Jugendwerkhof Torgau brachte viele neue Impressionen und Gedankenanstöße. Dort konnte man an Zeitzeugenaussagen und einer Führung sehen, wie wenig Wert Menschenrechte in diesen Jugendwerkhof hatten.
Dann folgte noch die riesen Woche, dem Fachkräftetreffen mit Thessaloniki. Dort lernte ich viel über die griechische Kultur kennen, konnte mein Englisch auffrischen und erste Schritte zu einer Fanfreundschaft zwischen Dynamo Dresden und Aris Salonika gehen.
Der Eventmarathon geht aber noch weiter. Nächste Woche Dienstag moderiere ich meinen ersten Stammtisch. Wie viel Religion braucht unsere Politik?

Matthias
 

2. Blogeintrag

Nun, am 24. Oktober, habe ich mich schon etwas im FSJ-Politik eingearbeitet. Nicht nur meine erste Seminarwoche in Strehla zur Demokratiegründung und die internationale Demokratiekonferenz in Leipzig waren meine erfreulichen Erlebnisse. Nein, auch der Alltag im PJR mit der Presseschau, der Verwaltung und den Projektplanungen gehörten dazu. Nun ist die Facebook-Seite schon fast online und die ersten Ideen für Stammtische nehmen ihre Form an. Mein erster Stammtisch soll die Verbindung von Religion und Politik behandeln.
Ich hoffe auf eine gute Resonanz des Stammtisches und viele neue Erfahrungen in der kommenden Zeit.

Matthias

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Start ins FSJ-Politik


Heute am 04.10.2011 genieße ich meinen ersten Arbeitstag. Ich bin der neue FSJPler hier im Politischen Jugendring. Ich will dieses Jahr nach meinem Abschluss in der Fachoberschule für Wirtschaft nutzen um mich für meine künftige Studiumrichtung zu informieren. Da stehen bei mir Politik und Sozialwissenschafften zur Auswahl. Da ich aus Dresden-Löbtau komme ist mir die Entscheidung leicht gefallen im PJR mein FSJ zu absolvieren. In meiner Freizeit bin ich außerdem im Fanprojekt Dresden und in meiner Kirchgemeinde Frieden und Hoffnung ehrenamtlich aktiv. Ich freue mich auf die Erfahrungen und Erlebnisse im kommenden Jahr und hoffe auch dem PJR gute Arbeit und Ideen zu bringen.

Matthias
 
 
 

 

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Eszter verabschiedet sich

 
Ein Jahr schon vorbei?? Nein, das kann nicht sein!!! Es war wie gestern als ich mit zwei (oder drei??) „supergroße” Koffer nach Dresden angekommen bin. Und was ist in diesen 12 Monaten passiert? Zum Beispiel habe ich versucht auf deutsch zu lernen, püntlich zu sein, ein paar Blogs zu schreiben, ich habe zweimal die WG gewechselt (obwohl das nicht meine Hobby ist), habe ich auch viele Wörter auf sächsisch gelernt…also wenn ich bofen möchte, gehe ich nicht zum Fleischer. Nu, das ist mir jetzt och klar. Manchmal habe ich den Staubsauber mit dem Hubschrauber vertauscht, zudem habe ich einige neue deutsche Wörter erfunden. Ich probierte ins Gehirn von Moritz (mein LieblingsFSJerl und mein persönlicher Korrekturleser) einige Infos über Ungarn zu stopfen und jemand hat mit mir ein Interview gemacht aber ich habe leider nur die Hälfte von meinen Sätzen in der Zeitung lesen können (also ich mag trotz des Artikels die Kinder und nicht nur die beste Mülltrennung in Deutschland)….Ich versuchte wie eine echte Dresdenerin zu leben: Ich hab es teilweise auch geschafft( Eierschecke, Kaffeepause, Wanderung...) aber die veganischen oder die vegetarischen Regeln konnte ich nicht länger als eine halbe Stunde befolgen. Hoffentlich war meine andere Kultur, manchmal meine anderen Meinungen und mein Temprament nicht ein Schock für meine Kollegen.

