U18-Wahl mit großem „Meet & Greet“

U18-Wahl mit großem „Meet & Greet“

Schon seit über 20 Jahren wird im Vorfeld der Bundestagswahlen Kindern und Jugendlichen die Chance gegeben, ihre Stimme einer Partei zu geben. Die „U18-Wahlen“ zeichnen so stets ein etwas anderes politisches Stimmungsbild im Land. Und auch wenn dieses nur symbolische Bedeutung hat, so wird das Ergebnis doch gehört und die jugendlichen Wählenden werden zu einer Auseinandersetzung mit den Parteien und der Wahl an sich eingeladen.

Am 15.9. fand die diesjährige Wahl statt. In ganz Dresden hatten über 30 Wahllokale geöffnet, meist in Jugendhäusern oder Schulen. Wir haben den KJFH Plauener Bahnhof nachmittags als Wahllokal unterstützt: Zuerst hatten die Kids dort die Möglichkeit, sich mithilfe verschiedener Wahl-o-Maten wie den Wahl-O-Flex oder den Wahlswiper über die Positionen der Parteien zu informieren. Anschließend hatten wir eine kleine Galerie mit Kernforderungen der Spitzenpolitiker/innen zusammengestellt. Und zuletzt wartete dann der Gang in die Wahlkabine, wo die Wählenden dann ganz alleine und ungestört ihre Stimme abgeben konnten. Süßigkeiten und Applaus hießen die Erstwähler/innen dann nach Abgabe ihrer Stimme wieder willkommen.

Meet & Greet mit Spitzenkandidat/innen

Schon ab 15.45 Uhr fuhr die „Wahlbahn“ durch die Stadt. Voll besetzt mit Kindern und Jugendlichen, Trommlern der Sambaband Universo und plakatiert mit den Forderungen der Kinder und Jugendlichen dieser Stadt fuhr die Kinderstraßenbahn Lottchen durch Dresden. So machte sie auf die U18-Wahl aufmerksam. Gegen 18.00 Uhr endete die Fahrt an der Webergasse. Alle Kinder und Jugendlichen zogen dann begleitet von Sambagetrommel zum Postplatz. Dort warteten schon die Spitzenkandidaten von SPD, LINKE, Grüne, FDP, und Vertreter der Piraten und der Jungen Union. Der Stadtjugendring hatte hier gemeinsam mit uns ein „Meet & Greet“ organisiert. Moderiert von Julia vom Kinder- und Jugendbüro stellten sich die Politiker den Dresdner Kindern und Jugendlichen vor, gingen auf die Forderungen ein und standen im Anschluss für Fragen zur Verfügung. Auch der Dresdner Oberbürgermeister Dirk Hilbert war zugegen und begrüßte die zahlreichen Zuschauer im Namen der Stadt.

Bildungsfahrt nach Berlin

Am 24.11.2017 laden wir außerdem im Nachklang der U18- und der Bundestagswahl herzlich dazu ein, in Berlin die gewählten Vertreter verschiedener Parteien zu treffen. Diese wollen wir zu den Forderungen der Kinder und Jugendlichen befragen. 50 Schüler/innen aus Dresden der Klassenstufe 8-11 können mitfahren. Los geht es um 7.30 Uhr. In Berlin besuchen wir den Bundestag, treffen Politiker/innen zu einem Abgeordnetengespräch, besteigen die Reichstagskuppel und nehmen in der Kantine des Bundespresseamtes einen Mittagsimbiss ein. Zurück in Dresden sind wir gegen 17.00 Uhr. Anmelden kann man sich über den Stadtschülerrat. Anmeldeschluss ist der 30. September.

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Ein Abend zwischen Amsterdam, Nizza, Lissabon, Dublin, Lampedussa und Dresden.

Ein Abend zwischen Amsterdam, Nizza, Lissabon, Dublin, Lampedussa und Dresden.

Dabei handelte es sich nicht, um einen Urlaubsreport, sondern Schlagworte innerhalb unserer Veranstaltung mit dem Titel  “Die europäische Asylpolitik“.

Ein Thema, das bereits seit einiger Zeit die Gemüter erhitzt, zu lebhaften Diskussionen führt und oftmals auf offene Fragen stößt. Genau, um diesem Un- und Halbwissen entgegen zu wirken, veranstalteten wir im Rahmen der Europawoche eine Abendveranstaltung zu diesem brisanten Redegegenstand.

