Als ich mich entschied, ein Jahr einen Freiwilligendienstes im Ausland zu absolvieren, wusste ich, dass ich eine besondere Erfahrung machen würde. Was ich jedoch nicht erwartet hätte, war, wie tiefgreifend und bereichernd diese Erfahrung sein würde. Mein Freiwilligendienst bei PSONI, eine Organisation mit vielen verschiedenen Einrichtungen für Menschen mit geistiger Behinderung, in Gdansk, an der polnischen Ostseeküste, hat mich geprägt und mir neue Einblicke ermöglicht. Meine Arbeit bei PSONI umfasst eine Vielzahl von Aufgaben. Ein Teil meiner Zeit verbringe ich in Schulen, wo ich Lehrkräfte im Unterricht unterstützte und mich zusätzlich mit den Schülern beschäftige. Darüber hinaus habe ich einen Workshop für Fotographie und bin in einer Band. Es war unglaublich erfüllend, meine kreative Seite ausleben zu können und gleichzeitig einen Beitrag zur Organisation zu leisten.
Ein weiterer Teil meiner Arbeit besteht darin, in einem Wohnhaus für Menschen mit geistiger Behinderung zu helfen. Hier unternehme ich unterschiedliche Freizeitaktivitäten, wie Kochen, Basteln oder Brettspiele zu spielen. Meine Wohnung in Gdansk ist gut gelegen: eine Wohnung nur 30 Minuten von der Altstadt und 30 Minuten vom Meer entfernt. Durch Nähe zu verschiedenen Freizeitmöglichkeiten ermöglicht es mir, meine Freizeit vielfältig zu gestalten. Mit meiner Mitbewohnerin Adriana aus Portugal verstehe ich mich sehr gut. Zusammen unternehmen wir oft Dinge am Wochenende, und manchmal auch mit den anderen Freiwilligen. Bis jetzt hat mir meine Arbeit bei PSONI sehr gut gefallen, ich freue mich auf die schönen Sommermonate.
Letze Woche Mittwoch haben wir in unserem Büro einen spanischen Abend veranstaltet. Pablo, unser ESK-Freiwilliger aus Valencia, hat einen Vortrag über die Geografie, die Sprachen, die Geschichte und das aktuelle politische Geschehen dort gehalten...und es gab auch viel Essen! Zwei Tortillas und Patatas Bravas wurden gekocht und haben sehr lecker geschmeckt. Sie waren so schnell aufgegessen, dass wir davon leider keine Fotos machen konnten… Ups! Es gab viele Fragen und wir sind sehr zufrieden mit diesem internationalen Abend.
Am 14. Februar werden wir einen spanischen Abend in unserem Büro veranstalten! Ich, der spanische europäische Freiwillige, werde ein paar Leckereien aus Spanien für euch kochen und einen kleinen Vortrag über spanische Geschichte und Politik im letzten Jahrhundert bis heute halten … Seit dem Bürgerkrieg bis zu aktuellen Ereignissen, mit tortilla de patata und patatas bravas! Wir lieben auch Kartoffeln… wir sind nicht so anders wie die Deutschen, eh?
Seit Anfang Oktober mache ich meinen europäischen Freiwilligendienst in Vic, Katalonien, Spanien. Ich wohne hier gemeinsam mit 5 anderen europäischen Freiwilligen in einer WG. Wir sind alle Teil des gleichen Projekts, arbeiten aber an unterschiedlichen Orten. Sant Tomas, meine Aufnahmeorganisation, hat in der ganzen Region zahlreiche kleine und größere Zentren für Menschen mit geistiger Behinderung, deren Ziel es ist die Leute mehr in die Gesellschaft zu bringen und so sichtbarer zu machen.
Ich arbeite unter der Woche in vier verschiedenen Zentren in und um Vic, drei kleineren Gruppen mit je bis zu 10 Personen, die alle relativ eigenständig sind. In diesen Zentren gibt es verschiedenste Aktivitäten:
Die erste Gruppe betreut sozusagen ein öffentliches Zentrum der Stadt und bereiten Räume für Kurse vor, teilweise besuchen sie die Kurse auch selbst. Ansonsten reinigen sie Spielsachen und Bücher, die dann gespendet werden, spielen Petanca (ein traditioneller Sport) oder machen Gesellschaftsspiele und Puzzles. Wenn Zeit ist versuche ich einigen von ihnen auch noch ein wenig Englisch beizubringen ;).
Mit der zweiten Gruppe gehe ich spazieren, wir lernen Gebärdensprache und es wird Beschäftigungstherapie, also verschiedene einfache Arbeiten, gemacht.
Das dritte kleine Zentrum ist eine Handwerkstatt mit Laden, in der verschiedene kreative Arbeiten gemacht werden. Beispielsweise werden Schals und Mützen, Ketten und Armbänder und natürlich aktuell zahlreiche Weihnachtsdekorationen hergestellt. Zusätzlich gibt es regelmäßig besondere Projekte, bei denen neue Dinge wie Drucktechniken ausprobiert werden. Die Produkte werden dann im Laden verkauft. Meine Aufgabe ist es dabei entweder bei den Aktivitäten zu unterstützen und zu motivieren oder mich mit den Leuten zu unterhalten.
Das vierte Zentrum ist ein Wohnheim und unterscheidet sich zu den anderen, da die Menschen dort mehr Hilfe, auch bei alltäglichen Dingen wie essen, brauchen. Dementsprechend ist es anstrengender, obwohl es „einfachere“ Aktivitäten gibt. Nachmittags helfe ich hier bei der Musiktherapie.
