von Tobias | 08.12.2021
Am 8. Februar ist es wieder soweit: Der Safer Internet Day findet statt. Der Tag geht auf die Initiative der Europäischen Union und des europäischen Netzwerkes der EU, Insafe (lnternet Safety for Europe), zurück. Insafe hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Sicherheit im lnternet zu erhöhen. Wie schon in den letzten Jahren werden wir ein Bildungsprojekt mit Jugendlichen zum Thema Digitales und Internet durchführen. Während es die vergangenen Male um die Themen Fake News oder auch Hate Speech ging, werden wir diesmal Extremismus in den Mittelpunkt stellen. Seid gespannt, wir werden euch davon berichten!

von Tobias | 09.09.2021 | Blog
In der letzten Juliwoche fand der zweite Teil unserer deutsch-russischen Jugendbegegnung “Ich bin die Zeit” statt. Wie der erste Projektteil im März 2021 wurde der Jugendaustausch auch wieder im Online-Format mit jungen Menschen aus Dresden und Sankt Petersburg durchgeführt.
Diesmal erweiterten wir unseren Blickwinkel zum Thema „Erinnerungskultur in Russland und Deutschland“ und tauschten uns über weitere Aspekte der Leningrader Blockade und der Friedlichen Revolution in Dresden aus. Wir versuchten, die beiden Themen besser miteinander zu verknüpfen und so auch greifbarer für alle Teilnehmenden zu machen. Nun lernten wir auch persönliche Geschichten von Leningrader Deutschen kennen, die die Blockadezeit in der belagerten Stadt verbrachten. Mithilfe von Tagebüchern und Aufzeichnungen von Leningrader Deutschen erstellte die Gruppe Steckbriefe. Ein Google-Maps-Quiz führt uns digital zu den Orten der Belagerung und Stationierung. Das Gespräch mit dem Blockadeüberlebenden Stanislaw Witaljewitsch Mikoni stellte einen Höhepunkt der Jugendbegegnung dar. Im Video-Interview mit dem Zeitzeugen hatten wir die Gelegenheit, eine Vorstellung der Evakuierung aus Leningrad mit den Augen eines damaligen Kindes zu bekommen. Mit Herrn Mikoni konnten wir uns auch über persönlichen Zukunftswünsche und -pläne unterhalten, was überaus bereichernd war!
Außerdem beschäftigten wir uns mit historischen Verbindungen zwischen Deutschland und Russland während der DDR-Zeit. Dabei kamen wir mit wichtigen Erinnerungsorten in Dresden und Umgebung in Berührung. Viele spannende Details konnten wir von der Dresdner Journalistin Jane Jannke erfahren, die sich bereits seit vielen Jahren mit der Geschichte der sowjetischen Soldaten beschäftigt, die auf dem Territorium der ehemaligen DDR stationiert waren. Am Beispiel des sowjetischen Garnisonsfriedhofs in Dresden stellte Jannke diesen Teil der (ost-)deutsch-sowjetischen bzw. russischen Geschichte sehr anschaulich dar.
Während der Austauschwoche erstellten die Teilnehmenden in internationalen Teams kreative Beiträge für eine virtuelle Ausstellung zum Thema „Erinnerungskultur in Deutschland und Russland”. Am Projekttag präsentierten die Gruppen ihre Ausstellungskonzepte. Themen waren dabei “Kinder im belagerten Leningrad” und ein Vergleich zum “Holocaust-Gedenken in Deutschland und Russland”.
Ein großes Dankeschön geht hiermit an alle Teilnehmenden, die sich trotz strahlenden Sonnenscheins vor den PC gehangen und mit größter Energie und Durchhaltevermögen am Online-Austausch teilgenommen haben! Ebenso möchten wir uns beim Deutsch-Russischen Begegnungszentrum Sankt Petersburg und der Humanitären Geste für die Zusammenarbeit bedanken. Die Auseinandersetzung mit solch wichtigen Themen zur gemeinsamen Geschichte hat uns die Möglichkeit gegeben, über Grenzen hinweg in Austausch zu treten, Kontakte zu knüpfen und andere Blickwinkel einzunehmen. Danke für euer Engagement, eure Gedanken, Anregungen und vielfältigen Ideen! Wir sind gespannt auf weitere Projekte und freuen uns auf ein Wiedersehen, hoffentlich bald vor Ort in Dresden oder St. Petersburg!
Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts.
von Tobias | 26.05.2021 | Blog
Vom 13. Bis 20. März 2021 organisierte der PJR Dresden e.V. in Kooperation mit der russischen Partnerorganisation drb (Deutsch-russisches Begegnungszentrum Sankt Petersburg) den ersten Teil der deutsch-russischen Jugendbegegnung “Ich bin die Zeit - Erinnerungskultur in Russland und Deutschland”. Die siebentägige Online-Veranstaltung stellte den Auftakt-Teil des internationalen Austauschs dar, dessen zweiter Teil im Juli 2021 in Sankt Petersburg stattfindet.
Die Partnerstädte Dresden und Sankt Petersburg sind zwei Städte mit bewegter Geschichte, die eine Vielzahl sogenannter “Erinnerungsorte” zählen. Erinnerungsorte sind Ereignisse, aber auch Objekte, Persönlichkeiten und kulturelle Praktiken, die unsere Gesellschaft bis heute prägen. Das Ziel der Jugendbegegnung ist der Austausch über die Bedeutung dieser Orte in der aktuellen Zeit und für junge Menschen aus Russland und Deutschland sowie eine Diskussion darüber, inwiefern sie politische Entscheidungen, aber auch unsere ganz persönlichen Sichtweisen auf das eigene wie das andere Land beeinflussen.
An der Jugendbegegnung nehmen jeweils zehn Teilnehmende aus Russland und Deutschland teil. Während der einwöchigen Veranstaltungen lernten sich die Teilnehmenden untereinander kennen und setzten sich in vielfältigen Arbeitsformaten mit Aspekten von Erinnerung beider Länder auseinander.
Am ersten Tag der Online-Begegnung widmeten wir uns einer generellen Einführung in die Thematik der Erinnerungskultur und die Klärung von Begriffen wie kollektives vs. individuelles Gedächtnis, Erinnerungsort und Geschichtspolitik. Anschließend setzten wir uns intensiv mit zwei wichtigen Erinnerungsorten in Sankt Petersburg und Dresden auseinander – die Leningrader Blockade und die Friedliche Revolution. Während Gesprächen mit Zeitzeug*innen, einem digitalen Stadtrundgang auf Dresdens Spuren der Friedlichen Revolution mittels der App “Action-Bound”, einem Filmabend, Gruppenarbeiten, Diskussionsrunden und selbst erstellten Präsentationen hatten die Teilnehmenden auf vielfältige Art und Weise die Möglichkeit, sich den Themen zu nähern. Für die Projektumsetzung ins Digitale nutzten wir häufig die Funktion von Breakout-Rooms und Online-Tools wie Padlet, Cryptpad, Oncoo und Mentimeter. In verschiedenen Workshops zur künstlerischen Arbeit mit Erinnerungen wurden die Teilnehmenden auf das Ziel der Begegnung vorbereitet – die Vorstellung einer kreativen Auseinandersetzung mit einem der vorgeschlagenen Erinnerungsorte. Die Vorbereitung dieser Präsentationen erfolgte während zweier asynchroner Tage während der Woche der Begegnung. Trotz einer erschwerten Arbeitsweise innerhalb des virtuellen Formats entwickelten die jeweiligen Kleingruppen Ergebnisse mit äußerst viel Hingabe, Motivation und Kreativität! Am letzten Tag fand eine Präsentation aller Ergebnisse vor einem Publikum statt – diese beinhaltete z.B. selbst erstellte Videos und Podcasts, die Verarbeitung von familiären Erinnerungen, länderübergreifende Sichtweisen auf historische Ereignisse und selbst verfasste Gedichte. Es entstanden sogar Projektideen, an denen in den nächsten Monaten bis zum Beginn des zweiten Teils der Jugendbegegnung gearbeitet wird.
Neben thematischen Inhalten konnten sich die Teilnehmenden untereinander während Partnerarbeiten und Sprachanimation kennenlernen. Damit die jeweils andere Stadt zumindest in irgendeiner Weise digital kennengelernt werden konnte, wurde eine digitale Stadtrundführung organisiert, bei der die Teilnehmenden mit Fotos und Texten ihre Lieblingsorte in Dresden bzw. Sankt Petersburg der anderen Gruppe näherbringen konnte.
