von Franziska | 08.09.2023 | Blog
In der letzten Schulwoche vor den Sommerferien waren wir mit unserem Kommunalplanspiel im Martin-Andersen-Nexö Gymnasium. Die Jugendlichen der zwei 8. Klassen haben freudig diskutiert, ob es einen kostenlosen Musikuntericht für alle Dresdner Schülerinnen und Schüler geben soll oder doch sportliche Bildung wichtiger ist. Unterstützt wurden wir von unseren Ehrenamtlichen Lennart und Gustav.
Außerdem waren wir zusammen in der Dresdner Neustadt unterwegs, um die von Ole (FSJ/P) erstellte Streetart-Tour zu erproben. Das hat unseren Blick auf diese Art von Kunst deutlich geweitet. Wir hoffen, dass es diesen Effekt auch bei den Jugendlichen haben wird, die sich dieses Schuljahr auf die Jugendweihe vorbereiten. Wir haben die Tour ins Jugendweiheprogramm für März 2024 aufnehmen lassen.

In den Sommerferien ist es bekanntlich ruhiger bei uns im Büro und wir haben Zeit, Anträge zu schreiben und kommende Projekte gut vorzubereiten.
Zwei Ferienangebote hatten wir dieses Jahr vorbereitet. Einmal wieder unseren Workshop Comic Superheld. Es waren sechs Kids vor Ort und es sind tolle Comics entstanden. Die Kooperation mit dem Plauener Bahnhof ist immer eine tolle Bereicherung.

Beim zweiten Ferienangebot waren wir Kooperationspartner des Jugendamtes. Es ging um den Rathausbesuch und die Begegnung mit dem Oberbürgermeister. Gemeinsam mit dem Kinder- und Jugendbüro und dem Hausmeister des Rathauses hatten wir einen tollen Tag. 15 Kids waren dabei. Wir hatten eine kleine Tour durchs Rathaus und auf den Rathausturm, was natürlich eine tolle Sache war! Nach einer kleinen Pause stürmten die Kids unsere vorbereiteten Basteltische und bauten aus Lego, Modelliermasse und Playmais tolle Objekte, wie sich sich ihre Stadt zufünftig vorstellen. Diese wurden dann dem OB vorgestellt. Er hatte die Goldenen Bücher der Stadt, die Rathauskette und den Rathausschlüssel mit. Die Kinder durften reinschauen und die Kette sogar umhängen. Zum Schluss gab es noch eine Gesprächsrunde mit dem OB, wo leider weniger Fragen gestellt (und noch weniger beantwortet worden), dafür umso mehr über Urlaubserlebnisse gesprochen wurde. Insgesamt war es ein tolles Erlebnis für uns Organisatorinnen und vor allem für die Kids.

Mitte August bereiteten wir sechs Jugendliche auf ihren Auslandseinsatz als ESKler vor. Die Jugendlichen gehen in die Länder Polen, Dänemark, Frankreich und Spanien. Im Kinder- und Jugendhaus Insel hatten wir einen tollen Ort. Danke an Antje vom LJBW und unsere Ehrenamtliche Maria, die uns unterstützt haben.