Vor ein paar Wochen habe ich außerdem eine Gruppe beim Besuch eines Zentrums für Menschen mit geistiger Behinderung einer anderen Organisation begleitet, in dem die Leute vor allem Kunst in verschiedenen Formen schaffen, die dann (teils in Kooperation mit anderen Künstlern von außerhalb des Zentrums) ausgestellt wird. Dabei konnten sie sich über ihre unterschiedlichen Erfahrungen und Aktivitäten austauschen, was für mich persönlich sehr interessant anzuhören war.
Meine Organisation hat zudem verschiedene Freizeitgruppen, weshalb ich Mittwochs und Samstags Basketball oder Fußball spiele und auf längere Spaziergänge gehe. Außerdem werde ich im August nächstes Jahr mit auf zwei Wochentrips nach Menorca und ins Baskenland fahren Alles in allem mache ich also sehr viele verschiedene Dinge mit den unterschiedlichsten Menschen, was mir mittlerweile wirklich Spaß macht, am Anfang musste ich aber in kurzer Zeit sehr viel neues lernen, was etwas kompliziert war.
Außerhalb der Arbeit mache ich viel mit den anderen Freiwilligen: Wir fahren nach Barcelona und anderen nahegelegenen Städten, wandern und waren am Strand. Da Vic eine sehr katalanische Stadt ist, haben wir auch schon Einblicke in die Kultur gewonnen: Am 1.11. war zum Beispiel Castanyada, Anfang Dezember gab es den „Mercat Medieval“ und es wurden beeindruckende Castells (Menschentürme) vorgeführt. Allerdings sprechen deshalb viele hier am liebsten nur Katalanisch, was am Anfang eine Sprachbarriere war, da die Sprache sich doch mehr als erwartet von Spanisch unterscheidet. Durch die Uni gibt es hier auch viele junge Leute, von denen einige mit Erasmus hier sind, es gibt also viele internationale Leute, mit denen man sich austauschen kann. Seit ein paar Wochen spiele ich auch wieder Volleyball, wodurch ich noch mehr Leute von hier kennenlernen konnte, was viel beim Lernen der Sprache hilft. Ich freue mich auf meine verbleibenden Monate hier und bin gespannt, was ich noch alles erleben werde und welche Menschen ich noch treffen werde.
Salut! Moi, je m’appelle Hunor et j’ai 18 ans. Mit der tollen Unterstützung von PJR Dresden befinde ich mich seit dem 8. September in Saint-Lô in der Normandie und erlebe hier meinen europäischen Freiwilligendienst.
In der ersten Woche war ich bei einer Gastfamilie untergebracht, wo ich eine unglaublich schöne Zeit erleben konnte. Nun lebe ich zusammen in einer Wohnung mit zwei anderen Freiwilligen aus Italien in einem Collège. Meine eine Mitbewohnerin ist im selben Projekt, wie ich - der andere ist erst seit letzter Woche Montag zu uns gekommen und wird sich woanders in Saint-Lô betätigen.
Meine Aufgabe: Zusammen mit der anderen Freiwilligen unterstütze ich den Jugendrat des Manche Départements (le Conseil Départemental des Jeunes de la Manche). Der Jugendrat ist in vier Kommissionen eingeteilt und besteht insgesamt aus 54 Mitgliedern, dessen Großteil Schüler*innen des Collège sind. Sie werden für zwei Jahre gewählt und können innerhalb dieser Zeit in jeder Kommission ein gemeinsames Projekt verwirklichen. Die ersten Treffen der Kommissionen waren mit den erwachsenen Ratsmitgliedern. Die “Conseillers Départementaux” haben einen Teil ihrer Projekte vorgestellt; anschließend haben die Kommissionen der Jugendlichen auch ihre Ideen und Pläne den Erwachsenen präsentiert. Doch unsere eigentliche Aufgabe ist es nun, die Sitzungen der Kommissionen vorzubereiten und zu leiten. Letzte Woche Mittwoch haben wir das erste Mal eine Sitzung selbst durchgeführt, wo wir die Jugendlichen der Kommission “Bien vivre ensemble” empfangen haben. Diese Woche folgte die Kommission nachhaltige Entwicklung, die unter anderem Aufklärungsaktionen im Bereich Probleme der Tierhaltung und des Fleischkonsum in den Collèges vorsieht. Wir haben die Jugendlichen in verschiedene Arbeitsgruppen eingeteilt und sie bei der Entwicklung ihrer Ideen unterstützt. Sind ihre Pläne angefertigt, werden wir helfen, ihre Projekte zu verwirklichen.
Am 17. Oktober fuhren wir außerdem zusammen mit dem Jugendrat nach Paris, wo wir unter anderem den Senat besichtigt haben und auch einen Senator des Manche Départements treffen konnten. Es hat sich angefühlt, wie die Klassenfahrten in der Schule, nur, dass ich diesmal die Aufsichtsperson war. Außerhalb von Saint-Lô hatten wir bereits mehrmals die Möglichkeit, uns mit anderen Freiwilligen aus der Region kennenzulernen. So haben wir auch einen kleinen Freundeskreis mit einigen Freiwilligen aus einer nahegelegenen Stadt aufgebaut und auch mit einer anderen Freiwilligen aus Saint-Lô haben wir uns schon zweimal verabredet. Nächste Woche treffen wir wieder Freiwillige aus der Region in der Stadt Caen. Ich hoffe, wir können neue Freundschaften knüpfen.
Ich freue mich schon auf die nächsten Treffen mit dem Jugendrat und ich möchte so viel Zeit wie möglich mit den Menschen verbringen, die ich hier kennengelernt habe. Und natürlich möchte ich noch viel Französisch reden.