von Tobias | 23.10.2025 | Audio & Video, Blog
Hier wollen wir euch einige Videos zeigen, die in unserer trinationalen Jugendbegegnung „Generation Europe“ entstanden sind. Die Jugendbegegnung hatte zwei Teile, sie fand vom 18.8.25 - 25.8.25 in Dresden und vom 15.9.25 - 22.9.25 in Podgorica statt. Neben unserer Gruppe war das Youth Development Center aus der Ukraine und die Local Democracy Agency aus Montenegro beteiligt.
Hier und hier sind kurze TV-Beiträge zu sehen, die über die Jugendbegegnung gemacht wurden. Aktiviert die englischen Untertitel!
Für Instagram entstand ein Reel in Dresden und einer in Podgorica. Zudem wurden einige Teilnehmer*innen in Podgorica ins montenegrinische Fernsehen eingeladen. Hier könnt ihr das Video mit Untertiteln sehen.
Gefördert wurde das Projekt von der Europäischen Union und dem Freistaat Sachsen.
von Tobias | 03.03.2025 | Blog
You’re between 18 and 30 years old? You’re interested in politics and history? You want to be a part of an organization that educates young people in these topics?
Then become a European volunteer at the PJR Dresden. PJR Dresden offers European volunteers an opportunity to incorporate themselves in the organization’s work in civic education up to twelve months.
The volunteer will support the working team in a wide range of projects which include educational projects in formal and in informal settings, educational trips to political institutions and memorial sites as well as international youth exchanges mainly with the countries of Eastern Europe.
The voluntary year starts on September 1st.
If you are interested, contact us: mail@pjr-dresden.de
von Tobias | 13.02.2025 | Blog
Bonjou,
Ich bin Martha, 19 Jahre alt und verbringe seit August 2024 mein ESK-Freiwilligenjahr auf Malta.
Trotz dessen, das Malta sogar kleiner als Dresden ist gibt es viel zu entdecken. Von Meer, Klippen und heißer Sommersonne über volle, südliche Städte mit traditionellen bunten Booten mit Augen im Hafen bis zu fast täglichen Feuerwerken im Sommer, die über die ganze Insel hörbar sind. Und selbst jetzt nach 6 Monaten finde ich immer noch mehr neue schöne Orte.
Gemeinsam mit 11 weiteren Freiwilligen arbeite ich bei BirdLife Malta (BLM), einer Umwelt-NGO, die Teil des internationalen BirdLife-Netzwerks ist und sich mit Vogel- und Naturschutz in Malta beschäftigt. Mehrere Naturreservate werden von BLM gemanagt, sie sind jedoch alle recht klein. Außerdem arbeitet die Organisation ebenfalls gegen illegales Handeln während und auch außerhalb der Jagd- und Fangsaison, denn die Vogeljagd ist eine langjährige maltesische Tradition. In einem der Reservate gibt es auch ein Rehabilitationszentrum für verletzte Vögel.
In meiner dritten Woche auf Malta durfte ich dort bei der Freilassung eines Flamingos dabei sein, der zuvor aus nicht artgerechter Haltung gerettet wurde und für lange Zeit gesund gepflegt werden musste. Das ist auf jeden Fall immer noch eines meiner größten Highlights.
Da es auf Malta durch die Hitze und Urbanisierung wenig wilde Natur gibt, ist in der Gesellschaft nur ein geringes Verständnis von ihr oder eine Verbindung mit dieser vorhanden.
Deshalb hat BirdLife Malta ein Education Department, in welchem ich als Education Assistant arbeite. Das Ziel ist es, den Kindern bereits in Vorschulalter ein Umwelt- und Naturbewusstsein zu vermitteln, welches in den meisten Fällen weder durch die Schule noch die Eltern an die Kinder gegeben wird. Meine Aufgaben dabei sind ganz unterschiedlich. Einerseits arbeite ich im Büro und kümmere mich um die Buchungen von Schulbesuchen in unseren Reservaten. Andererseits leite ich selbst die Schulbesuche der aller jüngsten Schülerinnen und Schüler, leite mit meinen Kolleginnen gemeinsam Workshops in Schulen und betreue unsere Stände bei größeren Events oder Märkten. Für mich sind besonders die Schulbesuche am schönsten, was ich vorher nicht erwartet hätte. Aber wenn ich von einem Fünfjährigen beim Vogelbeobachten gesagt bekomme, dass er sogar Südamerika mit den Ferngläsern sehen könne, oder von einer Sechsjährigen von Pflanze zu Pflanze gezogen werde, um mir diese zu zeigen oder aufgeregt etwas zu fragen, bringt mir das einfach sehr viel Freude darüber wie begeistert die Kinder sind. 
