von ESK-Freiwillige | 21.09.2026 | Blog
Fé war über uns ein Jahr mit dem Europäischen Solidaritätskorps in einem Freiwilligendienst in Italien. Abgesehen von ihrer Arbeit im Ecomuseo Villa Ficana, im Jugendzentrum Spazio Altrove und Second-Hand Laden I Nuovi Amici, gehört auch ein persönliches Projekt zu ihren Aufgaben im Freiwilligenjahr. In diesem Rahmen entstand der Comic Otello. Der Comic handelt von einer Familie, welche, als sie schlafen gehen will, ein seltsames Geräusch hört und einen besonderen Gast bei sich begrüßt.
Fé lebte in Italien in der Ortschaft Ficana, deren Besonderheit die Häuser sind, welche vor 150 Jahren aus roher Erde gebaut wurden. Diese Bautechnik ist zwar überall in Italien zu finden, aber nur in Ficana stehen die Erdhäuser so konzentriert. Auch sie und ihre Mitfreiwilligen wohnten in so einem Haus, bei dem man an den Wänden noch das Stroh sehen kann, dass beim Bau eingemischt wurde.
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von ESK-Freiwillige | 27.05.2026 | Blog
Olá,
Ich mache jetzt schon seit fast 9 Monaten meinen ESK Freiwilligendienst in Figueira da Foz in Portugal. Figueira ist eine kleine Küstenstadt etwa mittig in Portugal gelegen und ist durch Fernbusse und Züge sehr gut an quasi alle großen Städte in Portugal angebunden. Ich arbeite hier bei einem Ruder- und Kajakverein. Meine Aufgaben bestehen hauptsächlich darin die Trainer beim Training mit den Kindern im Alter von 7 bis 17 Jahren zu unterstützen und bei Wettkämpfen zu helfen. Zusätzlich dazu gibt es zweimal in der Woche ein Projekt mit Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen, die gemeinsam mit uns Freiwilligen und einem Coach ebenfalls Rudern und Kajakfahren lernen und andere sportliche und Gruppenaktivitäten machen. Besonders gut gefällt mir das unser Club sehr international sind, sowohl Coaches als auch Athleten kommen nicht nur aus Portugal sondern auch aus Brasilien, Kuba, Belarus, Ukraine, Russland, der Niederlande, Südafrika oder Argentinien, sodass man ständig im Austausch mit ganz vielen Menschen aus unterschiedlichen Teilen der Welt ist. Das gilt natürlich auch für meine Mitfreiwilligen aus Frankreich und Spanien mit denen ich mich super verstehe. Zudem herrscht allgemein eine sehr offene Atmosphäre, sowohl bei den Eltern als auch bei Trainern und Athleten. Auch habe ich hier die Chance einen Einblick in das Leben von Leistungssportlern zu bekommen und auch Europameister und Olympioniken kennenzulernen.

Für die Arbeit mit Kindern ist natürlich auch die Sprache sehr wichtig, dadurch ist man jedoch auch gezwungen zu sprechen und verbessert sich schnell. Zusätzlich besuche ich auch mit anderen Freiwilligen aus Deutschland, die hier im Kindergarten arbeiten, einen Sprachkurs, in dem ich mein doch recht spezielles Vokabular von Arbeit alltagstauglich erweitern kann (außer auf Arbeit muss ich doch recht selten die Kajaktechnik von jemandem korrigieren:))
Im Winter haben wir auch deutlich gemerkt das es selbst im Süden nicht immer warm ist, besonders da die Häuser quasi nicht isoliert sind und es auch keine Heizungen gibt. Zudem wurde Portugal im Januar und Februar ziemlich hart von Stürmen und Überschwemmungen getroffen, bei uns in der Stadt sind sogar ein Riesenrad und ein Kran umgefallen.
Jetzt ist aber quasi schon Sommer und ich freue mich auf die verbleibenden 3 Monate in Figueira.
Bejiinhos aus Portugal.
Dieses Projekt wird durch das Europäische Solidaritätskorps der Europäischen Union gefördert.
von ESK-Freiwillige | 26.05.2026 | Blog
Mein Jahr in Deutschland:
Anfang September begann ich hier in Dresden zu arbeiten und fühlte mich im Büro sofort wohl. Was die Arbeit mit den Jugendlichen in den Klassen betrifft, dauerte es jedoch eine Weile, bis ich mich zu 100 % bereit fühlte.
