by ESK-Freiwillige | 10.08.2026 | Blog
Hallo zusammen, ich bin Sofia. Seit einem halben Jahr arbeite ich jetzt als Ehrenamtliche beim PJR, und diesen Sommer hatte ich die wunderbare Gelegenheit, an einem besonderen Jugendaustausch „Movies on Human Rights“ teilzunehmen, das von Erasmus+, dem Land Sachsen und der Stiftung West-Östliche-Begegnungen gefördert wird. Das Medienprojekt hat junge Menschen aus drei Ländern – Deutschland, Montenegro und Georgien – zusammengebracht, und es hat nicht lange gedauert, bis wir uns angefreundet haben.
3.000 km von zuhause
Die erste Hälfte des Projekts habe ich 3.000 km von dem Ort entfernt verbracht, den ich mittlerweile mein Zuhause nenne. Das nächtliche Batumi in Georgien, wo unser Flugzeug gelandet ist, empfing uns mit salziger Meeresluft. Kobuleti – eine kleine Touristenstadt an der Schwarzmeerküste, in der der größte Teil des Programms stattfand – erwartete uns mit einem selbstgekochten Abendessen und frisch gebackenem Gebäck und am nächsten Morgen mit einem Blick auf die Bergketten vom Balkon aus.

Unsere Tage begannen meistens im Konferenzraum, in den ich jedes Mal eine Tasse Kaffee hinein schmuggelte. Und ich schäme mich nicht zuzugeben, dass ich am ersten Tag des theoretischen Teils in der Pause ins Meer schwimmen gegangen bin. Der Strand war nur 10 Minuten von unserem Hotel entfernt, und wir haben uns zwischen den Sessions oft dort getroffen – beim Sonnenuntergang und später natürlich vor oder hinter den Kameras.
Menschenrechte und Filmemachen
Wir lauschten Vorträge über die theoretischen Grundlagen der Menschenrechte, tauschten uns über die aktuelle Situation in Bezug auf Menschenrechte in unseren Ländern aus, nahmen an Quizzen und Gruppenaufgaben teil und diskutierten viel über aktuelle globale Themen. Als Generation, die noch lange in dieser Welt leben wird, finde ich es wichtig, darüber nachzudenken, was auf uns zukommt.
Wir schauten uns außerdem gemeinsam Kurzfilme an, besuchten Workshops zu Storytelling und den technischen Aspekten des Filmemachens, lernten, mit Kameras zu arbeiten, und schließlich schrieben wir Drehbücher, machten Pitches, arbeiteten in Teams und produzierten unsere eigenen Kurzfilme. All das mit Menschen zu machen, die wissen, was sie tun, und gleichzeitig bereit sind, einen anzuleiten und zu unterstützen, war eine unvergessliche Erfahrung.
Ich selbst war am Ende eine „Schauspielerin“ (also die Hauptfigur in einer autobiografischen Geschichte) und gleichzeitig Drehbuchautorin für ein Projekt über die Schwierigkeiten, sich in einem neuen Land zu integrieren und einzuleben, die Herausforderungen von erzwungener Migration und das „neue Leben“ von Geflüchteten. Klingt ein bisschen kompliziert, aber im Grunde ist es eine filmische Beichte darüber, wie es sich anfühlt, seine Heimat zu vermissen.
Ich erinnere mich noch gut daran, wie sehr ich nach den Dreharbeiten zur letzten Szene gezittert habe, in der ich bei Sonnenuntergang durch die kalten Wellen treibe. Und jetzt kann ich den zweiten Teil des Projekts kaum erwarten – dieses Mal in Dresden, wo wir unsere Filme fertigstellen und uns gegenseitig unsere Arbeiten zeigen können! 
Erinnerungen an Georgien
Und natürlich darf ich meine Eindrücke von Georgien selbst nicht vergessen. Der herzliche Empfang unserer georgischen Freunde, das fantastische traditionelle Essen (ich vermisse Khachapuri und Khinkali gerade wirklich sehr), der Kulturabend mit traditionellen Tänzen zu georgischer Musik (kurz darauf dann auch Montenegro, Deutschland und sogar ein bisschen Ukraine) und natürlich der weltberühmte georgische Wein …
Ich erinnere mich an all das mit einem Lächeln.