Malta hat mich zwar im heißesten Monat willkommen geheißen, mich jedoch trotz der Hitze und Trockenheit sofort mit seinen süßen bunten Balkons und hellen Steingebäuden und Meeresblicken verzaubert. Es gibt viele wunderschöne Orte an Klippen oder Stränden um Sonnenuntergänge zu bewundern und an jeder Ecke stolpert man über eine Kirche oder eine Katze. Ich finde es außerdem so praktisch, dass man innerhalb von maximal 2,5 Stunden an jedem Ort im ganzen Land sein kann. Und das liegt auch nur daran, dass die Busse so gut wie immer zu spät sind und man leider oft genug Busse vorbeifahren lassen muss, weil sie zu voll sind. Wunderbar knusprige Teigteilchen „Pastizzi“ bekommt man hier überall für kleinen Preis und ich werde sie in einem halben Jahr wohl genauso vermissen wie das Bitterorangen-Kräutergetränk „Kinnie“, meine Freunde die ebenfalls Freiwillige bei BirdLife Malta sind und nach der Arbeit auf Manoel Island das Meer, die Sonne und den Blick auf die Hauptstadt Valletta zu genießen.
von Tobias | 13.09.2024 | Blog
Unser deutsch-georgisches Begegnungsprojekt fand vom 1.7. - 15.7. zuerst eine Woche in Deutschland, dann eine Woche in Georgien statt. Eine sehr intensive Zeit. Das Begegnungsprojekt richtete sich an Jugendliche mit Migrationshintergrund aus Deutschland sowie an georgische Jugendliche mit Interesse an Deutschland. Ziel war es, mit den jungen Menschen Fragen der Identität zu diskutieren, ein Gefühl der Selbstwirksamkeit zu vermitteln und über Bildungs-, Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten zu informieren.
Im Rahmen des Projekts wurden verschiedene Seminare abgehalten. Die Jugendlichen erhielten ausführliche Informationen über beide Länder. Diese umfassten das deutsche Bildungssystem und die Studienmöglichkeiten in unterschiedlichen Bereichen, was insbesondere für die georgischen Teilnehmer interessant war, die ein Studium in Deutschland in Betracht ziehen. Zudem fanden diverse Aktivitäten statt, bei denen die Jugendlichen ihre Visionen zu verschiedenen Themen präsentierten, die für eine schnellere Integration und Etablierung wichtig sind. Durch diese interaktiven und praxisorientierten Einheiten lernten die Jugendlichen die Mentalitäten und Kulturen beider Länder besser kennen und lernten Grundkentnisse im Bereich des Projektmanagements.
Die Jugendlichen konnten sehr gute Beziehungen zueinander aufbauen und betonten, dass sie auch nach dem Ende des Projekts in Kontakt bleiben wollen. Einige Teilnehmende äußerten den Wunsch, ihr Studium in Deutschland fortzusetzen.
Das Projekt war ein erstes Kooperationsprojekt des Politischen Jugendring Dresden e.V. mit dem Dresdner Verein „Georgier in Dresden“ sowie der georgischen Organisation „Student Youth Council“. Wir wollen die Kooperation in 2025 fortsetzen.
Gefördert wurde das Projekt aus Mitteln des Programms Erasmus+ der Europäischen Union sowie aus dem vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalt des Freistaat Sachsens.




von Tobias | 31.07.2024 | Blog
Hej alle sammen, ich bin Elisa und verbringe im Rahmen des Europäischen Solidaritätskorps und mit der Unterstützung des PJR neun Monate in Dänemark. Hier wohne ich in einer WG mit einer anderen Freiwilligen, die in einem anderen Projekt arbeitet, in Aarhus, der zweitgrößten Stadt Dänemarks. Unter der Woche arbeite ich in einem Pflegeheim für ältere Menschen in Solbjerg, eine halbe Stunde mit dem Bus von Aarhus entfernt.
[cmsms_heading type=“h1″ font_weight=“400″ font_style=“normal“ text_align=“default“ target=“self“ margin_top=“0″ margin_bottom=“20″ animation_delay=“0″]Im Pflegeheim - „Smil til verden og så smiler verden til dig.“ [/cmsms_heading][cmsms_text animation_delay=“0″]
Im Pflegeheim, das auf deutsch den schönen Namen „Lächele gegenüber der Welt, dann lächelt die Welt dir gegenüber“ trägt, arbeite ich zusammen mit einer anderen Freiwilligen. Ein Teil unserer Aufgaben ist praktischer Natur: Abwasch, Tischdecken, Lebensmittellieferungen einräumen, Äpfel im Garten ernten oder Blumen gießen. 
Der größere Part besteht allerdings darin, Zeit mit den älteren Menschen zu verbringen, die in diesem Haus leben. Manche Aktivitäten stehen fest auf dem Wochenplan, wie Stuhlgymnastik oder mittwochs mit freiwilligen Damen aus Solbjerg zum Kaffeetrinken alte dänische Lieder zu singen. Dafür holen wir Bewohner von ihren Wohnungen ab und bringen sie wieder nach Hause. Wir helfen dann überall, wo wir gebraucht werden, vom Kuchenausgeben bis zum Finden der Seite im Gesangbuch, und singen natürlich mit.
