von Franziska | 21.01.2020 | Blog
Unser Israelaustausch mit Dresdner Jugendlichen aus verschiedenen Gymnasien und einer Schule in Israel geht in eine neue Runde. Im April kommen die Israelis aus Zichron Jaakov zu uns nach Dresden. Im Februar 2021 planen wir den Rückbesuch.
Am Montag, den 20. Januar 2020 trafen sich erstmals die ausgewählten zwanzig Jugendlichen aus Dresden zu einem ersten Kennenlernen, der Einteilung in verschiedene Vorbereitungsgruppen und Vorstellen des Programms in Dresden. Am 28. März gibt es ein inhaltliches Vorbereitungstreffen. 
Wir freuen uns auf den Austausch und sind sehr gespannt auf die Gruppe.
von Franziska | 15.10.2019 | Blog
Sieben Tage waren wir mit 19 Jugendlichen der neunten Klasse des Gymnasiums Dresden-Bühlau unterwegs, um uns mit dem Thema „13. Februar 1945“ zu beschäftigen. Wir hatten im Vorfeld ein abwechslungsreiches Programm ausgearbeitet. Das beinhaltete verschiedene außerschulische Lernorte und eine Differenzierung des Themas in drei Unterthemen: Dresden im Nationalsozialismus, die Bombardierung und Gedenken.
Einstieg mit Zeitstahl, Videoclip und Actionbound
Die Jugendlichen waren sehr interessiert und motiviert, sich mit dem Thema näher zu befassen. Als Einstieg haben wir das Ereignis der Bombardierung auf einem Zeitstrahl eingeordnet und einen Film über den Alltag im Zweiten Weltkrieg geschaut. Außerdem haben wir uns mit der App Actionbound näher beschäftigt. Darin sollten schlussendlich die Ergebnisse der Projektwoche in Form von drei Stadttouren zu den drei Unterthemen münden.
Stadttour und Gedenkstättenbesuch
Am zweiten Tag waren wir im Stadtteil Plauen unterwegs. Dort sind wir gemeinsam die von uns erstellte Tour zum Nationalsozialismus abgelaufen. Die Tour endete an der Gedenkstätte Münchner Platz, wo wir im Anschluss eine kurze Führung bekamen und die Ausstellung besuchten.
Ausstellungsbesuche, Fototour und Recherche
Der dritte und vierte Tag war dem Museumsbesuch gewidmet. Am Montag waren wir im Militärhistorischen Museum. Jens Wehner und Marcus Weber (unser Vereinsvorsitzende) gaben uns Inputs und leiteten uns durch die Ausstellung. Am Dienstag waren wir in Stadtmuseum und erhielten eine Führung durch die Ausstellung „Dresden im Nationalsozialismus“.

Am fünften Tag waren wir in drei Teams im Dresdner Stadtzentrum unterwegs und haben die Orte für unsere Actionbound-Touren aufgesucht. Das Wetter war passend und die Jugendlichen lauffreudig. Zum Schluss haben wir uns alle im Foyer der Zentralbibliothek getroffen. Dort haben wir die gesammelten Daten sortiert und Aufgaben für den nächsten Tag verteilt.
Wir erstellen unsere eigene Multimediatour
Am vorletzten Tag waren wir im Computerkabinett der Schule und alle haben fleißig an ihren Touren gebastelt. Das war zwar ziemlich hektisch und unruhig, aber die Ergebnisse konnten sich sehen lassen! Am Freitag stellten alle drei Teams ihre Actionbound-Touren vor und erhielten dafür Applaus von ihren Mitschüler*innen.
Auch wir als Betreuer*innen waren begeistert davon, was die Jugendlichen in der Projektwoche geschafft haben, wie sie sich eingebracht haben und wie stolz sie am Ende auf ihre Ergebnisse waren. Vom Lehrer wurden die Ergebnisse am Ende auch mit den Noten 1-2 belohnt.
von Franziska | 24.06.2019 | Blog
Unsere Rathausrallye am 20.6. mit einer 4. Klasse der 68. Grundschule war wieder sehr eindrücklich. Die Kids waren sehr interessiert und Matthias Stresow vom Jugendamt hat alle Fragen geduldig beantwortet. Die Abteilung Protokoll des Büros des Oberbürgermeisters hat sich sehr viel Zeit genommen, um den Rathausschlüssel, das Goldene Buch der Stadt, die Ehrenmedallie und die Amtskette zu zeigen und alle Fragen zu beantworten. Vielen Dank dafür.
von Franziska | 09.04.2019 | Blog
Im März 2019 haben wieder drei Teams des PJR in sechs 5. Klassen am Gymnasium Bürgerwiese den Klassenrat eingeführt.


