von Freiwillige/r im Sozialen Jahr Politik | 11.07.2018 | Blog
Hallo,
das Jahr verging rasend schnell. Kaum war man aus der Schule raus -hatte seine letzten Sommerferien hinter sich gelassen und zum 1. September 2018 sein FSJ- Politik gestartet- sehe ich mich ein Jahr später am Schreibtisch sitzend, diesen Beitrag verfassend.
Ich halte dieses Jahr in guten Erinnerungen. Beim FSJ- Politik hatte ich die Möglichkeit Erfahrungen zu sammeln und über mich hinauszuwachsen. Es gab viele tolle Seminarfahrten mit spannenden und lehrreichen Themen: in Colditz zu Extremismus, in Brüssel zu Partizipation, in Hartha zu internationalen Konflikten, usw. Zusammen mit den anderen FSJler*innen aus den verschiedensten Einsatzstellen aus ganz Sachsen gab es interessante Gespräche und viel zu Lachen. Hervorheben möchte ich jedoch mein FSJ besonders beim Politischen Jugendring Dresden. Hier wurde ich vom ersten Tag an in ein aufgeschlossenes und freundliches Team aufgenommen. Ich hatte die Möglichkeit im Rahmen der U18 – Wahl nach Berlin zu fahren und mit Abgeordneten zu sprechen. Auch besuchte ich die Konzentrationslager Theresienstadt und Buchenwald, welche nachwirkende Eindrücke auf mich hinterlassen haben.
Zum Thema Holocaust stellte ich auch auf einer Abendveranstaltung in der Filmgalerie Dresden den Film „Shoah“ von Claude Lanzmann vor. In diesem umfassenden Werk beschreiben Opfer, Zeugen und Täter den Vorgang und Ablauf der Massenermordung. Ein empfehlenswerter Film für interessierte und nervenstarke Menschen.
In der außerschulischen Kinder- und Jugendbildung habe ich vor allem gelernt vor Klassen zu treten und frei zu sprechen. Ich habe zu meiner Schulzeit nie gerne Projekte vor der Klasse präsentiert, aber durch Workshops wie „Extremismus & Populismus“, „Klassenrat“ und „Social Media“ (usw.) habe ich lernen dürfen, dass es auch viel Spaß macht vor der Klasse zu stehen.
Durch die Büroarbeit konnte ich außerdem lernen, was bei einem Workshop alles dazu gehört, damit alles reibungslos und erfolgreich über die „Bühne“ läuft. Darüber hat man sich als Schüler nie Gedanken gemacht und es war interessant auf dieser Seite der Klasse zu stehen. Anschließend an die Projekttage folgte immer eine Nachbetrachtung in Einbezug von Feedback-Blättern und einen Abschlussbericht. Auch waren die Blogeinträge eine gute Möglichkeit zu reflektieren was in der Zeit passiert ist und an was man gearbeitet hat. Meine gesammelten Beiträge findet ihr hier.
Abschließend möchte ich Danke sagen. Danke an den PJR für ein angenehmes Arbeitsklima mit netten Kollegen, interessante Themen, Bildungsfahrten, Weiterbildungsmöglichkeiten, spannenden Workshops und für Diskussionen zu aktuellen Geschehnissen. Ich bin froh mein Freiwilliges Jahr hier verbracht zu haben und wünsche dem kompletten Team alles Gute und weiterhin viel Erfolg.
Danke!
Clemens.
von Freiwillige/r im Sozialen Jahr Politik | 02.02.2018 | Blog
Hallo!
Es ist jetzt schon eine Weile her, dass ich meinen letzten Blogeintrag veröffentlicht habe und nun wird es wieder einmal Zeit ☺.
Im Schlussgang zur U18-Wahl stand die Berlinfahrt vor der Tür, wo Dresdner Kinder und Jugendliche die Möglichkeit besaßen, Dresdner Abgeordnete in Berlin zu treffen und sie über ihre Arbeit als Dresdner Kandidaten auszufragen. Leider konnte Herr Vaatz nicht anwesend sein und wurde somit durch zwei Mitarbeiter vertreten. Frau Kipping konnte zum vereinbarten Termin anwesend sein und Rede und Antwort stehen. Auch meinte das Wetter es gut mit uns und wir hatten einen fantastischen Blick von der Kuppel des Reichstages über Berlin (einen ausführlichen Bericht findet ihr hier: https://pjr-dresden.de/2017/12/01/wir-waren-in-berlin/ ). Somit war das Projekt U18 Wahl abgeschlossen und wartet für eine Neuauflage die nächsten Wahlen in vier Jahren ab – oder gibt es vielleicht doch vorzeitig Neuwahlen?
