Mein Freiwilligendienst in Polen: Eine Reise voller Erfahrungen

Mein Freiwilligendienst in Polen: Eine Reise voller Erfahrungen

Hallo, mein Name ist Josi und ich befinde mich gerade in Gdańsk, Polen – auch bekannt als Danzig. Im Rahmen meines Europäischen Solidaritätskorps (ESC) Jahres arbeite ich bei PSONI, einer Organisation, die Menschen mit intellektuellen Behinderungen unterstützt. In den letzten Monaten habe ich nicht nur viel über die Arbeit mit dieser besonderen Zielgruppe gelernt, sondern auch unvergessliche persönliche Erfahrungen gemacht.

Mein ESC Jahr hat mir nicht nur beruflich, sondern auch persönlich viel gegeben. Ich hatte die Chance, viele Menschen aus ganz Europa kennenzulernen, die mittlerweile zu meinen besten Freunden zählen. Es ist unglaublich bereichernd, so unterschiedliche Perspektiven auf das Leben zu erhalten – sei es aus Spanien, Dänemark, Frankreich oder der Türkei.

Außerdem hat mir das Leben in Gdańsk geholfen, viele neue Fähigkeiten zu entwickeln. Zum ersten Mal lebe ich alleine und habe gelernt, auf mich selbst gestellt zu sein. Anfangs war es eine große Überwindung, meine Heimat in Thüringen zu verlassen und mich auf das Abenteuer in Polen einzulassen. Besonders die Sprache, das Verlassen der vertrauten Umgebung und die Herausforderung, mich in ein neues Arbeitsumfeld mit Menschen mit Behinderungen einzufinden, waren nicht immer einfach. Aber heute, nach vielen Höhen und Tiefen, bin ich unglaublich glücklich über diese Entscheidung. Ich würde es jederzeit wieder tun.

Ein besonders wertvoller Aspekt meiner Arbeit ist die Interaktion mit Menschen mit Behinderungen. Die Menschen, mit denen ich hier arbeite, sind unglaublich ehrlich, dankbar und offen. Jeder Tag bringt neue Herausforderungen und gleichzeitig auch viele Momente der Freude und des Lernens. Es ist eine sehr erfüllende Arbeit, bei der ich täglich nicht nur anderen helfe, sondern auch selbst wachse.

Die Arbeit bei PSONI ist sehr gut organisiert. Ich kann meinen Arbeitsplatz individuell gestalten und viel selbstständig organisieren. Gleichzeitig habe ich immer die Möglichkeit, auf Unterstützung zurückzugreifen, wenn ich sie brauche. Besonders schätze ich, dass Kritik offen und konstruktiv geäußert wird, was zu einer positiven Arbeitsatmosphäre beiträgt.

Wenn ich auf mein Jahr hier in Polen zurückblicke, kann ich sagen, dass es eine der besten Entscheidungen meines Lebens war. Ich habe nicht nur beruflich viel gelernt, sondern auch persönlich unglaublich viel gewonnen. Das ESC Jahr hat mir die Möglichkeit gegeben, neue Freunde zu finden, meine Sprachkenntnisse zu verbessern und mich selbst besser kennenzulernen.

Ich kann jedem jungen Erwachsenen nur empfehlen, ein Auslandsjahr mit dem ESC zu machen. Die Erfahrungen, die man hier sammeln kann, sind unvergleichlich. Und auch Polen als Zielland kann ich nur wärmstens weiterempfehlen. Es gibt so viel zu entdecken, und die Menschen hier haben mich durch ihre Offenheit und Herzlichkeit immer wieder beeindruckt.

Es war eine Entscheidung, die mein Leben verändert hat – und ich würde es jederzeit wieder tun.

 

 

 

It’s been six months

It’s been six months

Hello everyone,

I am Libera, the European volunteer at PJR.

I live and work in Dresden for 6 months. It makes me sad when I think that in six months I will have to leave this beautiful city and this good organization, which gave me the opportunity to do this year abroad.

Within the PJR, I have participated in various workshops ranging from the Nazi period to extremism in Germany where I was able to learn much more about German politics, also due to the fact that there were two elections since my arrival here. Then I also took part in Actionbound tours through the city with videos, photos and quizzes covering various topics, including the history and times of the GDR.