Dabei haben wir die Phasen und Regeln des Klassenrats erklärt und eingeübt, die verschiedenen Rollen (Moderation, Regelüberwachung, Protokoll) besprochen und zahlreiche Übungen durchgeführt. Großen Wert wurde auf das Thema Gefühle gelegt, also wie erkenne ich diese beim anderen und wie teile ich meine Emotionen angemessen mit, damit der andere mich besser versteht. Das haben wir dann gemeinsam in Ich-Botschaften verpackt.
Beim Einüben des Klassenrats an sich wurden all diese Erkenntnisse eingeübt und angewandt. Toll war zu sehen, wie ernsthaft die Schüler*innen diese neue Form der Kommunikation in ihrer Klasse angenommen haben. Wir hatten das Gefühl, dass die Kids den Klassenrat als sehr hilfreich für sich und das Klassenklima anerkannt haben.
Wir hoffen, dass der Klassenrat in den sechs Klassen weiterhin durchgeführt wird und die Kids somit ihre Anliegen und Probleme erfolgreich klären können.
Vielen Dank an die jeweiligen Klassenlehrer*innen, die uns sehr unterstützt haben.
von Franziska | 13.03.2019 | Blog
Die Rückbegegnung unseres Israelaustausches fand vom 27.2. bis 6.3. 2019 in Israel statt. In den frühen Morgenstunden starteten wir am 27.2.19 von Dresden nach Berlin Tegel, um von dort den Direktflug nach Tel Aviv zu nehmen. Alle waren hochmotiviert aber auch ziemlich aufgeregt. Zum Glück kamen wir ohne große Kontrollen und ohne Kofferverluste am Nachmittag im ziemlich verregneten Tel Aviv an. Dort wurden wir von Michael Schwennen, dem Mitarbeiter der Partnerorganisation DIALOG, herzlich empfangen und nach Tel Mond begleitet. Dort an der Schule erwarteten uns die Gastfamilien. Das Wiedersehen war sehr herzlich.
Am nächsten Tag waren wir als gesamte Gruppe (die israelische und die deutsche Delegation) in Tel Aviv. Da das Wetter sehr stürmisch und regnerisch war (soviel Regen gab es zuletzt 1950!), konnten wir nicht viel von Tel Aviv sehen. Lohnenswert war jedoch der Besuch den Peres Center for Peace and Innovation, obwohl uns die Darstellungen der Startups und israelischen Erfindungen ein bisschen zu patriotisch und populistisch erschienen. Im Anschluss daran hatten wir eine Führung durch die Ausstellung Dialog in the Dark im Kindermuseum von Horon. Für viele war das eine sehr tolle Erfahrung. Ein blinder Guide führte uns durch einen Parcour von absoluter Finsternis. Leider war dieser Besuch mit sehr viel Warten verbunden, da unsere Gruppe so groß war und gesplittet werden musste.
Am Freitag waren wir vormittags in der Schule von Tel Mond und hatten mit Michael und Hanna von DIALOG einen Workshop. Zum einen beinhaltete dieser ein Gespräch mit Hanna, welche den Holocaust überlebte und mit 12 Jahren mit ihrer Familie nach Israel übersiedelte. Danach erarbeiteten die Jugendlichen vier Hauptereignisse im israelisch-palästinensischen Konflikt und hatten dabei eine hitzige Diskussion darüber, wie der Konflikt gelöst werden könnte.

