Aller Anfang fällt gar nicht so schwer

Aller Anfang fällt gar nicht so schwer

Liebe Leser*innen,

seit dem dritten September 2018 bin ich Teil des Büroteams im PJR Dresen e.V. und werde hier im Rahmen des Freiwilligen Sozialen Jahrs Politik das nächste Jahr verbringen. Ich wurde hier sehr lieb empfangen. Sogar Martín, der in der vergangenen Woche gar nicht da war, hat mir einen kleinen Willkommensgruß hinterlassen!

Ich bin 18 Jahre alt und habe im vergangenen Sommer mein Abitur am St.-Benno-Gymnasium absolviert mit den Leistungskursen Mathematik und Musik. Ich wohne seit

meiner Geburt in Dresden-Bühlau, sodass ich mit meinem neuen Arbeitsplatz jeden Tag ein ganzes Stück Weg habe, aber dafür lohnt es sich ja auch! In meiner Freizeit beschäftige ich mich vor allem mit Musik. Ich leite seit drei Jahren einen Chor in der Bühlauer Kirche, was mir nach wie vor viel Freude bereitet. Ich singe sehr gerne, spiele aber auch gern Klavier oder Geige. Gleichzeitig ist für mich aber natürlich auch das Thema Politik wichtig. Ich denke, dass zum Beispiel der Klimawandel und anti- oder undemokratische Tendenzen in der Gesellschaft eine große Herausforderung darstellen. Da ist es gerade wichtig, dass sich junge Menschen engagieren, weil es um ihre Zukunft geht.

Die erste Woche war für mich relativ entspannt. Ich hatte einige kleinere Aufgaben zu erledigen, zum Beispiel in Vorbereitung für die deutsch-israelische Begegnung in eineinhalb Wochen. Außerdem waren wir zu einer Klassenratseinführung in einer Schule, was sehr schön für mich war, weil ich damit auch mal vom Schreibtisch wegkam. So kann ich jetzt sagen, dass mir mein Anfang, entgegen dem Sprichwort, doch gar nicht so schwer fiel. Am Freitag war dann schließlich der FSJ-P-Auftakttag, sodass ich nicht im Büro, sondern im Johannstädter Kulturtreff in Dresden war und die anderen FSJ-Pler*innen aus ganz Sachsen kennenlernen konnte. Ich freue mich auch schon auf die nächste Woche, wenn die FSJ-P-Gruppe zusammen nach Colditz fährt, um dort die erste Seminarwoche durchzuführen, die sicher voller neuer Erkenntnisse sein wird. Auch freue ich mich darauf, die Anderen besser kennenzulernen.

Ich bin schon gespannt, was das Jahr bringen wird und bin auf jeden Fall voll positiver Erwartung auf spannende Erfahrungen!

Viele Grüße

Carl

Über die Ziellinie

Über die Ziellinie

Hallo,

das Jahr verging rasend schnell. Kaum war man aus der Schule raus -hatte seine letzten Sommerferien hinter sich gelassen und zum 1. September 2018 sein FSJ- Politik gestartet-  sehe ich mich ein Jahr später am Schreibtisch sitzend, diesen Beitrag verfassend.

Ich halte dieses Jahr in guten Erinnerungen. Beim FSJ- Politik hatte ich die Möglichkeit Erfahrungen zu sammeln und über mich hinauszuwachsen. Es gab viele tolle Seminarfahrten mit spannenden und lehrreichen Themen: in Colditz zu Extremismus, in Brüssel zu Partizipation, in Hartha zu internationalen Konflikten, usw. Zusammen mit den anderen FSJler*innen aus den verschiedensten Einsatzstellen aus ganz Sachsen gab es interessante Gespräche und viel zu Lachen. Hervorheben möchte ich jedoch mein FSJ besonders beim Politischen Jugendring Dresden. Hier wurde ich vom ersten Tag an in ein aufgeschlossenes und freundliches Team aufgenommen. Ich hatte die Möglichkeit im Rahmen der U18 – Wahl nach Berlin zu fahren und mit Abgeordneten zu sprechen. Auch besuchte ich die Konzentrationslager Theresienstadt und Buchenwald, welche nachwirkende Eindrücke auf mich hinterlassen haben.