Ich habe manchmal langweilige aber auch einige superinteressante Seminare erlebt. So war ich in dem Bundestag und in einer politischen Talk Show andererseits musste ich stark über das Seminarthema nachdenken, als ich nach Witzenhausen fahren sollte. Natürlich habe ich auch nebenbei meine Aufgabe gelöst: Ich habe beim Klassenrat, Sozialtraining, bei Projekttagen mitgemacht, Stammtische organisiert und am Ende eine Seminarfahrt für ungarische Studenten nach Dresden durchgeführt.

Ich habe hier viel gelernt und hoffe zudem was ich hier bekommen habe, konnte ich genauso durch mein Wirken zurückgeben. Mir kam die Idee, dass ich ein ähnliches Konzept für politische Bildung auch nach Ungarn bringen könnte.

Ich kann nur jedem EFDler/in empfehlen die Zeit hier in Dresden und im PJR-Büro zu geniessen und wünsche euch allen viel Erfolg und Spaß!

Bis bald und auf Wiedersehn!
Eszter


Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Union durch das Programm JUGEND IN AKTION finanziert.
Der Inhalt dieses Projektes gibt nicht notwendigerweise den Standpunkt der Europäischen Union oder der Nationalagentur JUGEND für Europa wieder
und sie übernehmen dafür keine Haftung.



 
 
 

 

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Letzter Eintrag

Dies hier ist hier ist, wie in der Überschrift schon zu sehen, mein letzter Eintrag in diesem Blog und damit auch auf der Homepage des PJR.
Mein FSJP geht heute zu Ende und ich verabschiede mich mit diesem Eintrag.
Das FSJP in Dresden war für mich eine schöne Zeit.
Über den PJR konnte ich an verschiedenen Seminarfahrten teilnehmen, an denen ich ohne meinen Mentor sicherlich nicht so oft hätte teilnehmen können.
Dafür möchte ich mich hiermit bedanken.
Es war für mich immer sehr schön mit Tobias und Eszter zusammenzuarbeiten.
Nach dem Jahr freue ich mich jedoch auch wieder etwas anderes zu machen.
Es war nichts desto trotz eine Erfahrung und davon kann man nicht genug haben.

Moritz
 
 
 

 

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Veranstaltung Nordkorea- Blick in ein unbekanntes Land:

 
Am Montag den 27. Juni fand also die Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der SlpB statt.
Ich war recht überrascht, dass so viele Leute zu der Veranstaltung kamen. Im Vorfeldder Veranstaltung hatten mein Mitorganisator und ich eine Wette abgeschlossen.
Es ging darum ab mehr oder weniger als 20 Teilnehmer zu der Veranstaltung kommen werden.
Zu der Veranstaltung kamen fast alle Teilnehmer pünktlich, so dass wir um kurz nach sieben anfangen konnten. Der Referent, Herr Korbinian Frenzel vom Deutschlandfunk, hatte einen schönen Bildervortrag vorbereitet, den er uns im laufe von 1½ Stunden präsentiert hat. Begonnen mit der Ankunft auf dem Flughafen, auf welchem die Flugzuge der Nordkoreanischen Fluggesellschaft mit einer Plane abgedeckt rumstanden, über das Mausoleum des Geliebten Führers Kim Il-Sung, bis hin zum U-Bahnfahren in Pjöngjang. Er zeigte uns quasi alles, was er in seinen 72 Stunden Aufenthalt in Nordkorea gehört oder gesehen hat. Sein Vortrag war so ausführlich, dass am Ende fast gar keine Fragen seitens des Publikums aufkamen.
Um noch einmal zur Wette zu kommen. Es kamen insgesamt 28 Leute!

