Der Verein im Rückblick


 

Vereinsgründung und gesellschaftliche Rahmenbedingungen nach der Wende

 

Im August 1990, ein knappes Jahr nach dem Fall der Mauer und noch vor der Vereinigung beider deutscher Staaten, wurde der Politische Jugendring Dresden gegründet. In einer Zeit, wo vieles im Umbruch begriffen war, Gesellschaftsstrukturen eingefallen waren, sich das persönliche Umfeld eines jeden einzelnen fast täglich verändert hat, faßten Dresdner Jugendliche aus parteinahen Jugendorganisationen den Entschluß, sich zusammenzuschließen, um gemeinsam kommunalpolitisch aktiv zu werden. Das Motto lautete, Politik "auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner" zu betreiben, was die Geburtsstunde des Vereins bedeutete. Gemeinsam wollte man einen Beitrag dazu leisten, autoritäre Bestrebungen auf dem Gebiet der "Noch - DDR" im Ansatz zu unterbinden. Den Jugendlichen sollte das Handwerkzeug mit auf den Weg gegeben werden, um sich als "Demokraten" entwickeln zu können. Über Pateigrenzen hinweg sollten Themen aufbereitet werden, um sie, in Form von Seminaren an junge Leute gleichen Alters, weiterzugeben.

Den Gründungsmitgliedern war eines gemeinsam: Keiner konnte bereits auf umfangreiche Erfahrungen in diesem Gebiet zurückblicken, jedoch bestand der Wille, "Dinge" ins Laufen zu bringen. Von der damals in breiten Bevölkerungsschichten vorhandenen Euphorie waren auch die Gründungsmitglieder erfaßt.

Vom direkten und indirekten Einflußbereich der Jugendorganisationen hat sich der PJR e.V. inzwischen entfernt. Das Ziel, welches er mit den Angeboten verfolgte, Jugendlichen gesellschaftliche Strukturen nahe zu bringen und sie zur aktiven Teilnahme am gesellschaftlichen Leben zu motivieren, ist jedoch geblieben. War damals die allgemeine "Aufbruchsstimmung" der Motor und das Gerüst der Arbeit des Vereins, so sind dies heute eher langfristig angelegte Ziele, welche die Angebote prägen.

 

Geschichte des Vereins

 


© PJR Dresden e.V. - Nicol Feske; 30.04.2001