Comic-Superhelden retten die Stadt

Zusammen mit dem Plauener Bahnhof haben wir Mitte Juli so wie jedes Jahr ein Ferienangebot durchgeführt. Dieses Jahr ließen wir die Kinder und Jugendliche in die Kostüme von Superhelden schlüpfen. Sie konnten ein eigenes Comic gestalten.

Nötig waren dazu das Programm Comic Life 3, Laptops und Kameras sowie Matten, Kostüme und Bastelmaterial. Zu Beginn moderierte unser EFD-ler Sviatik eine Kennenlernphase, um das Eis etwas zu brechen. Anschließend gaben wir den Kids etwas Input zur großen (leider sehr männlich geprägten) Welt der Superhelden. Danach warfen wir einen Blick auf Orte, Menschen und Themen der Politik. Trotz ihres jungen Alters (zwischen 7 und 13 Jahren) zeigten die Teilnehmenden hier schon großes Interesse und Wissen. 

Anschließend teilten wir die 8 Jugendlichen in 2 Gruppen. In diesen suchten sie sich mit Unterstützung der Teamer ihr Thema: Eine Gruppe wählte eine wenig harmonische Begegnung von Angela Merkel und Donald Trump, die andere widmete sich einer mehr klassischen Superhelden-Geschichte. Die Gruppen malten zu ihren Themen ein Storyboard und machten sich Gedanken, wie sie ihr Comic umsetzen wollen. Dazu mussten Fotos im Netz gesucht und eigene Fotos geknipst, diese anschließend am PC bearbeitet und in das Programm eingefügt werden. Zuletzt fehlten dann nur noch die Sprechblasen, wobei eine der Gruppe wegen Zeitmangel leider nicht mehr dazu kam, diese hinzuzufügen. Das nächste Mal dann.

Insgesamt waren alle Beteiligten mit dem Ablauf und dem Ergebnis sehr zufrieden. Wir wollen das Projekt auf jeden Fall wiederholen, dann aber mit mehr Zeit und bestenfalls auch mehr Technik. 

[ngg_images source=“galleries“ container_ids=“8″ display_type=“photocrati-nextgen_basic_thumbnails“ override_thumbnail_settings=“0″ thumbnail_width=“240″ thumbnail_height=“160″ thumbnail_crop=“1″ images_per_page=“20″ number_of_columns=“0″ ajax_pagination=“0″ show_all_in_lightbox=“0″ use_imagebrowser_effect=“0″ show_slideshow_link=“0″ slideshow_link_text=“[Zeige eine Slideshow]“ template=“default“ order_by=“sortorder“ order_direction=“ASC“ returns=“included“ maximum_entity_count=“500″]

Workshop „Jugendschutz“ im Haus Kolombo

Workshop „Jugendschutz“ im Haus Kolombo

Anfang Juli waren Tobias, unser ehemaliger FSJ-Pler Robert und unser Ehrenamtlicher Elias zweimal in der Kinder- und Jugendwohngruppe Haus Kolombo der Diakonie zu Gast. Dort haben sie mit Jugendlichen im Rahmen des wöchentlichen Integrationskurses jeweils einen 90-minütigen Workshop zum Thema „Jugendschutz“ durchgeführt. Das Besondere an der Einrichtung ist, dass dort Dresdner Jugendliche und unbegleitete junge Flüchtlinge gemeinsam untergebracht sind.

Powerpoint Jugendschutz

Titelbild unserer Powerpoint zum Thema „Jugendschutz“

Zwar waren die Gruppen wegen der Ferienaktivitäten von überschaubarer Größe, doch das ermöglichte intensivere Gespräche zu Gründen des Jugendschutzes, den Bereichen, in denen Regelungen bestehen und den verschiedenen Ansätzen, die im Jugendschutz verfolgt werden. Am besten gefiel den Teilnehmern ein Quiz, in dem sie vor Situationen gestellt wurden, in denen sie erkennen sollten, ob Regelungen zum Jugendschutz bestehen. Sehr interessant war auch der Blick auf die Herkunftsländer der Jugendlichen, in denen meist weniger staatliche Regelungen bestehen, dafür aber der Einfluss der Eltern auf das Leben der Kinder und Jugendlichen umso größer ist.

Vielleicht ergeben sich in Zukunft noch weitere Kooperationsmöglichkeiten mit dem Haus Kolombo, unseren Mitarbeitern haben die beiden Workshops in jedem Fall großen Spaß gemacht.

