Von Nischni Nowgorod nach Dresden – mein EFD fängt an

Von Nischni Nowgorod nach Dresden – mein EFD fängt an

Hallo, ich bin Marina aus Russland! Ich bin 21 Jahre alt und komme aus Nischni Nowgorod, das ist eine große Stadt in der Nähe von Moskau. Es ist die fünftgrößte Stadt des Landes. Dort habe ich vier Jahre Linguistik an der Uni studiert und gleichzeitig zwei Jahre als Sprachlehrerin in verschiedenen Sprachzentren gearbeitet. Ich habe russischen Jugendlichen (10-15-Jährigen) Englisch und Deutsch beigebracht.

Um ehrlich zu sein, ich bin ein großer Fan von Deutschland, ich habe hier schon drei Monate in Berlin und Hamburg gewohnt. Einmal habe ich bei einem kurzen Freiwilligenprojekt (ijgd Workcamp 2016 Berlin-Reinickendorf II) teilgenommen, es hat mir gefallen, und deswegen bin ich letzte Woche nach Dresden gekommen, um bei dem PJR Dresden e.V. meinen EFD zu machen. Das wird meine erste Erfahrung darin werden, so lange (fast ein Jahr) im Ausland zu leben.

Da ich in Russland ja wie bereits erwähnt auch mit Jugendlichen gearbeitet habe, hoffe ich, dass ich meine gesammlten Fertigkeiten hier anwenden und auch etwas Neues in diesem Arbeitsfeld lernen kann. Ich weiß noch nicht genau, was mir dieses Projekt bringen wird, aber ich bin mir relativ sicher, dass es mich verändern wird!

Der Europäische Freiwilligendienst wird gefördert von ERASMUS+ mit Mitteln der Europäischen Union.

Projekt P- FSJ 2016/17

Projekt P- FSJ 2016/17

Und schon ist es soweit: ich bin beim nächsten und zugleich letzten FSJ Bericht angekommen. Gerade noch fuhr ich in der letzten Schulwoche von Projekt zu Projekt, bereitete vor, wertete aus und jetzt – einen gefühlten Augenschlag später- verfasse ich mein Abschlussresümee.

Was in den Sommertagen so geschah…

Mit Besuchen der örtlichen Institutionen, wie der Polizeistation, dem „Aprikosengarten“ und der Feuerwehr endete unser Projekt „Jungen Elbtalforscher“. Schweren Herzens verabschiedeten wir die Teilnehmenden ausgerüstet mit einem Elbtalforscher*in-zertifikat in die wohlverdienten Ferien.

Wie erwartete forderte die letzte Schulwoche uns nicht nur wegen der hohen Temperaturen heraus. Nach dieser sehr spannenden Woche, über die ihr im Artikel mehr erfahren könnt, wurde es etwas ruhiger. So hatte ich Zeit finale Schliffe an meinem eigenen Projekt vorzunehmen und letztlich einen Probedurchlauf des „Streifzugs durch die Geschichte“ zu starten. Und siehe da: im Großen und Ganzen hat die Tour bestanden. Nach einigen Verbesserung ist sie nun fertig und für weitere Anwendungen verfügbar.

Auf in die letzten Runden

Neben all den endenden Tagprojekten startete unsere vierte Seminarwoche unter dem Titel „Hetze und Vorurteile“ in Chemnitz.  Dort erlebte ich im Kreise der im Vergleich zu Beginn des Jahres stark dezimierten FSJ Gruppe spannende Tage. Alles Weitere könnt ihr im passenden Bericht nachlesen.

Zudem statten uns die Gäste der trinationalen Jugendbegegnung „In der Ferne zu Hause?! Minderheiten und Flüchtlinge in Europa“ einen Besuch ab. Eine Woche lange erkundeten wir Dresden, suchten verschiedenste Institutionen auf und informierten uns über Fluchtursachen, Probleme in Deutschland und die Rolle der Minderheiten. Dazu warfen wir auch einen Blick über den Tellerrand, reisten ins unweite Berlin, trafen Mitarbeiter Koschyks und fuhren ins Zentrum der sorbischen Minderheit nach Bautzen. Mit vielen neuen Gedanken, interessanten Fakten und unvergesslichen Erinnerungen im Gepäck reisten die Teilnehmenden am Sonntag ab. Damit endete nicht nur eine Woche voller Erlebnisse sondern das gesamte Projekt.

