von Tobias | 11.12.2025
„Wir müssen reden!“ mit diesen Worten begann wohl schon das Ende so mancher Beziehung. Trotzdem steckt darin auch die Hoffnung, durch Reden noch etwas zu ändern, die andere Perspektive, wenn nicht zu übernehmen, dann zumindest nachvollziehen zu können. Aber wie kann dieses Reden aussehen, wenn äußere Umstände den persönlichen Dialog nahezu unmöglich machen?
Wir möchten ein Experiment wagen und junge Erwachsene aus der Ukraine, Deutschland und der Russischen Föderation dazu einladen sich auszutauschen. Wir schaffen einen sicheren Raum, in dem Fragen beantwortet, Ängste benannt und Visionen konkretisiert werden können. Wie erleben wir die aktuelle Situation? Wie können wir unsere Beziehungen erhalten, wie einander unterstützen?
Zehn Tage verbringen wir gemeinsam im „Gesprächslabor“ – wir lernen Dialogformate kennen, tauschen uns aus und verbringen Zeit miteinander. Unsere Gedanken, Erkenntnisse und Erlebnisse werden wir genau dokumentieren. Die Versuchsergebnisse sind ungewiss, aber wir haben die Aufgabe, einen Weg zu finden, denn wir wollen reden.
Unsere Unterkunft wird die ersten sieben Tage in einem Selbstverpfleger-Haus in Burglesau bei Bamberg sein. Dannach reisen wir gemeinsam nach Leipzig, wo die Unterbringung in Gastfamilien erfolgt. Es sind Ausflüge nach Nürnberg, Bamberg und Weimar sowie eine Wanderung und eine Stadtführung in Leipzig geplant. An- und Abreise nach Bamberg bzw. ab Leipzig erfolgen selbstorganisiert. Die Fahrtkosten werden bis zu einem Maximalbetrag erstattet.
Teilnahmevoraussetzungen:
– du bist zwischen 18 und 30 Jahren alt
– du hast deinen permanenten Wohnsitz in Deutschland
– du bringst genügend Energie für zehn Tage voller neuer Erfahrungen, Informationen, Diskussionen und körperlichen Aktivitäten (wandern, Exkursionen) mit
– du kommst mit einfachen Bedingungen in unserer Selbstversorger-Unterkunft klar (wir haben ehrenamtliche Köche dabei!)
– du sprichst genügend Englisch, um dich zu verständigen. Keine Sorge – im Notfall helfen wir!
– du hast Interesse daran, über den Krieg in der Ukraine und andere „kontroverse Themen“ zu sprechen
– du bringst Empathie und Interesse für unterschiedliche Positionen mit
– du hast Lust auf 10 Tage in einer internationalen Gruppe
Kosten:
– Teilnahmebeitrag: 70€
– Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Anreise werden erstattet! Informationen dazu bekommst du beim Vorbereitungstreffen. Bitte buche noch keine Anreise.
Kontakt:
Bei Fragen kannst du dich an Elena Rother wenden: elena-rother@wost.online
Anmeldung
Wenn du an der Jugendbegegnung teilnehmen möchtest, melde dich bitte über dieses
Formular an.
Anmeldeschluss: 15.09.2022
Informationen über unsere Partnerorganisationen:
Aus Sicherheitsgründen können wir angesichts der aktuellen Situation den Namen der russischen Partnerorganisation nicht bekanntgeben.
Das Projekt wird gefördert von Erasmus+ Jugend in Aktion.
von Tobias | 23.10.2025 | Audio & Video, Blog
Hier wollen wir euch einige Videos zeigen, die in unserer trinationalen Jugendbegegnung „Generation Europe“ entstanden sind. Die Jugendbegegnung hatte zwei Teile, sie fand vom 18.8.25 – 25.8.25 in Dresden und vom 15.9.25 – 22.9.25 in Podgorica statt. Neben unserer Gruppe war das Youth Development Center aus der Ukraine und die Local Democracy Agency aus Montenegro beteiligt.
Hier und hier sind kurze TV-Beiträge zu sehen, die über die Jugendbegegnung gemacht wurden. Aktiviert die englischen Untertitel!
Für Instagram entstand ein Reel in Dresden und einer in Podgorica. Zudem wurden einige Teilnehmer*innen in Podgorica ins montenegrinische Fernsehen eingeladen. Hier könnt ihr das Video mit Untertiteln sehen.
Gefördert wurde das Projekt von der Europäischen Union und dem Freistaat Sachsen.
von Tobias | 03.03.2025 | Blog
You’re between 18 and 30 years old? You’re interested in politics and history? You want to be a part of an organization that educates young people in these topics?
Then become a European volunteer at the PJR Dresden. PJR Dresden offers European volunteers an opportunity to incorporate themselves in the organization’s work in civic education up to twelve months.
The volunteer will support the working team in a wide range of projects which include educational projects in formal and in informal settings, educational trips to political institutions and memorial sites as well as international youth exchanges mainly with the countries of Eastern Europe.
The voluntary year starts on September 1st.
If you are interested, contact us: mail@pjr-dresden.de
von Tobias | 13.02.2025 | Blog
Bonjou,
Ich bin Martha, 19 Jahre alt und verbringe seit August 2024 mein ESK-Freiwilligenjahr auf Malta.
Trotz dessen, das Malta sogar kleiner als Dresden ist gibt es viel zu entdecken. Von Meer, Klippen und heißer Sommersonne über volle, südliche Städte mit traditionellen bunten Booten mit Augen im Hafen bis zu fast täglichen Feuerwerken im Sommer, die über die ganze Insel hörbar sind. Und selbst jetzt nach 6 Monaten finde ich immer noch mehr neue schöne Orte.