Und dann war da noch unser Ausflug ins sonnige Batumi, wo wir einen ganzen Tag hatten, um jeden Winkel der Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Der Muskelkater in meinen Beinen nach dem Laufen von morgens bis abends war nicht einmal unangenehm – es hat sich absolut gelohnt. Auch Kobuleti haben wir in unserer Freizeit und während der Arbeit an unseren Filmen immer wieder selbst erkundet. Eines Tages landete unser Team während der Dreharbeiten auf einem Lebensmittelmarkt, von dem ich ganz aus Versehen 1,2 Kilo Gewürze mit nach Hause gebracht habe (Haha).
Und natürlich werde ich auch die Gastfreundschaft und die Herzlichkeit der Menschen dieses wunderbaren Landes nicht vergessen.

Alles in allem haben Georgien und die Teilnahme an diesem Projekt bei mir nur die wärmsten Erinnerungen hinterlassen – etwas, das mir noch lange ein Lächeln ins Gesicht zaubern wird.
***

Ich freue mich jetzt schon sehr auf den deutschen Teil des Jugendaustauschs: alle wiederzusehen, die mir in dieser kurzen Zeit so sehr ans Herz gewachsen sind, an einem Film weiterzuarbeiten, der für mich persönlich sehr bedeutend geworden ist, und Neues über Menschenrechte und das Filmemachen zu lernen.
Bis bald!
by ESK-Freiwillige | 17.07.2026 | Blog
Nun ist es also tatsächlich schon so weit, mein FSJ ist fast zu Ende. Natürlich weiß man schon vorher, wie kurz ein Jahr ist, aber dass es dann doch so schnell vorübergeht, hätte ich nicht erwartet. Viel ist in diesem Jahr passiert, und ich möchte mir noch einmal Zeit für einen kleinen Rückblick nehmen. Zu oft stellt man sich die Frage „Wo stehe ich in fünf Jahren?“. Viel wichtiger finde ich eine andere: „Wie werde ich mich in fünf Jahren an die Zeit heute erinnern?“
Woran ich in fünf Jahren wahrscheinlich als erstes denke, wenn ich das Wort „FSJ“ höre, sind die vielen und vielseitigen Bildungsprojekte. Ich war bei ziemlich genau 51 Workshops in Realschulen, Gymnasien und Berufsschulen dabei (ja, das habe ich wirklich nachgezählt) und dabei schätzungsweise 1.000–1.500 unterschiedlichen Menschen ins Gesicht geschaut (ja, das habe ich wirklich ausgerechnet). Thematisch war von Kommunalpolitik über Social Media bis hin zu Nationalsozialismus alles dabei. Hinzu kamen mindestens fünf Tablet-Touren, zwei Filmabende und eine Gedenkstättenfahrt. Das ist eine erlebnisreiche Bilanz, die sich sehen lassen kann.
Besonders spannend fand ich dabei abseits vom eigentlichen Inhalt der Workshops die Schulen, die wir besucht haben. Was diese ausmacht und wie sie sich unterscheiden, sei es von den Gebäuden, den Lehrern, oder der Einstellung der Schüler, fand ich schon sehr interessant. So einen breit gefächerten Einblick erhält man wohl kaum irgendwo anders und er würde sicherlich auch dem ein oder anderen Politiker guttun. Ansonsten hat es mir – als Kleinstädter – auch generell gefallen, so viel in Dresden unterwegs zu sein, die Stadt etwas besser kennenzulernen und nicht jeden Tag denselben Arbeitsweg zu haben.