Zum Thema Holocaust stellte ich auch auf einer Abendveranstaltung in der Filmgalerie Dresden den Film „Shoah“ von Claude Lanzmann vor. In diesem umfassenden Werk beschreiben Opfer, Zeugen und Täter den Vorgang und Ablauf der Massenermordung. Ein empfehlenswerter Film für interessierte und nervenstarke Menschen.

In der außerschulischen Kinder- und Jugendbildung habe ich vor allem gelernt vor Klassen zu treten und frei zu sprechen. Ich habe zu meiner Schulzeit nie gerne Projekte vor der Klasse präsentiert, aber durch Workshops wie „Extremismus & Populismus“, „Klassenrat“ und „Social Media“ (usw.) habe ich lernen dürfen, dass es auch viel Spaß macht vor der Klasse zu stehen.

Durch die Büroarbeit konnte ich außerdem lernen, was bei einem Workshop alles dazu gehört, damit alles reibungslos und erfolgreich über die „Bühne“ läuft. Darüber hat man sich als Schüler nie Gedanken gemacht und es war interessant auf dieser Seite der Klasse zu stehen. Anschließend an die Projekttage folgte immer eine Nachbetrachtung in Einbezug von Feedback-Blättern und einen Abschlussbericht. Auch waren die Blogeinträge eine gute Möglichkeit zu reflektieren was in der Zeit passiert ist und an was man gearbeitet hat. Meine gesammelten Beiträge findet ihr hier.

Abschließend möchte ich Danke sagen. Danke an den PJR für ein angenehmes Arbeitsklima mit netten Kollegen, interessante Themen, Bildungsfahrten, Weiterbildungsmöglichkeiten, spannenden Workshops und für Diskussionen zu aktuellen Geschehnissen. Ich bin froh mein Freiwilliges Jahr hier verbracht zu haben und wünsche dem kompletten Team alles Gute und weiterhin viel Erfolg.

Danke!

Clemens.

Europäischer Freiwilligendienst in England

Europäischer Freiwilligendienst in England

Stefan ist seit Anfang September Freiwilliger des EFD (Europäischer Freiwilligendienst) im Orpheus Centre, einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung in Godstone / England. Hier erzählt er von seinen ersten Eindrücken. 

Mein EFD in England

Ich wohne und arbeite im Süden Londons in der kleinen Stadt Godstone, im Landkreis Surrey. Meine Arbeitsstelle ist das Orpheus Centre, eine Bildungseinrichtung für körperlich- und geistig behinderte junge Erwachsene, zwischen 18 und 25 Jahren. Das Orpheus Centre nutzt auf die Adressaten bezogene Bildungsprogramme, die hauptsächlich auf dem künstlerischen Bereich basierend, sie in ihrer Unabhängigkeit unterstützen sollen. Dafür wohnen etwa 20 Schüler dauerhaft in „Residential Homes“, in welchen sie lernen, auch für ihren eigenen Haushalt zu sorgen. Nebenbei besuchen täglich auch etwa 20 weitere Studenten das Orpheus Centre.

Der Bildungsschwerpunkt liegt in der täglichen Arbeit klar im künstlerischen Ausdrucksbereich, wofür alle Schüler insgesamt 4 Bereiche besuchen und sich auf ein Teilgebiet spezialisieren. Zu diesen „Sessions“ zählen: Art & Design, Drama, Music und Dance. Ich persönlich bin für Drama, also das Schauspiel zuständig. Dafür ist das Orpheus Centre bestens ausgestattet. Neben den eigentlichen Unterrichtsräumen gibt es ein Musikraum, ein Tonstudio und das Barn-Theatre (Scheunentheater), in dem ich jeden Donnerstag mehrere Stunden mit den Studenten verbringe. Mit 3 weiteren Kollegen proben wir an einem Stück für das Weihnachtsprogramm, basierend auf der Geschichte „In 80 Tagen um die Welt“, von Jules Verne.