Auch selbst haben wir Aktivitäten initiiert: Zusammen mit den Bewohnern haben wir zum Beispiel Festschmuck gebastelt, ein kleines Konzert gegeben oder im noch recht dunklen Frühjahr wöchentlich ein, zwei Folgen der alten dänischen Serie Matador geschaut, sogar mit Popcorn.
Vieles ergibt sich allerdings spontan. Aus einem Nachhausebringen wird ein Spaziergang und Blumenstraußpflücken. Oder nach dem Kaffeetrinken bietet sich die Möglichkeit eine Runde „Mensch ärgere dich nicht“ zu spielen oder nochmal die Gesangsbücher aus dem Schrank zu holen.
Dieses going-with-the-flow gefällt mir sehr gut und meine Lieblings-„Aufgabe“ ist es wirklich, einfach mit den Bewohnern zusammenzusitzen und sich zu unterhalten. Zwischen Geschichten von Bällen im Dorf, großen Reisen, dem Alltag in der Haushaltsschule und dem Leben während der Besatzung lernt man immer ein neues dänisches Wort und bekommt so manche Lebensweisheit mitgegeben.
Im Altenheim erfüllen die kleinen hyggeligen Momente den Alltag. Über das Jahr hinweg durften wir aber auch ein paar größere Festlichkeiten miterleben, das Høstfest (Erntefest), Julefrokost (traditionelles Weihnachtsmittagessen) und dann den ganz überraschenden Thronwechsel im Januar. Von Geburtstag bis zum Feiern des neuen Königs, die dänische Flagge ist immer dabei. 🇩🇰
Manchmal weht sie jedoch vor dem Gebäude auf Halbmast und am Eingang werden eine Kerze sowie ein kleines Schild mit dem Namen der Person aufgestellt, die wir verloren haben… Zu diesem Arbeitsplatz gehört leider auch, dass man Menschen in einer Phase ihres Lebens begleitet, in der ihre Körper sie immer mehr im Stich lassen und man immer wieder mal, manchmal ganz plötzlich, Abschied nehmen muss. Etwas Trost findet man dann in dem Gedanken, dass man die Möglichkeit hatte, diese Person kennenzulernen und einen kleinen Beitrag dazu zu leisten, deren Leben zu bereichern.
[/cmsms_text][cmsms_heading type=“h1″ font_weight=“400″ font_style=“normal“ text_align=“default“ target=“self“ margin_top=“0″ margin_bottom=“20″ animation_delay=“0″]In Aarhus und unterwegs [/cmsms_heading][cmsms_text animation_delay=“0″]
Aarhus liebe ich sehr. Die Stadt liegt direkt am Meer, Parks und spannende Museen gibt es auch, mit dem Fahrrad oder Bus ist man schnell überall, wo man hinmöchte, und durch die Universität gibt eine Menge junge Leute und es ist viel los. Gerade jetzt, wo es wieder heller und wärmer ist, findet ein Festival nach dem anderen statt und Flohmärkte sind überall zu finden. Um darauf aufmerksam zu werden, ist Facebook hier die Top-Informationsquelle.

Während meiner Zeit hier hatte ich viele Möglichkeiten, andere Freiwillige aus der ganzen Welt zu treffen und weitere Orte in Dänemark zu entdecken. Die Aufnahmeorganisation, Dansk ICYE, organisiert viele Eventangebote für Freiwillige der Region und vier Mal im Jahr ein Camp. Die Veranstaltungen reichen von gemeinsam Brunchen, Mini-Golf spielen, ins Kino zu gehen hin zu Museumsbesuchen und dabei immer mit der Chance, neue Leute und etwas Kulturelles kennenzulernen – und man kann auch selbst etwas vorschlagen und organisieren.

Zum ESC-Programm gehören darüber hinaus zwei Seminarwochen, das On-Arrival-Training und das Midterm-Training. Dabei tauscht man sich viel über seine Erfahrungen in Dänemark aus, über Gelerntes, Schwierigkeiten und Highlights. Auch lernt man ganz konkret mehr über Dänemark und die dänische Kultur sowie die EU und ihre Werte. Beim ersten Training haben wir in einer für Dänemark sehr typischen Højskole (freie Hochschule mit Internat) gelebt und die zweite Seminarwoche fand in Kopenhagen statt! So und durchs Wohnen & Arbeiten lernt man viele Menschen kennenlernen und zusammen haben wir viel unternommen: Uns gegenseitig besucht, nochmal so Kopenhagen angeschaut, viele Spieleabende veranstaltet, gekocht, Dänemark von Norden nach Süden bereist und zusammen Neujahr gefeiert!
Für die Erlebnisse in diesen neun Monate und die Unterstützung des PJR dabei bin ich sehr dankbar! Ich werde die Menschen und das Leben hier vermissen und würde mich ohne Nachdenken zu müssen, wieder dafür entscheiden.