Moritz
 
 
27.07.2011 - 15:14 Uhr#1
Und wer hat die Wette gewonnen?
Patrick

01.08.2011 - 16:40 Uhr#2
Ich, da mehr als 20 Leute kamen ;)
Moritz


#2

Bildungstag in Plauen:

Am 27. Juni gab es nun den letzten der zwei Bildungstage, die von der sächsischen Jugendstiftung veranstaltet werden. Wir haben eine kleine Stadtführung durch sowohl Plauen, als auch das Rathaus bekommen. Der eigentliche Themenhöhepunkt war aber das Planspiel zur Landespolitik, welches wir im Rathaus gespielt haben. Vertreten waren mangels Teilnehmer nur 3 Fraktionen, nämlich Die Konservativen, Die Freiheitlichen und Die Sozialen.
Während des Planspiels musste ich in die Rolle des Unternehmers schlüpfen. Mit diesem beruflichen Hintergrund fühlte ich mich in meiner Partei Die Freiheitlichen sehr gut aufgehoben ;)

Moritz
 
 
 

 
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Vom 20.- 23.05.2011 war ich in Berlin auf dem Jugendkongress 2011 - Bündnis für Demokratie und Toleranz, der von der gleichnnamigen Initiative, die unter der Schirmherrschaft der Bundesministerien des Innern und der Justiz entstanden war, veranstaltet wurde. Ich kam ein bisschen spät in Berlin an, da auf der Autobahn noch eine Brücke gesetzt werden musste, wodurch ich die Frist zur Workshopanmeldung leider verpasste. Ich hatte mich deswegen schon auf die langweiligen Rest-Workshops eingestellt, wurde jedoch eines besseren belehrt. Es waren noch in so gut wie allen Workshops freie Plätze vorhanden, so dass ich mich in meine favorisierten Kurse eintragen konnte.

Besucht habe ich folgende Kurse: Islamismus – Missbrauch einer Religion, Handlungsspielräume in der SED-Diktatur, Interkulturelle Kompetenz entwickeln – Kommunikationsfähigkeit stärken, Ehrenamtliches Engagement: der Grundpfeiler gesellschaftlichen Zusammenhalts. Die Workshops, welche ja der Grundpfeiler des Jugendkongresses waren, haben mir recht gut gefallen. Ganz besonders gelungen fand ich die Workshops zum Thema Islamismus und Handlungsspielräume in der SED-Diktatur. Der Referent für den Workshop Islamismus veranstaltete das Ganze als Art Geschichtsstunde, was mir als Geschichtsinteressiertem sehr gefallen hat. Inhaltlich hat er beispielsweise die Philosophie nicht als Religion, sondern vielmehr als Richtlinie erklärt, die in ihrer Entstehungsphase für die Menschen von existenzieller Notwendigkeit waren. Einen Bezug zu anderen Religionen gab es vereinzelt auch.

Mein zweiter Workshop lautete "Handlungsspielräume in der SED-Diktatur". Einführend in die Veranstaltung schauten wir einen Film, der uns einen Einblick in das DDR-Schulsystem gab und kurze Interviews von ehemaligen Schülern zeigte. Unsere Kursleiterin kam unter anderem auch in dem Film vor. Es stellte sich heraus, dass sie sowohl Schülerin als auch Lehrerin in dem System war, und es vom ersten Tag an verabscheut hat. Das Highlight des ganzen Films war jedoch eine Stunde Schulunterricht. Da sie ja Lehrerin in der DDR gewesen ist konnte sie uns das Schulsystem auf diese Art sehr nahebringen. Unsere Workshop Leiterin verkleidete sich als Lehrerin (zog ein Kleid aus der DDR an) und wir legten das Jungpionierband an. Selbstverständlich gab es auch einen Klassendeppen und einen Klassenstreber. Wir spielten also eine DDR-Schulstunde nach mit allem Drum und Dran, sangen Lieder, suchten Fahnenhalter fürs Jungpionierwochenende usw.