Mit seinem breiten Fachwissen zu Verträge, Abkommen und Entwicklungen im Bereich der Asylpolitik verschaffte der Referent, welcher beim Sächsischen Flüchtlingsrat für Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist, Thomas Hoffmann den Teilnehmenden zuerst einen Überblick, über den momentanen Stand.  Im Verlauf seiner detaillierten Erläuterungen der verschiedenen Verträge und deren Bedeutungen wurden zahlreiche Fragen gestellt. Die Komplexität und Vielschichtigkeit der politischen Entscheidungen und vor allem die Auswirkungen auf die Betroffenen ordneten sich im Laufe des Abends zu einem logischen Bild. Neben der Erweiterungen des Wissens fand auch ein spannender Meinungsaustausch statt. Besonders interessant gestaltete sich das Feld der Lösungsfindung bzw. Optimierung der aktuellen Lage.

Ideen zu finden, die zu einer scheinbar simplen Lösungen führen ist von außen betrachtet leicht. Über die Problematik dieses Politikbereichs waren sich die TeilnehmerInnen, gerade im Anbetracht der momentanen europäischen und weltpolitischen Situation, durchaus bewusst. Trotz zahlreicher Standpunkte herrschte Einigkeit in Bezug auf den Fakt des Handlungsbedarfs der EU im Bereich der Asyl- und Flüchtlingspolitik.

Mit vielen neuen Fakten, der ein oder andern gelösten Frage und jeder Menge Gedanken endete diese Veranstaltung. Das Ziel des Wissenserwerbs, Austauschs und erweiterten Verständnisses in diesem ereignisreichen Politikbereich wurde erfüllt. Ein großer Dank gilt nochmals Thomas Hoffmann, der sämtliche Fragen und Gedanken im Rahmen dieses Abends zuließ.

Mein Weg nach Deutschland

Mein Weg nach Deutschland

Am 9. Februar hat beim Politischen Jugendring ein Stammtisch zum Thema: “Mein Weg nach Deutschland” stattgefunden. Unser Praktikant Elias Rashidi, der zum oben genannten Thema einen Vortrag gehalten hat, kommt ursprünglich aus Afghanistan und ist daher 2015 nach Deutschland geflüchtet.
Elias hat den Weg von über sieben Tausend Kilometer überwunden, um hierher zu kommen. Viel davon war zu Fuß. Er teilte uns auch mit, wie es ihm jetzt geht und wie schwer dieser Weg für ihn war. Insgesamt war er ca. 3 Monate unterwegs.

Elias erzählte uns auch, wie das Leben in Afghanistan ist, wo seine ganze

Familie bis heute bleibt. Ständige militärische Konflikte haben das Land in die Armut und Unruhe gebracht. Und viele haben keine Chancen zu fliehen.

Wir sind Juden aus Breslau

Wir sind Juden aus Breslau

Im Rahmen einer Fortbildung besuchten wir (das sind Svyatoslav und Charlott) letzte Woche den Kinofilm `Wir sind Juden aus Breslau` und wollen euch nun einige unserer Eindrücke schildern.

Wir werden die jüdische Rasse ausradieren!

Noch heute, über ein halbes Jahrhundert nach Hitlers Besuch in Breslau, hallen Nazi-Hassparolen in den Ohren Manfred Rotenbergs nach. Und damit ist er nicht allein. Karin Kaper und Dirk Szuszies Kinodokumentarfilm `Wir sind Juden aus Breslau` zeigt den Lebenslauf 14 jüdischer Jugendlicher auf der Flucht vor den Nazis auf.

2015 begegneten sich deutsch-polnische Jugendliche und die Protagonisten im Rahmen eines Projektes in Breslau. Eindrucksvoll wird jede der facettenreichen Lebensgeschichten beleuchtet. Trotz des gemeinsamen Schicksals Breslauer Jude im Dritten Reich zu sein, somit gleichermaßen unter Antisemitismus und Repressalien zu leiden, gleicht keine Biografie der anderen. Denn es führen nicht nur 1000 Wege nach Rom, sondern auch zahlreiche aus Breslau.

Genauso individuell, wie die Lebenswege der Akteure, gestaltete sich auch die Auswahl der mit den Jugendlichen besuchten Orte während der Dokumentation. Erinnerungen an plötzlich beendete Freundschaften, Gewaltübergriffe, Anfeindungen und schmerzliche Abschiede wurden geweckt. Einschneidend und alles verändernd: die Kristallnacht. Diesem Akt des blanken Hasses und der blindwütigen Zerstörung fiel unter anderem auch die Synagoge zum Opfer.

