Von Görlitz bis nach Brüssel…

Von Görlitz bis nach Brüssel…

Hallo!
Es wird mal
wieder Zeit ein Zwischenrésumé zu ziehen. Nun arbeite ich schon seit über drei
Monaten beim PJR und es kommt immer mehr Schwung in meinen Arbeitsalltag. Ein-
bis zweimal pro Woche bin ich unterwegs bei verschiedenen Veranstaltungen.
Aktuell bin ich in zwei verschiedene Sozialtrainings, beziehungsweise
Klassenräte eingebunden.

 

Zudem findet
jeden Dienstag die freie GTA „Junge Elbtalforscher“ an der 8. Grundschule
statt. Hier erkunden wir zusammen mit 10 Kindern den Stadtteil Dresden-Pieschen
mithilfe von Missionen und Aufgaben für Tablets. Die Kids sind sehr aufgeweckt
und interessiert und es macht Freude mit ihnen zusammen das Projekt
durchzuführen. Dieses dauert noch bis in den Sommer an.

 

Social Media Workshop
Anfang
Februar hatten wir im Rahmen des Bildungsangebots zur Jugendweihe erneut eine
Veranstaltung zum Thema Social Media. Auch in diesem Workshop habe ich einen
festen Part, der mir Spaß macht. Im März folgt noch ein weiterer Termin.

 

In der
letzten Woche haben wir einen Workshop zum Thema „Flucht, Asyl und Migration“
ausgearbeitet. Ursprünglich war dieser als Ferienworkshop für Schülerinnen und
Schüler geplant. Leider gab es zu wenige Anmeldungen, weshalb wir ihn absagen
mussten. Ziel ist es nun den Workshop an Schulen oder im Rahmen anderer
Veranstaltungen durchzuführen.
Umsonst war die Arbeit also keinesfalls. Zudem hat es zur eigenen Weiterbildung
beigetragen.

 

Aktuell
beginne ich auch zusammen mit einem Freund von meinem FSJ-P Jahrgang an unserem
eigenen Projekt zu arbeiten. Wir wollen den Dokumentarfilm „Blut muss fließen“
an Schulen zeigen und im Rahmenprogramm ein Gespräch mit dem Regisseur Peter
Ohlendorf organisieren. Der Film handelt von dem konspirativen Milieu der
Rechtsrock-Konzerte in Deutschland. Möglich wurde dieser Dokumentarfilm durch
die Aufnahmen eines Menschen, welcher Undercover die Rechtsrockszene
unterwandert und unauffällig gefilmt hat. Auf dieses Projekt bin ich schon sehr
gespannt.

 

Insgesamt
fühle ich mich auch weiterhin wohl im Büro. Zudem komme ich besser damit klar,
lange Zeit am PC zu arbeiten. Ich habe einige Zeit gebraucht, um mich daran zu
gewöhnen. Nun habe ich auch nach der Arbeit noch Kraft Sachen zu unternehmen.

 

Ende Januar
hatte unsere FSJ-P Seminargruppe die zweite Bildungsfahrt. Diesmal waren wir im
Kloster St. Marienthal in Ostritz. Das liegt an der polnischen Grenze, also an
der Neiße, zwischen Görlitz und Zittau. Insgesamt waren wir dadurch ziemlich
angeschnitten, hatten aber trotzdem eine schöne Zeit.
Unser Seminarthema war „Extremismus und Populismus“. Hier konnten wir
inhaltlich verschiedene Aspekte bearbeiten, manchmal fehlte jedoch die
Tiefgründigkeit. Das war aber aufgrund der beschränkten Zeit und der teilweise
mangelnden Fitness der FSJ-Pler_Innen nicht immer möglich.
Einen Tag waren wir in Görlitz bei einem soziokulturellen Stadtrundgang. Hier
wurde uns die Entstehung eines großen Jugendkulturzentrums namens „Rabryka
gezeigt. Hier haben Jugendliche Möglichkeit ihre Freizeit zu verbringen. Zudem
könne sie eigene Projekte auf dem Gelände durchführen und fördern lassen. Zum
Bauen stehen auch Werkstätten zur Verfügung. Hier werden also Jugendlich aktiv
in Planungsprozesse miteinbezogen. Dieses Konzept der Verbindung von Freizeit
und politischer Jugendbeteiligung finde ich faszinierend.
Auch die Abende innerhalb der Gruppe waren sehr schön.

 

Die nächste
Seminarfahrt ist Ende April und geht nach Brüssel. Hier bin ich auch aktiv in
der Planung involviert.

 

Soviel bis
jetzt. Ich freue mich auf die kommenden Wochen.

