von admin | 21.10.2016 | Blog
Hallo,
hier ein kurzer Rückblick auf eine spannende Veranstaltung, die Tobias, Svyatoslav und mich am 19.Oktober in den Landtag führte.
Unruhe auf den Straßen, provokante Banner, Parolen schallen
über Plätze, ein Aufschrei in den Medien- bei manchen werden da Erinnerungen an
die deutsche Geschichte wach: ist Pegida die APO von rechts?
Genau dieser Fragestellung: dem Zusammenhang zwischen
Demonstrationen und zunehmender Gewaltbereitschaft widmete sich das Kulturbüro
Sachsen e.V. beauftragt durch die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag
seit 2014. Gestern wurden die Ergebnisse ihrer Arbeit „APO von rechts – Von der
Asylfrage zur Ablehnung der Republik“ erstmals im Beisein von Dr. Tino Heim
(Technische Universität Dresden, Lehrstuhl für Soziologie), Valentin Lippmann,
MdL (Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN), Julia Schuster und Danilo Starosta
(Kulturbüro Sachsen e.V.) vorgestellt.
Von asylfeindlichen Demonstrationen der verschiedenen XX- gida
Gruppierungen und Parteien ging es zur Untersuchung der Forderungspapiere
Pegidas und ihrer Relevanz für die Realpolitik bis zu den befördernden
gesellschaftlichen Rahmenbedingungen jener.

Trauriger Spitzenreiter
Im Jahr 2015 setzte sich Sachsen mit über 700
asylfeindlichen Veranstaltungen und 30 der insgesamt 138 Brandanschläge leider
an die bundesweite Tabellenspitze dieser Gewaltakte. Vor
allem die Versammlungstätigkeit der Bürgerinitiativen nahm seit 2014 zu. Mehr
als 200 Veranstaltungen wurden von organisierten Neonazis angemeldet und
durchgeführt. Allerdings zeichnet sich keine flächendeckende Kooperation dieser
Initiativen und den rechten Parteien ab. Bei einer genauen Analyse stellte sich
heraus, dass nicht nur in den alten „NPD- Hochburgen“, wie dem Landkreis
Sächsische Schweiz- Osterzgebirge oder im Landkreis Leipziger Land verstärkt
Veranstaltungen gegen die Asylpolitik stattfanden. Im gesamten Bundesland gab
es einen traurigen Aufwärtstrend von asylfeindlichen Demonstrationen. Damit
einhergehend stieg auch die Zahl der gewaltsamen Übergriffe. Viele Anmelder
nehmen Bezug auf XX-gida-Formate und sehen diese als notwendigen bürgerlichen
Widerstand gegen die etablierte Politik an.
Konkret heißt das:
Inhalte und Forderungen dieser Initiativen sind breit
gefächert. Neben Gesetzesänderungen im Bereich Einwanderung und Asyl streben
sie nach Entrechtung gesellschaftlicher Minderheiten. Betrachtet man die
Asylrechtsverschärfung der letzten beiden Jahre mit den Pegida
Forderungspapieren zeigen diese deutlich Parallelen. Inwiefern nun einen
gegenseitige Beeinflussung stattfand ist fraglich. Insgesamt sind ihre
angestrebten Ziele an einen Staat mit eingeschränkten Menschenrechten und einer
nationalistischen Führungsidee verbunden. Ihre gewünschte Veränderung der
Machtverhältnisse fordert letztlich eine Überwindung der momentanen Demokratie
und eine radikale Umgestaltung. Somit hat sich aus der anfänglichen
Asylproblematik eine offene Ablehnung der Berliner Republik kristallisiert.
Pegida hat eine bedenklich hohe Zustimmung in den Köpfen
vieler BürgerInnen gewonnen, deren Folgen heute nur schwer abschätzbar sind.
