von Freiwillige/r im Sozialen Jahr Politik | 27.03.2017 | Blog
Hallo zusammen,
die Zeit vergeht sehr schnell und schon die Hälfte meiner EFD Zeit beim PJR Dresden ist vorbei. Ich würde gerne euch mitteilen wie es mir geht und womit ich mich in meinem Projekt beschäftige.
Letztes Mal habe ich geschrieben, als es noch Winter war. Jetzt ist schon Frühling und es ist angenehm warm.
Vor zwei Wochen war ich beim Halbzeit-EFD Seminar bei der Brücke/Most Stiftung. Alle EFD Freiwilligen haben zwei Seminare im Rahmen des Europäischen Freiwilligendienstes und persönlich fand ich das zweite noch interessanter als das erste.
Jeder der Teilnehmer verbrachte bereits ein halbes Jahr in Deutschland und konnte daher schon viel Erlebnisse
aus der eigenen Erfahrung erzählen. Beim Seminar hat mir besonders gefallen, dass es Teilnehmer aus vielen Ländern gab. Insgesamt gab es 20 Teilnehmer aus 12 Ländern aus allen Ecken Europas.
Kurz vor meinem Seminar habe ich bei uns im Büro einen Stammtisch zum Thema: “Die Ukraine. Die Ereignisse der letzten Jahre” gehalten, wobei ich eine Präsentation über die letzten Jahre bis heute vorgestellt habe und wir haben auch zu diesem Thema
eine Diskussion gemacht.
Am 23. März kam noch eine Abendveranstaltung, die meine Organisation organisiert hat und wo ich auch tätig war. Unser Thema war “Rechte Gewalt in Osteuropa” zu der Herr Vaclav Walach von der Organisation In IUSTITA in Prag einen Vortrag gehalten hat und anschließend in einer Diskussion Rede und Antwort stand. Die Abendveranstaltung wurde im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus organisiert, die das Ziel haben, Solidarität mit Gegnern und Opfern von Rassismus zu zeigen.
Morgen organisieren wir noch eine Abendveranstaltung zum Thema “Populism as a cycle”, die zu unserer Vortragsreihe im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus gehört und wir würden gerne alle Interessenten einladen.
Auf mich warten noch viele Ereignisse in meinem Projekt, über welche ich das nächste Mal schreiben werde. Vor allem ist es unser internationales Projekt mit Polen und der Ukraine, das schon am nächsten Monat beginnt.
Der Europäische Freiwilligendienst wird gefördert von ERASMUS+ mit Mitteln der Europäischen Union.
von Freiwillige/r im Sozialen Jahr Politik | 08.02.2017 | Blog
Im Rahmen einer Fortbildung besuchten wir (das sind Svyatoslav und Charlott) letzte Woche den Kinofilm `Wir sind Juden aus Breslau` und wollen euch nun einige unserer Eindrücke schildern.
Wir w
erden die jüdische Rasse ausradieren!
Noch heute, über ein halbes Jahrhundert nach Hitlers Besuch in Breslau, hallen Nazi-Hassparolen in den Ohren Manfred Rotenbergs nach. Und damit ist er nicht allein. Karin Kaper und Dirk Szuszies Kinodokumentarfilm `Wir sind Juden aus Breslau` zeigt den Lebenslauf 14 jüdischer Jugendlicher auf der Flucht vor den Nazis auf.
2015 begegneten sich deutsch-polnische Jugendliche und die Protagonisten im Rahmen eines Projektes in Breslau. Eindrucksvoll wird jede der facettenreichen Lebensgeschichten beleuchtet. Trotz des gemeinsamen Schicksals Breslauer Jude im Dritten Reich zu sein, somit gleichermaßen unter Antisemitismus und Repressalien zu leiden, gleicht keine Biografie der anderen. Denn es führen nicht nur 1000 Wege nach Rom, sondern auch zahlreiche aus Breslau.