Der August stand ganz unter dem Motto der Vorbereitung und Durchführung. Im Nachgang der U 18 Wahl veranstaltet der Politische Jugendring in Kooperation mit der Stadtschülerrat eine Fahrt nach Berlin. Dafür müssen nun einige organisatorische Dinge erledigt werden. Mit Beginn des neuen Schuljahres traten bekannte Projekte, wie der Klassenrat und Sozialtraining auf die Tagesordnung an denen ich mitwirken konnte.

Ein Marmeladenglas voll PJR

So schnell kann es gehen und ein Jahr voller toller Erlebnisse geht zu Ende. Nach zwölf Monaten wunderbarer Zusammenarbeit und Betreuung fällt der Abschied nicht gerade leicht. Aber so ganz und gar werde ich dem PJR nicht den Rücken zuwenden. Anlässig des 150zigsten Geburtstags der Künstlerin Käthe Kollwitz findet Mitte September eine Seminarfahrt in ihre Heimatstadt Kaliningrad statt. Diese Gelegenheit kann ich mir natürlich nicht entgehen lassen und starte so in naher Zukunft mein nächstes PJR- Abenteuer.

Ich wünsche meinem Nachfolger Clemens und der neuen EFDlerin Marina eine tolle Zeit und freue mich schon von ihnen zu lesen.

Ein großes Dankeschön gilt es hier nochmal explizit an das ganze Team, den Vorstand und besonders meine Mentorin zu richten.

Viele Grüße,

Charlott

 

 

Letzte Tage in Dresden

Letzte Tage in Dresden

2015 nahm ich an einer Jugendbegegnung zwischen Lemberg und Dresden teil. Diese beeinflusste dann später meine Entscheidung, an einem europäischen Freiwilligendienst in Deutschland teilzunehmen. Deutschland war für mich als Zielland besonders wichtig, weil ich Deutsch studiert habe und über den EFD erhoffte ich meine Sprachkenntnisse und mein Kulturwissen über das Land zu verbessern. Außerdem wollte ich mein Wissen über die Politik stärken. Über das von der Europäischen Union beschlossene ERASMUS+ Programm hatte ich schon früher gehört, aber während meines Studiums an der Uni hatte ich Angst für so lange Zeit ins Ausland zu gehen. Trotz allen Zweifeln habe ich mich dann aber letztes Jahr entschieden, nach Deutschland zu gehen, was ich nie bedauern werde.

Der Freiwilligendienst beim PJR hat nicht nur meine Erwartungen erfüllt, sondern hat sie sogar übertroffen. Hier habe ich viele netten Menschen kennengelernt, mit denen ich das ganze Jahr zusammengearbeitet habe, außerdem habe ich viele tolle Sachen erlebt. Und ich konnte auch ein bisschen reisen und besuchte während des Jahres Berlin, Wien, Prag und andere Städte. Auch außerhalb meiner Arbeit lernte ich viele Menschen kennen, denen ich für alles sehr dankbar bin.

Während des Projektes hatte ich sehr breite Möglichkeiten, mich in verschiedenen Richtungen zu probieren und auf verschiedene Art die Arbeit zu realisieren. Dabei bekam ich ständige Unterstützung, was für mich sehr wichtig war. Ich bin sicher, dass alle Kenntnisse, die ich hier bekommen habe, mir in Zukunft helfen werden.

Das größte Projekt während meines EFDs war die Jugendbegegnung mit Polen und der Ukraine. Ich war an der Organisation beteiligt und bei mir war es zum ersten Mal, dass ich mich bei der Planung und Durchführung vom so großen Projekt engagiere. Ich bedanke mich sehr bei allen, die mich dabei unterstützt haben.

Das war ein tolles Jahr mit vielen Ereignissen. Mein EFD hat meine persönliche Einstellung zu vielen Sachen geändert. Ich würde jedem daher den europäischen Freiwilligendienst empfehlen. Nutzt jede Chance, um euch zu engagieren und jede Sekunde, um etwas Nützliches zu machen.

Viele Grüße,

Sviatoslav

Der Europäische Freiwilligendienst wird gefördert von ERASMUS+ mit Mitteln der Europäischen Union.

Time To Say Goodbye

Time To Say Goodbye

Liebe Freunde,

der letzte Teil unseres internationalen Projektes “In der Ferne- zu Hause? Minderheiten und Flüchtlinge in Europa” ist zu Ende.

Während des dritten Begegnungsteils haben die Teilnehmer viel über nationale Minderheiten in Deutschland und Flüchtlinge erfahren. Außer zahlreichen Treffen und Workshops in Dresden hatten die TeilnehmerInnen auch Programmpunkte in anderen Städten. Das waren Berlin, Bautzen und Meißen.