In der ersten Schulwoche waren wir zur Vorbereitung auf Gedenkstättenfahrten nach Buchenwald in der Johann-Friedrich-Jencke-Schule / Förderzentrum für Hörgeschädigte und im Erlweingymnasium. Im Förderzentrum für Hörgeschädigte hatten wir insgesamt 23 Jugendliche mit unterschiedlichen Höreinschränkungen vor uns. Das war eine Herausforderung, die wir - Ole und Franzi - super gemeistern haben. Es hat aber auch richtig viel Freude gemacht.
Im Hans-Erlweingymnasium Dresden waren wir bei vier 10. Klassen. Trotz mächtig hohen Temperaturen waren dies vier ganz tolle Workshops mit sehr interessierten Jugendlichen. Wir sind dankbar, dass diese Gedenkstättenfahrten vom Landesprogramm Weltoffenes Sachsen mit finanziert werden.
von Franziska | 17.07.2023 | Blog
Wie jedes Jahr ist unser Terminkallender am Ende des Schuljahres immer gut gefüllt. So waren wir im Juni und Anfang Juli an sehr vielen verschiedenen Schulen mit unterschiedlichen Formaten und Inhalten unterwegs.
Die 23. Kalenerwoche stand voll im Zeichen der Christlichen Schule. Zwei 9. Klassen hatten in dieser Woche Zeit, den gesamten Lehrstoff des Schuljahres nachzuholen, vor allem das Thema Nationalsozialismus. Wir haben sie dabei unterstützt, indem wir für beide Klassen einen Vorbereitungsworkshop auf eine Gedenkstättenfahrt durchgeführt haben. Diese Fahrt fand dann einen Tag später statt, und es ging nach Zeithain-Ehrenhain, einem ehemaligen Gefangenenlager für sowjetische Kriegsgefangene. Die Pädagogen vor Ort haben ein tolles Programm erarbeitet. Die Schülerinnen und Schüler waren sehr begeistert von der Tablettour über das ehemalige Lagergelände und den Workshop zu Fundstücken aus dem Lagergelände, was später als Militärgelände von der Sowjetische Armee genutzt wurde und heute Natur- und Vogelschutzgebiet ist.
Am dritten Tag mit der Christlichen Schule waren wir in der Altstadt unterwegs und haben unsere neu entwickelte Tablettour zum Jüdischen Leben in Dresden durchgeführt. Leider waren die zwei Gruppen dann nicht mehr ganz so motiviert und aufmerksam und die Innenstadt sehr voll mit Menschen, so dass wohl nicht ganz so viele Inhalte bei den Jugendlichen hängengeblieben sind wie erhofft.

Mitte Juni haben wir unseren Rassimusworkshop vor Lehramtsstudenten der TU Dresden vorgestellt und diskutiert. Das war eine gute neue Erfahrung für uns.
Und in der dritten Juniwoche waren wir an drei Tagen mit unserem Extremismusworkshop am Gymnasium Cotta bei drei 10. Klassen. Da wir an einem Tag noch parallel eine andere Veranstaltung an einer anderen Schule hatten, unterstützte uns unsere ehemalige Praktikantin Miriam. Vielen Dank nochmal.

Am Gymnasium Dreikönigschule waren wir in zwei 6. Klassen und haben unseren neu entwickelten Antisemitismusworkshop durchgeführt. Das waren zwei tolle, sehr interessierte Klassen. Wir hoffen, diesen Workshop erneut im kommenden Schuljahr durchführen zu können.
Ende Juni fanden Treffen unserer beiden AGs Rassismus und Extremismus statt. Und auch unsere AG Social Media konnte wiederbelebt werden und bereitet nun den Themenmonat August vor.
Des Weiteren sind wir in der steten Planung unserer Internationalen Begegnung mit der Ukraine und Slowakei, welche im September in Dresden und Bratislawa stattfinden soll. Wir sind noch auf Teilnehmersuche und freuen uns über jede/n Interessent/in.
Ende Juni / Anfang Juli standen dann noch zwei Bildungsveranstaltungen an: einmal zum Thema Anti-Rechts am Gymnasium Pieschen und ein Kommunalplanspiel mit zwei 8. Klassen am Martin-Andersen-Nexö Gymnasium. Bei Letzterem hatten wir Unterstützung durch Gustav, der damit sein genial social Engagement absolvierte und durch unseren neuen Ehrenamtlichen Lennardt.
Eine große Aufgabe war es noch, vor den Sommerferien eine/n neue/n Freiwillige/n im FSJ/Politik zu finden. Und wir sind fündig geworden. Ab September wird uns Benjamin unterstützen. Auch Pablo aus Spanien werden wir ab 1. September bei uns als neuen ESKler begrüßen.
von Franziska | 19.06.2023 | Blog
Im Mai hatten wir so einige spannende Bildungsprojekte.
Zunächst waren wir mit einer 10. Klasse der Christlichen Schule in der Stasi-Gedenkstätte in Bautzen. Dort haben wir für die Klasse ein Projekt gebucht, bei dem sich die Jugendlichen zu Beginn zur DDR-Zeit kurz ausgetauscht haben. Danach waren sie in Gruppen in der Gedenkstätte unterwegs und haben zu verschiedenen Aspekten des ehemaligen Gefängnisses für politische Häftlinge der DDR-Zeit recherchiert. Ihre Ergebnisse wurden dann vor der großen Gruppe präsentiert. Es war ein sehr eindrückliches Erlebnis für alle.

