„FINITE - The Climate of Change“ - Filmvorführung und Podiumsdiskussion

„FINITE - The Climate of Change“ - Filmvorführung und Podiumsdiskussion

„In Hambach in NRW setzen sich besorgte Bürger*innen für die Rettung eines uralten Waldes vor einem der größten Kohlebergwerke Europas ein. Sie gehen eine unwahrscheinliche Allianz mit einer frustrierten Gemeinde im ländlichen England ein, die gezwungen ist, Maßnahmen zu ergreifen, um ihre Häuser vor einem neuen Tagebau-Kohlebergwerk zu schützen. „FINITE - THE CLIMATE OF CHANGE “ ist ein Insiderblick auf die Welt des direkten Handelns; ein roher, authentischer und emotionaler Einblick in den ungleichen Kampf zwischen Frontlinien, Aktivisten und Unternehmen für fossile Brennstoffe.“

Am 1. Februar um 19:30 Uhr wollen wir in der Filmgalerie Dresden e.V. (Altenberger Str. 26, 01277 Dresden) den Film „FINITE– The Climate of Change“ zeigen. Wir werden den Film im Originalton (Deutsch/Englisch) mit deutschen Untertiteln ansehen. Im Anschluss daran wollen wir im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit euch über den Film sprechen und diskutieren, wie weit man gehen muss, um auf den Klimawandel aufmerksam zu machen und welche persönlichen und rechtlichen Grenzen Aktivisti*innen haben. Auf dem Podium werden uns Umweltschützer*innen aus Dresden sowie der Stadtrat und Anwalt Johannes Lichdi (Dissidenten) Rede und Antwort stehen. Wir freuen uns dabei auch über Fragen und Anregungen aus dem Publikum.

Wir bitten um eine kurze Anmeldung per Mail an mail@pjr-dresden.de , da es nur eine begrenzte Anzahl an Sitzplätzen gibt.

 

Aktiventreff

Aktiventreff

Interessiert an politischer Bildung? Lust uns und unsere Projekte kennenzulernen? Dann komm zu unserem Aktiventreff! Dieses Mal treffen wir uns wegen der Corona-Pandemie im Dachsaal des Plauener Bahnhof. Bitte gebt uns Bescheid, wenn ihr kommen mögt, so dass wir einen Überlbick über die Zahl der Teilnehmenden haben.

Erstmals wollen wir euch dieses Mal unsere neuen thematischen AGs präsentieren. Für Snacks & Getränke wird gesorgt sein!

Kontakt: mail[at]pjr-dresden.de oder per Telefon 0351 4706476.

Stand zur Halbzeit

Stand zur Halbzeit

Hallo!

Es ist jetzt schon eine Weile her, dass ich meinen letzten Blogeintrag veröffentlicht habe und nun wird es wieder einmal Zeit ☺.

Im Schlussgang zur U18-Wahl stand die Berlinfahrt vor der Tür, wo Dresdner Kinder und Jugendliche die Möglichkeit besaßen, Dresdner Abgeordnete in Berlin zu treffen und sie über ihre Arbeit als Dresdner Kandidaten auszufragen. Leider konnte Herr Vaatz nicht anwesend sein und wurde somit durch zwei Mitarbeiter vertreten. Frau Kipping konnte zum vereinbarten Termin anwesend sein und Rede und Antwort stehen. Auch meinte das Wetter es gut mit uns und wir hatten einen fantastischen Blick von der Kuppel des Reichstages über Berlin (einen ausführlichen Bericht findet ihr hier: https://pjr-dresden.de/2017/12/01/wir-waren-in-berlin/ ). Somit war das Projekt U18 Wahl abgeschlossen und wartet für eine Neuauflage die nächsten Wahlen in vier Jahren ab – oder gibt es vielleicht doch vorzeitig Neuwahlen?

Am 24. Januar fand schließlich ein Stammtisch statt, den ich selbständig ausgearbeitet und durchgeführt habe. Als Stammtischthema bietet sich besonders Material an, welches viel Austauschmöglichkeiten besitzt und deswegen habe ich mich für „Shoah“ von Claude Lanzmann entschieden. Die Vorbereitung für den Abend, welcher dann schließlich in der Filmgalerie stattfand, dauerte länger als geplant. Jedoch wollte ich alle 9h Filmmaterial gesichtet, das dazugehörige Buch gelesen und ausreichend über das Thema Bescheid wissen; bevor ich zum Stammtisch lade. In Folge der Vorbereitung nahm ich dann auch an einer Bildungsfahrt -der evangelischen Akademie- nach Theresienstadt teil, um das ehemalige Ghetto zu besichtigen. Es war eine sehr muntere Gruppe von ca. 15 Personen, älterer Jahrgänge, die aber sehr aufgeschlossen und nett waren. Die Bildungsfahrt beinhaltete einen Vorbereitungsabend -mit theoretischen Vorträgen- und die Fahrt nach Tschechien, die eine Übernachtung -von Samstag zu Sonntag- beinhaltete.