Genauso individuell, wie die Lebenswege der Akteure, gestaltete sich auch die Auswahl der mit den Jugendlichen besuchten Orte während der Dokumentation. Erinnerungen an plötzlich beendete Freundschaften, Gewaltübergriffe, Anfeindungen und schmerzliche Abschiede wurden geweckt. Einschneidend und alles verändernd: die Kristallnacht. Diesem Akt des blanken Hasses und der blindwütigen Zerstörung fiel unter anderem auch die Synagoge zum Opfer.
Deportationen und Verhaftungen dominierten nunmehr den Alltag der jüdischen Bevölkerung Breslaus. Wer fliehen konnte, floh. Über Umwege, zahlreiche Zwischenstationen und auf gefährlichen Fährten bahnten sich viel der Protagonisten den Weg nach Palästina. Doch nicht allen gelang die Flucht. Die Schwestern Anita und Renate Lasker wurden zunächst in das Konzentrationslager Auschwitz- Birkenau deportiert, wo die begnadete Cellistin Anita Teil des Frauenorchesters war. Dieser Umstand bewahrte Renate vor der Selektion und damit dem sicheren Tod. Späterhin brachte man die beiden nach Bergen-Belsen, wo sie im April 1945 die Befreiung erlebten. Jedoch endeten Gräuel und Schrecken des Krieges nicht am Tage der Kapitulation. Gerda Bikales Vater, der bereits vor dem Krieg in die USA floh, erwirkte 1946 für seine zurückgelassene Frau und Tochter Visa. Am fehlenden Verständnis und mangelnder Empathie gegenüber dem Erlebten der beiden zerbrach jedoch letztlich die Ehe.
Zerbrochen war zudem etwas viel größeres, unwiederbringliches- das Gefühl von Heimat in Breslau. Denn Heimat ist ein Ort der Sicher- und Geborgenheit impliziert. Diesem Anspruch wird Breslau in den Augen der Protagonisten durch entgegengebrachten Hass und Abneigung nicht gerecht. Somit haben die Nationalsozialisten neben Familie, Freunden, Freiheiten und Besitz auch die Heimat jener 14 ehemaligen Jugendlichen geraubt.
Die Aussagen der Zeugen über die damalige Zeit kann man mit keinem Buch oder anderen Quellen über das Leben der Juden im letzten Jahrhundert vergleichen. Was sie erzählen beeindruckt, bewegt und ängstig. Das Eingeständnis, dass Menschen anderen Menschen mutwillig derartiges Leid zufügen können, fällt schwer.
Viele Jahre sind vorbei und viel hat sich geändert. Was bleibt ist die Erinnerung. Die Erinnerung an längst Vergangenes, das jedoch stets präsent ist. Die wiederaufgebaute Synagoge symbolisiert zugleich Neuanfang und den Verlust einer großen, aktiven Glaubensgemeinschaft. Die damals 20.000 Personen umfassende Gemeinde zählte 2015 lediglich 350 Mitglieder. Bente Kahan, die Leiterin der gleichnamigen Stiftung, blickt stolz auf Geschafftes zurück und optimistisch in die Zukunft.
Ein sehr empfehlenswerter und facettenreicher Kinodokumentarfilm, der die Einflüsse des Holocaust und 12jähriger Nazi-Herrschaft sowohl während als auch nach dem Krieg beleuchtet.
Also, schaut den Film und überzeugt euch selbst.
Liebe Grüße,
Svyatoslav & Charlott
von admin | 20.12.2016 | Blog
Hallo!
Schon mehr als drei Monate meines Freiwilligendienstes sind vorbei
und ich wollte euch mitteilen, wie es mir geht.

Beim PJR bin ich seit dem 1. September und seit dieser Zeit ist
viel passiert: Als ich nach Dresden gekommen bin, war es für mich ein bisschen
schwer, mich an alles zu gewöhnen. Aber dabei habe ich gute Unterstützung von
meinen Kollegen im Büro bekommen. Daher denke ich, dass meine Integration in
die Gesellschaft sehr schnell vonstattengegangen ist.
