von Freiwillige/r im Sozialen Jahr Politik | 14.10.2025 | Blog
Ich bin Florian, der (inzwischen nicht mehr ganz so) neue FSJler beim PJR Dresden. Ich komme aus Heidenau, habe es also nicht allzu weit bis ins Büro. Ich war auch vorher schon viel in Dresden unterwegs, also lag die Landeshauptstadt als Einsatzort nahe. Für den PJR habe ich mich letztendlich entschieden, weil die Arbeit hier mir eine spannende und abwechslungsreiche Mischung bietet: aus der täglichen Auseinandersetzung mit politischen und gesellschaftlichen Themen, Medienarbeit, „sozialer“ Arbeit in Schulen – und auch dem klassischen „Bürokram“, mit E-Mails und allem, was dazu gehört. Und genau darum mache ich schließlich ein FSJ: um einen umfangreichen Einblick in viele verschiedene Tätigkeitsfelder zu erlangen und eine gut überlegte Studiumswahl treffen zu können.
Seit mein FSJ vor fast anderthalb Monaten begonnen hat, habe ich einen guten Überblick darüber gewonnen, was den PJR als Verein ausmacht. Ich war schon in einigen Schulen, anfangs eher als Beobachter, konnte jedoch mehr und mehr auch selbst gestalten. Ich war auch auf verschiedenen Weiterbildungen und allgemein viel in Dresden unterwegs. Doch auch im Büro habe ich mich schnell wohlgefühlt, und in unserem kleinen Team war kein langes Namen-Lernen nötig. ;ㅤ) Was mir am PJR auch sehr gut gefällt ist, dass ich nicht der einzige Freiwillige hier bin. Neben mir arbeitet noch Eliseo aus Italien im Rahmen seines ESKs für die nächsten 11 Monate hier, was denn Alltag im Büro selbstverständlich nochmal bereichert.
Auch auf den bisher zwei Bildungstagen in Dresden und Leipzig konnte ich viele junge Menschen kennenlernen, die ähnlich ticken wie ich. Ich freue mich auf die Bildungswochen mit ihnen und vielleicht die ein oder andere Freundschaft mehr nach diesem Jahr.
Bisher sieht alles danach aus, dass mein Freiwilligendienst meine Erwartungen voll erfüllen wird und mir genau das bringt, was ich mir davon erhofft habe. Ich bin froh, mich so entschieden zu haben und freue mich auf die nächsten 11 spannenden, lehrreichen und witzigen Monate.
von Freiwillige/r im Sozialen Jahr Politik | 27.06.2025 | Blog
Hallo zusammen,
hier ist Naemi, die FSJlerin beim PJR.
Wie schnell die Zeit vergeht! Mein FSJ beim PJR neigt sich nun leider schon dem Ende zu – Monate voller spannender Erfahrungen und Begegnungen liegen hinter mir und ich bin gespannt, was die Zukunft bringen wird. Trotzdem, gerade weil dieser Lebensabschnitt für mich jetzt endet, lohnt es sich noch einmal innezuhalten und einen Blick zurück zu werfen. Dabei kommen mir gleich ganz verschiedene aufregende Erlebnisse in meinem FSJ in den Sinn – Workshops, Projekttage, Veranstaltungen. Alles werde ich hier nicht festhalten können und doch möchte ich mich an der Zusammenstellung einiger Highlights versuchen, um zu zeigen, wie viel ich in diesem Jahr lernen und erleben durfte.
Gedenkstättenfahrt nach Theresienstadt
Gleich am Anfang meines FSJ durfte ich bei einer Gedenkstättenfahrt nach Theresienstadt dabei sein. Das war meine erste Gedenkstättenfahrt, denn wegen der Pandemie fielen die geplanten Fahrten in meiner Schulzeit leider aus. Gerade deswegen war diese Erfahrung für mich äußerst bereichernd, trotz des miserablen Wetters, das wir leider hatten. Vor allem die Führung durch die kleine Festung war für mich sehr eindrücklich.
Bundestagswahl
Mein FSJ-P fiel in eine politisch aufgeladene Zeit – der Bruch der Ampel-Koalition, die Wiederwahl Donald Trumps, die Neuwahlen in Deutschland und der schockierende Aufstieg rechtsextremer Parteien wie der AfD, vor allem in Ostdeutschland. Die politische Lage in Deutschland und der Welt ist kompliziert wie nie zuvor. Besonders die Bundestagswahlen waren für mich dieses Jahr sehr prägend. Als Verein politischer Bildung wollten wir tätig werden und Menschen über die Wahlen aufklären. Deshalb haben wir Interviews mit Direktkandidatinnen und -kandidaten aus Dresden geführt und ihre Antworten als Kurzvideos zusammengefasst. Das Durchführen und Schneiden der Interviews ermöglichte auch mir neue Einblicke. Schließlich war ich im September erst nach Dresden gezogen und kannte die Direktkandidat*innen, für die ich mich nun in der Wahl entscheiden sollte, nicht wirklich gut. Dieser Einblick hat mir auf jeden Fall geholfen.
