von ESK-Freiwillige | 25.11.2024 | Blog
Mein Name ist Gesche, ich bin 19 Jahre alt und habe im Oktober mein Freiwilliges Jahr in Stettin begonnen. Dort bin als Trainerin in einem Zirkus. Der Cyrk Zodiak wie er sich nennt, hat sich auf die Luftakrobatik spezialisiert, um genauer zu sein auf Tuchakrobatik. Aber auch das Trapez und Arial Hoop sind ein großer Bestandteil des Cyrk Zodiak. Auch vertreten aber nicht in einem so großen Maß wie die Luftakrobatik sind die gewöhnliche Akrobatik und Balance. Und natürlich darf in keinem Zirkus die Jonglage fehlen.
Der Zirkus bietet Klassen für Kinder und Erwachsene an, um diese Disziplinen zu lernen. Momentan ist meine Aufgabe, den Trainerinnen und Trainern während dieser Klassen zur Seite zu stehen und hauptsächlich den Kindern zu helfen. Da ich aus dem Gerätturnen komme, hatte ich zuvor noch nicht so wirklich Kontakt mit Zirkus. Ich durfte mich selber auch an den Tüchern versuchen, bevor ich begonnen habe den Kindern zu helfen und kann sagen, dass es gar nicht so einfach ist. Man muss wissen, wo welcher Fuß oder der Arm hin muss. Das Ziel ist jedoch, dass ich irgendwann meine eigene Klasse anbieten kann.
Auch wenn ich jetzt erst zwei Monate dort war, habe ich schon sehr viel mit dem Zirkus erleben dürfen. Gleich bei meiner Ankunft in Stettin durfte ich an einem Austauschprojekt teilnehmen. Wir befinden uns gerade in der Planungsphase für ein weiteres Treffen.
Ich durfte auch schon bei einer Open Stage eine meiner Übungen aus dem Turnen zeigen, jedoch musste ich diese etwas an die anderen Bodenverhältnisse anpassen. Jetzt bin ich dabei eine eigene Show zu kreieren, die ich bei einem Varieté im Dezember präsentieren darf.

von Freiwillige/r im Sozialen Jahr Politik | 03.08.2018 | Blog
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Eine Nachricht von dem neuen EFDler Martin!
Zwei Tage sind schon vorbei! Dienstag bin ich in Dresden angekommen und nun finde ich die Zeit, einen kleinen Beitrag für den Blog zu schreiben, mich vorzustellen. Ich heiße Martin, bin 24 Jahre alt und komme aus Spanien, eigentlich aus Galicien, dieser wundervollen Region, die an der Nordküste des Landes liegt.

Ein Blick von der Nordküste
Bevor ich nach Deutschland gekommen bin habe ich ein Bachelorstudium in Übersetzung und Dolmetschen absolviert. Der Schwerpunkt war die Englische Sprache und die Kultur der Englischsprachigenen Länder, aber trotzdem habe ich auch Deutsch als meine zweite Sprache ausgewählt. Aufgrund meines Interesses für Menschenrechte und gesellschaftliche Gerechtigkeit habe ich dieses Studium durchgeführt. Nach meiner Beobachtung funktionieren die Sprachen wie Brücken, die eine Verbindung zwischen Personen und Kulturen bauen oder zerstören können. Infolgedessen werden Sprachen für mich immer Ausdruck strahlender Lebensfreude sein! Französisch habe ich auch gelernt und Japanisch ist eine große Leidenschaft geworden.
Außerdem habe ich mich die letzten Jahre mit sozialen und politischen Themen beschäftigt und als Freiwilliger, Praktikant und Organisator bei verschieden Nichtregierungsorganisationen mitgemacht. Ich interessiere mich besonders für menschliche Vielfalt, Menschenrechte und die LGBT Bevölkerung. Dazu habe ich Vorträge gehalten, Diskussionen moderiert, Workshops geplant, an Straßenaktionen teilgenommen: alles mit dem Ziel, Bewusstsein und Sensibilität für diese Themen zu schaffen. Mir wurden auch viele Möglichkeiten angeboten, andere Arten der Freiwilligenarbeit auszuprobieren. Es folgt ein Beispiel dazu: Vor sechs Jahren war ich als Lehrer tätig und habe mit älteren Frauen gearbeitet, die während und aufgrund der Franco-Diktatur in Spanien nicht in die Schule gegangen waren.

