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Dilemmadiskussion am Hoga-Gymnasium

Im Februar 2012 haben wir mit Schülerinnen und Schülern des Hoga-Gymnasiums eine Dilemmadiskussion zum Thema "Technik und Fortschritt" durchgeführt. Dabei ging es darum, sich Gedanken zu machen, ob eine Abtreibung aufgrund eines genetischen Defekts des Fötus für einen Infrage kommt oder nicht. Die Methode der moralischen Dilemmadiskussion wurde durch Prof. Lind an der Uni Konstanz entwickelt. Die Mitarbeiter/innen des PJR haben sich dort ausbilden lassen und leiten auf Anfrage solche Dilemmadiskussionen an. Nach einem festgelegten Diskussionsschema tauschen die Kinder bzw. Jugendlichen zu einem bestimmten Thema ihre Argumente aus und diskutieren diese miteinander. Ziel einer solchen Dilemmadiskussion ist es, sich den eigenen moralischen Vorstellungen bewusst zu werden und diese weiterzuentwickeln.

Einführung eines Klassenats bei den 5. Klassen des Gymnasiums "Bürgerwiese"

Nun schon zum dritten Mal in Folge haben die Mitarbeiter/innen des PJR Dresden e.V. bei den 5. Klassen des Gymnasiums "Bürgerwiese" erfolgreich Klassenräte eingeführt. Das heißt, es wurden die einzelnen Phasen des Klassenrats (eine Gesprächsrunde zur Behandlung von Problemen und Anliegen der Klasse) erarbeitet und demokratische Basiskompetenzen, die es dafür braucht, trainiert. Dies erfolgte in 5 Stunden, die die Schule dafür extra freigemacht hat. In allen vier 5. Klassen ist der Klassenrat etabliert und wird von den Schülerinnen und Schülern relativ selbständig regelmäßig durchgeführt. Die Mitarbeiter/innen des PJR stehen den Klassenlehrerinnen und den Schüler/innen auch jetzt noch bei Problemen zur Seite. Es ist geplant, der Schule ein Angebot zu unterbreiten, für interessierte Schüler/innen extra eine Moderatorenausbildung anzubieten, um die Kids für die Moderation eines Klassenrats fit zu machen.

 
 

Politischer Jugendstammtisch: Venezuela – der Sozialismus des 21. Jahrhunderts?!

Im mit etwa 50 Mann gefüllten Saal erlebten wir zwei Referentenvorträge von Jan Liebnitzky von der Amnesty International Hochschulgruppe und Malte Daniljuk von der Rosa-Luxemburg Stiftung. Beide waren bereits in Venezuela. Im Anschluss gab es eine offene Publikumsdiskussion.
Jan Liebnitzky stellte die aktuelle Situation anhand einer Power Point Präsentation dar. So wurde deutlich, dass zwar gute Ansätze wie kostenlose Bildungs- und Arzteinrichtungen vorhanden sind aber letztendlich große Probleme in Punkten Korruption und der Einhaltung der Menschenrechte bestehen. Hugo Chavez ist mittlerweile seit 14 Jahren an der Macht, die Spanne zwischen Arm und Reich ist in Form von Armenvierteln und abgeriegelten Wohngebieten klar erkennbar. Der Zusammenhang zwischen Todschlägen und Festnahmen klafft mittlerweile extrem weit auseinander. Immer seltener die Täter inhaftiert und die Kriminalitätsrate explodiert förmlich. Selbst die Polizei hat große Korruptionsprobleme. Wenn man es dort ins Gefängnis schafft erwartet einen die Hölle. Dort gibt es nicht nur Schlägereien, sondern schätzungsweise verfügt jeder zweite Häftling über eine Schusswaffe. Auch in den Armenvierteln herrscht blanke Anarchie und man müsse mit Überfällen rechnen. Aus diesen Gründen blieb Liebnitzky diesen Gegenden oft fern.
Die Meinungsfreiheit ist auch radikal eingeschränkt, da viele oppositionelle Medien nicht ausgestrahlt werden und sogar Gewaltübergriffe verübt wurden.
Malte Daniljuk kam auf die guten Ansätze zurück. Die Verfassung erlaubt theoretisch sogar direkte Demokratie nach dem schweizer-Modell, die mehrheitliche Bevölkerung steht überwiegend hinter Chaves und durch die verstaatlichten Betriebe sowie vielen Ansätzen in der kostenlosen Gesundheitspolitik gab es durchaus gute Ansätze. Malte Daniljuk betonte, dass sich die Menschenrechtssituation in Venezuela seit den 1990er deutlich verbessert hat und auch deutlich besser ist als in allen Nachbarländern, etwa in Kolumbien ist. Ungelöste Probleme sind die ausstehende Reform von Justiz und Strafvollzug, die mit verantwortlich für das hohe Maß an Straflosigkeit und damit die hohe Kriminalitätsrate sind. Insbesondere im Medienbereich hat sich die Situation in Venezuela dadurch verbessert, dass über 100 neue Radiofrequenzen an private Medien vergeben wurden und eine breite Bewegung von Freien bzw. Nachbarschaftsmedien entstanden ist.
In der darauf folgenden Diskussionsrunde wurde vieles nochmal ausführlich von den Referenten erklärt. So wurde auch über die Beziehung von Chavez zu Iran diskutiert, denn Mahmud Ahmadinejad wurde mehrmals herzlich von Chavez empfangen.
Abschließend wurden die Referentengeschenke verteilt und die weiteren Gespräche folgten im privateren Umfeld.
Letztendlich war der Stammtisch ein voller Erfolg und belichtete Venezuela in positiven und negativen Aspekten.