In the office, I like to make new things to use my creativity and also to get more skills with the computer.

Here in the office I feel very comfortable; they are friendly and helpful.

As far as my life here in Dresden is concerned, I have found some friends with whom I can sometimes go out and speak German, in general I like the youthful life of this city very much because it is fresh and beautiful.

I like to spend my time doing sports or going to the gym.

In October, I attended a seminar in Bremen where I had the opportunity to make international friendships that currently live in different cities of Germany. This is very interesting for me because it gives me the opportunity to visit my friends, but at the same time to discover more and more Germany. So far I have been in Berlin, Rostock, Bremen and Hamburg.

In mid-March I am attending another seminar in Weimar and hope to make more friends so that I can discover the beautiful corners of Germany on my travels.

This experience helps me a lot, I am from Italy and don’t really feel like going to university, now, thanks to the work that I’m experiencing at PJR, I would like to study in the social field.

We keep our fingers crossed!

It’s been six months

Es ist schon sechs Monate her

Hallo zusammen,

Ich bin Libera, die europäische Freiwillige beim PJR.

Ich lebe und arbeite seit 6 Monaten in Dresden. Es macht mich traurig, wenn ich daran denke, dass ich in sechs Monaten diese schöne Stadt und diese gute Organisation verlassen muss, die mir die Möglichkeit gegeben hat, dieses Jahr im Ausland zu machen.

Innerhalb vom PJR habe ich an verschiedenen Workshops teilgenommen, die von der Nazi-Zeit bis zum Extremismus in Deutschland reichen, wo ich viel mehr über die deutsche Politik erfahren konnte, auch aufgrund der Tatsache, dass es seit meiner Ankunft hier zwei Wahlen gab. Dann habe ich auch an Actionbound-Touren durch die Stadt mit Hilfe von Videos, Fotos und Quiz teilgenommen, die verschiedene Themen behandeln, darunter auch die Geschichte und die Zeit der DDR.

Im Büro bastle ich gerne an neuen Dingen, um meine Kreativität optimal zu nutzen und auch um mehr Skills mit dem Computer zu bekommen.

Hier im Büro fühle ich mich sehr wohl; sie sind freundlich und hilfsbereit.

Was mein Leben hier in Dresden betrifft, habe ich einige Freundschaften gefunden, mit denen ich manchmal ausgehen und deutsch sprechen kann, im Allgemeinen mag ich das jugendliche Leben dieser Stadt sehr, weil es frisch und schön ist.

Ich verbringe meine Zeit sehr gerne mit Sport oder gehe ins Fitnessstudio.

Im Oktober habe ich an einem Seminar in Bremen teilgenommen, wo ich die Möglichkeit hatte, internationale Freundschaften zu schließen, die derzeit in verschiedenen Städten Deutschlands leben. Das ist sehr interessant für mich, denn es gibt mir die Möglichkeit, meine Freunde zu besuchen, aber gleichzeitig immer mehr Deutschland zu entdecken. Bisher war ich in Berlin, Rostock, Bremen und Hamburg.

Mitte März nehme ich an einem weiteren Seminar im Weimar teil und hoffe, noch mehr Freundschaften zu knüpfen, um auf Reisen die schönen Winkel Deutschlands entdecken zu können.

Diese Erfahrung hilft mir sehr, ich bin aus Italien und habe eigentlich keine Lust, an die Universität zu gehen, jetzt, dank der Arbeit, die ich bei PJR erlebe, würde ich gerne ein Studium im sozialen Bereich machen.

Wir drücken die Daumen!

Volunteering with an environmental NGO in Malta

Volunteering with an environmental NGO in Malta

Volunteering with an environmental NGO in Malta

Bonjou,

I am Martha, 19 years old and have been spending my ESK volunteer year in Malta since August 2024.

Even though Malta is even smaller than Dresden, there is a lot to discover. From sea, cliffs and hot summer sun to full, southern towns with traditional colorful boats in the harbor to almost daily fireworks in summer that can be heard all over the island. And even now I am still finding new places.