„Weiße Wölfe“ - Workshops zu Rechtsterrorismus

„Weiße Wölfe“ - Workshops zu Rechtsterrorismus

Im Juni haben wir in Kooperation mit dem Weiterdenken - Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen e.V. Workshops über den Rechtsterrorismus des NSU (Nationalsozialistischer Untergrund) mit Jugendlichen durchgeführt. Die Workshops dienten der Begleitung der Ausstellung „Weiße Wölfe“ des Reportagekollektivs Correct!v. Die Ausstellung zeigt Szenen der gleichnamigen Graphic Novel und handelt von rechtsradikalen Gruppen in Dortmund, deren Leben und Ideologie. So sollen die Hintergründe von rechtsradikalen Anschlägen in Dortmund und anderen Regionen Deutschlands erhellt werden.

In unserem Workshop ging es vor allem um fünf Dimensionen des NSU: die Opfer und deren Angehörige, die Täter, die sie unterstützenden rechtsradikalen Netzwerke und Strukturen, das Umfeld der Täter sowie der Staat und dessen Organe.

Die Ausstellung ist auf folgender Seite online anzusehen. Unser Workshop kann auch über den Zeitraum der Ausstellung hinaus angefragt werden, Zielgruppe sind Jugendliche ab 16 Jahren.

 

Mein EFD in Tschechien

Mein EFD in Tschechien

Ich habe nun schon ein halbes Jahr meines europäischen Freiwilligendienstes geschafft  und ich muss sagen, dass ich überrascht bin wie gut ich bisher klar gekommen bin. Alleine zu wohnen ist nicht so schwierig, wie ich es mir vorgestellt hatte und auch das Geld ist ausreichend. Wenn ich auf Reisen war, konnte es am Ende des Monats etwas knapp werden, aber zum Glück kann man in Tschechien sehr gut mit wenig Geld auskommen.

Ich werde oft gefragt was hier eigentlich mein Job ist und ich muss zugeben, dass dies teilweise sehr schwer zu beantworten ist. Ich habe sehr viele verschiedene Aufgaben und kaum zwei Wochen vergehen, ohne dass es irgendein besonderes Event gibt, das meinen Alltag komplett verändert. Sollte eine Woche jedoch einmal ohne Änderungen verlaufen, dann verbringe ich meine Zeit entweder damit Schulen zu besuchen oder in unserem Freizeitzentrum zu arbeiten. In den Schulen helfe ich beim Deutsch- und Englischunterricht, wobei ich die Englischstunden meist selber planen und halten darf, während ich in Deutschstunden nur Texte oder Vokabeln vorlese und die Aussprache meiner Schüler korrigiere. Ich verbringe sehr viel Zeit am Tag damit von einer Schule zur anderen zu laufen. Mir wurde zwar ein Fahrrad versprochen, aber dieses ist so alt und schlecht, dass ich zu Fuß besser dran bin.

In unserem Freizeitzentrum habe ich allerlei zu basteln. Meistens sind das Dekorationen  wie Schneeflocken oder Sterne, die überall aufgehangen werden. Desweiteren bereite ich Materialien für Clubs mit kleinen Kindern vor. Mir wird dann gesagt, wie viele Schmetterlinge, Marienkäfer oder Engelchen ich aus Pappe oder Papier auszuschneiden habe und später gestalten die Kinder diese dann mit verschiedensten Materialien. Einmal pro Woche habe ich auch einen Club in welchem ich mir selber ausdenke was die Kinder basteln sollen. Am Anfang hatte ich nie Ideen was man denn so basteln könnte, aber da konnte mir Google helfen. Jetzt habe ich immer genug Ideen und das Beste ist, dass man bei den kleinen Kindern sehr schnell weiß ob es ihnen gefallen hat oder nicht.

Unsere Organisation veranstaltet sehr häufig Events. Bei diesen Aktionen habe ich komplett andere Arbeitszeiten und führe Arbeiten aus die von Teller waschen und Fenster putzen bis Memory spielen und mit Kindern tanzen, reichen können. Das Bild ist von einem Event für Kindergarten- und junge Grundschulkinder im Winter. Es ging dabei um Bären und wie sie den Winter überleben. Ich war an einer Station an welcher wir den Kindern beigebracht haben was Bären so fressen und als kleines Spiel mussten die Kinder Plastikobst und –Gemüse aus dem Schnee ausbuddeln. Jedoch sind uns ein paar Spielzeuge verloren gegangen und ich hatte, nach getaner Arbeit, mit anderen Freiwilligen Spaß daran die Früchte zu finden, leider jedoch erfolglos. Als der Schnee dann geschmolzen war, sind sie wieder aufgetaucht.