Bei einem Vortrag in Rahmen der Woche der Sexualität, Gesundheit und Geschlecht
Ich würde mich als einen aktiven und unkomplizierten Menschen beschreiben. Neugier und Motivation sind beide mein metaphorischer Brennstoff und mein Ziel! Nach Deutschland habe ich alle meine Fähigkeiten und Energie mitgebracht. Ich freue mich schon über die ersten kleinen Aufgaben, die ich diese ersten Tage bei meiner neuen Organisation erfüllt habe und auch auf alle die zukünftigen Veranstaltungen und Aktivitäten freue ich mich. Es freut mich wirklich sehr, jetzt bei dem PJR als Freiwilliger zu arbeiten und ich bin mir sicher, dass ich die nächste zwölf Monate viel lernen werde und auch viel hier schrieben werde. Wie wir auf Spanisch sagen: No me callo ni debajo del agua. Die Bedeutung kann man kurz zusammenfassen, „auch wenn ich unter dem Wasser bin, spreche ich noch“ (gibt’s einen entsprechenden Ausspruch auf Deutsch?).

Bei einem Workshop und Diskussion in einer Organisation, die sich mit Kinder und Jugendlichen beschäftigt

Bei der Vorstellung eines Projekts über Menschenrechte und LGBT. Es ging um Kreativität, DIY, Kultur und Kunst
Danke für eure Zeit und bis zum nächsten Beitrag! Als kleines Abschiedsgeschenk, eine Musikempfehlung auf Spanisch, um diese sonnige Sommerstimmung zu genießen.
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Der Europäische Freiwilligendienst wird gefördert von ERASMUS+ mit Mitteln der Europäischen Union.
von Freiwillige/r im Sozialen Jahr Politik | 11.09.2017 | Blog
Hallo, ich bin Marina aus Russland! Ich bin 21 Jahre alt und komme aus Nischni Nowgorod, das ist eine große Stadt in der Nähe von Moskau. Es ist die fünftgrößte Stadt des Landes. Dort habe ich vier Jahre Linguistik an der Uni studiert und gleichzeitig zwei Jahre als Sprachlehrerin in verschiedenen Sprachzentren gearbeitet. Ich habe russischen Jugendlichen (10-15-Jährigen) Englisch und Deutsch beigebracht.

Um ehrlich zu sein, ich bin ein großer Fan von Deutschland, ich habe hier schon drei Monate in Berlin und Hamburg gewohnt. Einmal habe ich bei einem kurzen Freiwilligenprojekt (ijgd Workcamp 2016 Berlin-Reinickendorf II) teilgenommen, es hat mir gefallen, und deswegen bin ich letzte Woche nach Dresden gekommen, um bei dem PJR Dresden e.V. meinen EFD zu machen. Das wird meine erste Erfahrung darin werden, so lange (fast ein Jahr) im Ausland zu leben.
Da ich in Russland ja wie bereits erwähnt auch mit Jugendlichen gearbeitet habe, hoffe ich, dass ich meine gesammlten Fertigkeiten hier anwenden und auch etwas Neues in diesem Arbeitsfeld lernen kann. Ich weiß noch nicht genau, was mir dieses Projekt bringen wird, aber ich bin mir relativ sicher, dass es mich verändern wird!
Der Europäische Freiwilligendienst wird gefördert von ERASMUS+ mit Mitteln der Europäischen Union.
von Freiwillige/r im Sozialen Jahr Politik | 31.07.2017 | Blog
FSJ Seminar zum Thema „Hetze & Vorurteile“
Am 17.Juli fiel der Startschuss zu meiner letzten großen Reise innerhalb des FSJs. Gemeinsam mit meinen Kolleg*innen begab ich mich auf den Weg ins unweite Chemnitz. Unter dem Motto „Hetze und Vorurteile“ kamen wir zu unserem vierten und damit finalen Seminar zusammen.
Aber, was verbirgt sich nun eigentlich hinter diesem Thema? Genau das war die zentrale Frage während der Vorbereitungstreffen. Denn leider wird vielerorts vorschnell und ohne fundierte Fakten geurteilt. Zudem richtet sich Hetze gegen zahlreiche Bevölkerungsgruppen. Nach reiflichen Überlegungen wohin unsere Reise inhaltlich gehen soll, begann die Referent*innensuche sowie die Recherche und Vorbereitung der einzelnen Programmpunkte.
