von Franziska | 01.12.2017 | Blog
Am 24. November sind wir (Clemens und Franzi, Anett vom Stadtjugendring und Steffi vom Jugendrotkreuz) mit 18 Schüler/innen der 8. – 12. Klasse nach Berlin aufgebrochen. Die Fahrt bildete den Abschluss der stadtweiten U18-Wahl Veranstaltungen. In früher Morgenstunde waren alle pünktlich. Und alle hatten ihren Ausweis und die Einverständniserklärung der Eltern dabei.
Es war eine sehr interessierte Gruppe, das zeigte sich ziemlich schnell. Der Zettel mit möglichen Fragen an die zwei Abgeordneten Herrn Vaatz und Frau Kipping waren im Bus schnell gefüllt. Unsere kleine Broschüre zu beiden Abgeordneten und deren Parteien wurden aufmerksam gelesen.

In Berlin erwartete uns Frau Kipping am Eingang des Jakob-Kaiser-Hauses. Herr Vaatz war leider nicht anwesend, wurde aber (verspätet) vertreten durch zwei Mitarbeiter/innen. Die Gespräche waren unterschiedlich intensiv. Frau Kipping hatte sich sehr gut vorbereitet und konnte den Jugendlichen sehr eindrücklich ihre Standpunkte und ihren politischen Lebensweg deutlich machen. Am Ende wurden Gruppenfotos und Selfies gemacht und sie hat den Besuch der Gruppe und die Anliegen der Schüler/innen (vor allem ging es um die mangelhafte Schulpolitik in Dresden) gleich über die sozialen Netzwerke geteilt. Bei der Gruppe mit den Mitarbeiter/innen von Herrn Vaatz war das Gespräch leider nicht so intensiv.

Im Anschluss daran führten wir die Gruppe auf die Reichstagskuppel und die Dachterrasse. Das bot den Jugendlichen einen eindrücklichen Ausblick über Berlin und Einblick in Bundestag, auch wenn gerade keine Plenarsitzung stattfand.

Unser Mittagessen nahmen wir im Bistro im Haus der Bundespressekonferenz ein. Die Mitarbeiterinnen dort hatten für uns sehr hübsch den Tisch gedeckt und das Essen hat den meisten auch gemundet.
14.00 Uhr startete der Bus zurück nach Dresden. Aufgrund des Nachmittagsverkehrs und der Streckenführung direkt durch die Innenstadt von Berlin bot sich uns noch eine kleine Stadtführung. Die Auswertung ergab, dass alle sehr beeindruckt waren und einige sich sogar eine Wiederholung einer solchen Bildungsfahrt wünschen. Mal sehen, wie sich das realisieren lässt. Zum Schluss bekam jede/r Teilnehmer/in ein Zertifikat von uns, worüber sie sich sehr gefreut haben.
Einen großen Dank ergeht an dieser Stelle an Sven Liebert vom Stadtschülerrat für die Organisation der Anmeldung, an Steffi vom Jugendrotkreuz für die (potentielle) ersthilflerische Begleitung und an Anett vom Stadtjugendring für den großen Überblick über alle Veranstaltungen im Rahmen der U18-Wahl. Gefördert wurde die Fahrt über den Fördertopf des Oberbürgermeisters Herrn Dirk Hilbert, der ja auch Mitglied des PJR ist.
von Franziska | 08.11.2017 | Blog
Samstag, der 16. September 2017, 06:30 Uhr – auf nach Kaliningrad
Im Rahmen einer Seminarfahrt begeben sich 10 Teilnehmer*innen und 2 Teamer*innen auf den Weg nach Russland, um den Spuren von Käthe Kollwitz nachzugehen.
Im Juli dieses Jahres jährte sich der 150. Geburtstag einer der bedeutendsten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts: Künstlerin, Pazifistin und Mutter. Mit ihren Werken, die sich Krieg und Armut widmen, klagte sie Humanität ein und gewinnt in aktuellen Zeiten wieder verstärkt Aufmerksamkeit. Aufgewachsen in Königsberg (Preußen) – heute Kaliningrad (Russland) – nahm sie soziale Missstände wahr und verarbeitete diese in ihrer Kunst. Uns erwartet also: eine Jugendbegegnung zwischen den Zeiten.
