von Tobias | 29.09.2022 | Blog
Vom 1. bis zum 8. September waren wir mit jungen Menschen aus Deutschland, Georgien und der Ukraine in Tbilissi / Tiflis (Georgien) unterwegs, um beim zweiten Teil der internationalen Jugendbegegnung „In der Fremde zu Hause“ mitzumachen.
Unsere Partner*innen aus Georgien stellten den Teilnehmenden die Organisation „Einung“ der Deutschen Georgiens vor und machten einen kleinen Einblick in ihre Projektarbeit.
Innerhalb der Woche haben wir die Stadt Tiflis und die Umgebung kennengelernt, über Themen wie Heimat sowie Minderheiten und ihre Position in der Gesellschaft gesprochen, in Gruppen zu verschiedenen Minderheiten Georgiens recherchiert und sie dann präsentiert.
Wir lernten durch das Projekt ganz viel zum Thema Minderheiten in und aus Deutschland und hatten insgesamt eine schöne Zeit zusammen. Georgien hat uns sehr beeindruckt mit seiner langen Geschichte, schönen Architektur, einzigartigen Kultur und mit ihrem leckerem Essen 🙂
Diese Maßnahme wird mitfinanziert aus Mitteln von Erasmus+ - Jugend in Aktion sowie durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.


von Tobias | 25.08.2022 | Blog, Broschüren
Gerne stellen wir euch hier den Abschlussbericht von Lottas Freiwilligendienst im Rahmen des Europäischen Solidaritätskorps zur Verfügung. Mit einem Augenzwinkern und ganz viel Gefühl schildert sie ihre Eindrücke im Solbjerg Plejehjem.
Klickt hier um das pdf runterzuladen.
von Tobias | 20.06.2022
Im Rahmen meines Masterstudiums an der TU-Darmstadt durfte unser Ehrenamtlicher Elmar ein Auslandssemester in St. Petersburg an der St. Petersburg State University of Economics verbringen. Dieser Aufenthalt wurde auch durch ein Erasmus+ Stipendium gefördert.
Elmar wollte diesen Auslandsaufenthalt nutzen, um die russische Kultur näher kennenzulernen und seine russischen Sprachkenntnisse zu erweitern. Da seine Eltern und er aus Kasachstan stammen hatte er auch bereits gute Kenntnisse in der Sprache.
Kurz nach der Ankunft in St. Petersburg begann der russische Angriffskrieg, in Russland die sog. „Spezialoperation“, auf die Ukraine. Sein Semester begann erst im Februar und so hatte er sich entschieden erstmal in Russland zu bleiben. So konnte Elmar viele verschiedene Eindrücke innerhalb Russlands sammeln.
Gern wird Elmar in seinem Vortrag einige Eindrücke teilen und erzählen wie er zu dieser Zeit in Russland gelebt hat.
Ihr erhaltet den Zugangscode nach Anmeldung unter mail@pjr-dresden.de
von Tobias | 17.06.2022
Nimm Teil an unserer internationalen Jugendbegegnung mit Georgien und der Ukraine zum Thema Minderheiten!
TERMINE
voraussichtliche Daten (+ / – 2 Tage)
Teil 1: 9-16 August 2022, Dresden
Teil 2. 1-8 September 2022, Tbilissi (Georgien)
TEILNAHMEBEDINGUNGEN
• Alter zwischen 18 bis 30 Jahren
• Ständiger Wohnsitz in Deutschland
• Aktive Teilnahme an beiden Begegnungsteilen
BEWERBUNG
Schick uns dein Motivationsschreiben an mail@pjr-dresden.de
KOSTEN
Die Teilnahmegebühr beträgt 130€
Minderheiten sind ein essentieller Teil nahezu jeder Gesellschaft. Als Bevölkerungsgruppen, die sich durch bestimmte Merkmale, zum Beispiel ethnische, religiöse und/oder sonstige kulturelle Gemeinsamkeiten von der Bevölkerungsmehrheit unterscheiden, sind sie oft besonderen Bedrohungen oder Gefahren ausgesetzt. Ihre Rechte und Freiheiten müssen aber beachtet und geschützt werden.
Im Rahmen unserer trinationalen Jugendbegegnung werden wir uns mit Eigenheiten, Problemen und rechtlichen Fragen rund ums Thema Minderheiten befassen. Wir werden über die Geschichte und aktuelle Lage von Minderheiten in Deutschland aber auch europaweit erfahren sowie persönliche Geschichten von Angehörigen einer Minderheit hören. Ein Schwerpunkt unseres Programms wird der deutschen Minderheit in Georgien und der Ukraine gewidmet.
Das Projekt wird aus Mitteln des Programms Erasmus+ der Europäischen Union gefördert.
ORGANISATION
Politischer Jugendring (PJR) Dresden e.V.
Deutsche Jugend in der Ukraine (DJU)
Assoziation der Deutschen Georgiens „Einung“
von Tobias | 11.05.2022 | Blog
Hejsa alle zusammen!
Ich bin Lotta, 18 Jahre alt und arbeite nun schon seit Oktober 2021 als ESK-Freiwillige im Pflegeheim Solbjerg südlich von Aarhus, der zweitgrößten Stadt Dänemarks. Genau in dieser Stadt wohne ich auch, gemeinsam mit einer weiteren Freiwilligen aus Portugal (siehe Foto) und fünf anderen als Nachbar*innen. Gemeinsam verbringen wir große Teile unserer Freizeit, z.B. bei gemeinsamen Picknicks im nahegelegenen Mindepark, dem Schlosspark des Marselis Slot, in dem die dänische Königsfamilie ihre Sommer verbringt.

