von ESK-Freiwillige | 21.10.2019
Der kleine Bruder im Norden… Wikinger, Fahrräder und Lego??? Dänemark! Kommt vorbei, wenn unser Europäischer Freiwilliger über sein Heimatland erzählt. Der Abend wird dem deutsch-dänische Verhältnis gewidmet, wo wir viel lernen, ein bisschen quizzen und auch diskutieren werden.
Für dänische Weihnachtsplätzchen wird gesorgt!
So, ob du an Politik, merkwürdigen dänischen Traditionen oder Essen interessiert bist… schau vorbei, es gibt was für jede*n.

von ESK-Freiwillige | 06.08.2019 | Blog

Mein Kollege Carl und ich beim U18-Wahllokal im Plauener Bahnhof
Hallo! Ich heiße Kristian, ich komme aus Dänemark und ich bin der neue ESK-Freiwillige beim PJR. Das nächste Jahr soll ich für den PJR arbeiten, das heißt, ich werde auch Blog-Einträge schreiben, und hier kommt der erste.
Nach einer 10-stündigen Zugfahrt landete ich am 1. August am Bahnhof Neustadt und zog danach in meinem WG-Zimmer ein. Die WG ist toll, und freundliche Leute wohnen da! Schon der nächste Tag, Freitag, wurde mein erster Arbeitstag. Er verlief gut. Erst gab es ein bisschen Einführung und Papierarbeiten, wobei ich die ersten Dokumente bekam - die Arbeit hat schon angefangen. Am Anfang wird es vor allem um Überlegungen zu Lernzielen und um eine Einführung in verschiedene Projekte gehen.
Nach dem Mittagsessen betreuten wir eine U18-Wahl-Kabine. Einige trotzten der entspannten Sommerurlaub-Stimmung und kamen um ihre demokratische „Pflicht“ auszuüben 🙂 – nach einem Wahl-O-Mat konnten sie ihre Stimme abgeben.
Als ich heute diesen Blog-Eintrag schreibe, habe ich gerade an einer Sitzung teilgenommen, bei der es um eine Jugendbegegnung zwischen deutsche und russische Jugendliche ging. Eigentlich habe ich nur zugehört – die Sprache ist immer noch eine Barriere, aber hoffentlich nicht bleibend. Ich freue mich darauf, noch mehrere deutsche Ausdrücke zu lernen.
Bis später,
Kristian
Der Europäische Freiwilligendienst wird durch Mittel von Erasmus+ finanziert.
von Freiwillige/r im Sozialen Jahr Politik | 31.01.2019 | Blog
Ein Jahr im Ausland zu verbringen nach meinem Abitur war schon immer mein Plan. Die große weite Welt erkunden, frei sein, die Möglichkeiten nutzen, die man heutzutage hat. Andere Länder kennen zu lernen, eine neue Sprache erlernen und Freunde aus aller Welt zu finden gehört zu den Dingen, die für ältere Generationen leider größtenteils nicht möglich waren. Doch durch die vielen Möglichkeiten heutzutage war es nicht leicht zu entscheiden, welchen Weg ins Ausland ich nehmen sollte. Entweder auf eigene Faust Work&Travel machen in Australien oder Neuseeland, erstmal arbeiten gehen und dann die Welt bereisen oder eines der vielen Freiwilligenprogramme im Ausland wählen? Durch einen Bekannten stieß ich auf das Programm Erasmus+ der Europäischen Union. Europa hat mich schon immer begeistert. Ein Friedensprojekt seit über 70 Jahren auf einem Kontinent voller historischen Kulturen und vielen Sprachen. Ein Kontinent, der seit Jahrzehnten immer enger zusammenwächst, sodass Europa ein starkes Bündnis in Wirtschaft, Kultur, Bildung usw. geworden ist.
Der Europäische Freiwilligendienst (EFD) ist ein Teil des Programms Erasmus+ und bietet jungen Erwachsenen meiner Meinung nach das beste Freiwilligenprogramm, um ein anderes Land in Europa zu erkunden und gleichzeitg „Entwicklungshilfe“ zu leisten. Mein Wunsch war unser Nachbarland Frankreich, welches mich durch Sprache, Kultur und Landschaft begeistert. Mit dem PJR als Entsendeorganisation habe ich mich auf die Suche nach passenden Projekten in Frankreich gemacht. Es vergingen mehrere Monate und meine vielen Bewerbungen blieben meist ohne Antwort, bis es eines Tages doch mit einer Zusage klappte - und zwar für ein Projekt im Banlieue von Paris.