Die anderen beiden Workshops sind nicht so erwähnenswert und gehören einer gründlichen Überarbeitung unterzogen. Außerhalb der Lehrveranstaltung gab es auch jede Menge Programm. Zum Anfang gab es ein Begrüßungskonzert, bei dem ich leider nicht war, zum Abschlussgab es eine Großveranstaltung in der Nähe des Reichstags, bei der Paten des Kongresses, die aus ganz Deutschland kamen, für ihr ehrenamtliches Engagement mit einem Preis geehrt wurden. Insgesamt wurden sechs Paten Projekte geehrt. Ein Auszug aus dem ganzen ist eine Familie, die sich in ihrem Dorf in Mecklenburg ein Festival gegen rechts veranstalten. Ein Buffet fehlte gegen Ende auch nicht, so dass wir den Abend noch schön ausklingen lassen konnten. Das war Montagabends, an dem es für mich dann auch „Abschiednehmen" hieß. Wenigstens konnte ich noch einmal das schöne Flair Berlins in einem Doppeldeckerbus genießen.

Moritz

 
 
 

 

14.04.2011 - 09:52:25
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Berlinfahrt

 
Die Berlinfahrt verlief klasse. Es gab viele, aber nicht zu viele Programmpunkte pro Tag.
Besonders gut fand ich persönlich die Stadtführung durch den Stadtteil Neukölln. Sie hat mir einen ganz anderen Blickwinkel auf sogenannte Problemviertel verschafft. Die Organisation war sehr gut, es blieb Abends immer noch ein wenig Luft und Energie übrig um sich noch ein wenig zusammenzusetzen.

Moritz
 
 
 

 

11.04.2011 - 15:33:53
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Seminarfahrt mit der SLPB nach Oświęcim

Vom 14. bis zum 19. Februar habe ich an einer Seminarfahrt nach Auschwitz teilgenommen, die von der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung organisiert worden war.

Die Fahrt von Görlitz, wo unsere Fahrt begann, zur Jugendbegegnungsstätte IJBS Auschwitz dauerte etwa 6 Stunden. Nach der Ankunft haben wir gleich das notorische Kennenlernspielchen durchgeführt: Zu seinem Vornamen sollte sich jeder ein Adjektiv ausdenken, welches anschließend pantomimisch dargestellt werden musste. Diese Methode kam in der Gruppe nicht so gut an, weil die meisten Teilnehmer sich für diese Spielchenzu alte fühlten und sich dadurch in die Grundschulzeit zurückversetzt sahen. Danach gab es ein wenig Freizeit, in der wir uns kennenlernen und an die neue Umgebung gewöhnen konnten.

Am zweiten Tag ging es dann in die erste Gedenkstätte ins Stammlager Auschwitz I. Wir bekamen eine dreieinhalbstündige Führung, die die Teilnehmer unserer Gruppe sehr unterschiedlich verarbeitet haben. Eine Person konnte in manche Ausstellungsräume nicht hineingehen, eine andere wiederum musste ständig laut reden, um sich abzulenken. Es war sehr erdrückend an dem Ort des Geschehens „nur 65 Jahre später“ zu hören. Ganz besonders schlimm fand ich die sogenannten „Stehzellen“, in denen man, wie der Name schon sagt, nicht liegen konnte und daher physisch und psychisch gefoltert wurde. Außerdem war das Verhalten der Besucher teils sehr surreal, bspw. wenn sich Gruppen von 4, 5 Leuten vor dem Schriftzug „ Arbeit macht frei“ Arm in Arm fürs Familienalbum fotografieren ließen.

