BETREUER*IN GESUCHT

BETREUER*IN GESUCHT

WIR SUCHEN eine/n ehrenamtliche/n Bertreuer/in für unsere Deutsch–Französisch–Ukrainische Jugendbegegnung zum Thema Erinnerungspolitik 2026 💭🌍

Das Projekt ist eine Kooperation des PJR Dresden und des Stadtjugendrings Stuttgart.
Im Mittelpunkt stehen die Fragen:
👉 Wie erinnern wir in Europa an Krieg, Diktatur und demokratische Neuanfänge?
👉 Wie können junge Menschen heute Erinnerungskultur mitgestalten?

📅 Voraussichtliche Termine:
📍 06.–12. April 2026, Stuttgart
📍 13.–19. Juli 2026, Straßburg (Frankreich)
📍 19.-25.10.2026, Dresden

✨ Deine Aufgaben:
• Begleitung & Unterstützung der deutschen Jugendgruppe (16–20 Jahre)
• Mithilfe bei Programmgestaltung & methodischer Umsetzung
• Organisation & Kommunikation mit Partnern aus Stuttgart, Frankreich & der Ukraine
• Unterstützung bei Freizeit, Gruppenprozessen & ggf. Übersetzung

💡 Wir wünschen uns:
• Interesse an politischer Bildung, Geschichte oder interkultureller Arbeit
• Freude an der Arbeit mit Jugendlichen
• Teamgeist, Geduld & Verantwortungsbewusstsein
• Englischkenntnisse (Französisch oder Ukrainisch sind selbstverständlich ein Plus)

🎁 Wir bieten:
• Einblick in internationale Jugendarbeit & Erasmus+
• freie Unterkunft, Verpflegung & Fahrtkostenübernahme
• Teilnahme an Vorbereitungstreffen
• ein Offizielles Zertifikat (Youthpass) über dein Engagement
• eine Aufwandsentschädigung von 150 € / Begegnungstag

📩 Interesse?
Dann melde dich beim Politischen Jugendring Dresden e. V.
✉️ mail@pjr-dresden.de
📞 0351 4706476

Engagiere dich in der politischen Bildung – Das geht bei uns!

Du willst dich einbringen, neue Erfahrungen sammeln und mit anderen etwas bewegen? Dann bist du beim Politischen Jugendring Dresden genau richtig!


Bei uns kannst du dich auf ganz unterschiedliche Weise engagieren – kreativ, kommunikativ oder organisatorisch. Ob du lieber Veranstaltungen planst, Social Media machst, Workshops begleitest oder im Vorstand mitentscheidest: Wir unterstützen dich dabei, deine Ideen umzusetzen.

Unsere Ehrenamtsprofile zeigen dir, welche Möglichkeiten es gibt und was zu dir passen könnte.
Schau rein, finde deine Rolle – und werde Teil unseres Teams!

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Videos aus unserer Jugendbegegnung „Generation Europe“

Videos aus unserer Jugendbegegnung „Generation Europe“

Hier wollen wir euch einige Videos zeigen, die in unserer trinationalen Jugendbegegnung „Generation Europe“ entstanden sind. Die Jugendbegegnung hatte zwei Teile, sie fand vom 18.8.25 – 25.8.25 in Dresden und vom 15.9.25 – 22.9.25 in Podgorica statt. Neben unserer Gruppe war das Youth Development Center aus der Ukraine und die Local Democracy Agency aus Montenegro beteiligt.

Hier und hier sind kurze TV-Beiträge zu sehen, die über die Jugendbegegnung gemacht wurden. Aktiviert die englischen Untertitel!

Für Instagram entstand ein Reel in Dresden und einer in Podgorica. Zudem wurden einige Teilnehmer*innen in Podgorica ins montenegrinische Fernsehen eingeladen. Hier könnt ihr das Video mit Untertiteln sehen.

Gefördert wurde das Projekt von der Europäischen Union und dem Freistaat Sachsen.