Seit 5 Monaten lebe ich nun in Rosny-sous-Bois, einem Vorort 20 Minuten vor Paris und mein Leben hier kann ich grob in zwei Teile gliedern. Zum einen ist es meine Arbeit in einem Jugendzentrum, welche mich so gut wie jeden Tag begleitet und mich so in einer neuen Kultur leben lässt. Auch die Freizeit gehört zu diesem Teil dazu, wenn ich am Wochenende Paris mit all seinem Flair erkunde.
Der andere Teil ist der internationale Teil eines Freiwilligendienstes. Ich lebe in einem Haus mit 4 anderen Freiwilligen aus Spanien und Polen, wodurch man jeden Tag Gemeinsamkeiten und Unterschiede entdeckt. Auch ein Teil meiner Arbeit beschäftigt sich mit der europäischen Mobilität und dem Austausch mit anderen Freiwilligen, da meine Organisation koordinierende Organisation im EFD ist und andere Jugendliche zu diesem Thema beratet. Desweiteren treffe ich mich regelmäßig mit den europäischen Freiwilligen, die hier in der Region ihren Dienst leisten, wir tauschen uns aus oder unternehmen etwas zusammen. Gemeinsam sind wir dafür verantwortlich, den europäischen Gedanken als auch Informationen über die Möglichkeiten eines Freiwilligendienstes in Europa zu fördern und an die Bevölkerung zu bringen. Dafür haben wir zum Beispiel die Möglichkeit, 1-2 Wochen durch Frankreich zu reisen und verschiedene Events zu diesen Themen zu veranstalten. Durch Seminare oder andere Freiwillige baut man somit ein Netzwerk aus Freiwilligen auf, die zurzeit in Frankreich sind. Man besucht sich gegenseitig in anderen Städten und hat damit einen großen Vorteil.
Ich lerne so viel neues dazu und reife enorm durch die vielen Erfahrungen, womit man vorher kaum rechnen kann. Es ist schwierig, Außenstehenden zu erklären, was ein internationaler Freiwilligendienst bedeutet und was er alles mit sich bringt, denn man muss es einfach selber erleben. Intensiver Kulturaustausch, Sprachenvielfalt, Einblick in ein neues Land und in ein neues Arbeitsfeld erweitern den Horizont und ich bin sehr dankbar, dass ich diese Möglichkeit habe. Ich merke zudem, dass es eher die Gemeinsamkeiten sind, die überwiegen, wenn man lokale Pariser trifft oder sich mit den Freiwilligen aus Griechenland, Spanien, Portugal usw. austauscht. Trotzdessen sind es auch die vielen kleinen Unterschiede, die solch einen Austausch so interessant und spannend machen.
Ich möchte jedoch auch anfügen, dass es nicht immer leicht ist und ich auch mit einigen Problemen konfrontiert werde. Die sehr hohe Kriminalität hier im Banlieue von Paris bekam auch ich zu spüren, nachdem mir im November mein Portemonnaie geklaut wurde und ich diesen Monat am Bahnhof von drei Männern eher unfreundlich empfangen wurde, die mir mein Handy entnahmen. Ganz zu schweigen von den bürokratischen Pflichten, die ich bis jetzt schon durchleben musste, und mich teilweise sehr wütend machten. Desweiteren ist auch das Leben in einer Wohngemeinschaft nicht immer harmonisch, da jeder unter uns manchmal andere Vorstellungen und Angewohnheiten hat. Auch auf Arbeit läuft nicht immer alles rund, und mich stören gewisse Dinge, die ich gerne ändern würde. Jedoch ergänzt sich größtenteils der deutsche und französische Arbeitstil und es ist gut, ein bisschen was von beidem zu haben.