Da der Tag für mich schon schlimm genug war, wollte ich ursprünglich am nächten Tag gar nicht mitgehen, habe dies aber dann doch getan. Das eigentliche Vernichtungslager, das auf dem Programm stand, hat mich schließlich jedoch auch weit weniger berührt als das Stammlager vom Vortag. Nichts desto trotz war es ein enormes Erlebnis, allein die Größe des Lagers machte es unvorstellbar zu begreifen, wie Menschen zu so etwas fähig waren. Während der Führung gingen wir in zwei Baracken hinein. Dort konnten wir sehen wie schlecht die Betten konzipiert waren. Unvorstellbar, dass hier so viele Menschen auf so wenig Fläche leben mussten. Und immer war diese Kälte im Hintergrund, die die Atmosphäre noch erdrückender werden ließ. Nach drei Stunden Führung ging es zurück in unsere Herberge. Abends saßen wir noch ein wenig zusammen und haben über das Erlebte gesprochen.

Am Donnerstag ging es um „Kunst im Lager“, eine Einheit, die wieder im Stammlager Auschwitz I stattfand. Ich musste dort feststellen, dass ich das Lager bei meinem zweiten Besuch nicht mehr so erdrückend wahrnahm. Ich empfand es wie eine Kulisse in einem Film. Die Ausstellung war in einem recht kleinen Raum, an dessen Wänden Bilder hingen. Einige Bilder waren Auftragsarbeiten der SS, wodurch sich die Häftlinge Privilegien erkaufen konnten. Die zweite Sorte waren aus freien Stücken angefertigte Bilder. Man sah bei beiden Typen von Bildern einen enormen Unterschied. Auftragsarbeiten zeigten meistens friedliche Szenen wie bspw. wohlgenährte Zwangsarbeiter, die eine Fabrikhalle bauen und dabei von einem Wachmann beaufsichtigt werden. Es sind aber natürlich auch Bilder entstanden, die keine Auftragsarbeiten der SS waren und somit teilweise das richtige, unverfälschte Lagerleben widerspiegelten.
Später war noch ein wenig Zeit für die Länderausstellungen. Das sind solche, in denen speziell über die von Nazideutschland besetzten Länder informiert wird. Da an dem Tag leider nicht mehr so viel Zeit übrig blieb schaute ich mir nur noch die Österreich- und die Sinti und Roma-Ausstellung an. Österreich ist hierbei sehr merkwürdig vorgegangen. Die Präsentation war gut gemacht und dem Thema angemessen, jedoch kam für mich die Schuld Österreichs viel zu kurz. Es wurde stattdessen in Texttafeln etc. so hingestellt als wenn es in dem besetzten Land fast ausschließlich Widerstandskämpfer gegeben hätte, also ein Widerstand stattgefunden hätte.

Nach zwei Stunden ungefähr mussten wir weiter, denn wir hatten ja noch einen Termin mit einem Zeitzeugen. Je mehr die Zeit voranschreitet, desto weniger Zeitzeugen wird es geben, und aus diesem Grund hatten wir ein Mikrophon und eine Kamera dabei und haben so den Bericht des Zeitzeugen aufgezeichnet. Der Bericht des Zeitzeugen war sehr, sehr detailliert. Er schilderte uns, welch grässliche Tätigkeiten er machen musste. Er musste zum Beispiel Aufnahmen von Gefangenen machen, die von Krebs befallene Zellen implantiert bekommen hatten. Er war ein Funktionshäftling gewesen, was ihm einige Privilegien einbrachte, wie z.B. extra Essensportionen und eine bessere Unterkunft. Es war schon erstaunlich jemanden mit jemandem sprechen zu können, der diese ganzen Schrecken wirklich am eigenen Leib erlebt hat.
Am Donnerstagabend haben wir dann auch noch eine nette Gruppe aus Österreich kennengelernt, mit denen wir uns gut verstanden haben. Sie hatten den gleichen Programmablauf wie wir, und so konnten wir uns darüber austauschen.

