Ein sportliches ESK

Ein sportliches ESK

Olá,

Ich mache jetzt schon seit fast 9 Monaten meinen ESK Freiwilligendienst in Figueira da Foz in Portugal. Figueira ist eine kleine Küstenstadt etwa mittig in Portugal gelegen und ist durch Fernbusse und Züge sehr gut an quasi alle großen Städte in Portugal angebunden. Ich arbeite hier bei einem Ruder- und Kajakverein. Meine Aufgaben bestehen hauptsächlich darin die Trainer beim Training mit den Kindern im Alter von 7 bis 17 Jahren zu unterstützen und bei Wettkämpfen zu helfen. Zusätzlich dazu gibt es zweimal in der Woche ein Projekt mit Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen, die gemeinsam mit uns Freiwilligen und einem Coach ebenfalls Rudern und Kajakfahren lernen und andere sportliche und Gruppenaktivitäten machen. Besonders gut gefällt mir das unser Club sehr international sind, sowohl Coaches als auch Athleten kommen nicht nur aus Portugal sondern auch aus Brasilien, Kuba, Belarus, Ukraine, Russland, der Niederlande, Südafrika oder Argentinien, sodass man ständig im Austausch mit ganz vielen Menschen aus unterschiedlichen Teilen der Welt ist. Das gilt natürlich auch für meine Mitfreiwilligen aus Frankreich und Spanien mit denen ich mich super verstehe. Zudem herrscht allgemein eine sehr offene Atmosphäre, sowohl bei den Eltern als auch bei Trainern und Athleten. Auch habe ich hier die Chance einen Einblick in das Leben von Leistungssportlern zu bekommen und auch Europameister und Olympioniken kennenzulernen.

Für die Arbeit mit Kindern ist natürlich auch die Sprache sehr wichtig, dadurch ist man jedoch auch gezwungen zu sprechen und verbessert sich schnell. Zusätzlich besuche ich auch mit anderen Freiwilligen aus Deutschland, die hier im Kindergarten arbeiten, einen Sprachkurs, in dem ich mein doch recht spezielles Vokabular von Arbeit alltagstauglich erweitern kann (außer auf Arbeit muss ich doch recht selten die Kajaktechnik von jemandem korrigieren:))

Im Winter haben wir auch deutlich gemerkt das es selbst im Süden nicht immer warm ist, besonders da die Häuser quasi nicht isoliert sind und es auch keine Heizungen gibt. Zudem wurde Portugal im Januar und Februar ziemlich hart von Stürmen und Überschwemmungen getroffen, bei uns in der Stadt sind sogar ein Riesenrad und ein Kran umgefallen.

Jetzt ist aber quasi schon Sommer und ich freue mich auf die verbleibenden 3 Monate in Figueira.

Bejiinhos aus Portugal.

Dieses Projekt wird durch das Europäische Solidaritätskorps der Europäischen Union gefördert.

ESK in Dresden

ESK in Dresden

Mein Jahr in Deutschland:

Anfang September begann ich hier in Dresden zu arbeiten und fühlte mich im Büro sofort wohl. Was die Arbeit mit den Jugendlichen in den Klassen betrifft, dauerte es jedoch eine Weile, bis ich mich zu 100 % bereit fühlte.

In diesem Zusammenhang hat mir das Büro einen Deutschkurs organisiert, der von Anfang an sehr hilfreich war, auch weil ich im März im Rahmen des Workshops zum Thema Rassismus eine Recherche über den Kolonialismus präsentieren musste, die wir anschließend in verschiedenen Schulen vorgestellt haben.

Während dieses Jahres nahm ich an zwei Seminaren teil: das erste in Weimar und das zweite in Bremen. Beide waren wunderschöne Erfahrungen, an die ich mich auch in Zukunft erinnern werde, vor allem weil ich viele neue Menschen aus der ganzen Welt kennenlernen konnte und dadurch auch mein Englischniveau auf einem guten Stand halten konnte.

Ich danke meinen Kolleginnen und Kollegen herzlich dafür, dass sie mir die Möglichkeit gegeben haben, hier in Dresden zu arbeiten.

Dieses Projekt wird durch das Europäische Solidaritätskorps der Europäischen Union gefördert.

Selmas ESK in Polen

Selmas ESK in Polen

Mein Freiwilligenjahr in Polen

Hey, mein Name ist Selma. Ich bin 21 Jahre alt und mache Gerade mit dem Europäischen Solidaritätskorps einen 9-monatigen Freiwilligendienst in Opole, Polen. Ich komme aus Berlin und habe im Sommer 2025 die Schule dort abgeschlossen. Danach war für mich klar, ich möchte nicht direkt studieren, sondern ein Jahr Pause von dem ganzen Lernen haben. Dabei bot sich ein Freiwilligendienst gut an. Ich habe die Möglichkeit in ein fremdes Land zu reisen, neue Menschen kennenzulernen sowie Neues zu lernen und gleichzeitig bereichert mein Einsatz die Communities hier in der Umgebung.

