ich heiße Naemi Weid und bin die neue FSJlerin beim PJR Dresden. Ich komme aus Leisnig, das ist eine Kleinstadt zwischen Leipzig und Dresden. Für das FSJ-P habe ich mich entschieden, weil ich mir noch nicht sicher war, was ich studieren möchte und ich mich sehr für Politik und Geschichte interessiere. Ich bin für das FSJ nach Dresden gezogen, was für mich als Dorfkind eine Umstellung war, und bin beeindruckt davon, was man in Dresden alles machen kann. Es gibt so viele Kultur- und Freizeitangebote, die für mich mit dem Fahrrad oder der S-Bahn erreichbar sind – das finde ich richtig super.
Nun bin ich schon über einen Monat als FSJlerin beim PJR und durfte in dieser Zeit viele neue Erfahrungen sammeln. Ich habe mittlerweile schon einige Workshops an Schulen zu unterschiedlichen Themen begleitet. Die Zusammenarbeit mit den Schülern ist neu für mich und ich bin beeindruckt davon, welche großartigen Gedanken und Ideen von den Teilnehmenden der Workshops kommen. Außerdem habe ich auch ein Treffen der AG Rassismuskritik begleitet. Ein weiteres Highlight war die Gedenkstättenfahrt nach Theresienstadt, die ich im September begleitet habe. Ich war vorher noch nicht dort gewesen und fand die Führungen anschaulich und interessant. Aufgrund der Corona-Pandemie waren in meiner Schulzeit leider alle Gedenkstättenfahrten ausgefallen, weshalb dieser Ausflug für mich sehr bereichernd und wichtig war.
Meine erste Bildungswoche in Pirna-Liebethal liegt auch schon hinter mir – hier habe ich die anderen Teilnehmer des FSJ-P kennengelernt. Ich fühle mich in der Gruppe sehr wohl und habe erste Kontakte geknüpft. Auf die nächsten Bildungstage und -wochen freue ich mich sehr.
Im November kommen noch einige Workshops auf uns zu, aber auch ein Planspiel, das ich auch begleiten werde. Ich blicke mit Vorfreude und Motivation auf die nächsten Monate.
„Vote your #staDDrat“ nennt sich unser Online-Wahltool, mit dem ihr ab heute eure Präferenzen zwischen 8 Parteien abgleichen könnt, die zur Kommunalwahl in Dresden antreten.
Hallo, mein Name ist Seth. Ich komme aus den USA, Bundesstaat Virginia. Ich bin Masterstudent an der Uni in Konstanz und Prag und studiere Internationale Beziehungen. Zur Zeit bin ich auch Praktikant beim PJR und schreibe nebenbei meine Masterarbeit zum Thema deutsche Identität und wie sie die Sicherheitspolitik betrifft. Das Praktikum beim PJR ist mir wichtig, um politische Bildung auszubauen und die deutsche Kultur besser kennenzulernen. Politische Themen zu präsentieren und zu recherchieren, so wie ich das auch schon an der Uni gemacht habe, macht mir viel Freude. Nach dem Studium, was ich voraussichtlich im Sommer diesen Jahres beenden werde, möchte ich gern einen Job in einer deutschen Organisation bekommen, die auch politisch aktiv ist.
In meiner Freizeit reise, lese oder wandere ich und höre gerne Musik. Manchmal fahre ich auch Ski. Außerdem bin ich ein Mensch, der gerne mit Andere trifft und kennenlernt. Ich freue mich sehr auf meine Zeit und Arbeit beim PJR um das Team zu unterstützen, wo es nur geht! Viele Grüße, Seth
Als ich mich entschied, ein Jahr einen Freiwilligendienstes im Ausland zu absolvieren, wusste ich, dass ich eine besondere Erfahrung machen würde. Was ich jedoch nicht erwartet hätte, war, wie tiefgreifend und bereichernd diese Erfahrung sein würde. Mein Freiwilligendienst bei PSONI, eine Organisation mit vielen verschiedenen Einrichtungen für Menschen mit geistiger Behinderung, in Gdansk, an der polnischen Ostseeküste, hat mich geprägt und mir neue Einblicke ermöglicht. Meine Arbeit bei PSONI umfasst eine Vielzahl von Aufgaben. Ein Teil meiner Zeit verbringe ich in Schulen, wo ich Lehrkräfte im Unterricht unterstützte und mich zusätzlich mit den Schülern beschäftige. Darüber hinaus habe ich einen Workshop für Fotographie und bin in einer Band. Es war unglaublich erfüllend, meine kreative Seite ausleben zu können und gleichzeitig einen Beitrag zur Organisation zu leisten.
Ein weiterer Teil meiner Arbeit besteht darin, in einem Wohnhaus für Menschen mit geistiger Behinderung zu helfen. Hier unternehme ich unterschiedliche Freizeitaktivitäten, wie Kochen, Basteln oder Brettspiele zu spielen. Meine Wohnung in Gdansk ist gut gelegen: eine Wohnung nur 30 Minuten von der Altstadt und 30 Minuten vom Meer entfernt. Durch Nähe zu verschiedenen Freizeitmöglichkeiten ermöglicht es mir, meine Freizeit vielfältig zu gestalten. Mit meiner Mitbewohnerin Adriana aus Portugal verstehe ich mich sehr gut. Zusammen unternehmen wir oft Dinge am Wochenende, und manchmal auch mit den anderen Freiwilligen. Bis jetzt hat mir meine Arbeit bei PSONI sehr gut gefallen, ich freue mich auf die schönen Sommermonate.