Am Nachmittag waren die Jugendlichen zu Gast bei den Scouts (ähnlich der Pfadfinder in Deutschland). In Israel sind ca. 90% der Jugendlichen Mitglied bei dieser Organisation. Abends feierten die meisten Teilnehmer*innen den Kiddusch in den Gastfamilien.
Am Samstag organisierten die Gastfamilien Ausflüge zu unterschiedlichen Orten. Am Abend trafen wir uns zur Abschiedsfeier in der Schule. Dort gab es lecker Essen, was die Jugendlichen mitgebracht hatten. Und ein Entertainer veranstaltete mit uns lustige Wettspiele. Zudem gab es eine Auswertung über die vier gemeinsam verbrachten Tage.
Am Sonntag fuhren wir früh zeitig los zur Gedenkstätte Yad Vashem. Dort hatten wir zwei parallele Führungen auf Englisch, die wir in gemischten Gruppen wahrnahmen. Die drei Stunden waren sehr eindrücklich und zum Teil erschütternd für uns. Bei einem kurzen Auswertungsgespräch kamen ein paar Jugendliche zu Wort und berichteten von ihren Eindrücken.

Im Anschluss daran mussten wir uns von den Israelis verabschieden. Sie fuhren zurück nach Tel Mond und wir nach Jerusalem ins Hostel. Das Post Hostel war sehr chic, das Frühstück lecker und das Personal sehr freundlich. Wir haben uns dort sehr wohl gefühlt. Am Nachmittag hatten wir noch Zeit, den nahe gelegenen Markt zu besuchen und kleine Nettigkeiten zu kaufen. Dann ging es aber relativ früh ins Bett, weil es am nächsten Tag wieder zeitig losging.

Am Montag trafen wir uns am Jaffa Tor mit Shirley, einer Deutschen, die seit vielen Jahren in Israel lebt. In vier Stunden führte sie uns durch die Altstadt von Jerusalem und erläuterte uns ganz anschaulich die verschiedenen geschichtlichen Ereignisse, wichtige Gebäude und religiöse Bezüge. An der Klagemauer hatten wir Gelegenheit, auch unsere Anliegen auf Zettel zu schreiben und anzubringen, schön getrennt Männer und Frauen. Am Nachmittag waren wir in der Begegnungsstätte Beit Ben Yehuda – Haus zu Gast, wo Aktion Sühnezeichen ihren Sitz hat. Dort hatten wir einen Workshop zu den drei Hauptreligionen in Israel, ein Gespräch mit dem Projekt Kids for Peace, was sehr eindrücklich war, und ein Gespräch mit den derzeitigen Freiwilligen von Aktion Sühnezeichen in Jerusalem.

Am Samstag ging es dann mit dem Bus und der Guidin Esther ans Tote Meer. Das war ein toller Ausflug mit der Besteigung und einer Führung auf der Festung Massada, einem kurzen Spaziergang ins Tal En Gedi und dem Baden im Toten Meer. Abends wurden wir in die Jugendherberge nach Tel Aviv gebracht, wo wir noch einen schönen letzten Abend hatten.

Am letzten Tag hatten wir eine Auswertungsrunde mit Michael und Hanna von DIALOG. Am Flughafen war die Befragung durch die Sicherheitsleute etwas nervig und aufregend. Dennoch kamen wir gut durch die Kontrolle und dann ziemlich ermattet um Mitternacht in Dresden wieder an.
Wir danken herzlich allen an der Organisation des Austausches Beteiligten wie der Stadt Dresden, den Mitarbeiter*innen der Organisation DIALOG, den Lehrer*innen der Schule in Tel Mond, allen Gastfamilien, den Stadtführerinnen Schirley und Esther und den Mitarbeiter*innen der Begegnungsstätte Beit Ben Yehuda in Jerusalem und wir freuen uns auf einen erneuten Austausch in zwei Jahren.
Gefördert wurde die Maßnahme durch das Bundesprogramm ConAct (Koordinierungszentrum Deutsch-Israelischer Jugendaustausch), der Stadt Dresden und dem PJR Dresden e.V.