 

Viele Grüße
und bis Bald,
Robert
Erster Rückblick im FSJ-P

Erster Rückblick im FSJ-P

Hallo!
Seit gut anderthalb Monaten arbeite ich beim PJR im Rahmen meines FSJ-Politik.
Mein erster positiver Eindruck hat sich in den letzten Wochen bestätigt.
Nun möchte ich die Möglichkeit wahrnehmen euch etwas von meinem Arbeitsalltag zu erzählen:
Den größten Teil des Tages verbringe ich im Büro. Neben der Öffentlichkeitsarbeit warten typische Büroarbeiten wie Buchhaltung, Mailverkehr, Anschaffung von Materialien,… auf mich. Das ist nicht immer spannend und abwechslungsreich, gehört aber dazu. Ein weiterer großer Teil ist die Vorbereitung von Workshops und Bildungsangeboten. Meist arbeite ich hierfür mit meinen MitarbeiterInnen zusammen. Besonders Spaß macht mir hier die grundlegende Recherche und aktive Planung.

Nach drei Doppelstunden in einer 5.Klasse des Gymnasiums Bürgerwiese haben Tobias, Alex und ich unser Klassenratsprojekt abgeschlossen. Es war eine tolle Erfahrung. Nachdem ich beim ersten Treffen „nur“ hospitiert hatte, habe ich beim zweiten Mal schon einen Teil übernommen und mir für das letzte Mal sogar eine eigene Übungseinheit ausgedacht und durchgeführt. Die Arbeit mit den Schülern hat mir sehr viel Freude bereitet.
Desweiteren hatten wir einen Workshop zum Thema „Social Media“ im Rahmen der Jugendweihevorbereitung. Teilgenommen haben etwa zehn Kinder im Alter von 14 und 15 Jahren. Die Arbeit mit ihnen gelang gut, da sie viel Interesse zeigten und einiges an Vorwissen und Erfahrungen mitbrachten.
Gestern hatte unserer Verein eine Weihnachtsfeier in einer gemütlichen Runde.
Aktuell bin ich bei der Planung für Workshops zu den Themen „Flucht und Asyl“ und „Jugendpartizipation innerhalb einer Demokratie“ eingebunden, welche nächstes Jahr stattfinden.
Nächste Woche Dienstag haben wir als FSJ-P-Gruppe einen Seminartag in Leipzig zum Thema „Freiheit vs. Sicherheit“. Ich freue mich schon alle wieder zu sehen.
Ich bin gespannt auf die kommende Zeit beim PJR und auch auf den Weihnachtsurlaub.
Ich wünsche euch eine schöne Zeit, frohe Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr.!
Liebe Grüße
Robert

Mein Einstieg beim Politischen Jugendring Dresden

Mein Einstieg beim Politischen Jugendring Dresden

Ich bin links im Bild 😀 Mit dabei sind auch: Franzi, Alex und Marcus
Hallo!
Ich bin Robert, der
neue FSJ-Pler beim PJR. Nachdem Julia ihr Studium begonnen hat, habe
ich die Chance wahrgenommen und bin beim PJR eingestiegen. In der
ersten Woche gab es gleich die erste Seminarfahrt der Freiwilligen
vom FSJ-Politik, was ein großartiger Einstieg war. Untergebracht
waren wir in Schmochtitz, einem kleinen Dorf bei Bautzen. Teil des
Seminars waren Workshops und offene Diskussionen. Zudem konnten wir
vor allem abends unsere Freizeit selbst gestalten und uns besser
kennenlernen. Die aktuelle FSJ-P Gruppe ist mir sehr sympathisch.
Letzten Montag
begann dann meine erste richtige Arbeitswoche.
Mit den Kollegen
verstehe ich mich gut und die Arbeit macht mir Spaß. Die erste Woche
habe ich viel zum Thema „Flucht und Migration“ recherchiert,
Beiträge auf der Website gepostet und bin gerade dabei eine
Buchenwaldfahrt für eine Schulklasse zu organisieren. Am Donnerstag
war ich dann erstmals unterwegs im Gymnasium Bürgerwiese zum
Klassenratsprojekt. Begleitet habe ich hier Tobias und Alex. Es war
eine interessante Abwechslung und zudem wurde ich daran erinnert wie
temperamentvoll die 5. Klasse war.
Typische FSJler
Aufgaben wie Kaffee kochen musste ich mir quasi erst erkämpfen. 😀
Ich freue mich schon
auf die nächsten Wochen und darauf schrittweise mehr Verantwortung
zu übernehmen.
Bis bald und eine
schöne Zeit wünscht
Robert
Wohnungslosigkeit im Fokus

Wohnungslosigkeit im Fokus

Deutsch-tschechischer Workshop der Brücke/Most-Stiftung

Mitte Mai fand der Workshop „Neue Perspektiven? Zurück in die
„wohnende Gesellschaft“ in benachbarten Ländern“ in Dresden statt.
Die Brücke/Most-Stiftung organisierte diese sechstägige internationale Begegnung
zwischen interessierten jungen Menschen aus Deutschland und Tschechien. Die
praktische Begegnung mit dem Thema Wohnungslosigkeit sollte helfen
Stereotypisierungen abzubauen und neue Wege zu finden, wie nachhaltiges
soziales Engagement im Bereich der Wohnungslosenhilfe möglich ist. Durch den
Vergleich zwischen den Hilfsangeboten in Tschechien und Deutschland wurde es
möglich vermeintlich Selbstverständliches zu hinterfragen und über manches aus
einem neuen Blickwinkel nachzudenken. Ich als Praktikantin des PJR war auch
dabei und werde euch hier einige Eindrücke dieser Woche schildern.