Seit Anfang Oktober mache ich meinen europäischen Freiwilligendienst in Vic, Katalonien, Spanien. Ich wohne hier gemeinsam mit 5 anderen europäischen Freiwilligen in einer WG. Wir sind alle Teil des gleichen Projekts, arbeiten aber an unterschiedlichen Orten. Sant Tomas, meine Aufnahmeorganisation, hat in der ganzen Region zahlreiche kleine und größere Zentren für Menschen mit geistiger Behinderung, deren Ziel es ist die Leute mehr in die Gesellschaft zu bringen und so sichtbarer zu machen.
Ich arbeite unter der Woche in vier verschiedenen Zentren in und um Vic, drei kleineren Gruppen mit je bis zu 10 Personen, die alle relativ eigenständig sind. In diesen Zentren gibt es verschiedenste Aktivitäten:
Die erste Gruppe betreut sozusagen ein öffentliches Zentrum der Stadt und bereiten Räume für Kurse vor, teilweise besuchen sie die Kurse auch selbst. Ansonsten reinigen sie Spielsachen und Bücher, die dann gespendet werden, spielen Petanca (ein traditioneller Sport) oder machen Gesellschaftsspiele und Puzzles. Wenn Zeit ist versuche ich einigen von ihnen auch noch ein wenig Englisch beizubringen ;).
Mit der zweiten Gruppe gehe ich spazieren, wir lernen Gebärdensprache und es wird Beschäftigungstherapie, also verschiedene einfache Arbeiten, gemacht.
Das dritte kleine Zentrum ist eine Handwerkstatt mit Laden, in der verschiedene kreative Arbeiten gemacht werden. Beispielsweise werden Schals und Mützen, Ketten und Armbänder und natürlich aktuell zahlreiche Weihnachtsdekorationen hergestellt. Zusätzlich gibt es regelmäßig besondere Projekte, bei denen neue Dinge wie Drucktechniken ausprobiert werden. Die Produkte werden dann im Laden verkauft. Meine Aufgabe ist es dabei entweder bei den Aktivitäten zu unterstützen und zu motivieren oder mich mit den Leuten zu unterhalten.
Das vierte Zentrum ist ein Wohnheim und unterscheidet sich zu den anderen, da die Menschen dort mehr Hilfe, auch bei alltäglichen Dingen wie essen, brauchen. Dementsprechend ist es anstrengender, obwohl es „einfachere“ Aktivitäten gibt. Nachmittags helfe ich hier bei der Musiktherapie.
Vor ein paar Wochen habe ich außerdem eine Gruppe beim Besuch eines Zentrums für Menschen mit geistiger Behinderung einer anderen Organisation begleitet, in dem die Leute vor allem Kunst in verschiedenen Formen schaffen, die dann (teils in Kooperation mit anderen Künstlern von außerhalb des Zentrums) ausgestellt wird. Dabei konnten sie sich über ihre unterschiedlichen Erfahrungen und Aktivitäten austauschen, was für mich persönlich sehr interessant anzuhören war.
Meine Organisation hat zudem verschiedene Freizeitgruppen, weshalb ich Mittwochs und Samstags Basketball oder Fußball spiele und auf längere Spaziergänge gehe. Außerdem werde ich im August nächstes Jahr mit auf zwei Wochentrips nach Menorca und ins Baskenland fahren Alles in allem mache ich also sehr viele verschiedene Dinge mit den unterschiedlichsten Menschen, was mir mittlerweile wirklich Spaß macht, am Anfang musste ich aber in kurzer Zeit sehr viel neues lernen, was etwas kompliziert war.
Außerhalb der Arbeit mache ich viel mit den anderen Freiwilligen: Wir fahren nach Barcelona und anderen nahegelegenen Städten, wandern und waren am Strand. Da Vic eine sehr katalanische Stadt ist, haben wir auch schon Einblicke in die Kultur gewonnen: Am 1.11. war zum Beispiel Castanyada, Anfang Dezember gab es den „Mercat Medieval“ und es wurden beeindruckende Castells (Menschentürme) vorgeführt. Allerdings sprechen deshalb viele hier am liebsten nur Katalanisch, was am Anfang eine Sprachbarriere war, da die Sprache sich doch mehr als erwartet von Spanisch unterscheidet. Durch die Uni gibt es hier auch viele junge Leute, von denen einige mit Erasmus hier sind, es gibt also viele internationale Leute, mit denen man sich austauschen kann. Seit ein paar Wochen spiele ich auch wieder Volleyball, wodurch ich noch mehr Leute von hier kennenlernen konnte, was viel beim Lernen der Sprache hilft. Ich freue mich auf meine verbleibenden Monate hier und bin gespannt, was ich noch alles erleben werde und welche Menschen ich noch treffen werde.