 

 

 

Generation Europa: Eine Reise über Grenzen und Perspektiven

Generation Europa: Eine Reise über Grenzen und Perspektiven

In diesem Sommer trafen sich junge Menschen aus Sachsen/Deutschland, der Ukraine und Montenegro zum Erasmus+-Jugendaustausch „Generation Europa“. Das zweiteilige Projekt führte nach Dresden und Podgorica. Was als Begegnung von Fremden begann, entwickelte sich rasch zu einer unvergesslichen Reise voller gemeinsamer Erfahrungen, neuer Freundschaften und der Frage, was es heute bedeutet, jung in Europa zu sein.

Teil I – Vernetzung in Dresden

Der Austausch startete in Dresden, einer Stadt, in der Geschichte auf Gegenwart und Transformation trifft. Zwischen rekonstruierten Barockbauten und modernen Kreativräumen beschäftigte sich die Gruppe mit Themen wie Youthpass, Menschenrechte, lokales Engagement sowie europäische Identität und Kultur. In Workshops ging es um demokratische Teilhabe, Jugendaktivismus, den Schutz der Menschenrechte und die Rolle von lokalem Engagement für die Zukunft Europas.

Lokale NGOs und Jugendzentren stellten ihre Arbeit zu Integration, Nachhaltigkeit und politischer Bildung vor – insbesondere im Hinblick auf junge Menschen. Diese Begegnungen machten deutlich: „Europäisch sein“ bedeutet nicht nur Grenzen oder Institutionen, sondern vor allem Solidarität, Empathie und gemeinsame Verantwortung. Abends prägten interkulturelle Aktivitäten, Musik und lebendige Diskussionen das Miteinander.

Teil II – Wiederannäherung in Podgorica

Wenige Wochen später ging es in Podgorica, der pulsierenden Hauptstadt Montenegros, weiter. Dort verlagerte sich der Fokus vom Lernen hin zu Engagement und Reflexion. Aufbauend auf den Diskussionen in Dresden setzten wir uns mit Gemeinschaftsinitiativen auseinander, die lokale Herausforderungen adressieren – von Nachhaltigkeitsaktionen bis hin zu Workshops zu Jugendaktivismus und Inklusion.

Podgoricas Wärme – sowohl klimatisch als auch in der Gastfreundschaft – verlieh diesem Teil eine persönliche Note. Wir erkundeten, wie sich europäische Zusammenarbeit aus Sicht des Westbalkans anfühlt, wo die Werte und Ziele der EU täglich diskutiert werden, während Montenegro den EU-Beitritt anstrebt. Dies verdeutlichte: Die EU ist ein fortlaufendes Projekt, das jede Stimme und jede Region braucht.

 

Lehren jenseits der Grenzen

„Generation Europe“ war mehr als ein Projekt – es war eine lebendige Erfahrung und ein gemeinsames Nachdenken über unsere Identität als Europäer:innen und über das, was uns verbindet. Wir erkannten, dass Demokratie nicht selbstverständlich ist und Inklusion ständige Arbeit erfordert – und dass die Stimme der jungen Generation entscheidend ist.

Die Freundschaften, die in Dresden und Podgorica entstanden, zeigten: Europas Vielfalt ist keine Hürde, sondern eine Stärke. Wir kehrten mit neuen Ideen, engen Freundschaften und dem gemeinsamen Glauben zurück, dass die Zukunft Europas in unseren Händen liegt.

Vorwärts – als europäische Jugend

Mit der Rückkehr nach Hause bleibt das Gefühl von Kontinuität: ein Netzwerk junger Menschen, das Veränderung über Grenzen hinweg vorantreibt. „Generation Europe“ hat uns daran erinnert, dass Partizipation mit Dialog beginnt – und Dialog mit Verständnis.

In beiden Städten haben wir nicht nur über Europa gesprochen – wir haben es gelebt.

Das Projekt ist eine Kooperation zwischen dem Politischen Jugendring Dresden e.V., dem Youth Development Center Ukraine und der Local Democracy Agency Montenegro und wurde von der Europäischen Union und dem Freistaat Sachsen gefördert.