Am 24. Januar fand schließlich ein Stammtisch statt, den ich selbständig ausgearbeitet und durchgeführt habe. Als Stammtischthema bietet sich besonders Material an, welches viel Austauschmöglichkeiten besitzt und deswegen habe ich mich für „Shoah“ von Claude Lanzmann entschieden. Die Vorbereitung für den Abend, welcher dann schließlich in der Filmgalerie stattfand, dauerte länger als geplant. Jedoch wollte ich alle 9h Filmmaterial gesichtet, das dazugehörige Buch gelesen und ausreichend über das Thema Bescheid wissen; bevor ich zum Stammtisch lade. In Folge der Vorbereitung nahm ich dann auch an einer Bildungsfahrt -der evangelischen Akademie- nach Theresienstadt teil, um das ehemalige Ghetto zu besichtigen. Es war eine sehr muntere Gruppe von ca. 15 Personen, älterer Jahrgänge, die aber sehr aufgeschlossen und nett waren. Die Bildungsfahrt beinhaltete einen Vorbereitungsabend -mit theoretischen Vorträgen- und die Fahrt nach Tschechien, die eine Übernachtung -von Samstag zu Sonntag- beinhaltete.
Im Rahmen der Vorbereitung, auf den Stammtischabend war das FSJ-Seminar im Schloss Colditz auch sehr interessant. Mit dem Thema „Rechtsextremismus“ gliederte es sich an das Projekt „Shoah“ an, wenngleich auch chronologisch weiter hinten, indem es besonders die heutige Zeit beleuchtete. In Colditz verbrachten wir (33 FSJ´ler) eine Woche und behandelten außerdem die „Mitte Studie“ und unterhielten uns mit einem Aussteiger aus der „Rechten Szene“. Wieder zurück im Büro bereitete ich nun den Stammtisch vor (mehr Informationen zum Abend findet ihr hier: https://pjr-dresden.de/2018/01/30/shoah-stammtisch/ ).
Außerdem startete ich ein Videoprojekt, in dem junge engagierte Freiwillige interviewt und gefilmt werden. Ziel ist eine Videoreihe, die motivierten Menschen zeigt, wie man sich erfolgreich engagieren und einbringen kann. Das Videoprojekt findet in Zusammenarbeit mit der Video- AG der 55. Oberschule statt, mit denen wir die Fragen ausarbeiten, interviewen, filmen und schneiden wollen. In Vorbereitung auf das Projekt besuchte ich ein Lehrgang der SAEK, welcher die Grundprinzipien der Filmproduktion erklärte: Storyboard, Licht, Kameraführung, uvm. Mal sehen ob sich davon an den Drehtagen etwas anwenden lässt ☺. Wie viel und in welcher Form es zur Umsetzung kommt, werde ich im nächsten Blog berichten.
Viele Grüße und bis dann!
Clemens
von Freiwillige/r im Sozialen Jahr Politik | 30.08.2017 | Blog
Und schon ist es soweit: ich bin beim nächsten und zugleich letzten FSJ Bericht angekommen. Gerade noch fuhr ich in der letzten Schulwoche von Projekt zu Projekt, bereitete vor, wertete aus und jetzt – einen gefühlten Augenschlag später- verfasse ich mein Abschlussresümee.
Was in den Sommertagen so geschah…
Mit Besuchen der örtlichen Institutionen, wie der Polizeistation, dem „Aprikosengarten“ und der Feuerwehr endete unser Projekt „Jungen Elbtalforscher“. Schweren Herzens verabschiedeten wir die Teilnehmenden ausgerüstet mit einem Elbtalforscher*in-zertifikat in die wohlverdienten Ferien.
Wie erwartete forderte die letzte Schulwoche uns nicht nur wegen der hohen Temperaturen heraus. Nach dieser sehr spannenden Woche, über die ihr im Artikel mehr erfahren könnt, wurde es etwas ruhiger. So hatte ich Zeit finale Schliffe an meinem eigenen Projekt vorzunehmen und letztlich einen Probedurchlauf des „Streifzugs durch die Geschichte“ zu starten. Und siehe da: im Großen und Ganzen hat die Tour bestanden. Nach einigen Verbesserung ist sie nun fertig und für weitere Anwendungen verfügbar.