Hier findet Ihr noch einige Impressionen und Berichte über Venezuela

 

Politischer Jugendstammtisch: Wie viel Religion braucht unsere Politik?

Am 13.12. gingen wir bei dem politischen Jugendstammtisch der Frage "Wie viel Religion braucht unsere Politik?" auf den Grund.
Als Referenten waren Sabine Friedel (SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag), Thomas Kunz (evangelischer Arbeitskreis der CDU) und Pfarrer Markus Manzer (Kirchgemeinde Frieden und Hoffnung) eingeladen.
In einer zweistündigen Veranstaltung wurden, gemeinsam mit dem Publikum aus dem kleinen Saal der Hoffnungskirche, Standpunkte zu Kirchensteuer, Werteverfall, politische Kirche, christliche Symbolik und zum Einfluss der Religion in die Politik ausgetauscht.


 

"Wege des Wandels: 20 Jahre Systemtransformation in Ostdeutschland und Ungarn"

Die Politischer Jugendring e.V. zum ersten Mal hat ein deutsch-ungarischen Jugendaustausch geplant. Die Idee is von einer Ehrenamtliche Mitarbeiterin von PJR e.V., Silvia Vock angekommen. Sie einpaar Jahr vor ist an einer deutsch-russischen Jugenaustausch (Kanyilingrad-Dresden) teilgenommen, wegen sie halb deutsch-halb ungarisch ist, wollte sie auch ein áhnliches Jugendbegengung organisieren. Zum Glück ab Oktober 2010 hat beim PJR e. V. ein Praktikantin duch Rahm des Europaeschien Freiwlilligdienst (Projekt von Europaeschine Komission) von Ungarn arbeitet, und ihre beide Arbeit hat dieses Projekt geführt.
Dieses Projekt fand erfolgreich unter dem Motto "Wege des Wandels: 20 Jahre Systemtransformation in Ostdeutschland und Ungarn" am 11.09. bis 17.09.2011 in Dresden statt.
 

 

Studienfahrt nach Nürnberg

Vom 11.8.2011 bis zum 13.08.2011 fand die Studienfahrt unter dem Motto "Gewalt und Erinnerung-Erinnerungskultur in Dresden und Nürnberg" statt.
Ziel der Fahrt war es, den Teilnehmern ein umfassendes undvielseitiges Bild der praktizierten Formen des Erinnerns an den Nationalsozialismus aufzuzeigen und dabei gleichzeitig auf mögliche Folgen hinzuweisen und einzugehen. Die beiden Vergleichstädte wurden hierbei -auf Grund der Aktualität ihres Bezugs zur Erinnerungskultur ganz bewusst gewählt:

Auf der einen Seite die Stadt Dresden, die sich anlässlich des 13. Februars alljährlich einem starken Konflikt aus bürgerlicher Mitte, rechter Geschichtsrevisionisten und
autonomer Gegendemonstranten ausgesetzt sieht, der den angemessenen Umgang der Öffentlichkeit mit der nationalsozialistischen Vergangenheit thematisiert.
Auf der anderen Seite die Stadt Nürnberg die sich ,als Stadt der Reichsparteitage und „Reichshauptstadt der nationalsozialistischen Bewegung“ anscheinend bereits auf eine gemeinsame Position geeinigt zu haben scheint und durch die Errichtung des Dokumentationszentrums auf dem ehem. Reichsparteitagsgeländes sowie des Memoriums Nürnberg einen Prozess der Aufarbeitung in Gang gesetzt zu hat. Die Teilnehmer waren somit dazu aufgerufen , die gefestigte Erinnerungskultur in Nürnberg kritisch zu
hinterfragen und gleichzeitig auf ihren Bezug zur „Dresdener Debatte“ hin zu überprüfen.
 

 

Austausch Dresden und Kaliningrad

Der Austausch zwischen Jugendlichen aus Dresden und Kaliningrad fand erfolgreich statt. Die Gäste aus Kaliningad erlebten Dresden vom 08. bis zum 14.08.2011 und der Gegenbesuch fand vom 21. bis 28.8. in Kaliningrad statt.
 
Hier findet ihr zum Gegenbesuch in Kaliningrad die Bilder und den
 

 

Prag und Theresienstadt

Das Gedenkstättenseminar Deutsch-Tschechische Geschichtswerkstatt fand vom 16.-19.06.2011 erfolgreich in Prag und Theresienstadt statt.
 

 

Projekttag zum Thema Menschenrechte und Diskriminierung

Der Projekttag hat am 26.03.2011 von 10-17 Uhr in den Räumen der Evangelischen Studentengemeinde Dresden stattgefunden.
Eszter Fojdl, die in unserem Verein zur Zeit einen Europäischen Freiwilligendienst absolviert, hat an unserer Veranstaltung „Menschenrechte – Wir sind alle gleich- oder doch nicht?“ teilgenommen.
 

 

Rückblick zur Podiumsdiskussion „Mittendrin statt nur dabei – Beteiligungsmöglichkeiten Jugendlicher“

Der Politische Jugendring Dresden e.V. veranstaltete am Abend des 06.07.2011 in der Kinder- und Jugendgalerie Einhorn (Außenstelle der Jugend Kunstschule Dresden) eine Podiumsdiskussion zum Thema „Mittendrin statt nur dabei – Beteiligungsmöglichkeiten Jugendlicher“. Die Veranstaltung fand im Rahmen des Karikaturenwettbewerbs des PJR Dresden e.V. statt, an dem Dresdner SchülerInnen mit ihren Zeichnungen teilnehmen konnten.

Nach der Begrüßung hatten die Gäste zuerst die Möglichkeit, bei einem Rundgang durch die Galerie die ausgestellten Werke und auch die eingesendeten Karikaturen zu bewundern. Ab 18.30Uhr fand sich ein gemischtes Publikum aus Jugendlichen, WettbewerbsteilnehmerInnen und deren Verwandten, Fachkräften der Jugendarbeit sowie künstlerisch Tätigen zusammen, um gemeinsam mit den geladenen Gästen über Möglichkeiten der gesellschaftlichen Teilhabe Jugendlicher ins Gespräch zu kommen. Auf dem Podium diskutierten Aline Fiedler (CDU, Mitglied des Sächsischen Landtages), Sabine Friedel (SPD, Mitglied des Sächsischen Landtages), Silke Clausnitzer (Sozialpädagogin im Kinder-und Jugendhaus Plauener Bahnhof) und Ha Linh Tran Ti ( Studierende an der TU Dresden und engagiert im Ausländerrat Dresden e.V.).

Über eine Stunde lang wurde geleitet durch die aufmerksame Moderation der Organisatorinnen Stephanie Schramm und Antje Pfeifer rege miteinander diskutiert und verschiede Stand- und Kritikpunkte zur gesellschaftlichen Mitwirkungschancen junger Menschen ausgetauscht. Dabei brachten sowohl Publikum als auch Diskutanten ihre Erfahrungen aus dem eigenen Engagement ein und beleuchteten gemeinsam insbesondere die Voraussetzungen und Grenzen, die es Jugendlichen ermöglichen oder auch behindern, sich mit ihren Ideen und Projekten in die Zivilgesellschaft einzubringen.