Angekommen in Che
mnitz sensibilisierten wir uns Schritt für Schritt für die verschiedenen Formen von Diskriminierung und konnten unser Wissen über die Hintergründe bzw. Ausführungen dessen erweitern. Bewusst führten uns die Referent*innen vor Augen, dass sich gruppenbezogene Hetze nicht nur auf bestimmte Milieus der Bevölkerung reduzieren lässt. Innerhalb eines Workshops des Hatikva e.V. Dresdens schilderte eine jüdische Akademikerin eindrücklich ihre antisemitischen Erfahrungen innerhalb des Freundeskreises. Unter den höchst gebildeten Personen kursieren Verschwörungstheorien über die geheime jüdische Finanzmacht bis hin zu versteckten Goldbarren im Keller. Es sind die kleinen Spitzen, Kommentare und Gehässigkeiten, die sie und ihren Mann dazu bewogen sich von den nichtjüdischen Freunden zu distanzieren. Moderner Antisemitismus ist facettenreich und lässt sich hinter Schlussstrichforderungen, Israelkritik oder Holocaustrevisionismus finden. Da sich die antisemitische Grundlinie erst auf den zweiten Blick zeigt, ist es eine ausgesprochen salonfähige Form der Hetzte basierend auf Vorurteilen.
Gewusst wie- machen statt meckern mal anders!
Innerhalb des Projektes ging es nicht nur darum sich mit den verschiedenen Formen und Erscheinungen von Hetze zu befassen, sondern vielmehr um den Umgang damit. Denn Wissen allein bringt weder die Betroffenen noch uns als potenzielle Zeugen der Situation weiter. Argumentations- und Verhaltenstrainings waren daher einen zentralen Gegenstand der Woche.
Als besonders spannend stellte sich der Workshop des Netzwerks gegen Islamfeindlichkeit und Rassismus Leipzig dar. Mit Hilfe des Religionswissenschaftlers erarbeiteten wir Argumentationsmuster, die selbst ohne ein Studium der Religion feindlichen Parolen den Wind aus den Segeln nehmen. Anschließend bot sich die Gelegenheit Hintergründe zu oft diskutierten Suren und Deutungen des Korans zu erlangen.
Des Weiteren schulte die Aktion Zivilcourage im Bereich Rassismus und couragierten Verhalten in der Öffentlichkeit. In mehreren Rollenspielen wurden kritische Situationen veranschaulicht und die Eigeninitiative der Teilnehmenden koordiniert.
Behandelt man das Thema Hetze und Vorurteile ist der Blick auf Extremismusformen unvermeidlich. Zunächst diskutierten wir etablierte Definitionen des Begriffs, warfen Fragen auf und bereiteten somit Gesprächspunkte für das Treffen mit Vertretern des Verfassungsschutzes vor. Dieser bot einen breiten Überblick der größten Extremismusformen in Deutschland und Sachsen. Zu linkem Gedankengut und Strukturen innerhalb der Szene referierte ein Mitarbeiter der Rosa Luxemburg Stiftung. Einen Tag lang befassten wir uns mit rechten Parteien innerhalb Europas, deren Vernetzung und der Rolles des Populismus in den Medien.
Zwischen a
ll dem Input verlebten wir eine sehr schöne Woche, werteten das FSJ aus und stellen innerhalb des erlebnispädagogischen Waldspaziergangs unsere Entwicklung mit Hilfe der Land Art dar. Land Art umschreibt eine Form der bildenden Künste, die eine geographische Umgebung zu einem Kunstwerk umwandelt. Entstanden ist die Kunstform in den 1960er Jahren in den USA. So nutzten wir Naturmaterialien, um unser FSJ mit all seinen Erlebnissen, Erfahrungen und Herausforderungen darzustellen.
Wie so oft im FSJ- P war der Freitag schneller erreicht, als es einem lieb war. Mit diesem vierten und damit letzten Seminar endet unser spannendes gemeinsames Jahr. Dementsprechend schwer fiel der Abschied am Bahnhof. Ein großes Dankeschön gilt es hier noch einmal an unsere Projektleiterin Felicitas Koch zu richten, die uns während der gesamten Zeit betreute, unterstütze und beriet.