Was tun im Pflegeheim?
Die meiste Zeit verbringe ich allerdings im Pflegeheim, bei der ich gemeinsam mit Stina, einer anderen deutschen Freiwilligen Aufgaben aller Art nachgehe. Zu Beginn mussten wir natürlich erst einmal die Bewohner*innen und Mitarbeitenden kennenlernen, was uns allerdings leicht fiel, da wir von allen Seiten direkt freundlich willkommen geheißen wurden. Mittlerweile wissen wir, mit welchen Bewohner*innen wir zwischendurch einen Spaziergang oder eine Tour auf dem E-Scooter machen können, wer immer bereit ist für eine Partie Mensch ärgere dich nicht, oder wo von Zeit zu Zeit einfach mal die Notwendigkeit für ein offenes Ohr besteht.

Ja, unsere „Oldies“ sind uns mittlerweile richtig ans Herz gewachsen. Die meiste Freude haben wir bei den verschiedenen wöchentlichen Arrangements wie z.B. der Stuhlgymnastik mittwochs oder montags und freitags, wenn eine Freiwillige der Kommune mit ihrer Gitarre vorbeikommt und dänische Lieder spielt. Hierdurch haben wir mittlerweile ein beträchtliches Repertoire an alten dänischen Volksliedern und Schlagern, ich glaube da kenne ich nun mehr als deutsche. Hier ist es unsere Aufgabe, die tanzfähigen Bewohner*innen zu einem Tänzchen aufzufordern und dann wird das Tanzbein geschwungen – und ach, wie erfüllend ist es, zu sehen wie die Augen um uns herum aufleuchten vor Freude. Das erreichen wir tatsächlich auch, wenn wir mittwochs und donnerstags gemeinsam während des Kaffeetrinkens musizieren, Stina an der Violine und ich am Klavier. Zu Beginn spielten wir hauptsächlich Stücke, die wir aus Deutschland mitgebracht hatten. Mittlerweile hatten wir aber auch die Gelegenheit, dänische Stücke zu erlernen. Das können Volkslieder sein, geschrieben von keinem geringeren als H.C. Andersen – dem bekanntesten Dänen, oder Titelmelodien bekannter Serien wie „Matador“, die auch die dementesten Bewohner*innen freudig wiedererkennen. Und mit einem Beatles-Stück hier und da erreicht man auch immer wieder frohe Mienen.
In der Weihnachtszeit haben wir dann abgesehen von dem Schmücken des gesamten Hauses und dem Backen von tonnenweise Plätzchen gemeinsam mit den Bewohner*innen auch zusammen mit der Freiwilligen der Kommune ein deutsch-dänisches Julekoncert (also Weihnachtskonzert) einstudiert, was wir am 22.12. nacheinander in allen vier Abteilungen des Hauses vorgespielt haben.
Abgesehen davon sind wir außerdem für den Blumenschmuck im Pflegeheim zuständig und helfen der Küche täglich beim Abwasch, sowie zweimal wöchentlich bei der Essensvorbereitung – wir backen Kuchen nach Kuchen, nach dänischen, deutschen und sonstigen Rezepten.
Leider wurden auch wir hier nicht von Corona verschont, was die Wintermonate etwas schwieriger gestaltete. Die meisten unserer Aufgaben zielen nämlich auf Gemeinschaft ab, die nicht wirklich funktionieren kann, wenn mehr als die Hälfte der Bewohner*innen sich in Isolation befindet. In dieser Zeit haben wir also hauptsächlich in der Küche Beschäftigung gesucht.