Im Anschluss fand die Ehrung der Sieger des Karikaturenwettbewerbs durch Norbert Scholz statt, der regelmäßig Karikaturen für Dresdner Studentenzeitungen oder die SZ zeichnet. Als Gewinner wurde Lukas Geier, Schüler des Sportgymnasiums Dresden gekürt, der sich in seiner Zeichnung mit dem sensationslüsternen Umgang der Medien mit Meldungen zum Krankheitskeim EHEC auseinandergesetzt hatte.
Der Abend klang bei einem kleinen Bufett aus, welches die Möglichkeit bot, in gemütlicher Runde die Themen der Diskussion fortzuführen und offenen Fragen zu beantworten.


Unser Dank geht an die Förderer und Kooperationspartner, die den Karikaturenwettbewerb als auch die Podiumsdiskussion ermöglicht haben: Landeshauptstadt Dresden, Doris-Wuppermann-Stiftung, Jugend- und Kunstschule Dresden, Catapult-The Present Company, Karstadt, Drewag, Getränkefachgroßhandel Flack&Schwier.

 
 
 

„Multikulturelles Berlin – Integrationspolitik auf dem Prüfstand“ - Seminarfahrt nach Berlin

In unserer von der Stadt Dresden und der Stiftung: do geförderten Seminarfahrt „Multikulturelles Berlin“ haben wir uns zusammen mit 12 TeilnehmerInnen auf Spurensuche in die bundesdeutsche Hauptstadt begeben, um dort dem Begriff der Integration nachzuspüren.

Ob in den Hallen des Bundestags, den Straßen des Multikulti-Bezirk Neuköllns oder den geschäftigen Räumlichkeiten einer Initiative in Kreuzberg, Anhaltspunkte boten sich zu Genüge.

Wir haben die Teilnehmenden gebeten, zu je einer der Stationen einen kurzen persönlichen Bericht zu schreiben, um damit einen Beitrag zur Dokumentation der Seminarfahrt zu leisten und sich das erlebte und erfahrene selbst noch einmal zu vergegenwärtigen.









 
 
 

Bericht von Eszter Foidl über den Projekttag Menschenrechte

Es gibt viele verschiedene Themen, mit denen wir jeden Tag konfrontiert werden. Als Beispiel wären hier die Menschenrechte und Diskriminierung zu nennen. Wir verbinden zwar alle etwas mit den Themen, jedoch eine genaue Vorstellung haben wir meist nicht. Um das Wissen in diese Themengebiete weiter zu vertiefen, bot der PJR Dresden e.V. am Samstag, dem 26.03.2011 einen Projekttag zum Thema Menschenrechte an. Die Idee dazu entstand während der Fahrt zum Europäischen Jugendseminar „HURRY UP!: Human Rights Revisited by Youth in Europe!“ in Strasbourg im November 2010 , die der PJR Dresden e.V. in Kooperation mit der Landeshauptstadt Dresden und der Stadt Strasbourg angeboten hatte. Der Projekttag wurde von den Leuten, die bei dieser Fahrt mitgefahren sind, ausgedacht und durchgeführt.

Obwohl diese Themen als „alltäglich“ wahrgenommen werden, findet sich zu diesen Themengebieten doch immer wieder etwas Neues.
Im Laufe des Seminars wurden verschiedene Spiele und Übungen durchgeführt. Uns wurden z.B. Fragen zu dem Thema Menschenrechte gestellt, zu denen wir uns dann mit JA oder NEIN positionieren und diskutieren konnten. Es kamen dabei auch sehr weit greifende Fragen zur Sprache, wie z.B. welche Druckmittel Staaten, die die Menschenrechte achten, auf Staaten haben, die die Menschenrechte missachten. In einer anderen Übung haben wir das unterschiedliche soziale Vorankommen in der Gesellschaft nachgespielt. Jeder Teilnehmer ist in die Rolle einer sozial benachteiligten oder sozial bevorzugten Person geschlüpft und hat diese nach bestimmten Anweisungen ausgefüllt. Ich z.B. war eine arbeitslose Frau, alleinerziehend und mit drei Kindern. Es wurden uns Fragen gestellt und sobald man eine bejahen konnte, durfte man auf der sozialen Leiter, dargestellt als Punkte auf dem Boden, weiterlaufen.

