von Freiwillige/r im Sozialen Jahr Politik | 29.08.2018 | Blog
In der letzten Ferienwoche wurde es für sechs SchülerInnen nochmal so richtig interessant. Zum gemeinsamen Ferienprogramm hatten wir nämlich in unser Büro geladen, um mithilfe der App „Actionbound“ Plauen zu entdecken. Da aller Anfang schwer ist, mussten wir uns erst mal gemeinsam anschauen, wie die App sowie die Erstellung der Touren überhaupt funktioniert. Wie lasse ich TeilnehmerInnen nach einem bestimmten Ort suchen? Welche Aufgabentypen eignen sich am besten für welche Fragen? Und welche Entfernungen kann ich den SpielerInnen überhaupt auf meiner Tour zumuten?
Unsere TeilnehmerInnen juckte es nach der trockenen Theorie umso mehr in den Fingern, endlich loszulegen und ihre eigene Ideen umzusetzen. Bei den ersten Testläufen ging es dann häufig um das Computerspiel „Minecraft“, nicht selten musste ich die Kids bremsen: bis nach Alaska, Süd-Amerika oder den Nordpol konnten wir für unsere Actionbound-Touren natürlich nicht reisen.
Nachdem ich nun von sechs Actionbound-ExpertInnen umringt war, entstanden in den ersten zwei Tagen spannende Touren durch Plauen. Und die Fragen waren nicht ohne: wie viel Türme hat die Auferstehungskirche? Wie oft fährt der Zug von Dresden-Plauen nach Chemnitz? Und welcher Spruch steht eigentlich auf dem Müllerbrunnen?
Als Erholung von der ganzen Tüftelei gönnten wir uns am Donnerstag eine Runde Geo-Caching. Mit Hilfe von GPS-Koordinaten navigierten wir durch Plauen und lösten unterwegs kleinere Aufgaben, die selbst begnadete Actionbound-TüftlerInnen ins Schwitzen brachten. Obwohl der Schatz dann am Zielort nicht aufzufinden war, hatten wir eine Menge Spaß.
Fast war unsere gemeinsame Woche wieder vorbei. Doch abschließend wollten wir ja noch gemeinsam ausprobieren, was unsere TeilnehmerInnen so gebastelt hatten. In der Zwischenzeit waren zudem noch weitere Touren entstanden, auf denen es z. B. knifflige Mathe-Aufgaben zu lösen galt oder wir die kulinarische Seite Plauens erforschten. Über einige Fragen hatten sich die TeilnehmerInnen natürlich bereits im Vorfeld ausgetauscht, daher hielten sich die Überraschungen in Grenzen. Nicht schlecht staunten einige jedoch, als sie die Entfernungen zwischen den Stationen „in echt“ zurückgelegt werden musste. Was auf der Karte nah erscheint, ist zu Fuß gelaufen manchmal weiter als gedacht …
In einem Punkt sind sich die neuen Tablettour-JongleurInnen aber einig: es hat eine Menge Spaß gemacht. Nur Minecraft, das haben sie schon ein bisschen vermisst.
von Freiwillige/r im Sozialen Jahr Politik | 22.06.2017 | Blog
Seit meinem letzten Bericht, der gerade mal vor 13 Wochen geschrieben wurde ist viel passiert. Obwohl dreizehn Wochen nach einer langen Zeit klingen verging sie unheimlich schnell. Unheimlich und schön zu gleich. Auf der einen Seite zeigen fallende Kalenderblätter das baldige Ende eines sehr lehrreichen Jahres und auf der anderen schaue ich mit einem Lächeln zurück.
Beim Versuch dieses dritte Quartal unter e
inen Oberbegriff zu stellen half mir unser Grundschulprojekt „Junge Elbtalforscher“ weiter. Ähnlich, wie die Teilnehmenden erkunde und entdecke ich stets neues und erweitere so mein Wissen in vielerlei Richtungen. Erforscht, entdeckt und gelernt wurde dabei oftmals außerhalb der heiligen Hallen des Büros. Zunächst endete der März mit unserer spannenden und aufregenden Brüsselfahrt, die neben Land und Leute auch noch jede Menge Informationen zur Politik vermittelte. Die folgenden 14 Tage standen ganz unter dem Motto der Erkundung der Stadtteile Plauen und Altstadt. Geleitet durch die App Actionbound zogen wir mit Jugendweiheteilnehmenden auf der Suche nach Spuren des Nationalsozialismus und der DDR durch die Straßen. Dabei wurden Aufgaben gelöst, Fragen beantwortet und interessante Gespräche geführt.
Start der Jugendbegegnung
Die „heiße Phase“ des Aprils begann nach den erholsamen Feiertagen. Mit vielen Fragen, Gedanken und Erwartungen im Gepäck startet unsere trinationale Jugendbegegnung mit einem achttägigen Aufenthalt in Wroclaw. Währenddessen beschäftigten wir uns mit Minderheiten in Polen, deren momentaner Lage und natürlich auch mit der lokalen Beschaffenheit dieser geschichtsträchtigen Stadt. Auf der Suche nach deutschen Spuren in Breslau stießen wir auf allerlei erstaunliche Dinge. Erstaunlich war auch wieder einmal, wie unheimlich schnell die Zeit verging. Der Gedanke des baldigen Wiedersehens Ende Mai tröstete dabei. So bereiten wir in den ersten Maitagen das Geschehene nach und steckten zugleich Mitten in den Vorbereitungen für den zweiten Teil. Mit großer Vorfreude auf kommendes stiegen wir daher Ende Mai in den Bus Richtung Osten. Nach sportlichen 12 Stunden Fahrt und einer erstaunlich reibungslosen Grenzpassage begrüßte uns Lemberg mit bestem Sonnenschein. Das ukrainische Städtchen mit alle seinen zahlreichen Facetten und Kulturen zog uns sofort in seinen Bann. Bedingt durch die aktuelle politische Situation und die damit verbundenen Schicksale der Geflüchteten aus dem Osten und der Krim gestalteten unsere Projektwoche ausgesprochen spannend, lehr- und abwechslungsreich. Über alle unsere Erlebnisse berichteten wir im Jugendblog DUP „ In der Ferne-zu Hause? Minderheiten und Flüchtlinge in Europa“.
Neben diesem Großprojekt vermittelte ich gemeinsam mit meiner Mentorin einer Klasse des Nexö- Gymnasiums das Prinzip des Klassenrates, führte zwei Projekttage zum Thema Nationalsozialismus, Dresden im NS und Spuren im Stadtteil Plauen durch und half bei der Erstellung der Broschüre der Dresdener Rathausrallye. Dazu läuft das oben angesprochene Projekt der „Jungen Elbtalforscher“ weiterhin. Nach den Komplexen Sport & Freizeit, kulinarische Weltreise und einer Ostersondertour steht nun die Erkundung verschiedener örtlicher Institutionen, wie dem Mehrgenerationengarten Aprikosengarten und der Polizei an.

In der letzten Schulwoche sind wir mit Projekten von Partizipation bis Planspiel an vielen Dresdener Schulen zu finden. Nach diesen ereignisreichen Tagen steht schon fast der Juli und damit der vorletzte Monat meines FSJ´s vor der Tür. Aber bis zum Ende ist noch etwas Zeit und die werde ich ganz sicher genießen.
Bis dahin und beste Grüße,
Charlott