Aber ich werde mich in fünf Jahren sicherlich auch an die vielen Tage im Büro zwischen den Workshops erinnern. Falls ich später wieder mal in einem Büro lande, wird mein FSJ die Zeit gewesen sein, in der ich das erste Mal erfahren konnte, wie es ist, einen festen Arbeitsort mit eigenem Schreibtisch und Computer außerhalb der eigenen vier Wände zu haben. Von Arbeitszeiterfassung bis Pausenraum wird mir bestimmt einiges im späteren Beruf wieder über den Weg laufen – was ich nicht gehabt hätte, wenn ich direkt nach der Schule studiert hätte. Hier habe ich auch dazugelernt, wie man gerade an Tagen ohne festes Programm die vielfältigen Aufgaben geordnet und selbstständig bearbeitet. Und auch Tage mit wenig Arbeit musste ich hin und wieder meistern. Das hätte ich mir anders gewünscht, jedoch ist das teils auch selbst verschuldet, weil ich mich bewusst gegen ein eigenes Projekt entschieden habe. Das würde ich inzwischen anders machen. Genau dieselbe Situation wird es zwar wahrscheinlich nicht mehr geben, aber ich denke, ich lerne daraus trotzdem viel für die Zukunft.
Apropos Studium: In fünf Jahren werde ich, wenn alles glatt läuft, wohl am Ende meiner Uni-Zeit stehen. Dann werde ich mich bestimmt an jetzt erinnern, an die Zeit, in der ich mir so viele Gedanken über diese Entscheidung gemacht habe. Das Thema „Was kommt danach?“ schwebte natürlich wie kaum ein anderes über dem gesamten Jahr. Und das FSJ war die richtige Entscheidung, denn ich konnte hier so viel über mich selbst lernen, dass es an dieser Stelle vollständig aufzuführen kaum möglich ist. Ich weiß jetzt besser, was ich kann, was ich will und was mich motiviert. Insbesondere der letzte Punkt ist entscheidend für meinen Entschluss, nach diesem Jahr nun doch in die eher technische Richtung zu gehen. Ich habe in diesem Jahr gelernt, wie wichtig Geistes-, Gesellschafts- und Sozialwissenschaften sind, aber auch, dass Ergebnisse in dieser Arbeit immer eher abstrakt bleiben. Dafür muss man wahrscheinlich der Typ sein. Und ich denke, dass ich eher rein psychologisch glücklicher werde mit einer Arbeit, die ein festeres, direkteres Ergebnis liefert. Das ist eine Beobachtung, die maßgeblich zu dieser Entscheidung beigetragen hat. Und, man kann es kaum glauben, aber über ein Jahr nach meinem Abitur vermisse ich tatsächlich ein wenig Mathe. 😉
Ansonsten erinnere ich mich in fünf Jahren wohl am meisten an die vielen coolen Bekannt- und Freundschaften während meines FSJs, mit denen ich dann hoffentlich noch Kontakt habe. Eliseo als ESKler hat den Alltag in meiner Einsatzstelle bereichert und auch all die anderen FSJler*innen, die ich auf den Bildungstagen und -fahrten kennenlernen durfte, waren mit einer der größten Gründe, weshalb ich dieses FSJ weiterempfehlen würde.
Ich glaube, Fragen wie „Was hat dir dieses Jahr gebracht?“ kann man so ganz endgültig erst in fünf Jahren beantworten. Aber ich bin mir sicher, dass ich dann auf ein ganz besonderes Jahr zurückblicken werde. Ein Jahr des Umbruchs und des Übergangs, ein Jahr des Ausprobierens. Ein Jahr, in dem ich so viele Menschen kennengelernt habe wie vielleicht nie wieder, in dem ich in einem völlig neuen Bereich arbeiten durfte, in dem ich so vielfältige Tagesabläufe hatte wie noch nie zuvor. Ein Jahr, in dem ich mich im FSJ, aber auch außerhalb, weiterentwickelt habe, und viel für die Zukunft lernen konnte. Und ein Jahr voller schöner Erinnerungen, die mich auch in fünf Jahren noch prägen werden.
Vielen Dank für dieses tolle Jahr!
