von admin | 03.02.2017 | Blog
Hallo, ich heiße Elias und bin 17 Jahre alt. Ich komme aus Afghanistan. Seit 14 Monaten bin ich in Deutschland. Ich bin in der 9. Klasse der 101. Oberschule Dresden. Ich habe großes Interesse an Politik und darum habe
ich mich für ein Praktikum beim Politischen Jugendring entschieden.
Die erste Woche ist nun vorbei.
Montag habe ich ein bisschen über das Parteiensystem in Deutschland recherchiert. Dienstag haben wir mit Jugendlichen einen Workshop zum Thema „Leben im Netz“ durchgeführt. Dabei habe ich Fotos gemacht. Mittwoch hatten wir eine vierstündige Klassenratseinführung bei einer 5. Klasse in der Hoga Schule. Das war ganz gut und ich habe wieder Fotos gemacht.
Donnerstag habe ich weiter über das
Parteiensystem recherchiert. Nächste Woche am Donnerstag werde ich zusammen mit Charlott, der FSJ-Plerin des Vereins, eine kleine interne Infoveranstaltung über mein Heimatland durchführen.
Mir gefällt es sehr gut.
von admin | 02.02.2017 | Blog
Seit Anbeginn des Schuljahres erforschen Berit, Sandra, Marcus und Charlott gemeinsam mit zehn Kinder der 8. Grundschule Pieschen deren Stadtteil. In Kooperation mit der örtlichen Verein Pro Pieschen e.V. und dem Schulförderverein findet nun schon der dritte Durchgang der „Jungen Elbtalforscher“ statt. Wöchentlich starten die TeilnehmerInnen in „kulturelle Schatzsuche“, die ihnen die Vielfalt des Stadtteils verdeutlicht.
Mit Hilfe von individuellen Touren werden die Kinder von einer App der verwendeten Tablets an besonders spannende bzw. lehrreiche Orte geführt. Für Abwechslung und Unterhaltung sorgen dabei verschiedenste Aufgabentypen, die sich in die Touren einflechten lassen. Von einem Videodreh über Quizfragen bis hin zu einer Fotoaufnahme bieten sich zahlreiche Möglichkeiten des spielerischen Wissenserwerbs.
Doch nicht nur die Wahrnehmung des Kultur- sondern auch die des Sozialraumes wird währenddessen verbessert. Orienteiert an die fünf Sinnen stand zunächst der Blick auf den Stadtteil im Fokus. Unter anderem befassten sich die TeilnehmerInnen mit dem örtlichen Künstler Rosenhauer, suchten Streetart und bewiesen abschließend ihre eigenen künstlerischen Fähigkeiten. Der Blick für den kulturellen Reichtum Pieschens wurde insbesondere in der Jahresabschlusstour zum Thema „Weihnachten in anderen Ländern“ geschärft. Der folgende Themenkomplex widmet sich der akustischen Wahrnehmung. Spannungsvoll blicken sowohl Teilnehmende als auch Betreuende auf die nächsten Wochen der facettenreichen Entdeckungsreise Pieschens.
[cmsms_row][cmsms_column data_width=“1/1″][cmsms_gallery layout=“hover“ hover_pause=“5″ animation_delay=“0″]3941|https://pjr-dresden.de/wp-content/uploads/2017/02/projektberichte_DSC01967-200×200.jpg,3940|https://pjr-dresden.de/wp-content/uploads/2017/02/projektberichte_DSC01932-200×200.jpg,3939|https://pjr-dresden.de/wp-content/uploads/2017/02/projektberichte_DSC01868-200×200.jpg[/cmsms_gallery][/cmsms_column][/cmsms_row]
von admin | 20.12.2016 | Blog
Hallo!
Schon mehr als drei Monate meines Freiwilligendienstes sind vorbei
und ich wollte euch mitteilen, wie es mir geht.

Beim PJR bin ich seit dem 1. September und seit dieser Zeit ist
viel passiert: Als ich nach Dresden gekommen bin, war es für mich ein bisschen
schwer, mich an alles zu gewöhnen. Aber dabei habe ich gute Unterstützung von
meinen Kollegen im Büro bekommen. Daher denke ich, dass meine Integration in
die Gesellschaft sehr schnell vonstattengegangen ist.
Der Politische Jugendring arbeitet viel daran, um
politisches Engagement bei Jugendlichen zu stärken und Ende September hatte ich
die Möglichkeit, an einem interessanten Seminar in Berlin teilzunehmen. Im
Mittelpunkt des Seminars stand das Thema „Regierung und Volk“, dementsprechend
haben wir viel über Demokratie diskutiert. Das Seminar wurde in Kooperation mit
STUBE Sachsen organisiert und die Teilnehmer waren aus verschiedenen Ecken der
Welt. Dank dem Austausch konnte ich verschiedene Ansichten und Meinungen über
die Politik in verschiedenen Ländern hören.

