Ein Besuch im Dresdner Rathaus

Ein Besuch im Dresdner Rathaus

Am 02. September erhielten wir mit insgesamt drei Kids bei unserer Rathausrallye einen ganz besonderen Einblick in das Dresdner Rathaus und in dessen Geschichte.

Gemeinsam mit Matthias Stresow (Mitarbeiter aus dem Jugendamt) erkundigten wir als Gruppe das Rathaus, besichtigten erst den Breslauer Zwerg und die Trümmerfrau und anschließend das prunkvolle Treppenhaus. Im Plenarsaal angekommen, führten wir in insgesamt vier Gruppen eine Debatten-runde zu einer fiktiven Errichtung eines Spielplatzes im kleinen Kreise durch. Schlussendlich endeten wir unsere Führung mit einem kurzen Crashkurs zu Dresden.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Mitwirkenden für eine wunderbare und lehrreiche Führung.

Trans*-Stimmen im Bodytalk

Trans*-Stimmen im Bodytalk

Woche wurde ich eingeladen, um an einem tollen Projekt namens "Trans* bodies" teilzunehmen, das vom @Bodytalk Podcast Team ins Leben gerufen wurde. Vielen Dank an Coloradio Dresden, die es möglich gemacht haben. Der Inhalt der Folge drehte sich um Trans*-Menschen und wurde vor allem auch von Trans*-Menschen präsentiert. Ich habe mit zwei tollen Leuten (Martin und Landa) abgehangen und mich über unsere Erfahrungen als Teil der Trans*-Community, hier in Deutschland und in Spanien, unterhalten.

Eines unserer Themen war Bildung.  In der heutigen Zeit fragen sich die Leute immer noch, was das Wort Trans* bedeutet. Nun, das war eine der Fragen, die wir im Podcast angesprochen haben, denn oft wird der Begriff aufgrund von Stigmatisierungen und Vorurteilen über die Trans*-Community verzerrt und verändert, um uns zu schaden. Es gibt definitiv viele Realitäten in der Welt, aber wir waren uns untereinander einig, dass Trans* sein einfach bedeutet, sich nicht mit dem Geschlecht zu identifizieren, das einem bei der Geburt zugewiesen wurde. Das war's eigentlich schon.

Warum gibt es bei einem so einfachen Konzept so viel Gewalt gegen die Trans*-Community? Weil unsere Körper nicht der gesellschaftlichen Norm entsprechen? Weil wir nicht in die zwei Boxen passen, die die Gesellschaft von uns verlangt? Wir wollen einfach, dass die Menschen uns so sehen, wie wir wirklich sind. Doch wir werden ignoriert.

[Design von Luke]

Jahrelanges Warten

Per Gesetz brauchen wir die Erlaubnis von medizinischen und amtlichen „Expert*innen“, die uns völlig fremd sind und nicht einmal verstehen, was das Wort Trans* bedeutet, um zu bestätigen, dass wir die Wahrheit sagen, wenn wir sagen, dass wir Trans* sind und um unsere rechtliche Namens- und/oder Geschlechtsänderung zu genehmigen. Wir warten jahrelang auf diese Änderung in unseren rechtlichen Dokumenten und leiden unter unzähligen Situationen, in denen wir einen Ausweis mit einem Namen und/oder Geschlecht vorzeigen müssen, der nicht zu dem passt, was wir sind. Und natürlich müssen wir jedem, der dieses Dokument sieht, erklären warum das so ist: in einer Klinik, am Flughafen, bei der Bank, bei Bewerbungen um einen Job oder ein Studium, usw... ganz ohne Privatsphäre.  Das klingt wahrscheinlich ungemütlich und anstrengend. Nun, das ist es wirklich.

Unser letztes Gespräch war eines über Hoffnung und Empowerment. Wir wollten der Trans*- und Queer-Community vermitteln, dass wir nicht allein sind. Dass uns niemand sagen kann, wer wir sind oder nicht sind. Und für diejenigen, die nicht Teil der LGBTIQA+-Community sind, ist es an der Zeit, die Welt über Vielfalt und Empathie aufzuklären, an letzter mangelt es leider oft. Wenn man selbst etwas über die verschiedenen Realitäten lernt und dieses Wissen an die Menschen um einen herum weitergibt, kann das helfen zu normalisieren und die Welt zu einem sichereren Raum für alle zu machen.

Deshalb bin ich dankbar, dass es Räume wie den Bodytalk Podcast gibt. Räume, in denen Vielfalt sichtbar ist und in denen jede Stimme zum Ausdruck kommen kann. Mit Interviews, Textlesungen und Meditationssitzungen bietet Bodytalk uns einen entspannten Raum, um uns besser kennenzulernen. Wir sind schließlich alle Nachbarn und alle wunderbar verschieden.

Also keine Spoiler mehr! Man kann auf @Bodytalk Instagram gehen, um die Episode zu erleben!

Viel Spaß beim Hören!