In diesem Zusammenhang hat mir das Büro einen Deutschkurs organisiert, der von Anfang an sehr hilfreich war, auch weil ich im März im Rahmen des Workshops zum Thema Rassismus eine Recherche über den Kolonialismus präsentieren musste, die wir anschließend in verschiedenen Schulen vorgestellt haben.
Während dieses Jahres nahm ich an zwei Seminaren teil: das erste in Weimar und das zweite in Bremen. Beide waren wunderschöne Erfahrungen, an die ich mich auch in Zukunft erinnern werde, vor allem weil ich viele neue Menschen aus der ganzen Welt kennenlernen konnte und dadurch auch mein Englischniveau auf einem guten Stand halten konnte.
Ich danke meinen Kolleginnen und Kollegen herzlich dafür, dass sie mir die Möglichkeit gegeben haben, hier in Dresden zu arbeiten.
Dieses Projekt wird durch das Europäische Solidaritätskorps der Europäischen Union gefördert.
von ESK-Freiwillige | 27.04.2026 | Blog
Mein Freiwilligenjahr in Polen
Hey, mein Name ist Selma. Ich bin 21 Jahre alt und mache Gerade mit dem Europäischen Solidaritätskorps einen 9-monatigen Freiwilligendienst in Opole, Polen. Ich komme aus Berlin und habe im Sommer 2025 die Schule dort abgeschlossen. Danach war für mich klar, ich möchte nicht direkt studieren, sondern ein Jahr Pause von dem ganzen Lernen haben. Dabei bot sich ein Freiwilligendienst gut an. Ich habe die Möglichkeit in ein fremdes Land zu reisen, neue Menschen kennenzulernen sowie Neues zu lernen und gleichzeitig bereichert mein Einsatz die Communities hier in der Umgebung.
Meine Hauptaufgabe hier ist die Schüler verschiedener Schulen näher an die englische Sprache zu führen. Dies machen wir in der Form von interaktiven Workshops, welche von mir auf Englisch geleitet werden. Falls es Kommunikationsprobleme geben sollte, ist meine Koordinatorin vor Ort, welche dann auf Polnisch mit den Schülern spricht. Diese Arbeit ist sehr abwechslungsreich, da zum einen das Alter der Schüler stark variiert (7-20 Jahre), das Englischlevel der Schüler immer unterschiedlich ist und auch ihr Engagement am Unterricht sich stark unterscheidet. 90% der Zeit macht mir diese Arbeit sehr viel Spaß. Es ist sehr interessant sich mit den Schülern über unsere unterschiedlichen Kulturen auszutauschen und ich lerne immer etwas Neues dazu. Das viele Sprechen vor großen Gruppen hat mir auch dabei geholfen freier und unbeschwerter zu sprechen sowie mir die Angst davor genommen auf fremde Menschen zuzugehen. Obwohl diese Workshops meine Hauptaufgabe sind, gibt es bei meinem Freiwilligendienst keinen typischen Tag. Jede Woche ist neu strukturiert und wir helfen bei vielen verschiedenen Aktivitäten mit. Andere Aktivitäten sind z.B. Workshops in unserem lokalen Jugendclub, Büroarbeiten oder Unterstützung bei großen Events der Universität Opole oder unserer NGO, sowie die Unterstützung des Bundes deutscher Minderheiten welcher hier im Opole ein Büro hat.
Mir gefällt es extrem gut, dass meine Arbeit so divers ist und nicht jeder Tag exakt gleich aussieht. Ich brauche diese Abwechslung bezüglich meiner Aufgaben aber auch bezüglich meiner Arbeitsstunden, ein fester 9 to 5 würde mir persönlich weniger gut gefallen.
Als ich im November in Polen angekommen bin, wusste ich nicht genau, was mich erwartet. Ich wurde mit vielen Dingen auf einmal konfrontiert. Neue Sprache, neue Menschen und ein komplett anderer Alltag. Jetzt 6 Monate später fühlt sich das meiste schon sehr vertraut an. Ich habe Freunde gefunden, gehe zum Polnischunterricht, habe mich an meinen Job gewöhnt, finde umher in Opole und bin viel innerhalb Polens gereist.
