von admin | 18.02.2026 | Blog
Der PJR Dresden zeigt im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus einen Dokumentarfilm über Audre Lorde – Dichterin, Aktivistin und zentrale Stimme der Schwarzen Frauenbewegung. Der Film beleuchtet ihr politisches und literarisches Wirken sowie ihre Zeit in Deutschland, die für viele Schwarze Deutsche prägend war. Im Anschluss findet ein Gespräch zum Film sowie zum Thema Selbstorganisation Schwarzer Menschen in Deutschland statt.
Wann: Montag 16.3.2026 um 19 Uhr
Wo: Filmgalerie Dresden, Altenburger Straße 26, 01277 Dresden
Der Eintritt ist kostenlos.
von admin | 12.02.2026 | Blog
Diverse Memories – Shared Future
Jugendaustausch 2026 | Deutschland – Frankreich – Ukraine
**english version below**
Du bist zwischen 16 und 22 Jahre alt und kommst aus Deutschland, Frankreich oder der Ukraine?
Du willst dich mit anderen jungen Menschen darüber austauschen, wie unterschiedliche Länder an Geschichte erinnern – und welche Bedeutung das für unsere gemeinsame Zukunft hat?
Dann werde Teil einer internationalen Gruppe von 24 jungen Menschen und nimm an drei Jugendbegegnungen in Europa teil.
Worum geht es?
In dem Projekt „Diverse Memories – Shared Future“ setzen wir uns mit Erinnerungskultur auseinander:
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Wie wird Geschichte in verschiedenen Ländern erzählt?
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Welche Ereignisse stehen im Mittelpunkt – und warum?
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Wie prägt Erinnerung unsere Gegenwart und unser Zusammenleben in Europa?
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Welche Perspektiven bringst du selbst ein?
Gemeinsam diskutieren wir, besuchen historische Orte, arbeiten kreativ und entwickeln eigene Ideen für eine vielfältige europäische Erinnerungskultur.
Austauschtermine 2026
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Stuttgart: 6.–12. April 2026
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Straßburg: 13.–19. Juli 2026
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Dresden: 21.–27. Oktober 2026
Die Teilnahme umfasst alle drei Begegnungen.
Teilnahmebeitrag
Der Teilnahmebeitrag beträgt 90 € (30 € pro Begegnung).
Darin enthalten sind Reise-, Unterkunfts-, Verpflegungs- und Versicherungskosten.
Falls nötig, kann der Beitrag ganz oder teilweise übernommen werden.
Interesse?
Dann melde dich per E-Mail unter:
mail@pjr-dresden.de
Wir freuen uns auf motivierte junge Menschen, die Lust haben, sich einzubringen, Perspektiven zu teilen und Europa aktiv mitzugestalten.
**english version**
Are you between 16 and 22 years old and from Germany, France, or Ukraine?
Would you like to explore how different countries remember history – and what this means for our shared future?
Join a group of 24 young people from across Europe and take part in three international youth exchanges in 2026.
What is the project about?
“Diverse Memories – Shared Future” focuses on remembrance culture and collective memory. Together, we will explore questions such as:
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How is history remembered and taught in different countries?
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Which events are highlighted – and why?
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How does remembrance shape our societies today?
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What perspectives and experiences do you bring?
Through discussions, creative workshops, visits to historical sites, and intercultural exchange, we will reflect on diverse memories and develop ideas for a shared European future.
Exchange Dates 2026
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Stuttgart: 6–12 April 2026
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Strasbourg: 13–19 July 2026
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Dresden: 21–27 October 2026
Participation includes all three exchanges.
Participation Fee
The participation fee is 90 € (30 € per exchange).
This covers travel, accommodation, meals, and insurance.
If needed, the fee can be partially or fully waived.
Interested?
Send an email to:
mail@pjr-dresden.de
We are looking forward to motivated young people who want to share their perspectives, learn from others, and actively shape a common European future.
von admin | 11.02.2026 | Blog
Du hast Lust, dich ehrenamtlich zu engagieren – oder bist bereits beim PJR Dresden aktiv bzw. Mitglied und möchtest dich (weiter) vernetzen? Dann komm zu unserem Stammtisch!
Am Montag, 23.2., um 17 Uhr treffen wir uns im aha-Ladencafé (Kreuzstraße 7). In lockerer Atmosphäre kannst du mehr über unsere Arbeit erfahren, Fragen stellen, Ideen teilen und andere Engagierte kennenlernen.
Eingeladen sind alle: Interessierte, neue Engagierte, aktive Ehrenamtliche und Mitglieder – egal ob du bei Veranstaltungen, Projekten oder in der Bildungsarbeit mitmachst (oder es vorhast).