Nach einer sechszehnstündigen Bus-und Zugfahrt nach Kaliningrad freuen sich die Teilnehmer*Innen auf eine Woche voller neuer Begegnungen. Für die meisten von uns war es die erste Reise nach Russland, sodass es im Vorfeld auch viele Fragen zur aktuellen politischen Lage gibt. Die einzige Frage, die bei der Ankunft jedoch relevant ist, ist die Frage wo wir denn um diese späte Uhrzeit noch etwas zu Essen herbekämen, um im Anschluss schnellstmöglich schlafen gehen zu können, damit wir ausgeruht in den ersten Tag in Kaliningrad starten können.
Der erste Tag beginnt mit einem Frühstück, sowie einem kurzen Brainstorming über die Wünsche und Erwartungen der Seminarfahrt. Die ersten Eindrücke sammeln die Teilnehmer*innen bei einer Stadtrundfahrt, bei der Svetlana (Journalistin, Dolmetscherin und unsere Unterstützerin der restlichen Woche) den Teilnehmer*innen die Stadt Kaliningrad zeigt. Im Anschluss besucht die Gruppe das Stadtgeschichtliche Museum, sowie das Bunkermuseum.
Das erste was den Teilnehmer*innen auffällt ist, dass das Stadtbild durch Architektur aus verschiedenen Zeiten geprägt ist. Besonders markant und eine städtebauliche Dominate ist das „Dom Sowjetov“ („Haus der Räte“) – ein gigantischer Bau der 1970er Jahre mit über 32.000qm Büroräumen, welcher direkt an der Stelle des 1967 gesprengten Königsberger Schlosses steht. Aber nicht nur das, auch die russische Erinnerungskultur an den „großen vaterländischen Krieg“ und Stalinismus ruft unterschiedliche Eindrücke bei den Teilnehmer*innen hervor. Russland hat zwar an und für sich kein homogenes Kollektivgedächtnis, jedoch ist die Darstellung eines „siegreichen Volkes“ das dominierende Masternarrativ. Diese positive Bezugnahme auf Krieg ist für die meisten der Gruppe völliges Neuland – dominiert in der deutschen Erinnerungskultur doch eine sehr kritische Aufarbeitung von Krieg, Gewalt und totalitärer Herrschaft.
Eintauchen ins alte Königsberg
Noch weiter zurück in der Geschichte begeben sich die Teilnehmenden am nächsten Tag, an dem sie vor allem in das alte Königsberg tauchen und sich im Königsberger Dom und im Museum Friedländer Tor mit der Gesellschaft und dem Leben im alten Königsberg auseinandersetzen, um die Umstände und Verhältnisse zu verstehen in denen Käthe Kollwitz lebte. Bereits im wiederaufgebauten Königsberger Dom finden sich Modelle zur Königsberger Innenstadt in verschiedenen Jahrhunderten. Die Gruppe interessiert sich besonders für ein Modell Königsbergs in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Deutlich zu erkennen war hier ein Widerspruch, der sich auch bei Kollwitz immer wieder findet: Monumental- und Herrschaftsarchitektur auf der einen, Arbeiterviertel mit engen und schmalen Gassen auf der anderen Seite. Auch der Weg von Kollwitz‘ Geburtshaus hin zum alten, innerstädtischen Hafen lies sich so gut nachvollziehen. Dem Blick aus der Vogelperspektive folgt der Blick durch die Augen eines Spaziergängers in Königsberg um 1900. Möglich ist das durch eine großformatige Videopräsentation mit originalen Filmmaterial im Museum „Friedländer Tor“. Dieser virtuelle Rundgang in Kombination mit der umfangreichen Sammlung und Ausstellung des Museum gibt uns einen Einblick in alltägliche Situationen um die Jahrhundertwende. Ein besonderer Dank geht an Historischen Leiter/ Direktor Hr. Andrei Lartsev, welcher uns im Vorfeld des Films und der Führung weit über eine Stunde für ein Gespräch zur Verfügung steht. Sein Wissen hilft uns nicht nur Fragen bezüglich Königsberg um 1900 zu beantworten – auch viele am Vortag aufgekommene Fragen zur Erinnerungskultur und Geschichtspolitik in Kaliningrad kommen wieder auf und werden durch ihn eingeordnet sowie aus der Sicht eines Kaliningraders Historikers beantwortet.
