Selmas ESK in Polen

Selmas ESK in Polen

Mein Freiwilligenjahr in Polen

Hey, mein Name ist Selma. Ich bin 21 Jahre alt und mache Gerade mit dem Europäischen Solidaritätskorps einen 9-monatigen Freiwilligendienst in Opole, Polen. Ich komme aus Berlin und habe im Sommer 2025 die Schule dort abgeschlossen. Danach war für mich klar, ich möchte nicht direkt studieren, sondern ein Jahr Pause von dem ganzen Lernen haben. Dabei bot sich ein Freiwilligendienst gut an. Ich habe die Möglichkeit in ein fremdes Land zu reisen, neue Menschen kennenzulernen sowie Neues zu lernen und gleichzeitig bereichert mein Einsatz die Communities hier in der Umgebung.

Meine Hauptaufgabe hier ist die Schüler verschiedener Schulen näher an die englische Sprache zu führen. Dies machen wir in der Form von interaktiven Workshops, welche von mir auf Englisch geleitet werden. Falls es Kommunikationsprobleme geben sollte, ist meine Koordinatorin vor Ort, welche dann auf Polnisch mit den Schülern spricht. Diese Arbeit ist sehr abwechslungsreich, da zum einen das Alter der Schüler stark variiert (7-20 Jahre), das Englischlevel der Schüler immer unterschiedlich ist und auch ihr Engagement am Unterricht sich stark unterscheidet. 90% der Zeit macht mir diese Arbeit sehr viel Spaß. Es ist sehr interessant sich mit den Schülern über unsere unterschiedlichen Kulturen auszutauschen und ich lerne immer etwas Neues dazu. Das viele Sprechen vor großen Gruppen hat mir auch dabei geholfen freier und unbeschwerter zu sprechen sowie mir die Angst davor genommen auf fremde Menschen zuzugehen. Obwohl diese Workshops meine Hauptaufgabe sind, gibt es bei meinem Freiwilligendienst keinen typischen Tag. Jede Woche ist neu strukturiert und wir helfen bei vielen verschiedenen Aktivitäten mit. Andere Aktivitäten sind z.B. Workshops in unserem lokalen Jugendclub, Büroarbeiten oder Unterstützung bei großen Events der Universität Opole oder unserer NGO, sowie die Unterstützung des Bundes deutscher Minderheiten welcher hier im Opole ein Büro hat.

Mir gefällt es extrem gut, dass meine Arbeit so divers ist und nicht jeder Tag exakt gleich aussieht. Ich brauche diese Abwechslung bezüglich meiner Aufgaben aber auch bezüglich meiner Arbeitsstunden, ein fester 9 to 5 würde mir persönlich weniger gut gefallen. Als ich im November in Polen angekommen bin, wusste ich nicht genau, was mich erwartet. Ich wurde mit vielen Dingen auf einmal konfrontiert. Neue Sprache, neue Menschen und ein komplett anderer Alltag. Jetzt 6 Monate später fühlt sich das meiste schon sehr vertraut an. Ich habe Freunde gefunden, gehe zum Polnischunterricht, habe mich an meinen Job gewöhnt, finde umher in Opole und bin viel innerhalb Polens gereist.

Dieses FSJ hat mich persönlich mehr geprägt als ich erwartet hätte. Ich habe gelernt mit mir alleine umzugehen, meine Unsicherheiten zu bewältigen und offener auf neue Menschen und Situationen zuzugehen. Ich bin gespannt was ich in den letzten 3 Monaten noch erleben werde. Wenn ich allerdings gerade auf die letzten Monate zurückblicke, bin ich vor allem dankbar. Für die Erfahrung, meine neuen Freunde, die Achterbahn der Gefühle, welche ich in meinem ersten Monat erlebt habe und auch die Herausforderungen. Ein ESK ist definitiv nicht immer einfach und es gibt Zeiten, in welchen das Fremde und Neue sehr überfordernd wirken kann, aber genau das macht es auch so wertvoll.

Dieses Projekt wird durch das Europäische Solidaritätskorps der Europäischen Union gefördert.

An italian guy in Dresden

An italian guy in Dresden

Mein erster Monat in Dresden beim PJR:

Von Anfang an habe ich mich gut mit meinen Kolleg*innen und meinem Mitbewohner verstanden. Ich wusste schon lange, dass diese Stadt eine sehr bedeutende Geschichte für Deutschland hat, besonders für das Bundesland Sachsen. Deshalb war es schön, diese Stadt persönlich erleben zu können.