Melde dich kurz, wenn du dabei sein möchtest, damit wir besser planen können. Und falls du an dem Termin keine Zeit hast: Schreib uns einfach, dann finden wir einen anderen Moment zum Kennenlernen.
Wir freuen uns auf dich! 💛
von admin | 10.02.2026 | Blog
Karline macht mit dem europäischen Solidaritätskorps einen einjährigen Freiwilligendienst im Foyer de l’enfance in Strassburg in Frankreich. Hier erzählt sie von ihren Erfahrungen.
Vor sechs Monaten bin ich in Dresden in den Zug gestiegen, um ins Elsass zu fahren, wo mit einem zweiwöchigen Seminar mein ESK beginnen sollte. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich keine Ahnung, wo oder wie ich für das nächste Jahr wohnen werde, wie meine Arbeit aussieht oder wie ich verpflegt werde. Es war ein bisschen beunruhigend, so ins Ungewisse zu fahren, doch zu meinem Glück hat sich alles schlussendlich als sehr schön herausgestellt.
Mittlerweile ist die Wohnung im Zentrum Straßburgs, die ich mir mit meiner Mitfreiwilligen teile, heimisch geworden, bei der Arbeit habe ich meine Routinen entwickelt und unser Kassierer des Vertrauens kennt die Nummer unserer Supermarkt-Gutscheine schon fast auswendig. Fünf Tage in der Woche fahre ich eine halbe Stunde mit dem Bus zum „Foyer de l’Enfance“,manchmal ist das 6 Uhr morgens, manchmal auch erst mittags, meine 35h Arbeitsstunden pro Woche sind sehr flexibel. Das Foyer ist ein Kinderheim, welches eine Erstanlaufstelle für Notfälle bietet, die oft mit Vernachlässigung oder häuslicher Gewalt zu tun haben. Die Kinder zwischen 0 bis 18 wohnen für im Schnitt sechs Monate dort, bis ein dauerhaftes Zuhause für sie gefunden wird. Ich bin inzwischen fester Bestandteil des Teams der „Explorateurs“ (Entdecker) geworden, einer Gruppe mit maximal 10 Kindern zwischen 3 und 6 Jahren. Mein Arbeitsalltag besteht daraus ihnen beim fertig machen zu helfen, sie beim Essen zu begleiten, sie zur Schule und zu Terminen zu bringen und abzuholen, ganz viel mit ihnen zu spielen und sie abends ins B
ett zu bringen. Zwischendurch muss auch immer mal Haushalt gemacht werden, aber es bleibt auch Zeit, um sich für Bastel- oder Backprojekte oder kleine Ausflüge zu engagieren. Dadurch, was die Kleinen in ihrem Leben schon durchstehen mussten, ist ihr Verhalten nicht immer einfach, und es war und ist für mich manchmal eine ganz schöne Challenge, mich durchzusetzen. Diese soziale Arbeit ist dafür eine besonders Dankbare, denn die Kinder zeigen mir oft überschwänglich, wie sehr es sie freut, dass ich da bin und sie sind mir mit der Zeit genauso sehr ans Herz gewachsen.
Das Freiwilligennetzwerk hat mir glücklicherweise schnell Freund*innen beschert, mit denen ich unter anderem in einem Kirchenchor singe, wo wir durch viele freundliche Omas und Opas regelmäßig die elsässischen Bräuche und Eigenheiten vermittelt bekommen. Dabei fühlt sich die Kultur sehr bekannt an, angefangen bei den Namen der Menschen, über die Architektur, bis zu den kulinarischen Spezialitäten finden sich Gemeinsamkeiten zwischen beiden Seiten der Grenze. Dadurch hatte ich auch keine Probleme mit dem Kulturschock, in dem Sinne, dass ich mich fremd in dem Land oder zwischen den Menschen gefühlt hätte. Manchmal wünschte ich mir aber doch ein bisschen neuere Eindrücke. Zum Glück konnte ich, dank mehrerer Seminare und den Menschen, die ich dort kennenlernen durfte, schon nach Paris und Troyes reisen, bald geht es in die Bretagne und Urlaub im Süden Frankreichs ist auch schon geplant.
