Französischer Filmabend zu Segregation und Diskriminierung

Französischer Filmabend zu Segregation und Diskriminierung

In Kooperation mit der Filmgalerie laden wir euch zum Filmabend am Mittwoch 23.03. ein! Es wird ein französischer Film von 1995 zum Thema Segregation, Gewalt und Diskriminierung in präkarisierten Stadtteilen geschaut. Anschließend gehen wir in ein Filmgespräch und eine Diskussion mit dem Sozialarbeiter Sören Bär, der aus der Praxis erzählen wird.

Wann ?
Donnerstag 23.03.23 - 19:00

Wo ?
Filmgalerie
Altenberger Straße 26, 01277 Dresden

Anmeldung
mail@pjr-dresden.de

Streiks, Blockaden, Besetzungen

Streiks, Blockaden, Besetzungen

Streiks, Blockaden, Besetzungen … Wie weit darf Aktivismus im Namen des Klimaschutzes gehen? Diese Frage stellten wir uns bei unserem offenen Filmabend zum Thema „Klimaaktivismus“, welcher am 26. Februar 2020 in der Filmgalerie Dresden stattfand. Eingeladen war ein Aktivist der Umweltbewegung „Extinction Rebellion“ (XR). Gemeinsam schauten wir uns die Dokumentation „Extinction Rebellion - Notwendiger Klimaschutz oder Ökoterrorismus?“ des Senders arte an. Danach folgte ein Gespräch mit dem Gastreferenten. Er erzählte erstmal ein wenig über sich und seinem Weg zu Extinction Rebellion, bevor er sich den Fragen der Zuschauer stellte. So entstand ein reger Austausch über die Ziele von XR und deren Einfluss auf die Gesellschaft.

Vielen Dank an die Filmgalerie Dresden e.V. für Bereitstellung ihrer Räumlichkeiten und die Unterstützung bei der Vorbereitung des Events. Besonderen Dank auch an unseren Referenten Arthur und an alle, die beim Filmabend dabei waren und interessiert Fragen gestellt haben. Ohne euch wäre die Veranstaltung nicht so ein großer Erfolg gewesen!

FSJ-P Projekt „Blut muss fließen“

FSJ-P Projekt „Blut muss fließen“

Hallo!

Im FSJ-Politik ist es üblich, dass man als Freiwillige/r ein
eigenes Projekt durchführt. Ich hatte zuerst mit Tom, dem Freiwilligen der
Aktion Zivilcourage, eine Kooperation geplant. Leider musste er jedoch
aussteigen. Trotzdem noch einmal vielen Dank für seine Ideen und Unterstützung.

Inhaltlich hat sich der Plan dadurch jedoch nicht geändert.
Ziel war es, den Regisseur Peter Ohlendorf zusammen mit seinem Dokumentarfilm „Blut muss fließen“ – Undercover unter Nazis
nach Dresden zu holen. Dieser handelt von der bisher kaum beleuchteten und
beachteten Rechtsrockszene in Deutschland und Europa, welche Nazis als
Treff- und Vernetzungspunkt dient. Zudem lässt sich oft ein Zusammenhang zwischen
Rechtsrock und rechter Gewalt erkennen, da diese Musik mit
gewaltverherrlichenden und volksverhetzenden Texten das ohnehin schon große
Gewaltpotenzial der Naziszene mobilisiert und verschärft.
Peter Ohlendorf und ich bei der Aufführung im Roten Baum
Geplant waren vier Aufführungen des Filmes: jeweils eine
Abendveranstaltung im Roten Baum sowie im Kinder-und Jugendhaus Gorbitz und zweimal vor Schulklassen. Der Ablauf sah wie folgt
aus: Nach einer kurzen Einführung in das Thema schauten wir gemeinsam den Film.
Anschließend war es möglich mit dem Regisseur ins Gespräch zu kommen. Diese
Chance wurde von allen Gruppen ausgiebig genutzt. Es entspann sich ein Gespräch,
welches sich mit Hintergrund- oder Verständnisfragen zum Film, aber auch mit
politischen Handlungsmöglichkeiten beschäftigte. Es wurde diskutiert, wie man
durch politisches, gesellschaftliches Engagement und staatliches Handeln der
Nazi- und Rechtsrockszene, sowie neurechten Bewegungen den Boden entziehen
kann. Hier war in Dresden besonders PEGIDA ein Thema. Dadurch dauerten die
Diskussionen der Abendveranstaltungen bis zu zwei Stunden.

Besonders interessant für uns waren die beiden Schulklassen
an der Waldorfschule, da das Alter der Schüler_innen genau dem unserer
Zielgruppe entsprach. Rechtsrock war in diesen beiden Klassen bisher kaum
bekannt. Das Feedback von ihrer Seite und auch das der Lehrer_innen war
positiv. Vielleicht konnten wir manche von ihnen durch diese Veranstaltung in
ihrem gesellschaftlichen und politischen Engagement bestärken.

Etwas enttäuschend waren jedoch die Teilnehmendenzahlen bei
den Abendveranstaltungen. Hier fiel es uns besonders schwer Jugendliche zu
erreichen. Neben verbesserungswürdiger Werbung für das Projekt, schien es als
wären Politik und Freizeit für viele junge Leute schwer zu vereinen. Die schon
erwähnten guten Gespräche entschädigten allerdings für diesen Dämpfer.

Insgesamt ist mein Fazit für das Projekt positiv und ich bin
stolz darauf, dass es so geklappt hat. Auch hier konnte ich auf viel
Unterstützung aus dem PJR-Büro bauen. Vielleicht führt jemand diese Projektidee
in Zukunft weiter.

Liebe Grüße,
Robert

Gefördert wurde das Projekt von der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Novum (Sächsische Jugendstiftung) sowie der Stadt Dresden. Vielen Dank!