Mein nächstes Event wird ein Fairtrade-Thementag, den ich mit anderen Freiwilligen nahezu selbst organisieren muss. Es wird Seifenblasen und ganz viel  Kuchen geben. Ich freue mich schon sehr darauf und bin gespannt wie es mir gelingen wird.

Sonja

 

Auf ein Wochenende in Breslau

Auf ein Wochenende in Breslau

Ende Februar unternahmen wir in einer bunten Gruppe aus Hauptamt, Mitgliedern und Ehrenamtlichen eine zweitägige Seminarfahrt in die Dresdner Partnerstadt Breslau / Wroclaw.

Die Ziele das Vereinsleben etwas zu beleben, Kontakte nach Breslau aufzubauen sowie Vorarbeit für eine ab April startende trinationale Jugendbegegnung zu leisten können als erreicht gelten. Besonderen Eindruck bei den Teilnehmern hinterließ der Besuch bei der Jugendorganisation TRATWA sowie das dortige Gespräch mit dem Sozialpädagogen Wojtek Staniewski sowie ihrem deutschen FSJler. Die beiden erzählten über die Geschichte und Arbeit des Vereins, spezifischen Herausforderungen der Jugendarbeit in Polen und stellten aktuelle Projekte vor. Es wurde vereinbart, dass die Gruppe der trinationalen Jugendbegegnung im April erneut zu TRATWA zurückkehrt, um sich dort mit einer Gruppe Ukrainer zu treffen, die dort regelmäßig zusammenkommen. Das passt sehr gut zum Thema der Jugendbegegnung „Minderheiten und Flüchtlinge“.
Ebenso war die Stadtführung durch die „Deutsche sozial-kulturelle Gesellschaft Breslau“ sehr gewinnbringend, da sie sowohl einen Blick auf das historische Werden der Stadt als auch aktuelle Entwicklungen und Konflikte erlaubte. So wurde immer wieder das Phänomen der aktuellen rechtspopulistischen Regierungspartei PiS thematisiert sowie ein Blick auf den Zustand der polnischen Zivilgesellschaft erlaubt. Ebenso kam aber das tägliche Leben in der Stadt zur Sprache sowie die Rolle als EU-Kulturhauptstadt 2016.
Der Besuch der Jahrhunderthalle sowie der „Neuen Synagoge Breslau“ erfolgte ohne Führung und mit eigener Initiative der Teilnehmenden. Ein Teil der Gruppe nahm außerdem noch einer „Free-Tour“ zu jüdischem Leben in der Stadt teil.

[cmsms_row data_padding_bottom=“50″ data_padding_top=“0″ data_overlay_opacity=“50″ data_color_overlay=“#000000″ data_bg_parallax_ratio=“0.5″ data_bg_size=“cover“ data_bg_attachment=“scroll“ data_bg_repeat=“no-repeat“ data_bg_position=“top center“ data_bg_color=“#ffffff“ data_color=“default“ data_padding_right=“3″ data_padding_left=“3″ data_width=“boxed“][cmsms_column data_width=“1/1″][cmsms_gallery layout=“slider“ image_size_slider=“full“ slider_effect=“fade“ slider_autoplay=“true“ slider_slideshow_speed=“7″ slider_animation_speed=“600″ slider_pause_on_hover=“true“ slider_rewind=“true“ slider_rewind_speed=“1000″ slider_nav_control=“true“ animation_delay=“0″]4600|https://pjr-dresden.de/wp-content/uploads/2017/03/DSC_0077-200×200.jpg,4601|https://pjr-dresden.de/wp-content/uploads/2017/03/DSC_0120-200×200.jpg,4602|https://pjr-dresden.de/wp-content/uploads/2017/03/DSC_0328-e1490950745445-200×200.jpg,4603|https://pjr-dresden.de/wp-content/uploads/2017/03/DSC_0309-e1490950643827-200×200.jpg,4604|https://pjr-dresden.de/wp-content/uploads/2017/03/DSC_0166-e1490950711122-200×200.jpg,4605|https://pjr-dresden.de/wp-content/uploads/2017/03/DSC_0177-200×200.jpg,4606|https://pjr-dresden.de/wp-content/uploads/2017/03/DSC_0167-200×200.jpg[/cmsms_gallery][/cmsms_column][/cmsms_row]