Ich habe das Gefühl, im letzten halben Jahr schon gelernt zu haben, um Einiges erwachsener und bewusster zu leben
. Allein die Herausforderung, sich im Ausland mit Hausverwaltung, Bank und Fahrschule auseinander zu setzten, lässt einen wachsen. Dazu war die Kommunikation mit unserer Koordinierungsorganisation in Frankreich (l‘Initiative Chrétienne d‘Europe) leider nicht immer einfach und hat uns schon so manchen Nerv gekostet. Dann ist auch das Arbeiten in Vollzeit und mit Kleinkindern, von denen manche auch eine geistige Behinderung besitzen, etwas komplett Neues für mich. Außerdem sehe ich im Foyer das Scheitern von Familien, die Auswirkungen von Gewalt und wie Gesetze dann greifen, was schrecklich ist und mir gleichzeitig ein Bewusstsein für solche Situationen schafft. Und ja, auch für „Selbstfindung“ bringt das Auslandsjahr etwas:)
Wenn ich in einem halben Jahr nach Deutschland zurückziehe, wird es bestimmt nicht einfach, sich von Straßburg zu trennen, aber der Vorteil von einem Auslandsjahr im Nachbarland ist, dass ich immer wieder zu meinem zeitweiligen Zuhause zurückkehren kann.
von admin | 13.01.2026 | Blog
Elisabeth über ihre ersten Monate in einer Vorschule in Gulbene, Lettland.
„Juhuu, endlich Freiheit!“, hat es in mir gerufen, als ich im Juni 2025 mein Abi-Zeugnis in den Händen hielt. Für mich war klar: Ich möchte ins Ausland gehen, auch um meine Sprachkenntnisse aus der Schule zu verbessern. Darum gehörte Lettland anfangs nicht gerade zu meinen bevorzugten Zielländern. Mit der Beschreibung des Projektes konnte ich dann aber doch mehr anfangen. Mich erwartet in einer Vorschule in Gulbene die Zusammenarbeit mit Kindern und die Möglichkeit, eigene Ideen einzubringen. Im Prinzip genau das, was ich suchte.
Viel zu tun…
Meine Arbeit findet in mehreren Klassen mit Kindern von 3–7 Jahren statt. Ich begleite sie bei Ausflügen, lerne mit ihnen das lettische Alphabet sowie Zahlen, backe Sandkuchen im Garten, tanze, singe Lieder oder leite eigene Aktivitäten an.
Nach und nach kann ich mit den Einheimischen besser kommunizieren, auch wenn viele Kinder durch soziale Medien schon gute Englischkenntnisse haben.
Egal, ob wir Weihnachtsbäume malen, Schneeflocken basteln, ich zeige, wie man Moos-Hüttchen baut, oder wir eine Akrobatik-/Tanz-Choreographie einstudieren – ich lerne stets dazu und verstehe langsam, was es bedeutet, „Erzieherin“ zu sein.
…aber auch Zeit zum Reisen
Neben viel Zeit für mich selbst – zum Reisen oder Sprachenlernen – habe ich auch die Möglichkeit, Sport zu machen. Dazu gehören bekannte Sachen wie Schlittschuh-, Ski- oder Fahrradfahren. Allerdings bekommen wir auch Gelegenheiten, Neues auszuprobieren. So gehe ich mehrmals die Woche zum lettischen Volkstanz und zum Ringen. Wir durften Teil der Parade zum lettischen Unabhängigkeitstag in traditioneller Kleidung sein und viele weitere Feierlichkeiten und Traditionen miterleben. Ich habe das Gefühl, integriert zu werden, auch wenn es manchmal ein paar Wochen braucht, bis sich Kollegen oder Nachbarn mir gegenüber öffnen.
Von Lettland aus habe ich nun schon das komplette Baltikum bereist, zusammen mit Freiwilligen und Freunden aus aller Welt. Auch wenn vor allem die Wintermonate kalt und die Tage kurz sind, wird die Dunkelheit hier überall mit zahlreichen Lichterketten und leuchtenden Dekorationen erhellt.
Der Wohnstandard ist nicht unbedingt sehr hoch, dafür aber relativ naturnah. Es gibt viele Altbauten und vor allem in meiner Stadt Gulbene konnte ich zahlreiche Gärten und Waldstücke mit kleinen Teichen entdecken. Durch das viele Grün konnte ich den Wechsel der Jahreszeiten noch einmal auf eine ganz andere Art bestaunen. Noch nie habe ich einen so farbenfrohen und goldenen Herbst erlebt.
Und Raum zum Lernen
Nicht unbedingt würde ich alle Gewohnheiten hier in der Kultur und an der Schule unterstützen, jedoch kann man von ihnen lernen. Ich erkenne, welche Werte für mich wichtig sind, was mir liegt und Spaß macht und was ich weitergeben möchte, wo es Schwierigkeiten gibt und ich lernen kann oder was ich vermisse und in Zukunft mehr wertschätzen sollte.
Im Prinzip ist es nicht besonders bedeutend, wo man sein Auslandsjahr oder seinen Freiwilligendienst verbringt. Die Erfahrungen werden überall wertvoll und bereichernd für das restliche Leben sein. 🙂