Die Arbeit gefällt mir sehr, weil sie mich dazu gebracht hat, neue Dinge zu lernen – besonders beim Schreiben und Gestalten am Computer. Ich freue mich sehr, neues Wissen über die Geschichte, Politik und Wirtschaft eines anderen Landes zu gewinnen.

In meiner Freizeit finde ich außerdem die Möglichkeit, an meinen eigenen Projekten zu arbeiten, die natürlich mit Gesellschaft, Politik und Wirtschaft verbunden sind – und damit eng mit den Aktivitäten zusammenhängen, die ich gemeinsam mit meinen Kolleg*innen mache.

Ich habe bereits einige Schulen besucht und konnte etwas über die Perspektiven der Schüler*innen auf die deutsche Geschichte erfahren.

Ich freue mich auch sehr, dass ich nun endlich anfangen kann, Deutsch zu lernen – unter anderem dank des Sprachkurses, den mir der PJR ermöglicht.

Tobias, Franzi und Florian haben sich als sehr verständnisvolle, ruhige und hilfsbereite Kolleg*innen erwiesen.

Mit Blick auf die Zukunft bin ich sehr optimistisch und freue mich darauf, so viel wie möglich zu lernen.

Eliseo GuazzarottiEliseo in

My first month at PJR

My first month at PJR

I’m Florian, the (now not so) new volunteer at the PJR Dresden. I’m from Heidenau, so it’s not too far to the office. I’d also spent a lot of time in Dresden before, so the state capital was a natural fit. I ultimately chose the PJR because the work here offers me an exciting and varied mix: daily engagement with political and social issues, media work, „social“ work in schools – and also the classic „bureaucratic“ work, with emails and everything that goes with it. And that’s exactly why I’m doing an FSJ: to gain comprehensive insight into many different fields of activity and to be able to make a well-considered choice of studies.

Since my FSJ began almost a month and a half ago, I’ve gained a good overview of what defines the PJR as an organization. I’ve already visited a few schools, initially more as an observer, but I’ve been able to get more and more involved myself. I’ve also attended various continuing education courses and generally traveled a lot in Dresden. But I quickly felt at home in the office, too, and in our small team, there wasn’t much time spent learning names. ;ㅤ) What I also really like about the PJR is that I’m not the only volunteer here. Besides me, Eliseo from Italy is working here for the next 11 months as part of his ESK, which naturally enriches everyday life in the office even more.

I’ve also met many young people at the two educational days I’ve had in Dresden and Leipzig who think like me. I’m looking forward to the educational weeks with them and perhaps one or two more friendships after this year.

So far, everything looks like my volunteer service will fully meet my expectations and give me exactly what I hoped it would. I’m glad I made this decision and look forward to the next 11 exciting, educational, and fun months.

An italian guy in Dresden

Ein Italiener in Dresden

Mein erster Monat in Dresden mit PJR:

Ich habe mich von Anfang an gut mit meinen Kolleginnen und Kollegen sowie mit meiner Mitbewohnerin verstanden. Ich wusste schon lange, dass diese Stadt eine sehr bedeutende Geschichte für Deutschland, aber vor allem für das Bundesland Sachsen hat – deshalb war es schön, diese Stadt persönlich erleben zu können.

Die Arbeit gefällt mir, weil sie mich dazu gebracht hat, neue Dinge zu lernen – vor allem was das Schreiben und Gestalten am Computer betrifft. Ich bin äußerst glücklich, neue Informationen über die Geschichte, Politik und Wirtschaft eines anderen Landes kennenzulernen.

Außerdem finde ich in meiner Freizeit auch Zeit, an meinen eigenen Projekten zu arbeiten, die natürlich mit Gesellschaft, Politik und Wirtschaft zu tun haben – also in engem Zusammenhang mit den Aktivitäten, die ich auch mit meinen Kolleginnen und Kollegen mache.

Ich war bereits an einigen Schulen und konnte die Sichtweisen der Schülerinnen und Schüler zur deutschen Geschichte kennenlernen.

Ich freue mich auch sehr, dass ich endlich mit dem Deutschlernen anfangen kann – auch dank des Sprachkurses, der mir vom PJR zur Verfügung gestellt wurde.

Tobias, Franzi und Florian haben sich als sehr verständnisvolle, ruhige und hilfsbereite Kolleginnen und Kollegen gezeigt.

Mit Blick auf die Zukunft bin ich sehr zuversichtlich und freue mich darauf, so viel wie möglich zu lernen.