Recherche #nachgedacht
Während meiner Zeit beim PJR durfte ich auch mein Interesse an Geschichte ausleben und für unser Instagram-Format #nachgedacht einige spannende Recherchen durchführen. Mich in ein Thema zu vertiefen und auch die Hintergründe historischer Ereignisse zu verstehen, macht mir sehr viel Spaß und gerade deshalb war dieses Format wirklich ein Highlight für mich. Besonders bleibt mir meine Recherche zum Völkermord in Ruanda in Erinnerung. Zwar hatte ich schon Vorwissen über das Thema, aber es war eine wichtige Erfahrung, die Zusammenhänge und Hintergründe zu verstehen und mit anderen zu teilen. Ich hoffe, dass durch diese Beiträge auch einige unserer Follower neue Eindrücke und neues Wissen vermittelt bekommen haben.
Gestaltung Workshops und Projekttage
Mit viel Freude erinnere ich mich auch an die vielen Workshops und Projekttage, die ich mitgemacht habe. Es war ein besonderes Erlebnis, gemeinsam mit meinen Kolleginnen und/oder Kollegen vor den Klassen ein Thema vorzustellen und Methoden durchzuführen. Mit einigen Klassen habe ich wirklich viel Spaß gehabt. Es war auch immer eine besondere Herausforderung, neue Methoden für die Workshops zu finden. In den letzten Wochen haben Franzi und ich zum Beispiel zusammen auch ein neues Planspiel ausgearbeitet. Die erstmalige Durchführung dieses Planspiels mit den Freiwilligen der Diakonie war richtig spannend. Mich hat besonders gefreut, dass die Freiwilligen aktiv miteinander diskutiert haben und gemeinsam Kompromisse ausgearbeitet haben.
Kooperation mit der Bürgerstiftung
Ein weiterer schöner Teil meines FSJ war auch die Kooperation mit der Bürgerstiftung, die mein Vorgänger ins Leben gerufen hat. Auch die Bürgerstiftung hat jedes Jahr FSJler und führt unter anderem den Generationendialog durch. Bei diesen Dialogen gehen Senioren in Schulen, um mit den Schüler*innen ins Gespräch zu kommen. Ich war einige Mal dabei und habe auch Moderationsaufgaben übernommen. Es war sehr interessant, den Austausch zwischen zwei Generationen zu beobachten, denen ich nicht angehöre – dabei habe ich auch einiges gelernt.
Filmabend
Ich blicke auch positiv auf den Filmabend zurück, den ich gemeinsam mit der Filmgalerie Dresden veranstaltet habe. Das Thema des deutschen Kolonialismus liegt mir schon lange am Herzen – bereits in der zehnten Klasse habe ich meine Facharbeit über dieses Thema verfasst. Dass die Kolonialgeschichte im deutschen Geschichtsbewusstsein zu wenig ankommt, war mir schon damals bewusst. Leider findet das Thema in öffentlichen Diskursen und der Medienlandschaft sehr wenig Aufmerksamkeit. Gerade deswegen habe ich Möglichkeiten gesucht, um darüber zu informieren. In Kooperation mit der Filmgalerie (auf Vorschlag von Franzi) habe ich dort den Film „Der vermessene Mensch“ gezeigt. Im Rahmen dieser Veranstaltung habe ich auch einen kurzen Vortrag gehalten, die Recherche dafür war sehr interessant, vor allem weil ich so herausfinden konnte, dass viele Details und Personen, die im Film gezeigt werden, tatsächlich ein historisches Pendant hatten. Die Gespräche, die in der gemeinsamen Besprechung nach dem Film stattfanden waren sehr lehrreich und interessant.
Ein tolles Jahr – ein tolles Team
Das waren einige der Erfahrungen, die ich in meiner Zeit beim PJR machen durfte. Ich bin dankbar für diese tolle Zeit und für die Menschen, die ich kennenlernen durfte. Besonders dem Büroteam des PJR möchte ich für die letzten Monate danken. Die Zusammenarbeit mit euch hat mir wirklich viel Freude gemacht. Ich wünsche euch weiterhin ganz viel Kraft für die Zukunft. Die Arbeit, die ihr macht, ist wirklich wichtig.
von Freiwillige/r im Sozialen Jahr Politik | 09.04.2025 | Blog
Wir haben in unserer Insta-Story am 07.04. einen #nachgedacht-Beitrag zum Völkermord in Ruanda gemacht. Dabei gehen wir auf den historischen Hintergrund des Völkermordes ein und erklären, was genau den Gewaltausbruch verursacht hat. Außerdem wird die Aufarbeitung des Völkermordes in Ruanda thematisiert. Wir wollen diese Recherche hier gerne mit euch teilen.














von Freiwillige/r im Sozialen Jahr Politik | 08.04.2025 | Blog
Hallo zusammen!
Ein halbes Jahr in meinem FSJ ist nun schon vorbei! Ich kann immer noch nicht ganz fassen, wie schnell die letzten Monate vergangen sind.