Während des zweiten Teils der Jugendbegegnung im Juli werden wir uns mit spezifischeren Aspekten beider Erinnerungsorte beschäftigen. Nun hoffen wir, dass die Zeit bis zum zweiten Teil des Jugendaustauschs mithilfe kleiner Tandem-Aufgaben zum Lernen der jeweils anderen Sprache kurzweiliger gemacht werden kann. Wir freuen uns jetzt schon darauf, alle Gesichter wiederzusehen und gemeinsam kräftig weiter zu diskutieren!
von Tobias | 16.12.2020 | Blog
Vieles ist dieses Jahr anders. Auch unsere traditionelle Weihnachtsfeier konnte nicht wie gewohnt stattfinden. Statt einer gemütlichen Runde in der Kneipe, saßen wir in Kerzen- und Bildschirmschein zu Hause in unseren Wohnzimmern und Küchen. Sicher hätten wir alle uns gern offline gesehen, aber wir haben das beste draus gemacht und hatten richtig viel Spaß! Wir haben nämlich in höchstwichtiger Mission das Weihnachtsfest gerettet, und im Actionbound-Escape-Room alle schwierigen Rätsel gelöst, damit der Weihnachtsmann doch noch seine Geschenke ausliefern kann.
Dass die Weihnachtsfeier online stattfand, hatte für die Vereinskasse einen positiven Nebeneffekt. Wir haben uns als Vorstand einstimmig dafür entschieden das durch gesparte Geld an einen gemeinnützigen Zweck zu spenden. Unsere Wahl fiel dabei auf „Mission Lifeline“. Der Verein mit Sitz in Dresden hat es sich seit 2016 zur Aufgabe gemacht insbesondere – aber nicht ausschließlich – Flüchtlinge aus Seenot und so vor dem Ertrinken zu retten. Mehr als eintausend Menschen wurden allein durch „Mission Lifeline“ so bisher vor dem Tod bewahrt.
Unser Vorsitzender Marcus Weber sagt dazu „Über Fragen von Flucht, Asyl und Zuwanderung darf und muss in einer demokratischen Gesellschaft offen diskutiert werden. Völlig indiskutabel ist es hingegen Menschen an den Grenzen des Friedensnobelpreisträgers Europäische Union ertrinken und sterben zu lassen. Menschenrechte sind universell und unteilbar – und das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit ist das elementarste dieser Rechte.“
Aus diesem Grund spenden wir „Mission Lifeline“ die gesparten 200,- aus Eigenmitteln des PJR.
Mehr Infos über „Mission Lifeline“ findet ihr unter https://mission-lifeline.de/
Wer selber etwas spenden möchte findet alle wichtigen Infos unter https://mission-lifeline.de/spenden/

von Tobias | 14.12.2020
Lange haben wir schon nicht mehr Ehrenamtliche und Interessierte zu uns in Büro eingeladen, aber der böse Virus hat es uns nicht einfach gemacht. Da wir aber so wie es aussieht noch eine Weile damit leben müssen, wollen wir am Donnerstag 14.01.2021 unser erstes digitales Aktiventreffen durchführen.
Wir wollen euch unsere aktuellen Projekte vorstellen, euch untereinander vernetzen und gemeinsam Ideen spinnen, welche Aktivitäten der PJR in der Zukunft unternehmen könnte. Außerdem wollen wir auch einige digitale Methoden ausprobieren und auf ihre Tauglichkeit für unsere Workshops beurteilen.
Wann? Donnerstag, 14. Januar 18 - 19.30 Uhr
Wo? Online bei BigBlueButton (BBB)
Wie kannst Du dabei sein? Gib uns bis spätestens Montag 11.1.21 via E-Mail (mail@pjr-dresden.de) Bescheid, dass Du dabei sein magst und Du bekommst von uns den Zugangslink.
Was brauchst Du an Technik? Laptop, Tablet oder Smartphone und einen Internetzugang. BBB läuft am besten mit dem Browser Chrome.
Wir freuen uns auf euch!