Eliseo Guazzarotti.Eliseo im Büro von PJR.

Bis bald Dresden - ein Jahr Erfahrung bei PJR

Bis bald Dresden - ein Jahr Erfahrung bei PJR

Hallo zusammen,
ich bin Libera - noch für kurze Zeit - die europäische Freiwillige hier beim PJR.
Wie schnell die Zeit vergeht, wenn man sich wohlfühlt!

Es kommt mir vor, als wäre es gestern gewesen, dass ich Italien verlassen habe – voller Ängste, Unsicherheiten und Verletzlichkeit –, um hier in Deutschland mein Abenteuer zu beginnen.
Deutschland hat mich ein bisschen auf den Kopf gestellt… und vielleicht habe ich auch Deutschland ein wenig durcheinandergebracht: nur fünf Tage nach meiner Ankunft ist die Carolabrücke eingestürzt, und kurz darauf fanden die Landtagswahlen und bald auch die Wahlen zum neuen Bundestag statt. 😊

Mein erster Workshop war die Tablettour zur NS-Zeit und den Stolpersteinen, und danach folgten viele weitere Projekte: Erinnerungsreisen nach Theresienstadt, Workshops über Extremismus in Deutschland, Social-Media-Workshops, Beteiligung an Wahlen, Treffen zur Kommunalpolitik und Themen-Filmabende.
Am Anfang habe ich nur technisch unterstützt, aber mit der Zeit habe ich mehr Mut gefasst und bin aktiv Teil der Workshops geworden.

Einer der schönsten Momente war, als ich bei einem Filmabend einen wichtigen italienischen Film meiner Generation gezeigt habe. Es war schön, ein Stück meines Alltags hier in Deutschland zu teilen.

Wenn keine Projekte liefen, haben wir im Büro gearbeitet. Dank der Unterstützung vom PJR habe ich mich sehr verbessert – in der Gestaltung von Instagram-Posts, PowerPoint-Präsentationen für die Workshops und anderen kreativen Aufgaben.
Ich hatte viel Spaß dabei, meine Kreativität zu nutzen, und beim PJR habe ich ein offenes und freundliches Arbeitsumfeld gefunden, in dem jede Idee willkommen ist und man seiner Fantasie freien Lauf lassen kann.

Im Laufe des Jahres habe ich auch viel über die politische und soziale Realität Deutschlands gelernt, zwei wichtige Aspekte dieser Arbeit. Es war eine sehr umfassende und bereichernde Erfahrung, und ich bin dankbar, dass ich sie machen durfte.

Ein weiterer wichtiger Punkt: Ich konnte die ganze Zeit auf Deutsch kommunizieren und so meine Sprachkenntnisse verbessern, was mir sehr geholfen hat, mich in den Workshops sicher auszudrücken.

Ich habe zwei Fotos ausgesucht, die ich gerne mit euch teilen möchte:
Das erste ist vom 14. Januar, während des Filmabends, den ich selbst geplant habe. Es war das erste Mal, dass ich ganz auf Deutsch vor einem großen Publikum gesprochen habe und dabei Italien vorgestellt habe. Das war ein Schlüsselmoment für mich, in dem ich über mich hinausgewachsen bin. PJR war immer an meiner Seite, hat mich nie verurteilt und mir geholfen, wenn ich es brauchte.

Das zweite Foto ist vom 1. August, während meines letzten Projekts in Deutschland: einem theaterpädagogischen Workshop, den ich fast ganz allein geleitet habe, gemeinsam mit Diana – einer anderen Freiwilligen des PJR.
An diesem Tag war ich ruhig, entspannt und hatte viel Spaß mit den teilnehmenden Kindern. Es war ein wunderschöner Abschluss für meine Zeit hier.

Ich möchte mich von Herzen beim PJR für jedes einzelne Learning bedanken – auch für die unbeabsichtigten.
Hier herrscht ein Klima der Freundlichkeit, Offenheit und Freiheit. Ein Ort, an dem man selbst sein kann und seine Meinungen respektvoll und konstruktiv äußern darf.

Vielen Dank, PJR, dass ihr mich ausgewählt habt und mir diese Erfahrung ermöglicht habt – sie wird für immer einen Platz in meinem Herzen haben.
Und ein ganz besonderer Dank geht an Franzi und Tobias – zwei wunderbare Menschen, die immer hilfsbereit, freundlich und offen waren.

Ganz liebe Grüße,

Libera