In dieser Zeit beim PJR habe ich so einiges erleben dürfen! Im Dezember war ich zum Beispiel bei einem Planspiel Kommunalpolitik am Gymnasium LEO dabei. Es war richtig toll zu sehen, wie sehr die Schüler*innen ihre Rollen ernstgenommen und versucht haben, gemeinsam einen Kompromiss zu erreichen. Natürlich habe ich auch bei vielen Workshops mitgemacht, vor allem zum Thema Extremismus oder Social Media.
Im Januar fand auch der Filmabend von Libera in der Filmgalerie statt. Es war schön, dabei zu sein und die Erfahrung hat mich auch motiviert, selbst einen Filmabend zu organisieren, der am 28.04. stattfinden wird.
Die Veranstaltungen rund um den 13. Februar waren für mich auch sehr interessant, vor allem, weil ich dort mit den Gästen aus europäischen Partnerstädten in Kontakt gekommen bin.
Und dann kamen die vorgezogenen Bundestagswahlen. Beim PJR haben wir Interviews mit einigen Direktkandidat*innen durchgeführt und als Kurzvideos auf Instagram hochgeladen. Einige davon habe ich selbst durchgeführt und war danach für den Schnitt und das Hochladen der Videos verantwortlich. Diese Aufgabe war zeitintensiv, hat mir aber auch viel Spaß gemacht. Außerdem war es für mich besonders interessant, die Direktkandidat*innen aus Dresden kennenzulernen und zu hören, was sie zu einigen Themen zu sagen haben. Da ich nicht aus Dresden komme, war das für mich sehr bereichernd.
Da das Wetter jetzt auch wieder angenehmer wird, haben wir bereits einige Tablet-Touren durchgeführt, zum Beispiel mit der 55. Oberschule. Für den Vorbereitungsworkshop haben wir ein neues Arbeitsblatt entworfen und auch einige Methoden überarbeitet, was bei den Schüler*innen gut ankam. Außerdem war ich in der letzten Woche zum ersten Mal bei der StreetArt-Tour in der Neustadt dabei. Obwohl ich selbst dort wohne, habe ich einige neue Dinge entdeckt und die Jugendlichen waren auch super mit dabei.
In den letzten Wochen war ich außerdem bei einigen Bildungstagen und einer Bildungswoche in Chemnitz. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, Zeit mit meinen FSJ-Kolleg*innen zu verbringen. Thematisch fand ich besonders den Bildungstag zum Nahostkonflikt interessant. Hier hatten wir die Möglichkeit, mit einem Deutsch-Palästinenser und einem Deutsch-Israeli zu sprechen. Das hat mir einige neue Einblicke in dieses komplexe Thema verschafft.
Ich freue mich sehr auf die weitere Zeit beim PJR und auf die Projekte, die in nächster Zeit anstehen, wie zum Beispiel der Filmabend.
Viele Grüße,
Naemi aus dem PJR-Büro
von Freiwillige/r im Sozialen Jahr Politik | 25.10.2024 | Blog
Hallo liebe PJR-Blog Leser,
ich heiße Naemi Weid und bin die neue FSJlerin beim PJR Dresden. Ich komme aus Leisnig, das ist eine Kleinstadt zwischen Leipzig und Dresden. Für das FSJ-P habe ich mich entschieden, weil ich mir noch nicht sicher war, was ich studieren möchte und ich mich sehr für Politik und Geschichte interessiere. Ich bin für das FSJ nach Dresden gezogen, was für mich als Dorfkind eine Umstellung war, und bin beeindruckt davon, was man in Dresden alles machen kann. Es gibt so viele Kultur- und Freizeitangebote, die für mich mit dem Fahrrad oder der S-Bahn erreichbar sind – das finde ich richtig super.
Nun bin ich schon über einen Monat als FSJlerin beim PJR und durfte in dieser Zeit viele neue Erfahrungen sammeln. Ich habe mittlerweile schon einige Workshops an Schulen zu unterschiedlichen Themen begleitet. Die Zusammenarbeit mit den Schülern ist neu für mich und ich bin beeindruckt davon, welche großartigen Gedanken und Ideen von den Teilnehmenden der Workshops kommen. Außerdem habe ich auch ein Treffen der AG Rassismuskritik begleitet. Ein weiteres Highlight war die Gedenkstättenfahrt nach Theresienstadt, die ich im September begleitet habe. Ich war vorher noch nicht dort gewesen und fand die Führungen anschaulich und interessant. Aufgrund der Corona-Pandemie waren in meiner Schulzeit leider alle Gedenkstättenfahrten ausgefallen, weshalb dieser Ausflug für mich sehr bereichernd und wichtig war.
Meine erste Bildungswoche in Pirna-Liebethal liegt auch schon hinter mir – hier habe ich die anderen Teilnehmer des FSJ-P kennengelernt. Ich fühle mich in der Gruppe sehr wohl und habe erste Kontakte geknüpft. Auf die nächsten Bildungstage und -wochen freue ich mich sehr.
Im November kommen noch einige Workshops auf uns zu, aber auch ein Planspiel, das ich auch begleiten werde. Ich blicke mit Vorfreude und Motivation auf die nächsten Monate.
Viele Grüße
Naemi aus dem PJR-Büro