Am letzten Tag hatten wir schließlich noch Erholung und Kultur auf dem Programm. Der Bus nach Krakau ging früh morgens los. Dort angekommen gab es für uns eine 2-3-stündige Stadtführung, die auf dem Wawelhügel endete, wo das Schloss Krakaus steht. Am Nachmittag ging es dann auf zum Salzbergwerk Wieliczka, welches das älteste Salzbergwerk der Welt ist und zu den UNESCO Weltkulturerben zählt. Abends gingen wir in einem jüdischem Restaurant essen, in dem wir koschere Speisen bekamen, welches sehr gut geschmeckt haben. Im Anschluss ans Essen bekamen wir noch ein Konzert von einer polnischen Band die für uns Klezmer spielte. Somit war dies ein gelungener Abschluss für unsere Seminarfahrt.

Moritz
 
 
 

 

07.02.2011 - 14:57:41 #
 
Vormittags am 1.Oktober bin ich dann in Dresden angekommen. Man kann immer etwas neues lernen z.B. hätte ich nicht gedacht, dass es so schwer seien würde meine Koffer für ein ganzes Jahr zu packen. Aber natürlich sind alle Sachen von Nöten, sowohl die großen als auch die Kleinen:) Deshalb bin ich nach Dresden mit zwei grossen und einem kleinen Koffer aufgebrochen.
Und Dresden...es hat mir vom ersten Moment an gefallen!. Am ersten Wochenende bin ich dann im Zentrum von Dresden natürlich erst einmal groß spazieren gegangen.
Wenn ich genügend Zeit habe eine Stadt zu entdecken, gehe ich manchmal ohne Karte und ohne Ziel einfach drauf los und ziehe durch die Stadt. Als „normale” Touristin wollte ich mich zu erst in der Altstadt umschauen, aber dann bin ich an einem Flohmarkt vorbeigekommen und bin dort volständig verloren, anstatt mir weiter die Stadt anzuschauen. Wenn jemand eine einbeinige Barbie oder eine rostige Klinke sucht, hier findet er sie sicher! Hier gibt es all nötigen und unnötigen Sachen der letzten 100 Jahre zu kaufen! Endlich in der Altstadt angekommen fand ich es spannend zu sehen, wie sich der deutsche und der spanische/italienische Barock vermischen und wie viele Jugenstilgebäude es eigentlich in einer Barockstadt gibt;)
Auf den ersten Blick erschien mir die Neustadt sehr langweilig, zum Teil wegen der klassizistischen Gebäude und zum anderen wegen dem geplanten und nicht langsam gewachsenem Straßennetz. ABER auf den zweiten Blick war alles total anders: Ich sah auf einmal die interessanten Ecken des Stadtteiles, wie z.b. die Kunsthofpassage, Graffitis, und Kunstwerke an Gebäuden, der Stadtteil hielt bei jedem Blick etwas neues parat.

Eszter


Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Union durch das Programm JUGEND IN AKTION finanziert.
Der Inhalt dieses Projektes gibt nicht notwendigerweise den Standpunkt der Europäischen Union oder der Nationalagentur JUGEND für Europa wieder
und sie übernehmen dafür keine Haftung.




 
 
 