Eine Aufgabe war beispielsweise, einen zweiwöchigen Urlaub zu planen. Für mich in meiner Rolle war dies nicht realisierbar, folglich bin ich auf der sozialen Leiter stehen geblieben. Eine andere Person hatte die Identität einer Tochter eines reichen Ehepaars. Sie konnte diesen Urlaub realisieren und folglich auf der sozialen Leiter aufsteigen. Mit diesem Spiel sollte verdeutlicht werden, welche unterschiedlichen Positionen Menschen in der Gesellschaft haben und wann und wie soziale Benachteiligung entsteht bzw. sich auswirkt.

Es hat mir sehr gefallen, dass die Teilnehmer so kommunikativ waren. Es sind im Laufe des Tages gute Diskussionen entstanden, die zu manch neuer Erkenntnis geführt haben. Die Spiele haben uns vermittelt, wie wichtig es ist, die Rechte sozial und körperlich Benachteiligter zu stärken und zu fördern.
Ich denke, dieser Projekttag konnte den TeilnehmerInnen insbesondere das Empfinden sozial Benachteiligter und Behinderter interessant näher bringen.

 

Hurry Up for Human Rights – 60 Jahre Europäische Menschenrechtskonvention und die Frage: Welche Rolle spielen die Menschenrechte heute?

Am 2. November 2010 startete eine 5-köpfige deutsche Delegation aus Dresden begleitet von einer Pädagogin des Politischen Jugendring Dresden e.V. nach Strasbourg, um in der Partnerstadt an einer internationalen Seminarwoche aus Anlass des 60-jährigen Bestehens der Menschenrechtskonvention teilzunehmen. Junge Menschen aus 8 verschiedenen Nationen trafen sich unter dem Motto: „Hurry up - Human Rights Revisited by Youth in Europe“. Vertreten waren dabei neben Deutschland Delegationen aus Frankreich, Polen, Rumänien, Ungarn, Georgien, Bulgarien und Lettland.

Die Woche vom 2. bis zum 7. November 2010 war voll gepackt. Voll gepackt mit Informationen, Eindrücken, Spaß, manchmal auch Ermüdung und oftmals mit der Erkenntnis, dass zu einer internationalen Seminarfahrt auch Kenntnisse aus anderen Sprachen sehr hilfreich sein können. Thematisch wurden in den ersten beiden Tagen, neben dem eigentlichen Kennenlernen der Delegationen untereinander, Wissen zu den Europäischen Institutionen im Allgemeinen und deren Arbeitsweise vermittelt. Anschließend beschäftigten sich die TeilnehmerInnen mit grundlegenden Informationen zu den Menschenrechten und mit dem Gerichtsfall Gäfgen gegen Deutschland, welcher vor einigen Jahren für Aufsehen gesorgt hat.

Neben dem Besuch des Europaparlamentes waren weitere Höhepunkte das Gespräch mit einer deutschen Richterin im Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, der Besuch des Stadtrates und des Rathauses von Strasbourg sowie der Menschenrechtsworkshop im Europäischen Jugendcenter. Außerdem gestalteten die TeilnehmerInnen einen interkulturellen Abend, bei dem jede Delegation ihre Stadt und ihr Land auf vielfältige Art und Weise vorstellte.

Zusammenfassend war es eine intensive und sehr interessante Woche für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Gemeinsam konnten Ideen entwickelt, Veranstaltungen geplant und ein internationales Netzwerk von Jugendlichen als BotschafterInnen für das Thema Menschenrechte über ganz Europa gebildet werden. Gemeinsam geht es jetzt an die Planung und Durchführung von lokalen Aktionen in Dresden und in den Heimatstädten der jeweiligen Delegationen, damit Menschenrechte nicht in Vergessenheit geraten und auch vor Ort an Bekanntheit und Bedeutung gewinnen.
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