„Erinnerung ist stärker als Grenzen“ – Rede von Cécilia aus Anlass des 13. Februar

„Erinnerung ist stärker als Grenzen“ – Rede von Cécilia aus Anlass des 13. Februar

Auf Einladung der Abteilung Europäische und internationale Angelegenheiten der Stadt Dresden beteiligten wir uns an Bildungsprogramm rund um ein internationales Zusammenkommen von je zwei jungen Menschen aus Partner- und befreundeten Städten der Stadt Dresden im Rahmen des 80Jährigen Gedenkens zum 13. Februar.

Eine der Teilnehmerinnen, Cécila aus Straßburg, die gerade ein Erasmus-Semester in Dresden verbringt, konnte bei der Gedenkveranstaltung eine Rede halten, die uns allen sehr gefallen hat. Wir freuen uns, dass Sie uns die Erlaubnis gegeben hat, ihre Rede hier auf unserer Webseite zu veröffentlichen.

Seine Königliche Hoheit,
sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
sehr geehrte Ehrengäste,
sehr Dresdnerinnen und Dresdner,
liebe Jugendliche aus Europa,
meine Damen und Herren,Wie Sie hören können, komme ich nicht aus Deutschland. Ich bin in Frankreich geboren und aufgewachsen, aber seit 5 Monaten ist Deutschland mein neues Zuhause geworden und hat mir die schönste Erasmus-Erfahrung ermöglicht. Ich komme aus Dresdens Partnerstadt Straßburg, und doch stehe ich hier, dankbar für diese Möglichkeit und geehrt, an dieser bedeutenden Zeremonie teilnehmen zu dürfen.
Warum, fragen Sie? Nun, weil es das Mindeste ist! Wenn ich Ihnen heute eines mit Sicherheit sagen kann, dann ist es, dass kulturelle Vielfalt stärker ist als Grenzen. Erinnerung ist stärker als Grenzen. Wir gedenken heute nicht nur der Vergangenheit und der Verluste. Wir feiern auch die Zukunft, die Hoffnung und den Frieden. Und wenn ich vor Ihnen stehe, dann auch, weil es unsere Pflicht ist – als Deutsche, Franzosen, Europäer –, nicht zu vergessen, uns an den zurückgelegten Weg zu erinnern und die Früchte dieses Weges zu feiern. Heute bin ich nicht nur eine Französin, die in Deutschland lebt. Heute bin ich eine Bürgerin, die sich mit der Vergangenheit auseinandersetzt.
Dies ist das erste Mal, dass ich eine Rede auf Deutsch halte, und ich muss sagen, dass ich ein bisschen ängstlich bin. Aber da unsere Aufarbeitung der Vergangenheit stärker ist als Angst, stehe ich heute hier vor Ihnen.
Am siebten Juli 2024 hatte Frankreich auch Angst. Vielleicht hatten Sie auch Angst. Ich hatte Angst. Das Rassemblement National stand kurz davor, an die Macht zu kommen. Was uns lange Zeit unvorstellbar schien, war plötzlich möglich und stand unmittelbar vor uns.
Die Werte und Rechte, für die so viele Frauen und Männer gekämpft haben, dürfen nicht mit Füßen getreten werden. Das ist meine Botschaft heute: Solange es Hoffnung und Widerstand gibt, wird das nicht geschehen. Unsere Geschichte ist unterschiedlich, ebenso wie unsere Kultur, aber was uns verbindet, sind diese Werte von Vielfalt, Freiheit, Frieden und Demokratie.
Seit fünf Monaten lebe ich hier in Dresden, und ich muss sagen, dass ich der Stadt Dresden dankbar bin. Ich bin Deutschland und Europa dankbar, die mir die schönste Erfahrung geschenkt haben. Und ich hoffe, dass jede Jugendliche und jeder Jugendliche Europas diese Freude früher oder später empfinden wird. Unsere deutsch-französische Freundschaft ist ein Geschenk, und wir müssen sie bewahren.
Dresden hat mir gezeigt, dass Erinnerung nicht nur ein Blick zurück ist, sondern auch ein Weg nach vorn. Lassen Sie uns diesen Weg gemeinsam weitergehen. Denn Erinnerung allein reicht nicht, wenn sie uns nicht dazu bewegt, zu handeln.
Vielen Dank.