Gleich nachdem ich nach Dresden zurückgekehrt bin, hatte ich
mein erstes EFD Seminar, das eine Woche gedauert hat. Da traf ich viele echt
coole Menschen aus ganz Europa. Mit einigen halte ich noch immer Kontakt.
Während des Seminars haben wir uns nicht nur mit den wichtigsten Schwerpunkten
des EFDs vertraut gemacht, sondern haben uns auch mit anderen verschieden
Aktivitäten beschäftigt wie Workshops, Diskussionen, Teambuilding usw.
Im Oktober hat meine Aufnahmeorganisation ein Nachtreffen
eines internationalen Projektes organisiert, wo die Betreuer aus Deutschland,
der Ukraine und Russland die Jugendbegegnung analysiert und bewertet haben, um
diese Erfahrung in den nächsten Jugendbegegnungen anzuwenden. Ich hatte die
Möglichkeit, dabei zu sein. Das war wichtig für mich, weil meine Organisation
2017 wieder eine Jugendbegegnung mit den Partnern aus der Ukraine und Polen
organisiert, wo ich einer der Betreuer bin.
Im November hatten wir eine sehr interessante multimediale
Stadterkundung mit Schülern. Es handelte sich um lokale Spuren des
Nationalsozialismus im Stadtteil Plauen. Die Schüler mussten bestimmte Orte mit
Hilfe von einer App auf ihren Tablets finden, dann haben sie interessante
Fakten zu diesen Orten bekommen und haben Fragen beantwortet.
Jetzt ist es schon kurze Zeit vor Weihnachten und ich warte
auf die Reise in die Ukraine, wo ich das Neujahresfest und Weihnachten verbringen werde.
Ich wünsche euch allen fröhliche Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!
Der Europäische Freiwilligendienst wird gefördert von ERASMUS+ mit Mitteln der Europäischen Union.
von admin | 05.12.2016 | Blog
Montagabend in Dresden- was da abläuft ist doch klar, oder?
Ein zweiter Blick lohnt sich, denn parallel zu durch Straßen
ziehenden und Parolen brüllenden Menschenmassen lud das Militärhistorische
Museum im Rahmen der Sonderausstellung „Achtung Spione“ zu einer hochkarätig
besetzten Podiumsdiskussion ein.
Zum brisanten Thema „Unter Kontrolle? Wie geheim sollen
Geheimdienste sein?“ diskutierten die Bundestags- und NSA- Ausschlussmitglieder
Dr. Konstantin von Notz (Bündnis 90 / Die Grünen) und Prof. Dr. Patrick
Sensburg (CDU, Vorsitzender des Ausschusses) sowie der Journalist des
Deutschlandradios Falk Steiner. Durch Prof. Dr. Hansjörg Geiger, seinerseits
ehemaliger Präsident von BND und BfV, wurde die Gruppe der Debattierenden
vervollständigt. Nach einer einführenden Rede des Direktors Prof. Dr. Rogg
übernahm Geheimdienstexpertin Eva Jobs die Moderation der Veranstaltung.
Ein Skandal, der Fragen aufwirft
Edward Snowden, das Jahr 2013 und die damit verbundenen
Enthüllungen riefen nicht nur den NSA- Untersuchungsausschuss sondern zudem
zahlreiche Informationen über die Arbeit, aber auch die Defizite der
Geheimdienste an die Tagesordnung. Nun stellte sich die Frage, wie geheim diese
Dienste innerhalb eines demokratisches Rechtsstaats sein dürfen ohne, dass ihre
Arbeit darunter leidet.
Vollkomme Transparenz ermögliche nic
ht nur der Allgemeinheit
die Taten des BND zu verfolgen sondern auch jenen, die unter Beobachtung stehen,
aktiv auszuweichen stellte Prof. Dr. Geiger klar. Vor allem in Zeiten des
Terrors ist eine effektive und sicherheitsbringende Kontrolle ohne einen
gewissen Geheimheitsgrad nicht möglich. Aber wie weit geht „gewiss“?
Einerseits wird ein Gesetz zur längeren Speicherung der Metadaten,
also der Erfassung grundlegender Kommunikationsfakten, verabschiedet und damit
die Gesellschaftskontrolle erhöht, aber andererseits werden extra für den
Ausschuss verfasste Akten massiv mit dem Hinweis auf BND Methode gebläut (das
neue Schwärzen). Inwiefern das dem Sinn der Sache entspricht bleibt fraglich. Schließlich
obliegt diese Institution deutschem Recht und Gesetz dessen Einhaltung
zentraler Prüfungsgegenstand ist.