Dieses FSJ hat mich persönlich mehr geprägt als ich erwartet hätte. Ich habe gelernt mit mir alleine umzugehen, meine Unsicherheiten zu bewältigen und offener auf neue Menschen und Situationen zuzugehen. Ich bin gespannt was ich in den letzten 3 Monaten noch erleben werde. Wenn ich allerdings gerade auf die letzten Monate zurückblicke, bin ich vor allem dankbar. Für die Erfahrung, meine neuen Freunde, die Achterbahn der Gefühle, welche ich in meinem ersten Monat erlebt habe und auch die Herausforderungen. Ein ESK ist definitiv nicht immer einfach und es gibt Zeiten, in welchen das Fremde und Neue sehr überfordernd wirken kann, aber genau das macht es auch so wertvoll.
Dieses Projekt wird durch das Europäische Solidaritätskorps der Europäischen Union gefördert.
von Tobias | 06.03.2026 | Blog
Ich verbringe jetzt schon seit fünf Monaten mein freiwilliges Jahr im Europäischen Solidaritätskorps im Ecomuseo Villa Ficana in Italien. Ficana ist eine kleine Nachbarschaft in der Stadt Macerata, deren Besonderheit es ist, dass die Häuser hier vor ca. 150 Jahren aus roher Erde errichtet wurden. Diese Bautechnik ist zwar überall in Italien zu finden, aber nur in Ficana stehen die Erdhäuser so konzentriert. Auch meine Mitfreiwilligen und ich wohnen in so einem Haus und man kann an den Wänden noch das Stroh sehen, dass beim Bau eingemischt wurde.
Die Arbeit im Museum besteht für mich hauptsächlich aus Öffentlichkeitsarbeit für das Museum selbst, sowie für uns Freiwillige und was wir erleben. Außerdem halten wir manchmal Workshops für Kinder und Erwachsene ab und dekorieren das Museum je nach Jahreszeit. Neben der Arbeit im Museum gibt es noch zwei weitere: Zum Einen betreuen wir das Jugendzentrum Spazio Altrove, in dem unter anderem Tischtennis und Brettspiele gespielt werden können. Zum Anderen arbeiten wir im Second-Hand Laden Nuovi Amici, der es zum Ziel hat, günstig Kleidung und Gegenstände zu verkaufen und aus den Erlösen Angebote für Menschen mit Behinderung zu finanzieren.

Das Schöne an der Arbeit ist, wie viele tolle Leute man kennenlernt. Bis auf die eine oder andere Person, die im Second-Hand Laden ein unrealistisches Schnäppchen schlagen will, sind mir bisher nur herzliche und offene Menschen begegnet. Auch die vielen Katzen in unserer kleinen Nachbarschaft trauen sich langsam zu unserem Haus und schauen uns von der Mauer aus beim Arbeiten zu. Ohne Italienisch kommt man hier leider nicht besonders weit, aber wir unterstützen uns gegenseitig beim Lernen und durch die große Universität in der Stadt trifft man zum Glück viele Studenten, die Englisch können. Auch die Region generell ist sehr abgelegen und es ist nicht gerade leicht, an freien Tagen mal eben zu verreisen. Trotzdem nehmen meine Freunde und ich die langen Fahrzeiten auf uns und erkunden das Umland. Eine Rundreise durch den Süden Italiens ist bereits geplant. Das muss man Macerata lassen, in der Sonne auf der Wiese picknicken zu können und ein Panorama der Sibillini Berge in der Ferne zu sehen, fühlt sich schon wie ein Luxus an.
Herbst und Winter haben uns gezeigt, dass das idyllische Bild vom sonnigen Italien auf jeden Fall nicht stimmen muss, denn in Macerata regnet es viel und da die Häuser hier dazu gebaut wurden, um Wärme abzuhalten, bekommt man dann schnell ein Problem wenn es draußen kälter als zwölf Grad wird. Auch jetzt, im Frühling, schlafe ich nachts noch mit drei Decken und Pullover. Dafür haben wir aber großes Glück, wie gut unsere Freiwilligen-Gruppe zusammenpasst, denn so können wir alle Schwierigkeiten zusammen durchstehen. Das Leben in unserem Haus hat uns sehr zusammengeschweißt und neben Sprachkenntnissen, sozialen Kompetenzen und mehr Verständnis für die fremde Kultur werde ich definitiv Freunde fürs Leben aus Italien mitnehmen. 
Dieses Projekt wird durch das Europäische Solidaritätskorps der Europäischen Union gefördert.