Florian
by ESK-Freiwillige | 27.05.2026 | Nicht kategorisiert
My year in Germany:
At the beginning of September, I started working here in Dresden and immediately felt comfortable in the office. However, when it came to working with the young people in the classrooms, it took me some time before I felt 100% ready.
In this regard, the office organized a German course for me, which was very helpful from the very beginning, especially because in March, as part of a workshop on racism, I had to give a presentation on colonialism research, which we later presented in different schools.
During this year, I took part in two seminars: the first one in Weimar and the second one in Bremen. Both were wonderful experiences that I will remember in the future as well, mainly because I was able to meet many new people from all over the world and also keep my English level at a good standard.
I would like to sincerely thank my colleagues for giving me the opportunity to work here in Dresden.
Eliseo Guazzarotti.
by ESK-Freiwillige | 27.05.2026 | Nicht kategorisiert
Olá,
I have now been doing my ESC volunteering service in Figueira da Foz, Portugal, for almost 9 months. Figueira is a small coastal town located roughly in the middle of Portugal and is very well connected by long-distance buses and trains to almost all major cities in the country.
I work at a rowing and kayaking club. My main tasks are supporting the coaches during training sessions with children aged 7 to 17 and helping at competitions. In addition, twice a week there is a project for children and teenagers with disabilities, who, together with us volunteers and a coach, learn rowing and kayaking and take part in other sports and group activities.
What I especially like is how international our club is. Both coaches and athletes come not only from Portugal, but also from Brazil, Cuba, Belarus, Ukraine, Russia, the Netherlands, South Africa, and Argentina, so you are constantly interacting with people from many different parts of the world. The same goes for my fellow volunteers from France and Spain, whom I get along with really well. In general, there is a very open atmosphere among parents, coaches, and athletes alike. I have also had the opportunity to gain insight into the lives of professional athletes and even meet European champions and Olympians.
Of course, language is very important when working with children, but that also forces you to speak and helps you improve quickly. In addition, I attend a language course together with other volunteers from Germany who work in kindergartens here, where I can expand my rather specialized work-related vocabulary into something more useful for everyday life (outside of work, I rarely have to correct someone’s kayaking technique :)).
During the winter, we definitely noticed that even in the south it is not always warm, especially because the houses are hardly insulated and there is no heating. Portugal was also hit quite hard by storms and flooding in January and February; in our city, even a Ferris wheel and a crane collapsed.
But now it is basically already summer, and I am looking forward to the remaining three months in Figueira.
Beijinhos from Portugal.
by ESK-Freiwillige | 27.05.2026 | Blog
Olá,
Ich mache jetzt schon seit fast 9 Monaten meinen ESK Freiwilligendienst in Figueira da Foz in Portugal. Figueira ist eine kleine Küstenstadt etwa mittig in Portugal gelegen und ist durch Fernbusse und Züge sehr gut an quasi alle großen Städte in Portugal angebunden. Ich arbeite hier bei einem Ruder- und Kajakverein. Meine Aufgaben bestehen hauptsächlich darin die Trainer beim Training mit den Kindern im Alter von 7 bis 17 Jahren zu unterstützen und bei Wettkämpfen zu helfen. Zusätzlich dazu gibt es zweimal in der Woche ein Projekt mit Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen, die gemeinsam mit uns Freiwilligen und einem Coach ebenfalls Rudern und Kajakfahren lernen und andere sportliche und Gruppenaktivitäten machen. Besonders gut gefällt mir das unser Club sehr international sind, sowohl Coaches als auch Athleten kommen nicht nur aus Portugal sondern auch aus Brasilien, Kuba, Belarus, Ukraine, Russland, der Niederlande, Südafrika oder Argentinien, sodass man ständig im Austausch mit ganz vielen Menschen aus unterschiedlichen Teilen der Welt ist. Das gilt natürlich auch für meine Mitfreiwilligen aus Frankreich und Spanien mit denen ich mich super verstehe. Zudem herrscht allgemein eine sehr offene Atmosphäre, sowohl bei den Eltern als auch bei Trainern und Athleten. Auch habe ich hier die Chance einen Einblick in das Leben von Leistungssportlern zu bekommen und auch Europameister und Olympioniken kennenzulernen.