Gleich danach waren wir mit zwei 8. Klassen der 55. Oberschule auf Tablettour zum Thema Nationalsozialismus. Eingebettet waren diese Touren in einen Projekttag pro Klasse, wo wir uns die Zeit des Nationalsozialismus erarbeitet und am Ende einen Blick auf die rechtsextreme Szene in Sachen und Dresden geworfen haben. Diese Projekttage für die 8. Klassen sind schon zu einer kleinen Tradition geworden. Wir freuen uns jedes Jahr wieder, dass wir dafür von der Schule angefragt werden.

Danach waren wir an der HOGA Schule zu Gast in drei 9. Klassen, um die Gedenkstättenfahrt nach Terezin vorzubereiten. Die Fahrt selbst fand am 16. Mai statt. Aufgrund von kurzfristigen Änderungen vor Ort hatten wir die Gelegenheit, dieses Mal die Kleine Festung zu besuchen - das ehemalige Gefängnis, wo auch die Nazis politische Gefangene und Juden, die sich den Regeln im Ghetto von Theresienstadt (Große Festung) widersetzt hatten, weggesperrt und misshandelt haben. Sowohl uns als auch den Lehrerinnen und Lehrern der Schule, die uns begleitet haben, und den Schülerinnen und Schülern hat die Fahrt und die Vorbereitungsworkshops sehr gut gefallen. So kam gleich der Auftrag, eine solche Fahrt für die 9. Klassen im kommenden Schuljahr wieder zu organisieren, was wir auch gleich getan haben.

Ein anderes großes Ereignis war die Seminarfahrt einer 9. Klasse des Hans-Erlwein-Gymnasiums nach Berlin. Wir organisierten für die Klasse ein Gespräch mit der Dresdner Abgeordneten Merle Spelleberg von den Grünen und einen Besuch der Plenarsitzung. Wir konnten bei schönstem Wetter einen Blick von der Reichstagskuppel über Berlin werfen und in der Kantine des Paul-Löbe-Hauses essen. Es war eine tolle Erfahrung für uns alle. Vielen Dank an das Büro von Merle Spellerberg, die uns damit zum zweiten Mal eingeladen und die Fahrt mitfinanziert hat.

Am 17. Mai trafen sich 9 Ehrenamtliche des Vereins zu einem "Aktiventreffen", um gemeinsam den Film "Wir sind jung, wir sind stark" zu den rechtsextremen Ereignissen in Rostock Lichtenhagen Anfang der 90er Jahre anzuschauen und sich drüber auszutauschen. Es war ein toller gemeinsamer Abend.
Im Rahmen des Europamonats hatten wir gemeinsam mit Europa Direct und der Abteilung für Internationale Angelegenheiten im Rathaus der Stadt Dresden eine neue Tablettour entwickelt. Sie führt die Teilnehmer*innen an Orte in der Dresder Altstadt, wo sich überall ein Stückchen Europa befindet. Die Tour basiert auf der App Actionbound und ist für jederman spielbar. Unter dem Titel "Europaspaziergang in Dresden" findest du sie.