Nach diesem Einblick in die gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse in denen Kollwitz lebte, besucht die Gruppe am dritten Tag der Seminarfahrt die Kaliningrader Kunstgalerie. Um einen Rahmen für die Seminarteilnehmer*innen zu schaffen, gibt es im Vorfeld einen einführenden Workshop zu Käthe Kollwitz und ihrer Biografie. In welche verschiedenen Phasen lässt sich ihr Werk unterteilen? Welche Erfahrungen spiegeln sich darin wieder? Ihre Kindheit in Königsberg und besonders ihr späteres Leben in den Arbeitervierteln des Berlin der Jahrhundertwende drängen sie zur künstlerischen Auseinandersetzung mit den sozialen Fragen ihrer Zeit. Der Verlust ihres Sohnes auf den Schlachtfeldern des ersten Weltkrieges bringt sie zum überzeugten Pazifismus. Und obwohl aus bürgerlichem Haushalt stammend, nimmt sie immer wieder auch Auftragsarbeiten für die KPD an.
In der Kunstgalerie haben die Teilnehmer*innen die Möglichkeit eine Vielzahl von Exponaten Preußischer und Kaliningrader Kunst zu betrachten. Daneben erhalten wir einen Einblick in die „Richtermappen“ – diese enthalten Reproduktionen von Werken, welche Kollwitz selbst für diese 1920 zusammengestellten Mappen auswählte. An dieser Stelle bedanken wir uns auch bei der Leitung der Kunstgalerie Kaliningrad, welche uns einen Einblick in diese sonst nicht öffentlich zugänglichen Mappen gewährt. Beim anschließenden gemeinsamen Essen mit jungen Kaliningrader*innen gibt es Raum für Gespräche über die gesammelten Eindrücke – mit einem Blick zu dem Haus der Sowjets auf der einen Seite, und dem Königsberger Dom auf der anderen Seite des Pregel.
Rauschen – Rückzugsort Kollwitz
Am vierten Tag begibt sich die Gruppe nach Rauschen (heute Svetlogorsk), um den Rückzugsort von Kollwitz zu besuchen. Neben weiteren Reflexionsräumen und einem Spaziergang an der Ostsee, setzt sich die Gruppe mit Käthe Kollwitz in feministischer Perspektive auseinander. Nach einer Einführung in den Feminismus und der Rolle der Frauen im damaligen Königsberg stellen sich die Teilnehmer*innen die Frage, ob die Künstlerin eher Pazifistin oder Feministin war. Um diese Frage zu vertiefen trifft sich die Seminargruppe nach ihrer Rückkunft im Stadtzentrum mit drei Professor*innen der baltischen föderalen Kant – Universität Kaliningrad. In einem charmanten Café gibt es nicht nur die Möglichkeit über die Frau und Künstlerin Käthe Kollwitz zu sprechen, sondern auch über Rolle der Frauen im aktuellen Kaliningrad. Abschließend trifft sich die Seminargruppe mit jungen Leuten aus Kaliningrad, um über ihre Eindrücke zu sprechen. An diesem Abend verringert sich unsere Gruppe um eine Person, denn Prof. Dirk Hagen macht sich bereits am Mittwoch auf die Rückreise nach Deutschland.
Der Donnerstag steht im Namen der modernen Kunst in Kaliningrad. Die Gruppe macht sie auf den Weg in das Atelier eines Kaliningrader Künstlers und hatte auch die Möglichkeit, sich selbst in der Kunst auszuprobieren. Da die Teilnehmer*innen bis dato noch wenig Zeit hatten die Stadt alleine zu erkunden, hat die Gruppe den gesamten Nachmittag frei: von Marinemuseum bin hin zum Theater und zum typisch russischen Markt mit Obst, Gemüse und Trockenfrüchten – alle teilen ihre Eindrücke bei der üblichen, am Abend stattfindenden Reflexionsrunde.
Goodbye auf russisch
Am sechsten und somit auch am letzten Tag macht sich bereits eine Abschiedsstimmung bemerkbar.