Unterwegs in Zižkov

Stolz zeigt uns Honza wie aus den Bücherresten, die er im Prager
Stadtteil Žižkov aus Mülltonnen fischt und von der Straße aufsammelt, neue
Notizhefte und Kalender gefertigt werden. Dass Honza wohnungslos ist sieht man
ihm nicht direkt an. Seine Kleidung ist sauber und er ist gepflegt. Honza ist
einer von acht Stadtführern, die über das Sozialunternehmen Pragulic eine
Arbeitsstelle gefunden haben. Wohnungslose werden hier als Stadtführer
angestellt und erhalten bis zu 400 Euro Gehalt im Monat.

Hilfsangebote in Deutschland und Tschechien         

Pragulic ist ein Projekt, welches wir bei unserer eintägigen Exkursion
nach Prag kennen gelernt haben. Wir nahmen aber nicht nur an der Stadtführung
teil, sondern besuchten auch, wie bereits in Dresden, die dortige
Wohnungslosenhilfe der Heilsarmee. In Prag standen wir sozusagen auf einmal
mitten drin. Neben uns die Rezeption, ein Stück weiter die Essensausgabe und
die Schlafräume. Für etwa 1,50 Euro pro Nacht bekommt man hier einen
Schlafplatz. Wir durften uns einen Schlafraum anschauen. In dem Zimmer gab es
keine Schränke oder Tresore. Wir fragten, was die Wohnungslosen mit ihren
Wertsachen machen, wenn sie sich hier aufhalten bzw. schlafen. Unser Ansprechpartner
verwies darauf, dass die Kapazitäten nicht ausreichen, und die Bewohner somit
auf ihre Sachen gut Acht geben müssen.

 

Mit diesen Eindrücken aus Tschechien konnten wir die in den
vorangegangen Tagen in Dresden gemachten Erfahrungen noch einmal Revue passieren
lassen. Auch hier haben wir Anlaufstellen, Träger und Hilfsangebote besucht und
anhand von Vorträgen und Diskussionen einiges über die Situation und Probleme
von Wohnungslosen erfahren. Neben der Heilsarmee gaben uns die Dresdener Tafel,
die Diakonie, die drObs die Treberhilfe, das Nachtcafe, sowie Mitarbeiterinnen
des Sozialamtes einen Einblick in ihre tägliche Arbeit. Besonders gefreut hat
uns, dass sich ein von Wohnungslosigkeit Betroffener bereit erklärte uns von
seinem Leben zu erzählen. Wir waren bemüht bei unserem Workshop niemanden zu
bedrängen, deshalb waren wir über diese Zusage sehr glücklich.
“Hang up
and help out”
Als Abschluss unserer Woche sollte im Alaunpark in der Dresdener
Neustadt der erste Street Store in Deutschland eröffnen. Entwickelt wurde dieses
Konzept 2014 in Kapstadt, Süd-Afrika wo Armut und Wohnungslosigkeit eine
weitaus größere Problematik darstellt als in Deutschland. Die Idee dahinter
ist, an einem öffentlichen Platz gesammelte Kleiderspenden auszulegen und an
Bedürftige, insbesondere Wohnungslose, zu verschenken.
Mittlerweile gibt es
über 100 Street Stores auf der ganzen Welt. Einer der Gründer aus Kapstadt, Max
Pazak, kam sogar am Freitag zu unserem Stand in den Alaunpark, was uns
natürlich sehr gefreut hat. Das Konzept des Street Stores ist schnell erklärt,
doch hat sich bei der weltweiten Verbreitung des Konzepts gezeigt, das auf die länderspezifische
Lage der Wohnungslosen konkret eingegangen werden muss. Auch bei unserem Street
Store lässt sich sicherlich noch einiges verbessern bzw. das Angebot erweitern.

 

Die Begegnungen, die wir diese Woche über gemacht haben, waren
bereichernd und gleichzeitig machen sie nachdenklich. Wohnungslosigkeit drängt
Betroffene weiterhin an den Rand der Gesellschaft. Mehr Verständnis und weniger
Vorurteile können erste Schritte sein, um dem großen Problem entgegenzutreten. Hierfür
war der Workshop ein erster guter Anfang.
Beste Grüße, Sarah
Links zum Thema: 
  • www.bmst.eu/index.php
  • www.diakonie-dresden.de
  • www.dresdner-tafel.de
  • www.drobs-strassenzeitung.de
  • www.heilsarmee.de/dresden/ueber-uns.html
  • www.pragulic.cz
  • www.thestreetstore.org
  • www.treberhilfe-dresden.de