Im Rahmen der Vorbereitung, auf den Stammtischabend war das FSJ-Seminar im Schloss Colditz auch sehr interessant. Mit dem Thema „Rechtsextremismus“ gliederte es sich an das Projekt „Shoah“ an, wenngleich auch chronologisch weiter hinten, indem es besonders die heutige Zeit beleuchtete. In Colditz verbrachten wir (33 FSJ´ler) eine Woche und behandelten außerdem die „Mitte Studie“ und unterhielten uns mit einem Aussteiger aus der „Rechten Szene“. Wieder zurück im Büro bereitete ich nun den Stammtisch vor (mehr Informationen zum Abend findet ihr hier: https://pjr-dresden.de/2018/01/30/shoah-stammtisch/ ).

Außerdem startete ich ein Videoprojekt, in dem junge engagierte Freiwillige interviewt und gefilmt werden. Ziel ist eine Videoreihe, die motivierten Menschen zeigt, wie man sich erfolgreich engagieren und einbringen kann. Das Videoprojekt findet in Zusammenarbeit mit der Video- AG der 55. Oberschule statt, mit denen wir die Fragen ausarbeiten, interviewen, filmen und schneiden wollen. In Vorbereitung auf das Projekt besuchte ich ein Lehrgang der SAEK, welcher die Grundprinzipien der Filmproduktion erklärte: Storyboard, Licht, Kameraführung, uvm. Mal sehen ob sich davon an den Drehtagen etwas anwenden lässt ☺. Wie viel und in welcher Form es zur Umsetzung kommt, werde ich im nächsten Blog berichten.

Viele Grüße und bis dann!  

Clemens

FSJ-P Projekt „Blut muss fließen“

FSJ-P Projekt „Blut muss fließen“

Hallo!

Im FSJ-Politik ist es üblich, dass man als Freiwillige/r ein
eigenes Projekt durchführt. Ich hatte zuerst mit Tom, dem Freiwilligen der
Aktion Zivilcourage, eine Kooperation geplant. Leider musste er jedoch
aussteigen. Trotzdem noch einmal vielen Dank für seine Ideen und Unterstützung.

Inhaltlich hat sich der Plan dadurch jedoch nicht geändert.
Ziel war es, den Regisseur Peter Ohlendorf zusammen mit seinem Dokumentarfilm „Blut muss fließen“ – Undercover unter Nazis
nach Dresden zu holen. Dieser handelt von der bisher kaum beleuchteten und
beachteten Rechtsrockszene in Deutschland und Europa, welche Nazis als
Treff- und Vernetzungspunkt dient. Zudem lässt sich oft ein Zusammenhang zwischen
Rechtsrock und rechter Gewalt erkennen, da diese Musik mit
gewaltverherrlichenden und volksverhetzenden Texten das ohnehin schon große
Gewaltpotenzial der Naziszene mobilisiert und verschärft.
Peter Ohlendorf und ich bei der Aufführung im Roten Baum
Geplant waren vier Aufführungen des Filmes: jeweils eine
Abendveranstaltung im Roten Baum sowie im Kinder-und Jugendhaus Gorbitz und zweimal vor Schulklassen. Der Ablauf sah wie folgt
aus: Nach einer kurzen Einführung in das Thema schauten wir gemeinsam den Film.
Anschließend war es möglich mit dem Regisseur ins Gespräch zu kommen. Diese
Chance wurde von allen Gruppen ausgiebig genutzt. Es entspann sich ein Gespräch,
welches sich mit Hintergrund- oder Verständnisfragen zum Film, aber auch mit
politischen Handlungsmöglichkeiten beschäftigte. Es wurde diskutiert, wie man
durch politisches, gesellschaftliches Engagement und staatliches Handeln der
Nazi- und Rechtsrockszene, sowie neurechten Bewegungen den Boden entziehen
kann. Hier war in Dresden besonders PEGIDA ein Thema. Dadurch dauerten die
Diskussionen der Abendveranstaltungen bis zu zwei Stunden.

Besonders interessant für uns waren die beiden Schulklassen
an der Waldorfschule, da das Alter der Schüler_innen genau dem unserer
Zielgruppe entsprach. Rechtsrock war in diesen beiden Klassen bisher kaum
bekannt. Das Feedback von ihrer Seite und auch das der Lehrer_innen war
positiv. Vielleicht konnten wir manche von ihnen durch diese Veranstaltung in
ihrem gesellschaftlichen und politischen Engagement bestärken.

Etwas enttäuschend waren jedoch die Teilnehmendenzahlen bei
den Abendveranstaltungen. Hier fiel es uns besonders schwer Jugendliche zu
erreichen. Neben verbesserungswürdiger Werbung für das Projekt, schien es als
wären Politik und Freizeit für viele junge Leute schwer zu vereinen. Die schon
erwähnten guten Gespräche entschädigten allerdings für diesen Dämpfer.

Insgesamt ist mein Fazit für das Projekt positiv und ich bin
stolz darauf, dass es so geklappt hat. Auch hier konnte ich auf viel
Unterstützung aus dem PJR-Büro bauen. Vielleicht führt jemand diese Projektidee
in Zukunft weiter.

Liebe Grüße,
Robert

Gefördert wurde das Projekt von der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Novum (Sächsische Jugendstiftung) sowie der Stadt Dresden. Vielen Dank!