Das besondere daran ist, dass alle Gruppen ihren Teilbeitrag für den großen Auftritt leisten. Dazu zählt die Gestaltung von Masken und Kulissen, Musik und Tanz. Ich habe das Gefühl, dass der künstlerische Ausdruck, egal in welcher Form, eine große Bereicherung für die Studenten ist. Für manche ist es ein bestärkender Ersatz sich auszudrücken, was ich besonders bei denen beobachten konnte, die aufgrund einer halbseitigen Lähmung im Rollstuhl sitzen und deren Sprachzentrum beeinträchtigt ist. Es ist dann eine große Freude zu sehen, wie glücklich sie auf Musik reagieren und mit welcher Begeisterung sie sie produzieren.

Auch zwischen den Kollegen besteht ein sehr gutes Verhältnis und ich habe als Freiwilliger keinesfalls das Gefühl, in irgendeiner Form untergestellt zu sein. Ich darf meine Ideen und Gedanken frei in die Arbeit einfließen lassen und befinde mich mit allen Mitarbeitern auf einer Ebene. Ich freue mich auch schon auf kommende Ausflüge. Neben Freizeiteinrichtungen, wie Kinos, Theater oder Ausstellungen, besucht das Orpheus Centre auch Institutionen, in welchen die Studenten ihre Arbeiten präsentieren können.

Hügelig und saftig grün

Obwohl das Orpheus Centre in der Kleinstadt Goldstone liegt, befindet es sich eher außerhalb, an einer Kleinstraße gelegen, die den Hügelkamm hinauf führt. Links und rechts liegen weite Felder wo die Schafe grasen und einen verwirrt anstarren, wenn man über einen der Wanderpfade Richtung Stadt läuft. Die Landschaft im Landkreis Surrey ist hügelig und saftig grün. Sie zählt zu einen der schönsten aber auch teuersten Gegenden Englands. Goldstone ist sehr klein. Besitzt einen winzigen Einkaufsladen, einen Fußballplatz, wo die Mitarbeiter jeden Mittwoch spielen (inklusive mir) und einen Arzt. Wer eher das Stadtleben bevorzugt, fühlt sich hier denke ich vielleicht eher gelangweilt. Allerdings ist London nur 30 km entfernt und mit dem Zug günstig zu erreichen.

Weil ich gerne wandern gehe, genieße ich die Pfade über die Hügel der malerischen Landschaft. In meiner Freizeit unternehme ich auch viel mit meinen beiden Mitbewohnern. Das sind Johanna aus Wien und Hariette aus Brighton. Ich bin froh auch mit einer Engländerin zusammenzuwohnen. Es bringt mich zum einen nochmal kulturell näher an das Land, zum anderen zwingt es mich Englisch zu sprechen. Wir verstehen uns alle drei sehr gut. Wir teilen uns gemeinsam eine Wohnung gegenüber vom Orpheus Centre, wobei mein Zimmer direkt im Orpheus Centre liegt. Die Wohnung haben wir uns schon für die kalte Jahreszeit mit ausreichend Kissen, Decken und Lichterketten gemütlich gemacht. Ab und zu wird eine britische Sendung oder Harry Potter geschaut- worauf die Briten hier sehr stolz sind, hab ich den Eindruck.

Same same – but different?