Grund genug, um den Freitag in seiner ganzen Blüte auszunutzen. Nach einem Gespräch mit jungen Kaliningrader Künstler*innen und ihrer Einschätzung zu Kunst und Politik, besuchen die Teilnehmer*innen die verschiedensten Orte der Stadt, kaufen noch Lebensmittel für die lange Rückfahrt ein und treffen sich am Abend bei einer letzten Zusammenkunft mit jungen Kaliningrader*innen. Es werden typische russische Abschiedslieder gesungen, Nummern ausgetauscht und bereits über einen weiteren Besuch in Kaliningrad gesprochen.
Nach einer langen Nacht macht sich die Gruppe auf den Weg nach Dresden. Im Gegensatz zu der Hinfahrt, bei der viele Fragen gestellt wurden herrscht eher Stille im Reisebus. Nach einer Woche voller Eindrücke über das alte Königsberg, Käthe Kollwitz, das heutige Kaliningrad und den aktuellen Lebensbedingungen junger Kaliningrader*innen, brauchten die Seminarteilnehmer*innen ihre Ruhe um Gesehenes zu verarbeiten und zu realisieren, dass die Woche in Kaliningrad bereits vorbei ist.
Um knapp 23 Uhr ist die Seminargruppe in Dresden angekommen. Erschöpft und müde gibt es weitere Verabschiedungen, herzliche Umarmungen und dem Wunsch, dass dies nicht die letzte Zusammenkunft gewesen sei.
Eine Woche Kaliningrad, eine Woche Käthe Kollwitz, eine Woche zwischen den Zeiten und eine Woche, die die Teilnehmer*innen der Begegnung in und mit Kaliningrad so schnell nicht vergessen werden.

Diese Jugendbegegnung wurde freundlicherweise gefördert aus Mitteln der Landeshauptstadt Dresden, aus dem Programm der „interregionalen Zusammenarbeit“ des Freistaat Sachsen sowie der Stiftung Königsberg.
von Franziska | 20.07.2017 | Blog
In der letzten Schulwoche vor den Sommerferien gestalteten wir Workshops für vier Schulen.
Am Montag war Start am Pestalozzi-Gymnasium mit einem Workshop zum Thema „Politische Partizipation“ für Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren. Im interaktiv angelegten Workshops wurden die Jugendlichen dazu angeleitet sich eigene Themen zu suchen, die sie in ihrer Stadt gerne geändert hätten, um sich dann anschließend an einen „Aktionsplan“ zu machen. Dieser konnte von Demos zu Petitionen oder Blockaden alle möglichen Arten der politischen Beteiligung umfassen.
Am Dienstag und Mittwoch bereiteten wir die Schüler/innen der Klassenstufe 9 an der 116. Oberschule auf ihre am Donnerstag stattfindende Gedenkstättenfahrt nach Buchenwald vor. Dabei legten wir Wert darauf, auf die offene Gewaltbereitschaft und Ausländerfeindlichkeit der rechtsextremen Szene hinzuweisen und deutlich zu machen, dass sich die Ideologie der Rechtsextremen heute kaum von der der Nationalsozialisten unterscheidet, die im Zweiten Weltkrieg Menschen in Konzentrationlager internierten, folterten und umbrachten.
Ebenfalls am Mittwoch war ein Team von uns beim Projekttag am Martin-Anderson-Nexö Gymnasium, um mit Schülerinnen und Schülern der Klassenstufe 9-11 unser Kommunalplanspiel zum Thema „Flüchtlingsunterkunft“ durchzuführen. Nach spannenden Diskussionen und einigen abtrünnigen Fraktionsmitgliedern einigten sich die Schüler/innen letztlich auf einen großen Kompromiss, der die echten Stadträte im Rathaus wohl staunen lassen würde…ebenso aber womöglich einige der Wähler/innen, die ihre christlich-konservative Partei plötzlich harmonisch im Bündnis mit den Linken wiedergefunden hätten.
Und am Donnerstag haben wir unsere neu konzipierte Rathausrallye mit einer 7. Klasse der HOGA Schule getestet. Es war ein sehr gelungener Rundgang mit ausgewogenem Verhältnis zwischen Informationen und Quiz. Trotz Hitze waren die Jugendlichen sehr aufmerksam und interessiert. Vor allem der Besuch in der Abteilung „Protokoll“ mit dem Goldenen Buch der Stadt, der Amtskette und dem Rathausschlüssel war sehr beeindruckend.