Gemeinsam mit 11 weiteren Freiwilligen arbeite ich bei BirdLife Malta (BLM), einer Umwelt-NGO, die Teil des internationalen BirdLife-Netzwerks ist und sich mit Vogel- und Naturschutz in Malta beschäftigt. Mehrere Naturreservate werden von BLM gemanagt, sie sind jedoch alle recht klein. Außerdem arbeitet die Organisation ebenfalls gegen illegales Handeln während und auch außerhalb der Jagd- und Fangsaison, denn die Vogeljagd ist eine langjährige maltesische Tradition. In einem der Reservate gibt es auch ein Rehabilitationszentrum für verletzte Vögel.
In meiner dritten Woche auf Malta durfte ich dort bei der Freilassung eines Flamingos dabei sein, der zuvor aus nicht artgerechter Haltung gerettet wurde und für lange Zeit gesund gepflegt werden musste. Das ist auf jeden Fall immer noch eines meiner größten Highlights.
Da es auf Malta durch die Hitze und Urbanisierung wenig wilde Natur gibt, ist in der Gesellschaft nur ein geringes Verständnis von ihr oder eine Verbindung mit dieser vorhanden.
Deshalb hat BirdLife Malta ein Education Department, in welchem ich als Education Assistant arbeite. Das Ziel ist es, den Kindern bereits in Vorschulalter ein Umwelt- und Naturbewusstsein zu vermitteln, welches in den meisten Fällen weder durch die Schule noch die Eltern an die Kinder gegeben wird. Meine Aufgaben dabei sind ganz unterschiedlich. Einerseits arbeite ich im Büro und kümmere mich um die Buchungen von Schulbesuchen in unseren Reservaten. Andererseits leite ich selbst die Schulbesuche der aller jüngsten Schülerinnen und Schüler, leite mit meinen Kolleginnen gemeinsam Workshops in Schulen und betreue unsere Stände bei größeren Events oder Märkten. Für mich sind besonders die Schulbesuche am schönsten, was ich vorher nicht erwartet hätte. Aber wenn ich von einem Fünfjährigen beim Vogelbeobachten gesagt bekomme, dass er sogar Südamerika mit den Ferngläsern sehen könne, oder von einer Sechsjährigen von Pflanze zu Pflanze gezogen werde, um mir diese zu zeigen oder aufgeregt etwas zu fragen, bringt mir das einfach sehr viel Freude darüber wie begeistert die Kinder sind. 
Malta hat mich zwar im heißesten Monat willkommen geheißen, mich jedoch trotz der Hitze und Trockenheit sofort mit seinen süßen bunten Balkons und hellen Steingebäuden und Meeresblicken verzaubert. Es gibt viele wunderschöne Orte an Klippen oder Stränden um Sonnenuntergänge zu bewundern und an jeder Ecke stolpert man über eine Kirche oder eine Katze. Ich finde es außerdem so praktisch, dass man innerhalb von maximal 2,5 Stunden an jedem Ort im ganzen Land sein kann. Und das liegt auch nur daran, dass die Busse so gut wie immer zu spät sind und man leider oft genug Busse vorbeifahren lassen muss, weil sie zu voll sind. Wunderbar knusprige Teigteilchen „Pastizzi“ bekommt man hier überall für kleinen Preis und ich werde sie in einem halben Jahr wohl genauso vermissen wie das Bitterorangen-Kräutergetränk „Kinnie“, meine Freunde die ebenfalls Freiwillige bei BirdLife Malta sind und nach der Arbeit auf Manoel Island das Meer, die Sonne und den Blick auf die Hauptstadt Valletta zu genießen.
von Tobias | 13.09.2024 | Blog
Unser deutsch-georgisches Begegnungsprojekt fand vom 1.7. – 15.7. zuerst eine Woche in Deutschland, dann eine Woche in Georgien statt. Eine sehr intensive Zeit. Das Begegnungsprojekt richtete sich an Jugendliche mit Migrationshintergrund aus Deutschland sowie an georgische Jugendliche mit Interesse an Deutschland. Ziel war es, mit den jungen Menschen Fragen der Identität zu diskutieren, ein Gefühl der Selbstwirksamkeit zu vermitteln und über Bildungs-, Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten zu informieren.
Im Rahmen des Projekts wurden verschiedene Seminare abgehalten. Die Jugendlichen erhielten ausführliche Informationen über beide Länder. Diese umfassten das deutsche Bildungssystem und die Studienmöglichkeiten in unterschiedlichen Bereichen, was insbesondere für die georgischen Teilnehmer interessant war, die ein Studium in Deutschland in Betracht ziehen. Zudem fanden diverse Aktivitäten statt, bei denen die Jugendlichen ihre Visionen zu verschiedenen Themen präsentierten, die für eine schnellere Integration und Etablierung wichtig sind. Durch diese interaktiven und praxisorientierten Einheiten lernten die Jugendlichen die Mentalitäten und Kulturen beider Länder besser kennen und lernten Grundkentnisse im Bereich des Projektmanagements.
Die Jugendlichen konnten sehr gute Beziehungen zueinander aufbauen und betonten, dass sie auch nach dem Ende des Projekts in Kontakt bleiben wollen. Einige Teilnehmende äußerten den Wunsch, ihr Studium in Deutschland fortzusetzen.
Das Projekt war ein erstes Kooperationsprojekt des Politischen Jugendring Dresden e.V. mit dem Dresdner Verein „Georgier in Dresden“ sowie der georgischen Organisation „Student Youth Council“. Wir wollen die Kooperation in 2025 fortsetzen.
Gefördert wurde das Projekt aus Mitteln des Programms Erasmus+ der Europäischen Union sowie aus dem vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalt des Freistaat Sachsens.