Am Ende des Monats hatten wir noch zwei Workshops an Schulen - einen zum Thema Social Media am Gymnasium Dreikönigschule und einen zum Thema Extremismus an der HOGA Schule.
Und dann haben wir noch eine neue Tablettour zum Thema Extremismus erstellt und Ende Mai gemeinsam mit Ehrenamtlichen des Vereins probeweise abgelaufen. Diese Tour werden wir nun in unser Portfolia an Bildungsangeboten aufnehmen.
von Franziska | 10.05.2023 | Blog
Vor uns nach den Osterferien waren wir mit drei Gruppen auf Actionboundtour, zweimal zum Thema Nationalsozialismus im Stadtteil Plauen mit einer Jugendweihegruppe und einer Gruppe aus dem St Benno Gymnasium. Eine Tour zum Thema Friedliche Revolution führte uns vom Dresdner Hauptbahnhof zum Altmarkt.

Und wir haben viel Zeit damit verbracht, drei neue Tablettouren zu entwickeln – eine zum Thema „Extremismus in Dresden“, eine zum Thema „Jüdisches Leben in Dresden“ und eine zum Thema „Europa“.
Der Monat Mai steht ja überall im Zeichen von Europa. Am 22. Mai ist der Europatag an Schulen. Nun haben wir mit unserer Tour „Europaspaziergang“ ein Angebot gestrickt, was für alle Interessierte erlebbar ist. Ab dem 22. Mai seid ihr alle eingeladen, euch mit der Tour an Orte führen zu lassen, die Europa in unserer Stadt deutlich werden lässt.
von Franziska | 18.11.2022 | Blog
Nun sind unsere Austauschschüler*innen schon seit zwei Wochen aus Israel zurück, sodass es Zeit wird für einen kleinen Rückblick.
Insgesamt 20 Jugendliche von der 10. bis zur 12. Klasse aus vier verschiedenen Gymnasien in Dresden und ihre vier erwachsenen Begleiter*innen konnten in der letzten Oktoberwoche zu ihren Gastfamilien nach Israel fliegen. Dort wartete ein spannendes Programm auf sie, das ihnen das Land, seine Kultur und Geschichte näherbringen sollte.
Dazu bereiste die Gruppe unter anderem die größten Städte des Landes: Tel Aviv-Jaffa, Haifa und selbstverständlich Jerusalem. Dabei erhielten die Jugendlichen Einblicke in die Stadtgeschichten und konnten außerdem zentrale Sehenswürdigkeiten und Orte Israels ansehen. Zum Beispiel die Holocaustgedenkstätte „Yad VaShem“, die vielen Schüler*innen als sehr eindrucksvoll in Erinnerung bleibt.
Doch auch typische touristische Attraktionen, die das Land zu bieten hat, konnte die Austauschgruppe besuchen. Sie besichtigten die Bahaigärten und die Feste Massada, fuhren in die Golanhöhen, an den See Genezareth und ans Tote Meer.



Natürlich war gleichzeitig der kulturelle Austausch zentral. So fand die Führung auf der Feste Massada unter dem Thema „Erinnerungskultur“ statt und an mehreren Stellen gab es Gespräche mit israelischen Vereinen, Institutionen und Stadtvertreter*innen, unter anderem eine Begegnung mit dem Projekt „Kids for peace“ und mit Hanna Tidhar, welche Holocaustüberlebende und Gründerin der mitorganisierenden Bildungsstätte „Dialog“ ist.
Nach acht Tagen ging es dann schon wieder nach Hause. Für alle Teilnehmer*innen war es eine spannende, aufregende und vielleicht auch aufschlussreiche Veranstaltung. Gleichzeitig ist es im deutsch-israelischen Kontext auch ein notwendiges Stück Aufarbeitung unserer Vergangenheit.
Wir danken den verschiedenen Förderern der Maßnahme: Dem Bundesprogramm ConAct für deutsch-israelische Austausche, der Landeshauptstadt Dresden und der Axel Springer Stiftung.
Wir freuen uns auf zukünftige internationale Begegnungen!
Das Projekt wurde ermöglicht durch Förderung der Stadt Dresden, des Koordinierungszentrums für Deutsch-Israelischen Jugendaustausch Conact sowie der Axel-Springer-Stiftung.