IB “Let´s Talk about Gender”

IB “Let´s Talk about Gender”

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Ende März fand Teil 1 unserer Internationalen Begegnung "Let's talk about Gender" statt. Es war für mich als Freiwilliger und als einer der Organisator*innen inspirierend zu wissen, dass wir, obwohl unsere Veranstaltungen online stattfinden wird, trotzdem viele Menschen erreichen und verbinden können. Die Teilnehmer*innen aus der Ukraine, Schweden und Deutschland zu treffen, war ein bisschen beängstigend aber auch aufregend. Noch mehr Freude bereitete es mir jedoch, unsere Erfahrungen auszutauschen und dabei gemeinsam lernen zu können. Auch das Spielen von Online-Spielen trug zum Spaß bei!

Wir konnten über viele Themen rund um „Gender“ sprechen: Diskriminierung, Intersektionalität, Feminismus, LGBTIQA+ Community. Meine Lieblingsaktivitäten waren die Workshops mit Kribi Kollektiv, Gerede e.V. und Dunia Khalil, in denen wir persönliche Erfahrungen hörten und unsere eigenen reflektierten, sowie an praktischen Aufgaben teilnahmen, in denen wir diskutierten, wie wir Situationen von Diskriminierung auflösen können. Für einige den Teilnehmer*innen war es das erste Mal, dass sie über diese Themen lernen und sprechen konnten. Glücklicherweise konnten wir gemeinsam eine sichere Umgebung für unsere Gespräche schaffen.

Für mich ist es traurig zu wissen, dass diese Themen in den meisten Teilen der Welt als Tabu gelten. Sie sind nicht Teil der normalisierten Bildung oder werden im täglichen Leben nicht besprochen. So ist es keine Überraschung, dass mich der Kommentar eines/r Teilnehmer*in am meisten beeindruckt hat:

"Ich habe in dieser Woche mehr gelernt als in meinem ganzen Leben".

Das hat mich darin bestärkt, dass Vielfalt in der Bildung als ein wesentlicher Faktor in der Welt angesehen werden sollte. Ich glaube, dass der einzige Weg dies zu erreichen darin besteht, aus unseren privaten Kreisen von Freunden und Familie herauszukommen und auf andere Menschen, Kulturen und Perspektiven zuzugehen. Die Realität eines jeden ist einzigartig und wir können alle voneinander lernen. Dank dieses internationalen Austausches, dank unserer fachkundigen Referenten und des engagierten Einsatzes unserer Teilnehmer*innen und Organisator*innen konnten wir das tun!

Ich freue mich sehr auf den Teil 2 von IB Gender und drücke die Daumen für unseren Austausch in Schweden im August 2021!

Das Projekt wurde kofinanziert aus Mitteln der Erasmus+ - Programms der europäischen Kommission.

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Mein On-Arrival-Training im ESK

Mein On-Arrival-Training im ESK

Mein erstes aufregendes einwöchiges ESK-Seminar sollte Anfang November in einer kleinen Stadt außerhalb Berlins stattfinden. Es sollte viele andere Freiwillige aus verschiedenen Ländern und Kulturen und mit unterschiedlichen Hintergründen und Lebensweisen einbeziehen. Es sollte eine inspirierende Woche mit vielen anderen hoffnungsvollen Teilnehmer*innen sein, um Erfahrungen auszutauschen und einander kennen zu lernen. Es sollte ein sicherer Raum sein, in dem wir uns selbst, unsere Pläne, unsere Ideen, unsere Projekte vorstellen und miteinander in Verbindung treten können. Es sollte der Moment sein, eine Gemeinschaft zu entdecken und ein Teil davon zu sein.

Glücklicherweise wurden all diese Erwartungen erfüllt. Es waren all diese Dinge, und das Erstaunliche daran ist, dass all dies online geschah. Leider wurde der Vor-Ort-Teil des Seminars wegen der neuen November-Lockdown-Maßnahmen hier in Deutschland abgesagt, aber dennoch gelang es den Organisatoren dieser Veranstaltung, sie am Leben zu erhalten und in ein lustiges und wunderbares 6-Tage-Seminar zu verwandeln. Ich kann nur für mich selbst sprechen, aber wenn dieses Seminar online so unterhaltsam war, dann kann ich es kaum erwarten, zu einem Vor-Ort-Seminar zu gehen. Es war natürlich schwierig, über das Online-Format mit jedem persönlich in Kontakt zu treten, aber ich denke, das ist uns trotzdem gelungen.

Ich bin so dankbar, all diese wunderbaren Menschen getroffen zu haben und so viel über so viele verschiedene Länder und Kulturen gelernt zu haben: Frankreich, Italien, Spanien, Griechenland, Ungarn, Polen, Belgien, Belarus... in nur wenigen Tagen. Nicht nur das, wir erhielten auch ein zusätzliches Training über interkulturelle Perspektiven, das Erstellen/Bewerten unserer eigenen Projekte (groß oder klein), Methoden und Tipps, um selbst Deutsch zu lernen, und freie Zeit für spontane Workshops wie grundlegende Fotografie-Tipps, Grüße und wichtige Ausdrücke aus verschiedenen Ländern, LGBT+-Diskussionen, die Bedeutung von Solidarität und einfach das Teilen unserer Lieblingslieder oder Unterhaltung. Nicht nur das Seminar, sondern alle Freiwilligen (einschließlich der Organisatoren und des Monitoring-Teams) haben meine Motivation hier so sehr verstärkt. Ich kann mit Freude sagen, dass ich mich als Teil einer neuen Gemeinschaft fühle, und ich hoffe, sie alle (persönlich) sehr bald kennen zu lernen.