Große Unterschiede in der Mentalität zwischen Briten und Deutschen konnte ich nicht feststellen. Das Auffälligste ist wohl das obligatorische „How are you?“, dazu die selbstverständliche Antwort: „I am good“ oder „I `m fine“, egal wie es dir auch gehen mag. Bist du an einem Tag mit dem falschen Bein aufgestanden wirst du trotzdem mit:“ I `m good“ antworten. Sonst würdest du wahrscheinlich einen verwirrten Blick ernten. Anfangs hat mich das ständige: „Are you alright?“, etwas verwirrt. Mittlerweile habe ich mich so daran gewöhnt, dass ich auch andere schon mit dieser Frage grüße. Bisher habe ich nur freundliche und hilfsbereite Briten kennengelernt. Aber etwas ist schon dran an der Teekultur. Seid ich in Großbritannien bin, hat sich mein Teekonsum verdreifacht. Allerdings ist die sogenannte „Teatime“ in meinen Augen totaler Blödsinn. Die Briten trinken ihren Tee wann sie wollen, aber doch bitte Schwarzen mit Milch und Zucker. Dazu noch ein Biskuit und die Pause ist perfekt.

Macht ein Brite böse Witze über dich, dann bist du bereits mit ihm auf einer kumpelhaften Ebene. Das sollte man auf keinen Fall persönlich nehmen. Der britische Humor zeichnet sich durch viel Sarkasmus aus. Mein persönlicher Tutor hat schon so manchen „bösen“ Satz über mich gesagt, dass die Arbeit mit mir eine Zumutung wäre. Dann lachen alle laut und man sollte wissen, wie es gemeint ist. Wer dort keinen Spaß versteht, hat ein Problem. Probleme hatte ich bisher keine.

Herausforderungen

Allerdings bietet eine fremde Umgebung und eine neue Arbeitsstelle jede Menge Herausforderungen. Meine waren weniger auf die Arbeit bezogen, sondern vielmehr auf die Orientierung in der neuen Umgebung und die Umgewöhnung auf eine fremde Sprache. Die ersten beiden Wochen war ich dauermüde, vielen neuen Eindrücken und Informationen ausgesetzt. Mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt und bin angekommen. Die Herausforderung in der Arbeit bestand darin, zu erkennen was meine Aufgaben sind. Wie ich es schon in meinem ersten Praktikum im Ausland erlebt habe sollte man nicht erwarten, eine persönliche Anleitung von seinem Tutor zu bekommen, was die Aufgabenbereiche im Arbeitsfeld betrifft. Die Aufgabe besteht vielmehr darin, die Arbeit zu erkennen. Anfangs habe ich deshalb meine Kollegen viel beobachtet, um dann die Studenten adäquat in ihren Sessions unterstützen zu können.

Anfangs wusste ich beispielsweise nicht, wie ich einen jungen Mann in meiner Klasse behandeln sollte, der halbseitig gelähmt im Rollstuhl sitzt. Durch Spasmen ist er motorisch beeinträchtigt. Sein Sprachzentrum ist geschädigt. Meist verständigt er sich durch Laute, die für mich unverständlich waren. Mein Tutor verlangte von mir, dass ich ihn in einer Gruppenaufgabe unterstützen sollte. Immer wenn er etwas sagen wollte, verstand ich nichts und fühlte mich schlecht, weil ich in seinen Augen sehen konnte, wie sehr es ihm daran lag, mir das mitzuteilen. Ich holte mir Unterstützung und kann ihn mittlerweile teilweise sogar schon verstehen. Die Freude die ich hatte, als ich ihm die Rückfrage stellte, was er gesagt haben soll und er mir diese bestätigte, war wunderbar. Die Arbeit mit behinderten Menschen zeigt mir wieder einmal, wie talentiert diese Menschen auch sind und welche Fähigkeiten sie in die Gesellschaft einbringen. Das Problem liegt nicht unbedingt an der Behinderung selbst sondern vielmehr daran, wie schlecht unsere Gesellschaft angepasst ist.

Ich bin sehr gespannt auf noch kommende Erlebnisse.

Der Europäische Freiwilligendienst wird gefördert von ERASMUS+ mit Mitteln der Europäischen Union.