 
13.01.2011 - 19:02:14 #
 
Hallo!
Ich bin Eszter, und mache seit dem 1. Oktober mein EVS beim PJR Dresden.
Aber was ist das EFD? Wie alles begonnen hat....
Wenn man im Ausland arbeiten möchte und nebenbei so viele Sachen wie Sprachen etc. sich aneignen möchte ist das EFD genau das richtige. Mit diesem Programm kann man einen transnationalen Dienst von 6-12 Monaten in einem gemeinnützigem, kulturellen, sozialen oder ökologischen Bereich leisten. Einige Kosten wie z.B.Anreise, Versicherung, Taschengeld, Sprachkurs und Miete wird von „die Jugend in Aktion” , ein Programm der EU, gezahlt.
Ich wollte nicht nur meine Sprachkenntnisse in Deutsch verbessern, sondern auch neue Menschen und eine neue Kultur kennenlernen. Ich wollte lernen, wie ich in Deutschland arbeiten kann, wie die Deutschen denken, ihre Museen kennenlernen und zu guter letzt wollte ich das weltweit als bestes geltende deutsche Bier ausprobieren :)
Zuerst muss man sich einen Themenbereich aussuchen, in dem man arbeiten möchte. Genauso muss man sich das Land und am Besten auch noch gleich die Stadt dazu aussuchen. Ich wusste von vornherein in welchem Themenbereich ich arbeiten wollte und habe mir nach diesem Kriterium einen Verein ausgesucht. Zum Vorbereiten ist sehr viel Zeit nötig aber ich muss sagen, dass sich die Mühe mehr als gelohnt hat.
Mein EFD-Projekt lief ab wie folgt...im Februar nahm ich zum ersten Mal Kontakt mit meiner jetztigen Arbeitsstelle auf -> dann habe ich meinen Lebenslauf und mein Motivationsschreiben abgeschickt. Für mein Programm bin nicht nur ich alleine zuständig, sondern auch die Sendeorganisation ( HelloEuropa Verein) und die Aufnahmeorganisation ( PJR Dresden). Wir drei stellten einen Förderantrag bei der "Jugend für Europa"....dannach hieß es Warten, Warten und nochmals Warten auf die endgültige Bewilligung. In der zweiten Augustwoche bekam ich dann endlich Post von Katja, meiner jetztigen Mentorin, in der sie mir schrieb, dass ich Anfang Oktober zu arbeiten beginnen könne.

Eszter



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22.12.2010 - 15:34:53
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Brüsselfahrt

 
Am 6.12. fing endlich die Brüsselfahrt an.
Ich war ziemlich früh um 7.45 Uhr am Hauptbahnhof, und wartete dort mit meinen Kollegen aus dem Büro auf die anderen Teilnehmer.
Wir hatten es dabei aber ja noch gut, denn es gab auch eine Gruppe aus Chemnitz, die ein wirklich schlechtes Los gezogen hatte. Sie sind schon um halb 3 aus ihrer Stadt losgefahren, und saßen den ganzen Morgen am Bahnhof rum, weil dies die einzige Verbindung war, die so früh nach Dresden ging. Von daher war 7.45 Uhr doch eine recht moderate Zeit.
Während der Bahnfahrt, die nebenbei erwähnt und erstaunlich genug pünktlich begann, gab es einvernehmliches Schweigen zwischen allen Mitfahrenden, was natürlich größtenteils daran lag, dass sich nur die wenigsten bereits kannten und die Uhrzeit vielen noch in den Gliedern saß. Dennoch habe ich mir gedacht, dass das wohl tolle vier Tage werden, mit Anschweigen und so...! Doch um es schon einmal vorweg zu nehmen: diese Befürchtung hat sich nicht bewahrheitet, schon nach wenigen Stunden begann ein munteres Schnattern und die Bahnfahrt wurde dann doch recht schön.
Wir kamen recht spät in Brüssel an, weil wir, wie sollte es auch anders sein, in Hannover Probleme mit dem Umsteigen hatten. In unserem Hostel sahen wir dort über der Eingangstür erst einmal das Wahrzeichen der Stadt, wenn es auch nur eine Nachbildung war: „Manneken Pis“ heißt es und ist eine sehr alte Statue von einem kleinen Jungen, der in einen Brunnen pinkelt.
Am ersten Tag hieß es dann auf in die ständige Vertretung der Bundesrepublik Deutschland. Wir genossen einen guten Vortrag über das Aufgabenfeld der Vertretung, so wie auch die meisten Vorträge, denen wir während unserer Reise lauschen durften, sehr informativ waren. Am letzten Tag haben wir uns dann noch einmal in der Nähe des Europäischen Regierungsviertels die vermutlich besten Pommes in ganz Europa reingezogen, die preislich komischerweise touristenfreundlich angeboten wurden: 2,20 Euro für eine große Tüte. Da schmeckten die Pommes gleich doppelt so gut.
Abends haben sich dann noch einmal einige von uns das tolle Lichterspektakel am Rathausplatz angeschaut. Das war echt klasse. Es gab zwar Musik dazu und erinnerte mich doch stark an die Coca-Cola-Werbung, die immer vor Weihnachten im Fernsehen läuft, aber dennoch waren die Projektionen nicht klischeehaft. Es hatte also nichts mit Ami-Kitsch zu tun.
Die Rückfahrt gestaltete sich leider ein bisschen länger als gedacht. Nachdem wir es alle mühselig mit unserem Gepäck zum Busterminal geschafft hatten und endlich unsere wohlverdiente Pause einlegen konnten, schreckte uns nach etwa fünf Minuten des Wartens ein lauter Schrei aus unserem kollektivem Tiefschlaf: einer Teilnehmerin war eines ihrer Gepäckstücke geklaut. Das bedeutete dann natürlich den üblichen formalen Aufwand, Polizei rufen, die sagen, dass sie nicht machen können, sich ärgern usw. und sofort...
Die Fahrt verlief nach diesem Schock wieder ganz gut, wenn man davon absieht das der Busfahrer ab und zu mal Bordsteine mitnahm und rote Ampeln ignorierte.