Für die Arbeit mit Kindern ist natürlich auch die Sprache sehr wichtig, dadurch ist man jedoch auch gezwungen zu sprechen und verbessert sich schnell. Zusätzlich besuche ich auch mit anderen Freiwilligen aus Deutschland, die hier im Kindergarten arbeiten, einen Sprachkurs, in dem ich mein doch recht spezielles Vokabular von Arbeit alltagstauglich erweitern kann (außer auf Arbeit muss ich doch recht selten die Kajaktechnik von jemandem korrigieren:))
Im Winter haben wir auch deutlich gemerkt das es selbst im Süden nicht immer warm ist, besonders da die Häuser quasi nicht isoliert sind und es auch keine Heizungen gibt. Zudem wurde Portugal im Januar und Februar ziemlich hart von Stürmen und Überschwemmungen getroffen, bei uns in der Stadt sind sogar ein Riesenrad und ein Kran umgefallen.
Jetzt ist aber quasi schon Sommer und ich freue mich auf die verbleibenden 3 Monate in Figueira.
Bejiinhos aus Portugal.
Dieses Projekt wird durch das Europäische Solidaritätskorps der Europäischen Union gefördert.
by ESK-Freiwillige | 26.05.2026 | Blog
Mein Jahr in Deutschland:
Anfang September begann ich hier in Dresden zu arbeiten und fühlte mich im Büro sofort wohl. Was die Arbeit mit den Jugendlichen in den Klassen betrifft, dauerte es jedoch eine Weile, bis ich mich zu 100 % bereit fühlte.
In diesem Zusammenhang hat mir das Büro einen Deutschkurs organisiert, der von Anfang an sehr hilfreich war, auch weil ich im März im Rahmen des Workshops zum Thema Rassismus eine Recherche über den Kolonialismus präsentieren musste, die wir anschließend in verschiedenen Schulen vorgestellt haben.
Während dieses Jahres nahm ich an zwei Seminaren teil: das erste in Weimar und das zweite in Bremen. Beide waren wunderschöne Erfahrungen, an die ich mich auch in Zukunft erinnern werde, vor allem weil ich viele neue Menschen aus der ganzen Welt kennenlernen konnte und dadurch auch mein Englischniveau auf einem guten Stand halten konnte.
Ich danke meinen Kolleginnen und Kollegen herzlich dafür, dass sie mir die Möglichkeit gegeben haben, hier in Dresden zu arbeiten.
Dieses Projekt wird durch das Europäische Solidaritätskorps der Europäischen Union gefördert.
by Tobias | 27.04.2026 | Nicht kategorisiert
My Voluntary Year in Poland
Hey,
my name is Selma. I am 21 years old and I am currently doing a 9-month voluntary service with the European Solidarity Corps in Opole, Poland.
I come from Berlin and finished school there in the summer of 2025. After that, it was clear to me that I did not want to start studying right away, but rather take a year off from all the studying.
A voluntary service was a good opportunity for this. I have the chance to travel to another country, meet new people and learn new things, while at the same time my work enriches the communities here in the surrounding area.
My main task here is to help students from different schools become more familiar with the English language. We do this through interactive workshops, which I lead in English. If there are any communication problems, my coordinator is on site and speaks to the students in Polish.
This work is very varied, as the students’ ages differ greatly (7–20 years), their level of English is always different, and their engagement in the lessons also varies a lot.
90% of the time, I really enjoy this work. It is very interesting to exchange ideas with the students about our different cultures, and I always learn something new. Speaking so much in front of large groups has also helped me to speak more freely and confidently, and it has taken away my fear of approaching people I do not know.