 

Zu Besuch im Herzen von Europa- Brüsselseminar 2017

Zu Besuch im Herzen von Europa- Brüsselseminar 2017

Bonjour und let op,

die letzte Woche verbrachte ich, gemeinsam mit den anderen FSJ-Plern, fernab des Büros in der zweisprachigen belgischen Hauptstadt und dem Quasi-Zentrum von Europa. Der weite Weg und die damit verbundene schier ewige Busfahrt konnte unser Vorhaben nicht verhindern. Inhaltlich komplexe und facettenreiche Tage standen auf dem Programm. Was, wie, wo, wann und mit wem- lest selbst.

Am 26. März startete, mit vielen Fragen zum Thema „Internationale Konflikte“ im Gepäck, die spannende Reise nach Brüssel. Bereits nach einem kurzen abendlichen Erkundungsstreifzug hatte uns die Stadt in ihrem Bann gezogen.

Tags darauf machte uns Malte Woydt mit den historisch- politischen Besonderheiten der Stadt bekannt und brachte uns somit den „Brüssel-Spirit“ näher. Dieser spannenden Einführung folgte ein Besuch in der Europäischen Kommission. Im Gespräch mit Sören Haar wurden neben Aufgaben der Institution und Fakten zu Außen- und Sicherheitspolitik auch viele kritische Fragen zur Effizienz und Handlungsfähigkeit geäußert. Schon da war klar: die VertreterInnen der Organisationen haben ein ausgesprochen kritisches und diskussionsfreudiges Publikum vor sich.

Das Parlamentarium

Das Parlamentarium

Wem dieser Input noch nicht reichte, hatte die Möglichkeit sich im Parlamentarium näher über die Funktionsweise und Geschichte von EU und allem was so dazu gehört zu informieren. Beendet wurde der offizielle Teil durch ein gemeinsames Abendessen mit Constanze Krehl (MdEP), die unser gesamtes Seminar mit förderte. Der Abend diente dem individuellen Gang durch das Pentagon (der spektakuläre Name für Brüssels Zentrum),  Paparazzitouren zu den touristischen Highlights und Auswertung des Erlebten.

Einmal kurz die Augen zu und schon „feierten“ wir Bergfest. Im Fokus standen die Sachsen und besonders eine Sächsin im Brüssel.  So zog es unsere Gruppe in das Europäische Parlament, wo wir nach einem Gespräch mit Frau Krehl von der SPD zu einem kurzen Abstecher in den Plenarsaal abbogen. Und ja: selbst auf der Besuchertribüne fühlte man sich schon ein bisschen wichtig.

Unvorstellbar, aber wahr: es gibt einen traditionellen erzgebirgischen Weihnachtsmarkt in der belgischen Hauptstadt. Veranstaltet wird dieser vom Verbindungsbüro Sachsen, welches den nächsten Punkt auf der Tagesordnung darstellte.  Die Arbeit des Büros basiert auf den drei Grundpfeilern: Informieren, Vernetzen und Repräsentieren.

Spannende und kontroverse Gespräche

Frei nach dem Motto „ Das Beste kommt zum Schluss“ bildete eine spannende Diskussion mit EU- Korrespondent Ulrich Ladurner den Höhepunkt des Dienstags. Allgemeine Fragen zur Arbeit eines Journalisten von Die Zeit reihten sich neben Informationen über Aufgaben der Presse so wie innen- und außenpolitischen Krisen und Herausforderungen der EU ein.

NATO-SHAPE- ICRC- FRONTEX- der vermeintlich inhaltliche Hammertag wurde leider durch ein höchst unerfreuliches Ereignis verhindert. Ein nächtlicher Einbruch in unseren Bus machte die Fahrt zum 40 Kilometer entfernten Hauptquartier der NATO unmöglich. So bot sich uns stattdessen die Möglichkeit Caro, der Büroleiterin Krehls in Leipzig, noch jede Menge Fragen rund um die EU zu stellen. Nichtsdestotrotz konnten wir die anderen beiden Besuche am Nachmittag -der Fußläufigkeit Brüssles sei Dank- wahrnehmen.