Eine Debatte über Freiheit und Überwachung ist ohne den
Einbezug der Entwicklung zum gläsernen Menschen undenkbar. Wie nahe wir dem sind
zeigt die Reaktion des Podiums auf eine vom Publikum gestellte Frage bezüglich
der Verschlüsselung beziehungsweise Kodierung von Nachrichten. Natürlich verschlüssele
man einen Großteil der Nachrichten, schließlich sollen potenzielle Hacker gleichermaßen
erschwert an codierte brisante oder eben auch wenig relevante Informationen
gelangen. Denn das Abhören unter Freunden sehr wohl geht und geschieht ist
wahrlich eins der schlecht behütetsten Geheimnisse. Prof. Dr. Geiger antwortete gelassen auf
Abhörparanoia und verwies auf den guten alten Briefwechsel.
Mit gemischten Gefühlen über mangelnde oder übertriebene
Kontrolle durch die Nachrichten- und Geheimdienste und deren
Informationshunger endete diese spannende Veranstaltung. Fakt ist, dass sowohl
zukünftig als auch rückblickend die Arbeit der Geheimdienste ein
fragenaufwerfendes Themengebiet darstellt.
Beste Grüße,
Charlott
von admin | 18.11.2016 | Blog
Ahoj!
Ich bin Sonja, bin 19 Jahre alt und habe mich dazu entschieden für ein Jahr ins Ausland zu fahren und zu sehen wie ich so zurechtkomme. Ich habe gerade mein Abitur hinter mir und musste mich nun entscheiden wie es weitergehen sollte. Ich träume schon seit langer Zeit davon im Ausland zu leben und daher war es naheliegend für mich, Deutschland zu verlassen. Bei der Suche nach einer Möglichkeit dies zu tun, durfte ich schnell feststellen, dass das sehr kostspielig werden konnte. Während Projekttagen in unserer Schule, habe ich dann vom Europäischen Freiwilligendienst erfahren. Ich hielt das für eine gute Möglichkeit ins Ausland zu kommen und neue Erfahrungen zu sammeln.

Zuerst musste ich eine Entsendeorganisation finden. Das war bereits schwerer als erwartet, da manche Organisationen mir gar nicht auf meine E-Mails antworteten und andere bereits Geld verlangten bevor ich genaue Details hatte. Zum Glück meldete sich der PJR Dresden und erklärte sich bereit, mich zu unterstützen. Mein Ziel war es in die Slowakei zu kommen, da ich halb slowakisch bin und ich es daher für eine gute Chance hielt, mehr über meine Wurzeln herauszufinden. Ich habe nach langem Warten und Bewerbungen schreiben auch eine Zusage für ein Projekt in der Heimatstadt meiner Familie erhalten. Dieses Projekt wurde jedoch überraschenderweise nicht genehmigt.
Es war nur noch wenig Zeit übrig um mich bei einem neuen Projekt zu bewerben, da ich gerne im September oder Oktober beginnen wollte.
Meine Entsendeorganisation unterstützte mich nun dabei eine neue Aufnahmeorganisation zu finden. Weiterhin bekam ich noch eine private Vorbereitung auf alles Mögliche was mich denn so erwarten könnte und ich wurde über meine Rechte, Pflichten und was ich sonst noch alles über mein Auslandsjahr wissen musste, aufgeklärt. Nach langem Suchen und vielen Bewerbungen später, bekam ich eine Last-Minute-Stelle in Tschechien. Jemand war abgesprungen und ich sollte nun diese Stelle übernehmen. Dann ging alles sehr schnell und in kürzester Zeit fand ich mich plötzlich in einem anderen Land wieder. Aber der Start war kein Problem für mich, da ich ja gut vorbereitet war und meine Aufnahmeorganisation bereits jahrelange Erfahrungen mit Freiwilligen hatte.
Ich bin hier nun schon seit einiger Zeit und fühle mich sehr wohl. Ich bin zufrieden mit meiner Arbeit und ich habe unglaublich viele Freiwillige aus ganz Europa kennengelernt. Außerdem bin ich in den letzten zwei Monaten mehr gereist als in den letzten paar Jahren. Und das auch immer mit bester Gesellschaft. Auf dem Foto sieht man einen Teil unserer Gruppe an Freiwilligen bei einem Ausflug in Adršpach. Da meine Mitbewohner, so wie die meisten Freiwilligen hier, etwas älter sind als ich, habe ich auch keine Probleme damit, zum ersten Mal ohne meine Familie zu wohnen. Meine spanische Mitbewohnerin scherzt bereits darüber, dass sie eine Mutterrolle in unserer Wohnung übernommen hat. Ich sammle hier unglaublich viele Erfahrungen in so kurzer Zeit und die Tage vergehen wie im Flug. Ich bin sehr zufrieden mit meiner Entscheidung hierhergekommen zu sein.