Although these workshops are my main task, there is no typical day in my voluntary service. Each week is structured differently, and we help with many different activities. Other activities include, for example, workshops in our local youth club, office work, support at major events organised by the University of Opole or our NGO, as well as support for the Association of the German Minority, which has an office here in Opole. I really like the fact that my work is so diverse and that not every day looks exactly the same. I need this variety, both in terms of my tasks and my working hours; a fixed 9-to-5 job would personally appeal to me less.
When I arrived in Poland in November, I did not really know what to expect. I was confronted with many things at once: a new language, new people and a completely different everyday life. Now, six months later, most things already feel very familiar. I have found friends, I attend Polish lessons, I have got used to my job, I can find my way around Opole, and I have travelled a lot within Poland.
This voluntary year has shaped me personally more than I expected. I have learned how to cope with being on my own, how to deal with my insecurities, and how to approach new people and situations more openly.
I am excited to see what I will experience in the last three months. But when I look back on the past months now, I am above all grateful: for the experience, my new friends, the emotional rollercoaster I went through in my first month, and also for the challenges.
An ESC voluntary service is definitely not always easy, and there are times when everything unfamiliar and new can feel very overwhelming, but that is exactly what makes it so valuable.
by ESK-Freiwillige | 27.04.2026 | Blog
Mein Freiwilligenjahr in Polen
Hey, mein Name ist Selma. Ich bin 21 Jahre alt und mache Gerade mit dem Europäischen Solidaritätskorps einen 9-monatigen Freiwilligendienst in Opole, Polen. Ich komme aus Berlin und habe im Sommer 2025 die Schule dort abgeschlossen. Danach war für mich klar, ich möchte nicht direkt studieren, sondern ein Jahr Pause von dem ganzen Lernen haben. Dabei bot sich ein Freiwilligendienst gut an. Ich habe die Möglichkeit in ein fremdes Land zu reisen, neue Menschen kennenzulernen sowie Neues zu lernen und gleichzeitig bereichert mein Einsatz die Communities hier in der Umgebung.
Meine Hauptaufgabe hier ist die Schüler verschiedener Schulen näher an die englische Sprache zu führen. Dies machen wir in der Form von interaktiven Workshops, welche von mir auf Englisch geleitet werden. Falls es Kommunikationsprobleme geben sollte, ist meine Koordinatorin vor Ort, welche dann auf Polnisch mit den Schülern spricht. Diese Arbeit ist sehr abwechslungsreich, da zum einen das Alter der Schüler stark variiert (7-20 Jahre), das Englischlevel der Schüler immer unterschiedlich ist und auch ihr Engagement am Unterricht sich stark unterscheidet. 90% der Zeit macht mir diese Arbeit sehr viel Spaß. Es ist sehr interessant sich mit den Schülern über unsere unterschiedlichen Kulturen auszutauschen und ich lerne immer etwas Neues dazu. Das viele Sprechen vor großen Gruppen hat mir auch dabei geholfen freier und unbeschwerter zu sprechen sowie mir die Angst davor genommen auf fremde Menschen zuzugehen. Obwohl diese Workshops meine Hauptaufgabe sind, gibt es bei meinem Freiwilligendienst keinen typischen Tag. Jede Woche ist neu strukturiert und wir helfen bei vielen verschiedenen Aktivitäten mit. Andere Aktivitäten sind z.B. Workshops in unserem lokalen Jugendclub, Büroarbeiten oder Unterstützung bei großen Events der Universität Opole oder unserer NGO, sowie die Unterstützung des Bundes deutscher Minderheiten welcher hier im Opole ein Büro hat.
Mir gefällt es extrem gut, dass meine Arbeit so divers ist und nicht jeder Tag exakt gleich aussieht. Ich brauche diese Abwechslung bezüglich meiner Aufgaben aber auch bezüglich meiner Arbeitsstunden, ein fester 9 to 5 würde mir persönlich weniger gut gefallen.
Als ich im November in Polen angekommen bin, wusste ich nicht genau, was mich erwartet. Ich wurde mit vielen Dingen auf einmal konfrontiert. Neue Sprache, neue Menschen und ein komplett anderer Alltag. Jetzt 6 Monate später fühlt sich das meiste schon sehr vertraut an. Ich habe Freunde gefunden, gehe zum Polnischunterricht, habe mich an meinen Job gewöhnt, finde umher in Opole und bin viel innerhalb Polens gereist.