Gruppenfoto mit Parlamentarierin

Gruppenfoto mit Parlamentarierin

Im Gespräch mit Gilles Hansoul vom Internationalen Komitee des Rotes Kreuzes erfuhren wir viel über die Zusammenarbeit mit dem EU- Parlament, der NATO, Zuständigkeiten und die Schwierigkeiten im Bereich der humanitären Hilfe in Krisengebieten.

Für reichlich Diskussionsstoff sorgte der anschließende Besuch bei Frontex. Intensiv und kontrovers wurde zwei Stunden über Aufgaben, rechtliche Rahmen und Problem der europäischen Grenzschutzorganisiation gesprochen. Noch während des gemeinsamen Essens war dieser Besuch zentrales Thema der Unterhaltungen.

Nun hat leider alles ein Ende, so auch unsere ausgesprochen spannende und lehrreiche Seminarwoche. Mit vielen Informationen, Antworten, wertvollen Gesprächen, unvergesslichen Erinnerungen und neuen Denkanstößen erreichten wir nach nervenstrapazierenden 15 Stunden Busfahrt am Donnerstagabend Dresden.

Ein großes Danke gilt es hierbei an die Organisatoren, besonders Projektleiterin Feli, und Unterstützende der Fahrt zu richten.

 

Viele Grüße,

Charlott

Mal wieder was vom EFD-Freiwilligen

Mal wieder was vom EFD-Freiwilligen

Hallo zusammen,

die Zeit vergeht sehr schnell und schon die Hälfte meiner EFD Zeit beim PJR Dresden ist vorbei. Ich würde gerne euch mitteilen wie es mir geht und womit ich mich in meinem Projekt beschäftige.

Letztes Mal habe ich geschrieben, als es noch Winter war. Jetzt ist schon Frühling und es ist angenehm warm.

Vor zwei Wochen war ich beim Halbzeit-EFD Seminar bei der Brücke/Most Stiftung. Alle EFD Freiwilligen haben zwei Seminare im Rahmen des Europäischen Freiwilligendienstes und persönlich fand ich das zweite noch interessanter als das erste.

Jeder der Teilnehmer verbrachte bereits ein halbes Jahr in Deutschland und konnte daher schon viel Erlebnisse aus der eigenen Erfahrung erzählen. Beim Seminar hat mir besonders gefallen, dass es Teilnehmer aus vielen Ländern gab. Insgesamt gab es 20 Teilnehmer aus 12 Ländern aus allen Ecken Europas.

Kurz vor meinem Seminar habe ich bei uns im Büro einen Stammtisch zum Thema: “Die Ukraine. Die Ereignisse der letzten Jahre” gehalten, wobei ich eine Präsentation über die letzten Jahre bis heute vorgestellt habe und wir haben auch zu diesem Thema
eine Diskussion gemacht.

Am 23. März kam noch eine Abendveranstaltung, die meine Organisation organisiert hat und wo ich auch tätig war. Unser Thema war “Rechte Gewalt in Osteuropa” zu der Herr Vaclav Walach von der Organisation In IUSTITA in Prag einen Vortrag gehalten hat und anschließend in einer Diskussion Rede und Antwort stand. Die Abendveranstaltung wurde im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus organisiert, die das Ziel haben, Solidarität mit Gegnern und Opfern von Rassismus zu zeigen.

Morgen organisieren wir noch eine Abendveranstaltung zum Thema “Populism as a cycle”, die zu unserer Vortragsreihe im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus gehört und wir würden gerne alle Interessenten einladen.

Auf mich warten noch viele Ereignisse in meinem Projekt, über welche ich das nächste Mal schreiben werde. Vor allem ist es unser internationales Projekt mit Polen und der Ukraine, das schon am nächsten Monat beginnt.

Der Europäische Freiwilligendienst wird gefördert von ERASMUS+ mit Mitteln der Europäischen Union.