Together with 11 other volunteers, I work at BirdLife Malta (BLM), an environmental NGO that is part of the international BirdLife network and deals with bird and nature conservation in Malta. Several nature reserves are managed by BLM, but they are all quite small. The organization also works against illegal activities during and outside the hunting and trapping season, as bird hunting is a long-standing Maltese tradition. There is also a rehabilitation center for injured birds in one of the reserves.

During my third week in Malta, I was able to witness the release of a flamingo that had previously been rescued from inappropriate husbandry and had to be nursed back to health for a long time. This is still one of my biggest highlights.

As there is little wild nature in Malta due to the heat and urbanization, there is also little connection with it in society.

That is why BirdLife Malta has an Education Department, where I work as an Education Assistant. The aim is to teach children about the environment at pre-school age, which in most cases is not done by schools or their parents. My tasks are very diverse. On the one hand, I work in the office and take care of bookings for school visits to our reserves. On the other hand, I lead the school visits for the youngest pupils myself, run workshops in schools together with my colleagues and look after our stands at larger events or markets. For me, the school visits are a personal favorite, which I wouldn’t have expected beforehand. But when I’m told by a five-year-old birdwatcher that he can even see South America with binoculars, or when a six-year-old pulls me from plant to plant to show me something or excitedly asks me questions, it brings me so much joy to see how enthusiastic the children are.

Malta welcomed me in the hottest month, but despite the heat and dryness, I was immediately charmed by its cute colorful balconies, bright stone buildings and sea views. There are many beautiful spots on cliffs or beaches to admire sunsets and at every corner you stumble upon a church or a cat. I also find it so convenient that you can be anywhere in the country in 2.5 hours at most. And that’s only because the buses are almost always late, and you often have to let buses pass because they are too full. You can get wonderfully crispy “pastizzi” pastries everywhere here for a small price and in six months‘ time I will probably miss them just as much as the bitter orange herbal drink “Kinnie”, my friends, who are also volunteers with BirdLife Malta, and enjoying the sea, the sun and the view of the capital Valletta on Manoel Island after work.

Der Beginn eines aufregenden Jahres

Der Beginn eines aufregenden Jahres

Mein Name ist Gesche, ich bin 19 Jahre alt und habe im Oktober mein Freiwilliges Jahr in Stettin begonnen. Dort bin als Trainerin in einem Zirkus. Der Cyrk Zodiak wie er sich nennt, hat sich auf die Luftakrobatik spezialisiert, um genauer zu sein auf Tuchakrobatik. Aber auch das Trapez und Arial Hoop sind ein großer Bestandteil des Cyrk Zodiak. Auch vertreten aber nicht in einem so großen Maß wie die Luftakrobatik sind die gewöhnliche Akrobatik und Balance. Und natürlich darf in keinem Zirkus die Jonglage fehlen.

Der Zirkus bietet Klassen für Kinder und Erwachsene an, um diese Disziplinen zu lernen. Momentan ist meine Aufgabe, den Trainerinnen und Trainern während dieser Klassen zur Seite zu stehen und hauptsächlich den Kindern zu helfen. Da ich aus dem Gerätturnen komme, hatte ich zuvor noch nicht so wirklich Kontakt mit Zirkus. Ich durfte mich selber auch an den Tüchern versuchen, bevor ich begonnen habe den Kindern zu helfen und kann sagen, dass es gar nicht so einfach ist. Man muss wissen, wo welcher Fuß oder der Arm hin muss. Das Ziel ist jedoch, dass ich irgendwann meine eigene Klasse anbieten kann.

Auch wenn ich jetzt erst zwei Monate dort war, habe ich schon sehr viel mit dem Zirkus erleben dürfen. Gleich bei meiner Ankunft in Stettin durfte ich an einem Austauschprojekt teilnehmen. Wir befinden uns gerade in der Planungsphase für ein weiteres Treffen.

Ich durfte auch schon bei einer Open Stage eine meiner Übungen aus dem Turnen zeigen, jedoch musste ich diese etwas an die anderen Bodenverhältnisse anpassen. Jetzt bin ich dabei eine eigene Show zu kreieren, die ich bei einem Varieté im Dezember präsentieren darf.