Auf in die letzten Runden
Neben all den endenden Tagprojekten startete unsere vierte Seminarwoche unter dem Titel „Hetze und Vorurteile“ in Chemnitz. Dort erlebte ich im Kreise der im Vergleich zu Beginn des Jahres stark dezimierten FSJ Gruppe spannende Tage. Alles Weitere könnt ihr im passenden Bericht nachlesen.
Zudem statten uns die Gäste der trinationalen Jugendbegegnung „In der Ferne zu Hause?! Minderheiten und Flüchtlinge in Europa“ einen Besuch ab. Eine Woche lange erkundeten wir Dresden, suchten verschiedenste Institutionen auf und informierten uns über Fluchtursachen, Probleme in Deutschland und die Rolle der Minderheiten. Dazu warfen wir auch einen Blick über den Tellerrand, reisten ins unweite Berlin, trafen Mitarbeiter Koschyks und fuhren ins Zentrum der sorbischen Minderheit nach Bautzen. Mit vielen neuen Gedanken, interessanten Fakten und unvergesslichen Erinnerungen im Gepäck reisten die Teilnehmenden am Sonntag ab. Damit endete nicht nur eine Woche voller Erlebnisse sondern das gesamte Projekt.
Der August stand ganz unter dem Motto der Vorbereitung und Durchführung. Im Nachgang der U 18 Wahl veranstaltet der Politische Jugendring in Kooperation mit der Stadtschülerrat eine Fahrt nach Berlin. Dafür müssen nun einige organisatorische Dinge erledigt werden. Mit Beginn des neuen Schuljahres traten bekannte Projekte, wie der Klassenrat und Sozialtraining auf die Tagesordnung an denen ich mitwirken konnte.
Ein Marmeladenglas voll PJR
So schnell kann es gehen und ein Jahr voller toller Erlebnisse geht zu Ende. Nach zwölf Monaten wunderbarer Zusammenarbeit und Betreuung fällt der Abschied nicht gerade leicht. Aber so ganz und gar werde ich dem PJR nicht den Rücken zuwenden. Anlässig des 150zigsten Geburtstags der Künstlerin Käthe Kollwitz findet Mitte September eine Seminarfahrt in ihre Heimatstadt Kaliningrad statt. Diese Gelegenheit kann ich mir natürlich nicht entgehen lassen und starte so in naher Zukunft mein nächstes PJR- Abenteuer.
Ich wünsche meinem Nachfolger Clemens und der neuen EFDlerin Marina eine tolle Zeit und freue mich schon von ihnen zu lesen.
Ein großes Dankeschön gilt es hier nochmal explizit an das ganze Team, den Vorstand und besonders meine Mentorin zu richten.
Viele Grüße,
Charlott
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Junge Elbtalforscher*innen im Aprikosengarten
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Jugendbegegnung DUP
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Unterwegs im Dresdner Rathaus
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Actionboundtour Streifzug durch die Geschichte
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Auf den Spuren wichtiger Persönlichkeiten
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Abschiedsbild mit den Freiwilligen
von Freiwillige/r im Sozialen Jahr Politik | 31.07.2017 | Blog
FSJ Seminar zum Thema „Hetze & Vorurteile“
Am 17.Juli fiel der Startschuss zu meiner letzten großen Reise innerhalb des FSJs. Gemeinsam mit meinen Kolleg*innen begab ich mich auf den Weg ins unweite Chemnitz. Unter dem Motto „Hetze und Vorurteile“ kamen wir zu unserem vierten und damit finalen Seminar zusammen.
Aber, was verbirgt sich nun eigentlich hinter diesem Thema? Genau das war die zentrale Frage während der Vorbereitungstreffen. Denn leider wird vielerorts vorschnell und ohne fundierte Fakten geurteilt. Zudem richtet sich Hetze gegen zahlreiche Bevölkerungsgruppen. Nach reiflichen Überlegungen wohin unsere Reise inhaltlich gehen soll, begann die Referent*innensuche sowie die Recherche und Vorbereitung der einzelnen Programmpunkte.