Deportationen und Verhaftungen dominierten nunmehr den Alltag der jüdischen Bevölkerung Breslaus. Wer fliehen konnte, floh. Über Umwege, zahlreiche Zwischenstationen und auf gefährlichen Fährten bahnten sich viel der Protagonisten den Weg nach Palästina. Doch nicht allen gelang die Flucht. Die Schwestern Anita und Renate Lasker wurden zunächst in das Konzentrationslager Auschwitz- Birkenau deportiert, wo die begnadete Cellistin Anita Teil des Frauenorchesters war. Dieser Umstand bewahrte Renate vor der Selektion und damit dem sicheren Tod. Späterhin brachte man die beiden nach Bergen-Belsen, wo sie im April 1945 die Befreiung erlebten. Jedoch endeten Gräuel und Schrecken des Krieges nicht am Tage der Kapitulation. Gerda Bikales Vater, der bereits vor dem Krieg in die USA floh, erwirkte 1946 für seine zurückgelassene Frau und Tochter Visa. Am fehlenden Verständnis und mangelnder Empathie gegenüber dem Erlebten der beiden zerbrach jedoch letztlich die Ehe.

Zerbrochen war zudem etwas viel größeres, unwiederbringliches- das Gefühl von Heimat in Breslau. Denn Heimat ist ein Ort der Sicher- und Geborgenheit impliziert. Diesem Anspruch wird Breslau in den Augen der Protagonisten durch entgegengebrachten Hass und Abneigung nicht gerecht. Somit haben die Nationalsozialisten neben Familie, Freunden, Freiheiten und Besitz auch die Heimat jener 14 ehemaligen Jugendlichen geraubt.

Die Aussagen der Zeugen über die damalige Zeit kann man mit keinem Buch oder anderen Quellen über das Leben der Juden im letzten Jahrhundert vergleichen. Was sie erzählen beeindruckt, bewegt und ängstig. Das Eingeständnis, dass Menschen anderen Menschen mutwillig derartiges Leid zufügen können, fällt schwer.

Viele Jahre sind vorbei und viel hat sich geändert. Was bleibt ist die Erinnerung. Die Erinnerung an längst Vergangenes, das jedoch stets präsent ist. Die wiederaufgebaute Synagoge symbolisiert zugleich Neuanfang und den Verlust einer großen, aktiven Glaubensgemeinschaft. Die damals 20.000 Personen umfassende Gemeinde zählte 2015 lediglich 350 Mitglieder. Bente Kahan, die Leiterin der gleichnamigen Stiftung, blickt stolz auf Geschafftes zurück und optimistisch in die Zukunft.

Ein sehr empfehlenswerter und facettenreicher Kinodokumentarfilm, der die Einflüsse des Holocaust und 12jähriger Nazi-Herrschaft sowohl während als auch nach dem Krieg beleuchtet.

Also, schaut den Film und überzeugt euch selbst.

 

Liebe Grüße,

Svyatoslav & Charlott

Elbtalforscher – Verborgene kulturelle Schätze erkennen Gr. 3

Elbtalforscher – Verborgene kulturelle Schätze erkennen Gr. 3

Seit Anbeginn des Schuljahres erforschen Berit, Sandra, Marcus und Charlott gemeinsam mit zehn Kinder der 8. Grundschule Pieschen deren Stadtteil. In Kooperation mit der örtlichen Verein Pro Pieschen e.V. und dem Schulförderverein findet nun schon der dritte Durchgang der „Jungen Elbtalforscher“ statt. Wöchentlich starten die TeilnehmerInnen in „kulturelle Schatzsuche“, die ihnen die Vielfalt des Stadtteils verdeutlicht.

Mit Hilfe von individuellen Touren werden die Kinder von einer App der verwendeten Tablets an besonders spannende bzw. lehrreiche Orte geführt. Für Abwechslung und Unterhaltung sorgen dabei verschiedenste Aufgabentypen, die sich in die Touren einflechten lassen. Von einem Videodreh über Quizfragen bis hin zu einer Fotoaufnahme bieten sich zahlreiche Möglichkeiten des spielerischen Wissenserwerbs.

Doch nicht nur die Wahrnehmung des Kultur- sondern auch die des Sozialraumes wird währenddessen verbessert. Orienteiert an die fünf Sinnen stand zunächst der Blick auf den Stadtteil im Fokus. Unter anderem befassten sich die TeilnehmerInnen mit dem örtlichen Künstler Rosenhauer, suchten Streetart und bewiesen abschließend ihre eigenen künstlerischen Fähigkeiten. Der Blick für den kulturellen Reichtum Pieschens wurde insbesondere in der Jahresabschlusstour zum Thema „Weihnachten in anderen Ländern“ geschärft. Der folgende Themenkomplex widmet sich der akustischen Wahrnehmung. Spannungsvoll blicken sowohl Teilnehmende als auch Betreuende auf die nächsten Wochen der facettenreichen Entdeckungsreise Pieschens.

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