Dieses FSJ hat mich persönlich mehr geprägt als ich erwartet hätte. Ich habe gelernt mit mir alleine umzugehen, meine Unsicherheiten zu bewältigen und offener auf neue Menschen und Situationen zuzugehen. Ich bin gespannt was ich in den letzten 3 Monaten noch erleben werde. Wenn ich allerdings gerade auf die letzten Monate zurückblicke, bin ich vor allem dankbar. Für die Erfahrung, meine neuen Freunde, die Achterbahn der Gefühle, welche ich in meinem ersten Monat erlebt habe und auch die Herausforderungen. Ein ESK ist definitiv nicht immer einfach und es gibt Zeiten, in welchen das Fremde und Neue sehr überfordernd wirken kann, aber genau das macht es auch so wertvoll.
Dieses Projekt wird durch das Europäische Solidaritätskorps der Europäischen Union gefördert.
by Tobias | 06.03.2026 | Blog
Ich verbringe jetzt schon seit fünf Monaten mein freiwilliges Jahr im Europäischen Solidaritätskorps im Ecomuseo Villa Ficana in Italien. Ficana ist eine kleine Nachbarschaft in der Stadt Macerata, deren Besonderheit es ist, dass die Häuser hier vor ca. 150 Jahren aus roher Erde errichtet wurden. Diese Bautechnik ist zwar überall in Italien zu finden, aber nur in Ficana stehen die Erdhäuser so konzentriert. Auch meine Mitfreiwilligen und ich wohnen in so einem Haus und man kann an den Wänden noch das Stroh sehen, dass beim Bau eingemischt wurde.
Die Arbeit im Museum besteht für mich hauptsächlich aus Öffentlichkeitsarbeit für das Museum selbst, sowie für uns Freiwillige und was wir erleben. Außerdem halten wir manchmal Workshops für Kinder und Erwachsene ab und dekorieren das Museum je nach Jahreszeit. Neben der Arbeit im Museum gibt es noch zwei weitere: Zum Einen betreuen wir das Jugendzentrum Spazio Altrove, in dem unter anderem Tischtennis und Brettspiele gespielt werden können. Zum Anderen arbeiten wir im Second-Hand Laden Nuovi Amici, der es zum Ziel hat, günstig Kleidung und Gegenstände zu verkaufen und aus den Erlösen Angebote für Menschen mit Behinderung zu finanzieren.

Das Schöne an der Arbeit ist, wie viele tolle Leute man kennenlernt. Bis auf die eine oder andere Person, die im Second-Hand Laden ein unrealistisches Schnäppchen schlagen will, sind mir bisher nur herzliche und offene Menschen begegnet. Auch die vielen Katzen in unserer kleinen Nachbarschaft trauen sich langsam zu unserem Haus und schauen uns von der Mauer aus beim Arbeiten zu. Ohne Italienisch kommt man hier leider nicht besonders weit, aber wir unterstützen uns gegenseitig beim Lernen und durch die große Universität in der Stadt trifft man zum Glück viele Studenten, die Englisch können. Auch die Region generell ist sehr abgelegen und es ist nicht gerade leicht, an freien Tagen mal eben zu verreisen. Trotzdem nehmen meine Freunde und ich die langen Fahrzeiten auf uns und erkunden das Umland. Eine Rundreise durch den Süden Italiens ist bereits geplant. Das muss man Macerata lassen, in der Sonne auf der Wiese picknicken zu können und ein Panorama der Sibillini Berge in der Ferne zu sehen, fühlt sich schon wie ein Luxus an.