Der Politische Jugendring arbeitet viel daran, um
politisches Engagement bei Jugendlichen zu stärken und Ende September hatte ich
die Möglichkeit, an einem interessanten Seminar in Berlin teilzunehmen. Im
Mittelpunkt des Seminars stand das Thema „Regierung und Volk“, dementsprechend
haben wir viel über Demokratie diskutiert. Das Seminar wurde in Kooperation mit
STUBE Sachsen organisiert und die Teilnehmer waren aus verschiedenen Ecken der
Welt. Dank dem Austausch konnte ich verschiedene Ansichten und Meinungen über
die Politik in verschiedenen Ländern hören.

Gleich nachdem ich nach Dresden zurückgekehrt bin, hatte ich
mein erstes EFD Seminar, das eine Woche gedauert hat. Da traf ich viele echt
coole Menschen aus ganz Europa. Mit einigen halte ich noch immer Kontakt.
Während des Seminars haben wir uns nicht nur mit den wichtigsten Schwerpunkten
des EFDs vertraut gemacht, sondern haben uns auch mit anderen verschieden
Aktivitäten beschäftigt wie Workshops, Diskussionen, Teambuilding usw.
Im Oktober hat meine Aufnahmeorganisation ein Nachtreffen
eines internationalen Projektes organisiert, wo die Betreuer aus Deutschland,
der Ukraine und Russland die Jugendbegegnung analysiert und bewertet haben, um
diese Erfahrung in den nächsten Jugendbegegnungen anzuwenden. Ich hatte die
Möglichkeit, dabei zu sein. Das war wichtig für mich, weil meine Organisation
2017 wieder eine Jugendbegegnung mit den Partnern aus der Ukraine und Polen
organisiert, wo ich einer der Betreuer bin.
Im November hatten wir eine sehr interessante multimediale
Stadterkundung mit Schülern. Es handelte sich um lokale Spuren des
Nationalsozialismus im Stadtteil Plauen. Die Schüler mussten bestimmte Orte mit
Hilfe von einer App auf ihren Tablets finden, dann haben sie interessante
Fakten zu diesen Orten bekommen und haben Fragen beantwortet.
Jetzt ist es schon kurze Zeit vor Weihnachten und ich warte
auf die Reise in die Ukraine, wo ich das Neujahresfest und Weihnachten verbringen werde.
Ich wünsche euch allen fröhliche Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!
Der Europäische Freiwilligendienst wird gefördert von ERASMUS+ mit Mitteln der Europäischen Union.
von Freiwillige/r im Sozialen Jahr Politik | 20.12.2016 | Nicht kategorisiert
Наш EFD-волонтёр Святослав
Привет!
Уже прошло больше трёх месяцев моего проекта и я хотел бы с вами поделиться тем, как у меня дела.

В PJR я работаю с 1 сентября и за это время многое произошло. Когда я только приехал в Дрезден, мне было сложно ко всему привыкнуть, но мои коллеги меня хорошо поддерживали. Поэтому, думаю, я смог быстро интегрироватья в общество.
PJR прикладыает много усилий к тому, чтобы развить интерес к политике у молодёжи, и уже в конце сентября у меня появилась возможность принять участие в одном интересном семинаре в Берлине. Его основная тема была „Правительство и народ“, по которой мы гооврили о демократии. Семинар был организован в сотрудничестве с STUBE Sachsen, его участники приехали из разных уголков мира. Благодаря такому обмену, я смог услышать разные взгляды на политику в разных странах.
Почти сразу после того, как я вернулся в Дрезден, начался мой первый EFD семинар, который продлился одну неделю. На нём я встретил много крутых людей со всей Европы. С некоторыми я до сих пор поддерживаю контакт.
Во время семинара мы не только обсудали важные аспекты наших EFD-проектов, но и учавствовали в других разных активитетах: семинарах, дисскуссиях, тимбилдингах.
В октябре моя принимающая организация провела также встречу-анализ после интернационального проекта, на которой кураторы из Германии, Украины и России анализировали и оценивали молодёжный обмен, чтобы применить полученный опыт к другим таким же проектам. У меня была возможность присутствовать на данной встрече. Для меня это было важно, так как моя организация в 2017 году будет проводить ещё один обмен молодёжи с партнёрами из Польши и Украины, на котором я буду одним из кураторов. 