Angekommen in Che
mnitz sensibilisierten wir uns Schritt für Schritt für die verschiedenen Formen von Diskriminierung und konnten unser Wissen über die Hintergründe bzw. Ausführungen dessen erweitern. Bewusst führten uns die Referent*innen vor Augen, dass sich gruppenbezogene Hetze nicht nur auf bestimmte Milieus der Bevölkerung reduzieren lässt. Innerhalb eines Workshops des Hatikva e.V. Dresdens schilderte eine jüdische Akademikerin eindrücklich ihre antisemitischen Erfahrungen innerhalb des Freundeskreises. Unter den höchst gebildeten Personen kursieren Verschwörungstheorien über die geheime jüdische Finanzmacht bis hin zu versteckten Goldbarren im Keller. Es sind die kleinen Spitzen, Kommentare und Gehässigkeiten, die sie und ihren Mann dazu bewogen sich von den nichtjüdischen Freunden zu distanzieren. Moderner Antisemitismus ist facettenreich und lässt sich hinter Schlussstrichforderungen, Israelkritik oder Holocaustrevisionismus finden. Da sich die antisemitische Grundlinie erst auf den zweiten Blick zeigt, ist es eine ausgesprochen salonfähige Form der Hetzte basierend auf Vorurteilen.
Gewusst wie- machen statt meckern mal anders!
Innerhalb des Projektes ging es nicht nur darum sich mit den verschiedenen Formen und Erscheinungen von Hetze zu befassen, sondern vielmehr um den Umgang damit. Denn Wissen allein bringt weder die Betroffenen noch uns als potenzielle Zeugen der Situation weiter. Argumentations- und Verhaltenstrainings waren daher einen zentralen Gegenstand der Woche.
Als besonders spannend stellte sich der Workshop des Netzwerks gegen Islamfeindlichkeit und Rassismus Leipzig dar. Mit Hilfe des Religionswissenschaftlers erarbeiteten wir Argumentationsmuster, die selbst ohne ein Studium der Religion feindlichen Parolen den Wind aus den Segeln nehmen. Anschließend bot sich die Gelegenheit Hintergründe zu oft diskutierten Suren und Deutungen des Korans zu erlangen.
Des Weiteren schulte die Aktion Zivilcourage im Bereich Rassismus und couragierten Verhalten in der Öffentlichkeit. In mehreren Rollenspielen wurden kritische Situationen veranschaulicht und die Eigeninitiative der Teilnehmenden koordiniert.
Behandelt man das Thema Hetze und Vorurteile ist der Blick auf Extremismusformen unvermeidlich. Zunächst diskutierten wir etablierte Definitionen des Begriffs, warfen Fragen auf und bereiteten somit Gesprächspunkte für das Treffen mit Vertretern des Verfassungsschutzes vor. Dieser bot einen breiten Überblick der größten Extremismusformen in Deutschland und Sachsen. Zu linkem Gedankengut und Strukturen innerhalb der Szene referierte ein Mitarbeiter der Rosa Luxemburg Stiftung. Einen Tag lang befassten wir uns mit rechten Parteien innerhalb Europas, deren Vernetzung und der Rolles des Populismus in den Medien.
Zwischen a
ll dem Input verlebten wir eine sehr schöne Woche, werteten das FSJ aus und stellen innerhalb des erlebnispädagogischen Waldspaziergangs unsere Entwicklung mit Hilfe der Land Art dar. Land Art umschreibt eine Form der bildenden Künste, die eine geographische Umgebung zu einem Kunstwerk umwandelt. Entstanden ist die Kunstform in den 1960er Jahren in den USA. So nutzten wir Naturmaterialien, um unser FSJ mit all seinen Erlebnissen, Erfahrungen und Herausforderungen darzustellen.
Wie so oft im FSJ- P war der Freitag schneller erreicht, als es einem lieb war. Mit diesem vierten und damit letzten Seminar endet unser spannendes gemeinsames Jahr. Dementsprechend schwer fiel der Abschied am Bahnhof. Ein großes Dankeschön gilt es hier noch einmal an unsere Projektleiterin Felicitas Koch zu richten, die uns während der gesamten Zeit betreute, unterstütze und beriet.
