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Deutsch-Tschechische Geschichtswerkstatt in Theresienstadt/Prag

Vom 23.06. bis 26.06. fahren wir wieder nach Theresienstadt/Prag um eine Geschichtswerkstatt zu erleben. Anhand ausgewählter Biographien von Opfern und Tätern, durch Ausstellungsbesuche, Filme und ein Zeitzeugengespräch wird am authentischen Ort den Gemeinsamkeiten von Schicksalen deutscher und tschechischer Juden in Prag und im Lager/ Ghetto Theresienstadt nachgegangen. Im Zentrum steht die Betrachtung des Zusammenlebens deutscher und tschechischer Juden vor 1939 in Prag, sowie der radikale Bruch in den Biographien seit der NS-Okkupation, wie es uns im Lager Theresienstadt verdeutlicht wird.

Höhepunkte des Programms sind:
- Kennenlernen der deutschen und tschechischen Kultur
- Überblicksführung in den Außenanlagen und der Kleinen Festung von Theresienstadt
- Museumsführungen in Theresienstadt
- Werkstattarbeit zu Schicksalen von Opfern und Tätern
- Stadtführung zum Thema jüdisches Leben in Prag
- Kulturprogramm in Prag
- Gespräche mit Zeitzeugen
- Gruppenarbeiten zu Einzelschicksalen und kreative Präsentationen

Der Anmeldeschluss ist am 27.04.2012

„Menschenrechte – Wir sind alle gleich oder doch nicht?“

Die Veranstaltung ermöglich Euch, mit verschiedenen Übungen und Spielen diesem Thema näher zu kommen. Die Bedeutung der Menschenrechte und deren Entwicklung wird dabei einführend betrachtet. Im Mittelpunkt des Projekttages steht jedoch Euer persönliche Bezug zu Menschenrechten. Ihr werden für die Verletzung von Menschenrechten in Eurem Umfeld sensibilisiert und könnt das Gefühl von Diskriminierung nachempfinden. Das Seminar bietet viel Raum für persönliche Erfahrungen, dem Entdecken neuer Handlungsmöglichkeiten und Platz für Diskussionen und Fragen.
Euch entstehen keine Kosten, Selbstverpflegung bitte mitbringen.

Bitte meldet Euch mit dem Anmeldebogen im folgenden Flyer direkt beim Putjatinhaus an.
 

 

Studienfahrt Nürnberg (Donnerstag, 11.8.2011 – Samstag, 13.8.2011)

Nürnberg im Nationalsozialismus
Nürnberg stellte als Stadt der Reichsparteitage unter der NS-Herrschaft eines der Zentren des nationalsozialistischen Deutschlands dar. Das extra hierfür errichtete Reichsparteitagsgelände gilt dabei vielen als eine der wichtigsten Erinnerungsstätten an die Gräueltaten des Dritten Reiches. Gleichsam fand in Nürnberg, mit den Nürnberger Prozessen, eines der wichtigsten Gerichtsverfahren zur Aufarbeitung und Verurteilung des Nazi-Regimes statt.
Durch das eingerichtete Dokumentationszentrum im ehem. Reichsparteitagsgelände sowie der Neueröffnung des „Memorium“, der Ausstellung im Schwurgerichtssaal der Nürnberger Prozesse, betreibt die Stadt Nürnberg eine sehr intensive Aufarbeitung der Geschichte und setzt sich im besonderen Maße mit der Rolle der Stadt und dessen Bevölkerung im Nationalsozialismus auseinander.

Erinnerungskultur in Dresden
Ein etwas anderes Bild zeichnet sich hierbei in Dresden ab. Alljährlich wird hierzu der 13. Februar, der Jahrestag der Bombardierung Dresdens im 2. Weltkrieg durch die Alliierten, und dessen katastrophalen Folgen für die Zivilbevölkerung besonders von rechtsextremen Kräften zur Geschichtsumdeutung und Relativierung nationalsozialistischer Verbrechen herangezogen. Gleichzeitig wurden dieses Jahr zum zweiten mal in Folge über 10.000 linke Gegendemonstranten aus ganz Deutschland mobilisiert, die den angekündigten Aufmarsch der Rechtsradikalen verhinderten.
Besonders umstritten ist hierbei die Rolle der Stadt Dresden und ihrer Verwaltung selbst, die sowohl rechten als auch linken Demonstranten eine Absage erteilten, und sich für ein „stilles Gedenken“ abseits der beiden Lager einsetzt.

Ziel der Studienfahrt
Die geplante Studienfahrt versucht, den Bereich der deutschen Erinnerungskultur am Beispiel der Stadt Nürnberg zu untersuchen und sich darüber hinaus auch mit der in Dresden praktizierten Form des Erinnerns an den Nationalsozialismus auseinanderzusetzen. Den Seminarteilnehmern wird hierzu die Möglichkeit gegeben, verschiedene Ansätze des Erinnerns kennenzulernen und zueinander ins Verhältnis zu setzen. Dabei sollen sie auch die jeweiligen Folgen und Gefahren in Bezug auf Verdrängung oder Relativierung der NS-Verbrechen kennen lernen, die sich aus der jeweiligen Erinnerungskultur ergeben.
Hierzu sind ein ganztägiger Workshop im Dokumentationszentrum des Reichsparteitagsgeländes, ein Besuch der Gedenkstätte der Nürnberger Prozesse, verschiedene Diskussionen mit politischen und ehrenamtlichen Vertretern der Stadt Nürnberg sowie eine Stadtführung durch Nürnberg zu im Nationalsozialismus relevanten Orten geplant.
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