В ноябре мы провели один очень интересный мультимедийный тур по городу для школьников. Его темой были следы национал-социализма в районе Plauen. Школьники должны были находить определенные места с помощью приложения на планшетах, затем им давались интересные факты об этих местах и задавлись вопросы.
Сейчас уже осталось недолго до Рождества и я жду мою поездку на Украину, где я проведу Новый год и Рождество. Я желаю вам счастливого Новгого года и Рождества!
Европейская добровольная служба финансируется средствами ERASMUS+ из Европейского Союза.

von admin | 18.11.2016 | Blog
Ahoj!
Ich bin Sonja, bin 19 Jahre alt und habe mich dazu entschieden für ein Jahr ins Ausland zu fahren und zu sehen wie ich so zurechtkomme. Ich habe gerade mein Abitur hinter mir und musste mich nun entscheiden wie es weitergehen sollte. Ich träume schon seit langer Zeit davon im Ausland zu leben und daher war es naheliegend für mich, Deutschland zu verlassen. Bei der Suche nach einer Möglichkeit dies zu tun, durfte ich schnell feststellen, dass das sehr kostspielig werden konnte. Während Projekttagen in unserer Schule, habe ich dann vom Europäischen Freiwilligendienst erfahren. Ich hielt das für eine gute Möglichkeit ins Ausland zu kommen und neue Erfahrungen zu sammeln.

Zuerst musste ich eine Entsendeorganisation finden. Das war bereits schwerer als erwartet, da manche Organisationen mir gar nicht auf meine E-Mails antworteten und andere bereits Geld verlangten bevor ich genaue Details hatte. Zum Glück meldete sich der PJR Dresden und erklärte sich bereit, mich zu unterstützen. Mein Ziel war es in die Slowakei zu kommen, da ich halb slowakisch bin und ich es daher für eine gute Chance hielt, mehr über meine Wurzeln herauszufinden. Ich habe nach langem Warten und Bewerbungen schreiben auch eine Zusage für ein Projekt in der Heimatstadt meiner Familie erhalten. Dieses Projekt wurde jedoch überraschenderweise nicht genehmigt.
Es war nur noch wenig Zeit übrig um mich bei einem neuen Projekt zu bewerben, da ich gerne im September oder Oktober beginnen wollte.
Meine Entsendeorganisation unterstützte mich nun dabei eine neue Aufnahmeorganisation zu finden. Weiterhin bekam ich noch eine private Vorbereitung auf alles Mögliche was mich denn so erwarten könnte und ich wurde über meine Rechte, Pflichten und was ich sonst noch alles über mein Auslandsjahr wissen musste, aufgeklärt. Nach langem Suchen und vielen Bewerbungen später, bekam ich eine Last-Minute-Stelle in Tschechien. Jemand war abgesprungen und ich sollte nun diese Stelle übernehmen. Dann ging alles sehr schnell und in kürzester Zeit fand ich mich plötzlich in einem anderen Land wieder. Aber der Start war kein Problem für mich, da ich ja gut vorbereitet war und meine Aufnahmeorganisation bereits jahrelange Erfahrungen mit Freiwilligen hatte.
Ich bin hier nun schon seit einiger Zeit und fühle mich sehr wohl. Ich bin zufrieden mit meiner Arbeit und ich habe unglaublich viele Freiwillige aus ganz Europa kennengelernt. Außerdem bin ich in den letzten zwei Monaten mehr gereist als in den letzten paar Jahren. Und das auch immer mit bester Gesellschaft. Auf dem Foto sieht man einen Teil unserer Gruppe an Freiwilligen bei einem Ausflug in Adršpach. Da meine Mitbewohner, so wie die meisten Freiwilligen hier, etwas älter sind als ich, habe ich auch keine Probleme damit, zum ersten Mal ohne meine Familie zu wohnen. Meine spanische Mitbewohnerin scherzt bereits darüber, dass sie eine Mutterrolle in unserer Wohnung übernommen hat. Ich sammle hier unglaublich viele Erfahrungen in so kurzer Zeit und die Tage vergehen wie im Flug. Ich bin sehr zufrieden mit meiner Entscheidung hierhergekommen zu sein.