Viele Grüße,
Charlott
von Freiwillige/r im Sozialen Jahr Politik | 22.06.2017 | Blog
Seit meinem letzten Bericht, der gerade mal vor 13 Wochen geschrieben wurde ist viel passiert. Obwohl dreizehn Wochen nach einer langen Zeit klingen verging sie unheimlich schnell. Unheimlich und schön zu gleich. Auf der einen Seite zeigen fallende Kalenderblätter das baldige Ende eines sehr lehrreichen Jahres und auf der anderen schaue ich mit einem Lächeln zurück.
Beim Versuch dieses dritte Quartal unter e
inen Oberbegriff zu stellen half mir unser Grundschulprojekt „Junge Elbtalforscher“ weiter. Ähnlich, wie die Teilnehmenden erkunde und entdecke ich stets neues und erweitere so mein Wissen in vielerlei Richtungen. Erforscht, entdeckt und gelernt wurde dabei oftmals außerhalb der heiligen Hallen des Büros. Zunächst endete der März mit unserer spannenden und aufregenden Brüsselfahrt, die neben Land und Leute auch noch jede Menge Informationen zur Politik vermittelte. Die folgenden 14 Tage standen ganz unter dem Motto der Erkundung der Stadtteile Plauen und Altstadt. Geleitet durch die App Actionbound zogen wir mit Jugendweiheteilnehmenden auf der Suche nach Spuren des Nationalsozialismus und der DDR durch die Straßen. Dabei wurden Aufgaben gelöst, Fragen beantwortet und interessante Gespräche geführt.
Start der Jugendbegegnung
Die „heiße Phase“ des Aprils begann nach den erholsamen Feiertagen. Mit vielen Fragen, Gedanken und Erwartungen im Gepäck startet unsere trinationale Jugendbegegnung mit einem achttägigen Aufenthalt in Wroclaw. Währenddessen beschäftigten wir uns mit Minderheiten in Polen, deren momentaner Lage und natürlich auch mit der lokalen Beschaffenheit dieser geschichtsträchtigen Stadt. Auf der Suche nach deutschen Spuren in Breslau stießen wir auf allerlei erstaunliche Dinge. Erstaunlich war auch wieder einmal, wie unheimlich schnell die Zeit verging. Der Gedanke des baldigen Wiedersehens Ende Mai tröstete dabei. So bereiten wir in den ersten Maitagen das Geschehene nach und steckten zugleich Mitten in den Vorbereitungen für den zweiten Teil. Mit großer Vorfreude auf kommendes stiegen wir daher Ende Mai in den Bus Richtung Osten. Nach sportlichen 12 Stunden Fahrt und einer erstaunlich reibungslosen Grenzpassage begrüßte uns Lemberg mit bestem Sonnenschein. Das ukrainische Städtchen mit alle seinen zahlreichen Facetten und Kulturen zog uns sofort in seinen Bann. Bedingt durch die aktuelle politische Situation und die damit verbundenen Schicksale der Geflüchteten aus dem Osten und der Krim gestalteten unsere Projektwoche ausgesprochen spannend, lehr- und abwechslungsreich. Über alle unsere Erlebnisse berichteten wir im Jugendblog DUP „ In der Ferne-zu Hause? Minderheiten und Flüchtlinge in Europa“.
Neben diesem Großprojekt vermittelte ich gemeinsam mit meiner Mentorin einer Klasse des Nexö- Gymnasiums das Prinzip des Klassenrates, führte zwei Projekttage zum Thema Nationalsozialismus, Dresden im NS und Spuren im Stadtteil Plauen durch und half bei der Erstellung der Broschüre der Dresdener Rathausrallye. Dazu läuft das oben angesprochene Projekt der „Jungen Elbtalforscher“ weiterhin. Nach den Komplexen Sport & Freizeit, kulinarische Weltreise und einer Ostersondertour steht nun die Erkundung verschiedener örtlicher Institutionen, wie dem Mehrgenerationengarten Aprikosengarten und der Polizei an.

In der letzten Schulwoche sind wir mit Projekten von Partizipation bis Planspiel an vielen Dresdener Schulen zu finden. Nach diesen ereignisreichen Tagen steht schon fast der Juli und damit der vorletzte Monat meines FSJ´s vor der Tür. Aber bis zum Ende ist noch etwas Zeit und die werde ich ganz sicher genießen.
Bis dahin und beste Grüße,
Charlott