Meine Hauptaufgabe hier ist die Schüler verschiedener Schulen näher an die englische Sprache zu führen. Dies machen wir in der Form von interaktiven Workshops, welche von mir auf Englisch geleitet werden. Falls es Kommunikationsprobleme geben sollte, ist meine Koordinatorin vor Ort, welche dann auf Polnisch mit den Schülern spricht. Diese Arbeit ist sehr abwechslungsreich, da zum einen das Alter der Schüler stark variiert (7-20 Jahre), das Englischlevel der Schüler immer unterschiedlich ist und auch ihr Engagement am Unterricht sich stark unterscheidet. 90% der Zeit macht mir diese Arbeit sehr viel Spaß. Es ist sehr interessant sich mit den Schülern über unsere unterschiedlichen Kulturen auszutauschen und ich lerne immer etwas Neues dazu. Das viele Sprechen vor großen Gruppen hat mir auch dabei geholfen freier und unbeschwerter zu sprechen sowie mir die Angst davor genommen auf fremde Menschen zuzugehen. Obwohl diese Workshops meine Hauptaufgabe sind, gibt es bei meinem Freiwilligendienst keinen typischen Tag. Jede Woche ist neu strukturiert und wir helfen bei vielen verschiedenen Aktivitäten mit. Andere Aktivitäten sind z.B. Workshops in unserem lokalen Jugendclub, Büroarbeiten oder Unterstützung bei großen Events der Universität Opole oder unserer NGO, sowie die Unterstützung des Bundes deutscher Minderheiten welcher hier im Opole ein Büro hat.

Mir gefällt es extrem gut, dass meine Arbeit so divers ist und nicht jeder Tag exakt gleich aussieht. Ich brauche diese Abwechslung bezüglich meiner Aufgaben aber auch bezüglich meiner Arbeitsstunden, ein fester 9 to 5 würde mir persönlich weniger gut gefallen. Als ich im November in Polen angekommen bin, wusste ich nicht genau, was mich erwartet. Ich wurde mit vielen Dingen auf einmal konfrontiert. Neue Sprache, neue Menschen und ein komplett anderer Alltag. Jetzt 6 Monate später fühlt sich das meiste schon sehr vertraut an. Ich habe Freunde gefunden, gehe zum Polnischunterricht, habe mich an meinen Job gewöhnt, finde umher in Opole und bin viel innerhalb Polens gereist.

Dieses FSJ hat mich persönlich mehr geprägt als ich erwartet hätte. Ich habe gelernt mit mir alleine umzugehen, meine Unsicherheiten zu bewältigen und offener auf neue Menschen und Situationen zuzugehen. Ich bin gespannt was ich in den letzten 3 Monaten noch erleben werde. Wenn ich allerdings gerade auf die letzten Monate zurückblicke, bin ich vor allem dankbar. Für die Erfahrung, meine neuen Freunde, die Achterbahn der Gefühle, welche ich in meinem ersten Monat erlebt habe und auch die Herausforderungen. Ein ESK ist definitiv nicht immer einfach und es gibt Zeiten, in welchen das Fremde und Neue sehr überfordernd wirken kann, aber genau das macht es auch so wertvoll.

Dieses Projekt wird durch das Europäische Solidaritätskorps der Europäischen Union gefördert.

An italian guy in Dresden

An italian guy in Dresden

Mein erster Monat in Dresden beim PJR:

Von Anfang an habe ich mich gut mit meinen Kolleg*innen und meinem Mitbewohner verstanden. Ich wusste schon lange, dass diese Stadt eine sehr bedeutende Geschichte für Deutschland hat, besonders für das Bundesland Sachsen. Deshalb war es schön, diese Stadt persönlich erleben zu können.

Die Arbeit gefällt mir sehr, weil sie mich dazu gebracht hat, neue Dinge zu lernen – besonders beim Schreiben und Gestalten am Computer. Ich freue mich sehr, neues Wissen über die Geschichte, Politik und Wirtschaft eines anderen Landes zu gewinnen.

In meiner Freizeit finde ich außerdem die Möglichkeit, an meinen eigenen Projekten zu arbeiten, die natürlich mit Gesellschaft, Politik und Wirtschaft verbunden sind – und damit eng mit den Aktivitäten zusammenhängen, die ich gemeinsam mit meinen Kolleg*innen mache.

Ich habe bereits einige Schulen besucht und konnte etwas über die Perspektiven der Schüler*innen auf die deutsche Geschichte erfahren.

Ich freue mich auch sehr, dass ich nun endlich anfangen kann, Deutsch zu lernen – unter anderem dank des Sprachkurses, den mir der PJR ermöglicht.

Tobias, Franzi und Florian haben sich als sehr verständnisvolle, ruhige und hilfsbereite Kolleg*innen erwiesen.

Mit Blick auf die Zukunft bin ich sehr optimistisch und freue mich darauf, so viel wie möglich zu lernen.

Eliseo GuazzarottiEliseo in

My first month at PJR

My first month at PJR

I’m Florian, the (now not so) new volunteer at the PJR Dresden. I’m from Heidenau, so it’s not too far to the office. I’d also spent a lot of time in Dresden before, so the state capital was a natural fit. I ultimately chose the PJR because the work here offers me an exciting and varied mix: daily engagement with political and social issues, media work, „social“ work in schools – and also the classic „bureaucratic“ work, with emails and everything that goes with it. And that’s exactly why I’m doing an FSJ: to gain comprehensive insight into many different fields of activity and to be able to make a well-considered choice of studies.

Since my FSJ began almost a month and a half ago, I’ve gained a good overview of what defines the PJR as an organization. I’ve already visited a few schools, initially more as an observer, but I’ve been able to get more and more involved myself. I’ve also attended various continuing education courses and generally traveled a lot in Dresden. But I quickly felt at home in the office, too, and in our small team, there wasn’t much time spent learning names. ;ㅤ) What I also really like about the PJR is that I’m not the only volunteer here. Besides me, Eliseo from Italy is working here for the next 11 months as part of his ESK, which naturally enriches everyday life in the office even more.

I’ve also met many young people at the two educational days I’ve had in Dresden and Leipzig who think like me. I’m looking forward to the educational weeks with them and perhaps one or two more friendships after this year.

So far, everything looks like my volunteer service will fully meet my expectations and give me exactly what I hoped it would. I’m glad I made this decision and look forward to the next 11 exciting, educational, and fun months.