Weitere Informationen über dieses brisante Thema sind über
das Kulturbüro Sachsen e.V. sowie im erst kürzlich veröffentlichten Buch von
Dr. Tino Heim („Pegida als Spiegel und Projektionsfläche“) zu finden.
In nur 90 Minuten wurde ein unglaublich vielseitiger Input
gegeben, der die Komplexität der Sachlage veranschaulichte. Auch die angeschlossene
Diskussion bot Raum für Fragen und wies auf neue Aspekte hin. Grundlegende
Inhalte, wie die Verstärkung oder Modellierung der politischen Bildung,
Medienvielfalt und das Partienweisen wurden angesprochen. Eine rundum gelungene
Veranstaltung, die neben ausgezeichnetem Input durch hohe Beteiligung junger
Menschen für Begeisterung und neue Denkanstöße sorgte.
Liebe Grüße,
Charlott
von admin | 12.10.2016 | Blog
Alle Jahre wieder und so auch dieses stand unser Stolpersteinprojekt in Kooperation mit dem Stolpersteine für Dresden e.V und dem Kulturverein riesa efau an. In einem viertägigen Workshop beschäftigten sich drei fleißige SchülerInnen der 30. Oberschule mit dem Schicksal der zwei Stolpersteinträger: Max Hermann Dietze und Ernst Fritz Gottschling. Im Gegensatz zu den Vorjahren wurden diese beiden nicht auf Grund ihres jüdischen Glaubens sondern weil sie den Zeugen Jehovas angehörten verfolgt.
Aber genug gespoilert, hier ist der Link zum Video https://vimeo.com/186057628
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von admin | 11.10.2016 | Blog
Von 30.09. bis 3.10. hat in Berlin in Kooperation mit STUBE Sachsen das Seminar zum Thema “Volk und Regierung” stattgefunden. Daran haben Studierende aus Afrika, Asien, Osteuropa und Mittelamerika teilgenommen.
Das Seminar wurde vor allem in Form von Diskussionen und Rollenspielen durchgeführt, was den Teilnehmenden gut gefallen hat und sie stets aktiv miteinband. Die Teilnehmenden hatten stets die Möglichkeit ihre Gedanken und Ideen zum Thema “Demokratie” zu äußern. Tobias hat zu Beginn für die Teilnehmer Grundlagen der Demokratie und wichtige Voraussetzungen mit einer PowerPoint Präsentation dargestellt. Barbara und Gerardo haben zu diesem Thema Diskussionsgruppen eröffnet.
Das Seminar war auch voll Kreativität. Die Teilnehmenden arbeiteten in Gruppen und haben während verschiedener Rollenspiele Schemas und Bilder gezeichnet, die ihnen geholfen haben, verständlich für andere eigene Gedanken zu äußern. Auch Theaterszenen von den Teilnehmenden sollen nicht vergessen werden.
Die Teilnehmenden haben auch das Deutsche Historische Museum besucht, das thematisch besonders passend war. Der Museumsführer hat den Teilnehmenden einen Einblick in das Thema “Weimarer Republik” gegeben, die erste deutsche parlamentarische Demokratie und ein gutes Beispiel dafür wie Demokratie auch scheitern kann.
Die Beteiligten haben auch Vorträge über ihre Herkunftsländer und Demokratie gehalten, wie zum Beilspiel Nazaruddin über Indonesien, Mazhar über Idealformen der Demokratie und Beti über Uganda.
Das Seminar hat gezeigt, dass jeder von uns eigene Werte in der Demokratie sieht, und die sind von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Aber jedoch streben alle nach Frieden, Freiheit und Wohlbefinden.
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von admin | 10.10.2016 | Blog
Am 9. September 2016 führten wir ein Kommunalplanspiel mit einer 9. Klasse des St. Benno-Gymasium Dresden durch. Eingeladen dazu hatte uns die „Stiftung Friedliche Revolution“, welche noch bis 3. Oktober auf dem Dresdner Theaterplatz im Rahmen ihres Projektes „FREI_RAUM- Brücken bauen für Demokratie und Dialog“ einen Pavillon aufgestellt hat und täglich Kino, Kultur und politischen Dialog für alle anbietet – und am Vormittag eben Schulprogramm.