Letztendlich denke ich, dass ich durch die Probleme oder Fehler viel lerne und das es auch alles neue Erfahrungen sind, durch die ich reifen kann. Es ist bei mir auf jedenfall nicht langweilig und ich führe alles andere als ein eintöniges Leben und das war genau das, was ich wollte. Ich empfehle jedem jungen Menschen eine solche Chance zu nutzen, sei es ein europäischer Freiwilligendienst oder etwas ähnliches. Lasst euch lieber ein bisschen mehr Zeit mit eurer Berufs- oder Studienwahl und geht auf Erkundungstour. Ihr werdet euch besser kennenlernen und findet heraus, was für euch wirklich wichtig ist. Der Weg ist das Ziel, traut euch, seid mobil! Macht das, was ihr wollt und ihr werdet es nicht bereuen. Ich freue mich auf meine weitere Zeit hier und ich hoffe, dass meine Erkundungstour genau so aufregend weitergeht. Au revoir et à bientôt!
Der Europäische Freiwilligendienst wird durch Mittel von Erasmus+ finanziert.
von Freiwillige/r im Sozialen Jahr Politik | 14.08.2018 | Blog
Am 8. August fand unser EFD Ausreiseseminar in Kooperation mit der LJBW (Landesverband Sächsischer Jugendbildungswerke e.V.) statt. Die Veranstaltung war ein Workshop in lockerer Atmosphäre für die zukünftigen Freiwilligen, die ab September im Rahmen des Erasmus+ Programms EFD in verschiedene Länder fahren werden, um dort einen Freiwilligendienst zu machen. Sieben junge Erwachsene mit viel zu sagen, zu lernen, zu erzählen und zu teilen.

Die Sonne schien, das Wetter war richtig sommerlich und leckere Obstsalate und erfrischende Säfte warteten auf die kommenden Freiwilligen. Etwa um 10 Uhr waren sie schon da und der Tag konnte mit einigen Spielen beginnen, angefangen, damit die Teilnehmer*innen sich kennenlernen konnten. Die ersten Fragen, die ersten Kontakte, das erste Lachen. Es wurde viel über Länder, Sprachen, Hintergründen und Erwartungen gesprochen. Außerdem wurden Grundlage des EFD-Programms erklärt und ein Theorie-Input angeboten: wie man sich versichern lassen kann, wie man mit Youth Pass umgeht, welche bestimmte Rechte und Pflichten künftige EDFler*innen und deren Organisationen haben. Nach einer kleinen Pause wurden die Teilnehmenden zu einem interkulturellem „Mau-Mau“ eingeladen: Das interkulturelle „Mau-Mau“ ist ein Kartespiel, wo man einfach und deutlich erleben kann, wie man sich mit unerwarteten und unbekannten interkulturellen Regeln beschäftigt. Eine lustige Verwirrung, ein glückliches Gelächter und neue Erkenntnisse: das Ergebnis eines schnellen Vormittags.

Die Mittagspause war ein entspannender Moment. Man durfte sich einfach und spontan mit anderen unterhalten und es wurde auch viel über den EFD gesprochen, für den sich sowohl Teilnehmer*innen als auch Organisator*innen sehr begeistern. Nach der Mittagspause kam der ruhige Teil des Seminars mit vielen interessanten Inputs und Konversationen. Tipps gegen Heimweh sowie Lösungen für alltägliche Probleme, oder auch Erwartungen sowie Befürchtungen: alles wurde thematisiert und darüber diskutiert. Besonders interessant war das Spiel „Ich packe meinen Koffer und nehme mit…“, ein sehr unterhaltsamer Weg mit praktische Aufgaben umzugehen.