Herbst und Winter haben uns gezeigt, dass das idyllische Bild vom sonnigen Italien auf jeden Fall nicht stimmen muss, denn in Macerata regnet es viel und da die Häuser hier dazu gebaut wurden, um Wärme abzuhalten, bekommt man dann schnell ein Problem wenn es draußen kälter als zwölf Grad wird. Auch jetzt, im Frühling, schlafe ich nachts noch mit drei Decken und Pullover. Dafür haben wir aber großes Glück, wie gut unsere Freiwilligen-Gruppe zusammenpasst, denn so können wir alle Schwierigkeiten zusammen durchstehen. Das Leben in unserem Haus hat uns sehr zusammengeschweißt und neben Sprachkenntnissen, sozialen Kompetenzen und mehr Verständnis für die fremde Kultur werde ich definitiv Freunde fürs Leben aus Italien mitnehmen. 
Dieses Projekt wird durch das Europäische Solidaritätskorps der Europäischen Union gefördert.
by admin | 12.02.2026 | Blog
Diverse Memories – Shared Future
Jugendaustausch 2026 | Deutschland – Frankreich – Ukraine
**english version below**
Du bist zwischen 16 und 22 Jahre alt und kommst aus Deutschland, Frankreich oder der Ukraine?
Du willst dich mit anderen jungen Menschen darüber austauschen, wie unterschiedliche Länder an Geschichte erinnern – und welche Bedeutung das für unsere gemeinsame Zukunft hat?
Dann werde Teil einer internationalen Gruppe von 24 jungen Menschen und nimm an drei Jugendbegegnungen in Europa teil.
Worum geht es?
In dem Projekt „Diverse Memories – Shared Future“ setzen wir uns mit Erinnerungskultur auseinander:
-
Wie wird Geschichte in verschiedenen Ländern erzählt?
-
Welche Ereignisse stehen im Mittelpunkt – und warum?
-
Wie prägt Erinnerung unsere Gegenwart und unser Zusammenleben in Europa?
-
Welche Perspektiven bringst du selbst ein?
Gemeinsam diskutieren wir, besuchen historische Orte, arbeiten kreativ und entwickeln eigene Ideen für eine vielfältige europäische Erinnerungskultur.
Austauschtermine 2026
-
Stuttgart: 6.–12. April 2026
-
Straßburg: 13.–19. Juli 2026
-
Dresden: 21.–27. Oktober 2026
Die Teilnahme umfasst alle drei Begegnungen.
Teilnahmebeitrag
Der Teilnahmebeitrag beträgt 90 € (30 € pro Begegnung).
Darin enthalten sind Reise-, Unterkunfts-, Verpflegungs- und Versicherungskosten.
Falls nötig, kann der Beitrag ganz oder teilweise übernommen werden.
Interesse?
Dann melde dich per E-Mail unter:
mail@pjr-dresden.de
Wir freuen uns auf motivierte junge Menschen, die Lust haben, sich einzubringen, Perspektiven zu teilen und Europa aktiv mitzugestalten.
**english version**
Are you between 16 and 22 years old and from Germany, France, or Ukraine?
Would you like to explore how different countries remember history – and what this means for our shared future?
Join a group of 24 young people from across Europe and take part in three international youth exchanges in 2026.
What is the project about?
“Diverse Memories – Shared Future” focuses on remembrance culture and collective memory. Together, we will explore questions such as:
-
How is history remembered and taught in different countries?
-
Which events are highlighted – and why?
-
How does remembrance shape our societies today?
-
What perspectives and experiences do you bring?
Through discussions, creative workshops, visits to historical sites, and intercultural exchange, we will reflect on diverse memories and develop ideas for a shared European future.
Exchange Dates 2026
-
Stuttgart: 6–12 April 2026
-
Strasbourg: 13–19 July 2026
-
Dresden: 21–27 October 2026
Participation includes all three exchanges.
Participation Fee
The participation fee is 90 € (30 € per exchange).
This covers travel, accommodation, meals, and insurance.
If needed, the fee can be partially or fully waived.
Interested?
Send an email to:
mail@pjr-dresden.de
We are looking forward to motivated young people who want to share their perspectives, learn from others, and actively shape a common European future.