In Berlin erfuhren die Teilnehmer mehr über nationale Minderheiten in Deutschland. Dazu diente das Treffen mit Herrn Konhäuser und Herrn Praxenthaler, die beim Team vom Bundesbeauftragten für nationale Minderheiten uns Aussiedler Koschyk tätig sind.

In Bautzen hatten die TeilnehmerInnen die Gelegenheit, mehr über sorbische Kultur zu erfahren.

Am letzten Tag der Jugendbegegnung sind alle in die schöne Stadt Meißen gefahren, die sich nicht weit von Dresden befindet. Dort bewerteten wir das Projekt  und nach Spaziergang fuhren nach Dresden zurück, um den letzten Abend zusammen zu verbringen.

Wir arbeiten schon an unsrem Projektvideo und informieren euch über seine Veröffentlichung.

Hier ist auch der Link zu unserem Projektblog, wo ihr viel mehr Informationen über das Projekt lesen könnt: https://dup2017.wordpress.com/

Mein EFD in Tschechien

Mein EFD in Tschechien

Ich habe nun schon ein halbes Jahr meines europäischen Freiwilligendienstes geschafft  und ich muss sagen, dass ich überrascht bin wie gut ich bisher klar gekommen bin. Alleine zu wohnen ist nicht so schwierig, wie ich es mir vorgestellt hatte und auch das Geld ist ausreichend. Wenn ich auf Reisen war, konnte es am Ende des Monats etwas knapp werden, aber zum Glück kann man in Tschechien sehr gut mit wenig Geld auskommen.

Ich werde oft gefragt was hier eigentlich mein Job ist und ich muss zugeben, dass dies teilweise sehr schwer zu beantworten ist. Ich habe sehr viele verschiedene Aufgaben und kaum zwei Wochen vergehen, ohne dass es irgendein besonderes Event gibt, das meinen Alltag komplett verändert. Sollte eine Woche jedoch einmal ohne Änderungen verlaufen, dann verbringe ich meine Zeit entweder damit Schulen zu besuchen oder in unserem Freizeitzentrum zu arbeiten. In den Schulen helfe ich beim Deutsch- und Englischunterricht, wobei ich die Englischstunden meist selber planen und halten darf, während ich in Deutschstunden nur Texte oder Vokabeln vorlese und die Aussprache meiner Schüler korrigiere. Ich verbringe sehr viel Zeit am Tag damit von einer Schule zur anderen zu laufen. Mir wurde zwar ein Fahrrad versprochen, aber dieses ist so alt und schlecht, dass ich zu Fuß besser dran bin.

In unserem Freizeitzentrum habe ich allerlei zu basteln. Meistens sind das Dekorationen  wie Schneeflocken oder Sterne, die überall aufgehangen werden. Desweiteren bereite ich Materialien für Clubs mit kleinen Kindern vor. Mir wird dann gesagt, wie viele Schmetterlinge, Marienkäfer oder Engelchen ich aus Pappe oder Papier auszuschneiden habe und später gestalten die Kinder diese dann mit verschiedensten Materialien. Einmal pro Woche habe ich auch einen Club in welchem ich mir selber ausdenke was die Kinder basteln sollen. Am Anfang hatte ich nie Ideen was man denn so basteln könnte, aber da konnte mir Google helfen. Jetzt habe ich immer genug Ideen und das Beste ist, dass man bei den kleinen Kindern sehr schnell weiß ob es ihnen gefallen hat oder nicht.

Unsere Organisation veranstaltet sehr häufig Events. Bei diesen Aktionen habe ich komplett andere Arbeitszeiten und führe Arbeiten aus die von Teller waschen und Fenster putzen bis Memory spielen und mit Kindern tanzen, reichen können. Das Bild ist von einem Event für Kindergarten- und junge Grundschulkinder im Winter. Es ging dabei um Bären und wie sie den Winter überleben. Ich war an einer Station an welcher wir den Kindern beigebracht haben was Bären so fressen und als kleines Spiel mussten die Kinder Plastikobst und –Gemüse aus dem Schnee ausbuddeln. Jedoch sind uns ein paar Spielzeuge verloren gegangen und ich hatte, nach getaner Arbeit, mit anderen Freiwilligen Spaß daran die Früchte zu finden, leider jedoch erfolglos. Als der Schnee dann geschmolzen war, sind sie wieder aufgetaucht.

Mein nächstes Event wird ein Fairtrade-Thementag, den ich mit anderen Freiwilligen nahezu selbst organisieren muss. Es wird Seifenblasen und ganz viel  Kuchen geben. Ich freue mich schon sehr darauf und bin gespannt wie es mir gelingen wird.

Sonja