[ngg_images source=“galleries“ container_ids=“9″ display_type=“photocrati-nextgen_basic_thumbnails“ override_thumbnail_settings=“0″ thumbnail_width=“240″ thumbnail_height=“160″ thumbnail_crop=“1″ images_per_page=“20″ number_of_columns=“0″ ajax_pagination=“0″ show_all_in_lightbox=“0″ use_imagebrowser_effect=“0″ show_slideshow_link=“0″ slideshow_link_text=“[Zeige eine Slideshow]“ template=“default“ order_by=“sortorder“ order_direction=“ASC“ returns=“included“ maximum_entity_count=“500″]
von Franziska | 15.05.2017 | Blog
Im Mai waren wir mit zwei 8. Klassen der 55. Obe
rschule im Stadtteil Plauen unterwegs. Bevor es mit unseren Tablets und der Actionboundtour losging, erarbeiteten wir gemeinsam mit den Jugendlichen erste Fakten zum Nationalsozialismus allgemein und der Zeit in unserer Heimatstadt Dresden. Dabei waren die Schüler/innen sehr aufmerksam und gut bei der Sache, da sie diese Informationen gut dem Unterrichtsstoff in Geschichtsunterricht zuordnen bzw. ergänzen konnten. Die Powerpoint zu Dresden im Nationalsozialismus machte deutlich, dass die Stadt eine bedeutende Rolle im Nationalsozialismus inne hatte und keine „unschuldige“ Stadt war.
Die von uns erstellte Route der App Actionbound führte die Jugendlichen zu Orten im Stadtteil Plauen, die nähere Informationen zu Personen oder Geschehnissen zwischen 1938 und 1945 lieferte. So haben die Schüler/innen etwas über Stolpersteine und Mahndepots erfahren. Sie konnten sich mit den Schicksalen einiger im Nationalsozialismus verfolgter Personen auseinandersetzen und die ehemalige Richtstätte am Münchner Platz besuchen. Dabei mussten sie Quizfragen beantworten und sammelten so Punkte für ihre Teams.
Zurück an der Schule haben wir die Tour gemeinsam ausge
wertet. Im Anschluss daran beschäftigten wir uns mit dem Thema „rechte Bewegungen heute“ und gingen dabei auf die Partei AfD und Pegida näher ein. Beide Bewegungen gewannen an großem Zuwachs mit dem Anstieg der Flüchtlingszahlen 2015. Deshalb setzten sich die Schüler/innen zum ende des Tages mit vier Fragen zu Flüchtlingen in Form eines Schriftgesprächs auseinander: Welche Erfahrungen habt ihr schon mit Flüchtlingen gemacht? Welche Vorurteile gibt es gegenüber Flüchtlingen? Welche Gründe gibt es dafür, dass Menschen fliehen? Woran denkst du beim Thema „Flüchtlinge“.

von Franziska | 10.03.2017 | Blog
Am 8. März waren wir an der Waldorschule zu Gast. Im Rahmen des Oberstufentages hatten wir unser Kommunalplanspiel zum Thema „Flüchtlingsunterkunft“ vorbereitet. Engagiert dabei waren 29 Jugendliche der 9. – 12. Klasse. Nach einer kleinen Einführung bzw. Zusammenfassung zu Kommunalpolitik losten sich die Jugendlichen in vier Fraktionen. In zwei Fraktions- und zwei Ausschussitzungen diskutierten sie heftig darüber, ob auf einer Brache im Stadtteil Striesen eine neue Flüchtlingsunterkunft gebaut werden soll. Oder sind die Gelder besser in einen Anbau einer bestehenden Asylunterkunft oder der Renovierung eines ehemaligen Hotels in Laubegast einzusetzen? Die Jugendlichen fanden schnell in ihre Rollen und diskutierten engagiert zur Sache. In der abschließenden Stadtratssitzung, wo es zur Abstimmung über einen geänderten Antrag kam, wurden überzeugende Reden gehalten, was uns vier Teamer sehr gefreut hat.
Wir freuen uns, dass das von uns konzipierte Kommunalplanspiel so gut von den Jugendlichen der Waldorfschule angenommen wurde. Und wir danken Frau Weidauer für die
Organisation und Herrn Beyer für die Betreuung an dem Tag. Wir kommen gerne wieder!