Moritz
 
 
 

 

20.12.2010 - 15:36:00
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Stammtisch

 
Am 06.12.2010 habe ich nun meinen ersten Stammtisch abgehalten. Dazu habe ich den Vortragsraum im Kulturrathaus gemietet und einen Un-Jugenddelegierten aus Berlin eingeladen. Thema des Stammtisches war die Vorstellung des UN-Jugenddelegierten Programms.
Ich hatte den Stammtisch sehr kurzfristig geplant und hatte deswegen schon die Befürchtung, dass zu wenige Leute zu meiner Veranstaltung kommen würden, was dann auch eingetroffen ist. Es kamen insgesamt 5 Zuhörer, was nüchtern betrachtet ein Fiasko ist und mit denen selbst mein Minimalziel von mind. 8 Personen unterboten wurde. Es war aber bei weitem kein Reinfall. Denn trotz dieser wenigen Zuhörer entwickelte sich doch sowohl während, als auch nach dem Vortrag ein reges Frage- Antwortspiel, was die Veranstaltung gut enden lies.
Zu dem Vortrag. Der Vortrag dauerte ungefähr 40 Minuten und stellte im Groben das ganze Jahr des UN-Jugenddelegierten dar. Angefangen mit der Auswahl zum Jugenddelegierten, weiter mit der Deutschlandtour bis hin zum Highlight des UN-Jugenddelegierten Programms mit einer Rede bei der UN-Generalversammlung.
Durch die Deutschlandtour wollen sich die Jugenddelegierten ein Bild von der politischen Bildung und Einstellung der Jugend aus Deutschland machen. Sie sind dazu in Schulen, Jugendzentren usw. gereist um deren Meinung einzufangen. Am Schluss gab es dann noch einen leckeren Wein als Dankeschöngeschenk.


Moritz
 
 
04.05.2011 - 14:41 Uhr#1
Das klingt gut! Wann findest denn so ein Stammtisch mal wieder statt?
Jella

30.09.2010 - 12:19:29
#1

Vorstellung

Ich bin der aktuelle FSJPler des Politischen Jugendring Dresden. Mein FSJP begann hier beim Politischen Jugendring am 1. September 2010. Ich komme aus Frankfurt und wollte nach dem Abitur unbedingt einmal raus aus Frankfurt und in eine andere Stadt ziehen. Da bot sich für mich das FSJ sehr gut an, da ich den Kriegsdienst verweigert hatte und nicht nur den eigentlichen Zivildienst machen wollte, sondern schon ein wenig mehr. Auf das FSJP bin ich durch Zufall, beim Surfen im Web, aufmerksam geworden.
Jetzt hoffe ich hier ein schönes Jahr zu verbringen.

Moritz
 
 
 

 
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