Viele Grüße,
Charlott
von Freiwillige/r im Sozialen Jahr Politik | 22.03.2017 | Blog
Wie auch schon die ersten drei Monate, vergingen die folgenden drei rasend schnell. Auf das Datum schauend stellte ich überrascht und mit Bedauern fest, dass bereits über die Hälfte meines Freiwilligen Sozialen Jahres hinter mir liegt.
Neben einigen konstanten Aufgaben, die sich vor allem auf Büroorganisation, Ablage und das Verfassen von Texten belaufen, variiert mein Tages- und Wochenablauf.
Das, seit Anbeginn des Schuljahr
es laufende, Sozialtraining an der 9. Oberschule schlossen wir mit einem Videoprojekt zum Halbjahr ab. Erfreulicher Weise kann das Projekt „ Junge Elbtalforscher“ bis zum Ende des Schuljahres durchgeführt werden. Die Arbeit mit der Gruppe, das Erstellen der Tablettouren und die Planung dessen bereitet mir weiterhin große Freude. Ergebnisse unserer kleinen Entdeckungstouren veröffentliche ich auf verschiedenen Plattformen.
Mein eigenes Projekt, die Erstellung einer Multimedia Stadtführung durch die Dresdner Geschichte, entwickelt sich gut. Nach einem prüfenden Blick des Vorstands haben wir uns entschieden, die Zeitspanne etwas zu verkürzen. Daher steh ich nun noch vor ein paar inhaltlichen Problemen, welche ich bis zur Testphase des Ganzen im April behoben haben will. Diese Zeitreise mit Tablet, wie sie im Ferienpass Dresdens genannt wird, findet unter freier Anmeldung in den Sommerferien statt.
In den letzten Monaten tauchten zwei neue Gesichter im Büro auf. Zum einen wollte sich Sebastian, ein amerikanischer Austauschstudent, gern politisch betätigen und zum anderen arbeitete Praktikant Elias für zwei Wochen bei uns. Begeistert nahmen zahlreiche Englischlehrer Sebastians Angebot eine Schulstunde zum Thema USA und Trump zu gestalten an. Daher begleitete ich ihn einige Male und genoss (ebenso, wie die SchülerInnen) diesen Insiderbeitrag des Muttersprach
lers.
Unser Praktikant Elias recherchierte nicht nur zu einem Projekttag, sondern berichtete im Rahmen eines Stammtisches über seine Flucht aus Afghanistan. Der, damals 16 jährige, macht sich alleine auf die lange und ausgesprochen gefährliche Reise nach Deutschland. Sein Bericht über Schmuggler, Zwischenmenschlichkeit und Innere Konflikte bewegte. Obwohl er durch ein Theaterprojekt das Glück hatte eine Pflegefamilie zu finden, ist sein Antrag auf Asyl noch nicht bewilligt. Wir stehen weiterhin mit Elias in Kontakt und planen mit ihm bereits den nächsten spannenden Abend. Dieses Mal sollen die politischen Begebenheiten Afghanistans im Fokus stehen.
Ein Highlight der letzten Wochen stellte die Teilnahme an der Verleihung des „Dresden Preis(es)“ dar. Bereits das achte Mal in Folge vergab der Friends of Dresden Deutschland e.V. diesen Preis an besonders engagierte Personen. Am 12. Februar erhielt Domenico Lucano, der Bürgermeister des italienischen Ortes Riace, diese Auszeichnung in der Semperoper. Diese Veranstaltung bewegte und löste Gedanken der Hoffnung und Bestürzung gleichermaßen aus.
In den nächsten Tagen und Wochen stehen unter anderem ein Projekttag zum Thema Populismus/ Extremismus, Actionboundtouren zur Friedlichen Revolution bzw. NS- Vergangenheit an. Ich freu mich sehr über die Möglichkeit an all diesen Projekten mitwirken zu können und so einen sehr abwechslungsriechen und spannenden Wochenablauf zu haben.
Nach Ende meiner Kernarbeitszeit ziehen mich oftmals Podiumsdiskussionen oder etwaige interessante Veranstaltung an. Von einer Debatte über den Geheimheitsgrad der Geheimdienste, Pöbelnde Populisten oder einer Lesung aus der kritischen Edition von „Mein Kampf“ bis zu Putins Russland reicht das Themenspektrum. Über einige dieser Veranstaltungen, wie beispielsweise über den Kinodokumentarfilm „ Wir sind Juden aus Breslau“, berichte ich im Jugendblog oder auf unser Homepage.