Auch dieses Jahr haben wir wieder mit Förderung von Erasmus+ eine Jugendbegegnung organisieren können. Dieses Mal war ein slowakischer Partner neben unserem ukrainischen Partner mit an Bord. Thema war Jugendbeteiligung. Beim deutschen Begegnungsteil waren wir mit der Videokamera dabei, um euch einen kleinen Eindruck zu vermitteln. Schaut rein!
Im September fand unser diesjähriger deutsch-slowakisch-ukrainischer Jugendaustausch unter dem Thema „Wer, wenn nicht wir? - politische Jugendbeteiligung“ statt. Zunächst trafen sich die Jugendlichen aus allen drei Ländern vom 09.- 16. September in Dresden. Hier näherten sich die Jugendlichen dem Thema zum einen durch Workshops im Bereich Projektmanagement, wo sie lernten, ihr eigenes Projekt verwirklichen zu können, und zum anderen durch verschiedene Exkursionen. So waren wir einen Tag in Berlin zu Besuch im Bundestag und zu einem Gespräch mit der Abgeordneten Natalie Pawlik verabredet, der Beauftragten für für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten. Außerdem besuchten das Kinder- und Jugendbüro in der Dresdner Neustadt und hatten Gespräche mit Vertreter*innen von Jugendorganisationen von Parteien. Aber auch der interkulturelle Austausch zwischen den Jugendlichen kamen unter anderem bei einem internationalen Abend und einem ukrainischen Abendessen mit traditionell selbst gekochtem Borschtsch nicht zu kurz.
Im zweiten Teil der Internationalen Jugendbegegnung vom 23. - 30. September empfing uns der Karpatendeutsche Verein in Bratislava (Slowakei). Auch hier lernten wir viel zu dem Thema und über die slowakische Kultur und Gastfreundschaft. So besuchten wir die Deutsche Botschaft in Bratislava, waren bei einer Live-Radiosendung im Goethe-Institut und erkundeten das Karpatendeutsche Museum. Außerdem beeindruckte uns Bratislava mit seiner vielseitigen Geschichte, wunderschönen Altstadt und kulinarischen Spezialitäten. Am letzten Tag der Begegnung besuchten wir das nahegelegene Wien und tauchten in die gemeinsame österreichischslowakisch-ukrainische Geschichte ein.
Diese Maßnahme wurde mitfinanziert aus Mitteln von Erasmus+ – Jugend in Aktion.
Wir hatten vorgestern die aufregende Möglichkeit, als Gäste im Publikum der MDR-Sendung "Fakt ist!" dabei zu sein. Mit sieben Mitgliedern unseres Vereins, haben wir spannende Diskussionen rund um das Thema Linksextremismus und Polizeipräsenz am Beispiel des Falls Lina E. und der Eskalationen in Leipzig miterleben können.
Vor allem Armin Schuster (sächs. Innenminister) und Marco Böhme (Die Linke) sind über ihre gänzlich verschiedenen Wahrnehmungen der Geschehnisse in Leipzig aneinandergeraten. Außerdem eingeladen waren eine Leipziger Journalistin, die ebenfalls vor Ort war, sowie ein Extremismusforscher. Zusätzlich beteiligte sich auch ein Connewitzer (Leipzig) Anwohner und die Bundesvorsitzende der Piratenpartei an der Diskussion.
Es war eine sehr lebendige Debatte. Schaut sie euch gerne in der Mediathek an:
Vielen Dank an das Team von "Fakt ist!" für die Einladung!
So schnell kann es gehen! Die Hälfte meines Freiwilligendienstes ist bereits vorbei und es wird Zeit für ein paar Highlights.
Erst vor kurzem fand unser lange geplanter Filmabend in der Filmgalerie statt. Gezeigt haben wir "La Haine – Der Hass", ein Film über drei Jugendliche, die in einem Problemviertel der Pariser Vorstädte leben. Im Anschluss haben wir mit den Teilnehmerinnen noch ein Gespräch zur Thematik Segregation in der Stadtentwicklung geführt. Dafür waren ein Sozialarbeiter und ein Anwohner aus Dresden Gorbitz eingeladen, die den Abend mit sehr interessanten Einblicken in die Situation vor Ort bereichert haben.
Ebenfalls interessante Einblicke bieten für mich die Dinge, die wir zusammen mit der Universitätsschule machen. Vor ein paar Jahren durfte ich an einem Schülerinnenkongress teilnehmen, wo verschiedene Ideen zur Zukunft der Schule ausgetauscht wurden. Daher finde ich es spannend, einige dieser Ideen in der experimentellen Praxis zu sehen. Sicher wäre es auch interessant, dort mal einen Workshop durchzuführen, denn ich finde es recht aufschlussreich, wie diese bei den verschiedenen Zielgruppen funktionieren. Für mich persönlich sind die Workshops mit anderen Freiwilligendienstleistenden sehr erfreulich, aber die Abwechslung ist letztendlich entscheidend.
Über einen Mangel an Abwechslung kann ich mich freilich nicht beklagen und ich bin zuversichtlich, dass die zweite Hälfte meiner Zeit hier ebenso angenehm wird. Auf ein paar Dinge kann ich mich jetzt schon freuen und dazu zählen auch die Fahrt nach Berlin im Mai mit den FSJ-Plern der anderen Einsatzstellen sowie verschiedenste anstehende Gedenkstättenfahrten.
Seit nunmehr über einem Jahr befindet sich die Ukraine im Krieg. Millionen Ukrainer*innen sind geflüchtet und fanden im Ausland ein neues zu Hause. S. ist mit seiner fünfköpfigen Familie und weiteren Familienmitgliedern aus der Ukraine nach Deutschland geflüchtet. Sie hatten Angst vor dem Krieg und wollten in Deutschland, wie so viele andere, ein neues friedliches Leben beginnen. Wie die Integration gelungen ist, besprechen wir in unserem Interview.
Hattet ihr Angst euer Land zu verlassen und nach Deutschland zu kommen?
Wir hatten keine Angst nach Deutschland zu kommen.
Wie lief die Flucht für euch ab?
Die Flucht war für uns sehr einfach.
Hattet ihr das Leben in Deutschland so erwartet wie es nun ist?
Ich hatte erwartet, dass die Sprache und die Bürokratie einfacher sind. Die Leute sind leider auch oft Ungut.
Du hast zum Glück schnell Arbeit als Malermeister gefunden. War das einfach? Wie hast du die sprachlichen Probleme überwunden?
Es war einfach für mich Arbeit zu finden. Das mit der Sprache ging leicht durch eine App zu überwinden.
Ihr seid eine große Familie mit 3 Kindern. Wie sind die Kinder hier angekommen? Wie seid ihr als Familie hier angekommen, gefällt es euch in Deutschland?
Den Kindern gefällt es sehr gut hier, denn sie haben hier alle Möglichkeiten und Freiheiten.
Wollt ihr nach Ende des Krieges wieder zurück in die Ukraine?
Nein. Es ist besser hier zu leben.
Gibt es etwas was ihr Deutschland unbedingt sagen wollt?
Nein.
Ist die Integration gelungen?
Die Integration ist gut gelungen, aber man bräuchte mehr Hilfe bei der Sprache.