Während draußen der Spätsommer noch einmal alle Register zog, rauchten im Inneren des Pavillons bald die Köpfe. Nach einem kurzen Input-Vortrag und der Vorstellung der Methode „Planspiel“ wurde der Weg eines Antrags durch den Dresdner Stadtrat simuliert.
Es bildeten sich Fraktionen und Ausschüsse, Vorsitzende wurden gewählt, der Antrag erörtert, Argumente abgewägt, interfraktionell verhandelt und schließlich im Plenum debatiert, Änderungsanträge eingebracht und letztlich abgestimmt.
Für einige Stunden konnte man beinahe vergessen, dass es sich „nur“ um eine Simulation handelte.
Für den PJR dabei waren: Franziska und Tobias, Charlott (FSJ-P), Svyatoslav (EFD), Sarah und Marcus (Ehrenamt).
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von admin | 10.10.2016 | Blog
Meinungsfreiheit und Informationskriege.
Im Rahmen des internationalen Projektes zwischen Deutschland, Russland und der Ukraine fand der dritte Teil der Begegnung Ende August in Dresden statt. Jugendliche aus drei Ländern trafen sich zusammen und diskutierten über das Thema Meinungsfreiheit und Informationskriege in einem gemeinsamen Forum. So haben sie nun deutsche Medieneinrichtungen, wie MDR und SAEK Studio besucht, und mit dem Journalist Herrn Uwe Peter von der Sächsischen Zeitung interessante und lebendige Diskussion geführt. Produktive Gespräche, thematische Workshops und Seminare, das Vorstellen der Situation von der Meinungsfreiheit und der Vergleich der Medienlandschaften in allen drei Ländern erlaubten den Jugendlichen die Nachrichtenberichte in den Medien kritisch zu betrachten und die Medienpolitik in ihren Ländern zu analysieren. Die Teilnehmer haben außerdem ihre durchgeführten Interviews zum Thema Vertrauen in den Medien präsentiert und ihre Ergebnisse verglichen. Ein besonderes Ereignis stellte die Fahrt nach Berlin dar, wo die Jugendlichen einer Gedenkveranstaltung zur Deportation der Deutschen in der Sowjetunion beiwohnen konnten (der Bundesinnenminister, Herr Thomas de Maizière und der Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten Herr Hartmut Koschyk haben dort ihre Rede gehalten, https://www.koschyk.de/fur-die-region/bewegende-gedenkfeier-in-berlin-26264.html) und eine Führung im Bundestag hatten. Am Ende des Projektes arbeiteten alle an einem gemeinsamen Videoprojekt, das die Ergebnisse des dritten Teils und die Vorstellung der Jugendlichen über die Pressefreiheit wiederspiegelt.
Während des Projektes hatten die Teilnehmer trotz des andauernden Konfliktes zwischen Russland und der Ukraine eine sehr schöne Kommunikation und konnten viele Freundschaften aufbauen und somit das gemeinsame Ziel erreichen. Die Jugendliche haben sich sehr gut verständigt und einander im Projekt unterstützt. Alle waren sehr motiviert und haben aktiv, mit Freude und Engagement mitgearbeitet. Die Begeisterung der Jugendlichen hat die Organisatoren motiviert solche brisante Projekte fortzuführen. Das Team freut sich sehr über dieses gelungene Projekt und ist gespannt auf die weitere Zusammenarbeit und neue Projekte.
Das Projekt wurde durch Erasmus+, der Stadt Dresden, dem Auswärtigen Amt und der Gesellschaft für Entwicklung – BMI gefördert. Herzlichen Dank für die finanzielle Unterstützung.
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