Über Aarhus‘ Grenzen hinaus
Zum ESK gehören allerdings auch zwei Camps, organisiert von der National Agency, bei denen wir mit einem großen Teil der restlichen Freiwilligen in Dänemark zusammentreffen. Beim On-Arrival Training im November mitten im Nirgendwo auf Fyn lag der Fokus vor allem auf dem Kennenlernen der Anderen und Workshops zum Kennenlernen der dänischen Kultur. Außerdem besprachen wir das Phänomen des Kulturschocks, der ein paar Monate später tatsächlich auch einige von uns ereilte – ich blieb davon allerdings verschont. Für die gesamte Woche, die das Camp andauerte wohnten wir gemeinsam mit ungefähr gleichaltrigen Dän*innen in einer Højskole, welche eine Internatsschule für die weiterführende Ausbildung nach dem Gymnasium ist, bei der man viel experimentieren und erforschen kann, was man sich für seinen weiteren Bildungsweg vorstellt. Das war für uns genauso spannend wie für die Schüler*innen.
Das Midtermtraining im März führte uns dann in die wunderschöne dänische Hauptstadt: Kopenhagen. Und ach, war das schön! Nicht nur konnten wir die anderen Freiwilligen wiedersehen – denn bis auf meine direkten Nachbar*innen und diejenigen, die in der Nähe von Aarhus wohnen, hatte ich die anderen seit Monaten nicht gesehen – sondern bekamen auch einen Einblick in die Stadt selbst, mit einem langen Spaziergang über Nørrebro nach Vesterbro und nach Christianshavn und einem Abstecher nach Christiania (so toll, wenn man die Dresdner Neustadt genauso liebt wie ich!). Hier lag der Fokus der Workshops mehr auf dem Youthpass und etwaigen Problemen, die aufgetreten waren, sowie einem Ausblick in unsere persönliche Zukunft. Vor allem gab es aber Zeit und Raum, um Zeit miteinander zu verbringen, was wir definitiv genossen haben. Ein großer Vorteil dahingehend ist nun außerdem, dass wir hiermit Kontakte überall in Dänemark haben, also egal wo wir hinreisen möchten für die Zeit unserer Freiwilligendienste Unterkunft und lokal kundige Guides haben. Gerade für Städte wie Kopenhagen und Aalborg ist das klasse. Und auch wir in Aarhus haben schon ab und zu andere Freiwillige für ein Wochenende bei uns aufgenommen und ihnen die Stadt zeigen können 🙂
Ein Ausblick

Jetzt geht mein Freiwilligendienst tatsächlich schon auf die letzten paar Monate zu und ich werde bei dem Gedanken, dass das alles hier auch ein Ende hat, ganz traurig. Neben unseren „oldies“ werde ich vor allem die anderen Freiwilligen vermissen, auch wenn sie mich sicherlich häufig hier in Aarhus besuchen kommen werden. Denn ja, ich habe mich entschieden, hier wohnen zu bleiben und wenn ich meine abschließende Dänischprüfung im November bestehe, nächstes Jahr dann auf der Aarhus Universitet mein Studium anzufangen. Vielleicht werde ich mich für das Jahr dazwischen auf eine Stelle als unfachgelehrte Hilfskraft in meinem Pflegeheim bewerben. Doch auch wenn ich woanders arbeiten werde – sicher ist, dass ich Solbjerg Plejehjem häufig besuchen kommen werde. Und auch wenn ich die anderen Freiwilligen nicht mehr jeden Tag zu sehen bekomme – in Kontakt bleiben werden wir hoffentlich unser Leben lang.