Später am Tag teilten die künftigen Freiwilligen untereinander ihre Fragen und Zweifel. Es wurde an alle ein Reader ausgeteilt, der die nötigen Infos und die wichtigsten Dokumente versammelt hat. Wir wünschen allen Teilnehmer*innen viel Spaß in ihren Zielorten und wir hoffen, das EFD Programm ist eine große Lernmöglichkteit für alle, die diese Projekte mitmachen.
Wir werden sicherlich auch in den nächsten Monaten den einen oder anderen Blogeintrag unserer Freiwilligen hier zu lesen bekommen. Also bleibt dran!
Der Europäische Freiwilligendienst wird gefördert von ERASMUS+ mit Mitteln der Europäischen Union.
von Freiwillige/r im Sozialen Jahr Politik | 03.08.2018 | Blog
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Eine Nachricht von dem neuen EFDler Martin!
Zwei Tage sind schon vorbei! Dienstag bin ich in Dresden angekommen und nun finde ich die Zeit, einen kleinen Beitrag für den Blog zu schreiben, mich vorzustellen. Ich heiße Martin, bin 24 Jahre alt und komme aus Spanien, eigentlich aus Galicien, dieser wundervollen Region, die an der Nordküste des Landes liegt.

Ein Blick von der Nordküste
Bevor ich nach Deutschland gekommen bin habe ich ein Bachelorstudium in Übersetzung und Dolmetschen absolviert. Der Schwerpunkt war die Englische Sprache und die Kultur der Englischsprachigenen Länder, aber trotzdem habe ich auch Deutsch als meine zweite Sprache ausgewählt. Aufgrund meines Interesses für Menschenrechte und gesellschaftliche Gerechtigkeit habe ich dieses Studium durchgeführt. Nach meiner Beobachtung funktionieren die Sprachen wie Brücken, die eine Verbindung zwischen Personen und Kulturen bauen oder zerstören können. Infolgedessen werden Sprachen für mich immer Ausdruck strahlender Lebensfreude sein! Französisch habe ich auch gelernt und Japanisch ist eine große Leidenschaft geworden.
Außerdem habe ich mich die letzten Jahre mit sozialen und politischen Themen beschäftigt und als Freiwilliger, Praktikant und Organisator bei verschieden Nichtregierungsorganisationen mitgemacht. Ich interessiere mich besonders für menschliche Vielfalt, Menschenrechte und die LGBT Bevölkerung. Dazu habe ich Vorträge gehalten, Diskussionen moderiert, Workshops geplant, an Straßenaktionen teilgenommen: alles mit dem Ziel, Bewusstsein und Sensibilität für diese Themen zu schaffen. Mir wurden auch viele Möglichkeiten angeboten, andere Arten der Freiwilligenarbeit auszuprobieren. Es folgt ein Beispiel dazu: Vor sechs Jahren war ich als Lehrer tätig und habe mit älteren Frauen gearbeitet, die während und aufgrund der Franco-Diktatur in Spanien nicht in die Schule gegangen waren.

Bei einem Vortrag in Rahmen der Woche der Sexualität, Gesundheit und Geschlecht
Ich würde mich als einen aktiven und unkomplizierten Menschen beschreiben. Neugier und Motivation sind beide mein metaphorischer Brennstoff und mein Ziel! Nach Deutschland habe ich alle meine Fähigkeiten und Energie mitgebracht. Ich freue mich schon über die ersten kleinen Aufgaben, die ich diese ersten Tage bei meiner neuen Organisation erfüllt habe und auch auf alle die zukünftigen Veranstaltungen und Aktivitäten freue ich mich. Es freut mich wirklich sehr, jetzt bei dem PJR als Freiwilliger zu arbeiten und ich bin mir sicher, dass ich die nächste zwölf Monate viel lernen werde und auch viel hier schrieben werde. Wie wir auf Spanisch sagen: No me callo ni debajo del agua. Die Bedeutung kann man kurz zusammenfassen, „auch wenn ich unter dem Wasser bin, spreche ich noch“ (gibt’s einen entsprechenden Ausspruch auf Deutsch?).

Bei einem Workshop und Diskussion in einer Organisation, die sich mit Kinder und Jugendlichen beschäftigt

Bei der Vorstellung eines Projekts über Menschenrechte und LGBT. Es ging um Kreativität, DIY, Kultur und Kunst
Danke für eure Zeit und bis zum nächsten Beitrag! Als kleines Abschiedsgeschenk, eine Musikempfehlung auf Spanisch, um diese sonnige Sommerstimmung zu genießen.
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Der Europäische Freiwilligendienst wird gefördert von ERASMUS+ mit Mitteln der Europäischen Union.