von ESK-Freiwillige | 10.08.2026 | Blog
Hallo zusammen, ich bin Sofia. Seit einem halben Jahr arbeite ich jetzt als Ehrenamtliche beim PJR, und diesen Sommer hatte ich die wunderbare Gelegenheit, an einem besonderen Jugendaustausch „Movies on Human Rights“ teilzunehmen, das von Erasmus+, dem Land Sachsen und der Stiftung West-Östliche-Begegnungen gefördert wird. Das Medienprojekt hat junge Menschen aus drei Ländern – Deutschland, Montenegro und Georgien – zusammengebracht, und es hat nicht lange gedauert, bis wir uns angefreundet haben.
3.000 km von zuhause
Die erste Hälfte des Projekts habe ich 3.000 km von dem Ort entfernt verbracht, den ich mittlerweile mein Zuhause nenne. Das nächtliche Batumi in Georgien, wo unser Flugzeug gelandet ist, empfing uns mit salziger Meeresluft. Kobuleti – eine kleine Touristenstadt an der Schwarzmeerküste, in der der größte Teil des Programms stattfand – erwartete uns mit einem selbstgekochten Abendessen und frisch gebackenem Gebäck und am nächsten Morgen mit einem Blick auf die Bergketten vom Balkon aus.

Unsere Tage begannen meistens im Konferenzraum, in den ich jedes Mal eine Tasse Kaffee hinein schmuggelte. Und ich schäme mich nicht zuzugeben, dass ich am ersten Tag des theoretischen Teils in der Pause ins Meer schwimmen gegangen bin. Der Strand war nur 10 Minuten von unserem Hotel entfernt, und wir haben uns zwischen den Sessions oft dort getroffen – beim Sonnenuntergang und später natürlich vor oder hinter den Kameras.
Menschenrechte und Filmemachen
Wir lauschten Vorträge über die theoretischen Grundlagen der Menschenrechte, tauschten uns über die aktuelle Situation in Bezug auf Menschenrechte in unseren Ländern aus, nahmen an Quizzen und Gruppenaufgaben teil und diskutierten viel über aktuelle globale Themen. Als Generation, die noch lange in dieser Welt leben wird, finde ich es wichtig, darüber nachzudenken, was auf uns zukommt.
Wir schauten uns außerdem gemeinsam Kurzfilme an, besuchten Workshops zu Storytelling und den technischen Aspekten des Filmemachens, lernten, mit Kameras zu arbeiten, und schließlich schrieben wir Drehbücher, machten Pitches, arbeiteten in Teams und produzierten unsere eigenen Kurzfilme. All das mit Menschen zu machen, die wissen, was sie tun, und gleichzeitig bereit sind, einen anzuleiten und zu unterstützen, war eine unvergessliche Erfahrung.
Ich selbst war am Ende eine „Schauspielerin“ (also die Hauptfigur in einer autobiografischen Geschichte) und gleichzeitig Drehbuchautorin für ein Projekt über die Schwierigkeiten, sich in einem neuen Land zu integrieren und einzuleben, die Herausforderungen von erzwungener Migration und das „neue Leben“ von Geflüchteten. Klingt ein bisschen kompliziert, aber im Grunde ist es eine filmische Beichte darüber, wie es sich anfühlt, seine Heimat zu vermissen.
Ich erinnere mich noch gut daran, wie sehr ich nach den Dreharbeiten zur letzten Szene gezittert habe, in der ich bei Sonnenuntergang durch die kalten Wellen treibe. Und jetzt kann ich den zweiten Teil des Projekts kaum erwarten – dieses Mal in Dresden, wo wir unsere Filme fertigstellen und uns gegenseitig unsere Arbeiten zeigen können! 
Erinnerungen an Georgien
Und natürlich darf ich meine Eindrücke von Georgien selbst nicht vergessen. Der herzliche Empfang unserer georgischen Freunde, das fantastische traditionelle Essen (ich vermisse Khachapuri und Khinkali gerade wirklich sehr), der Kulturabend mit traditionellen Tänzen zu georgischer Musik (kurz darauf dann auch Montenegro, Deutschland und sogar ein bisschen Ukraine) und natürlich der weltberühmte georgische Wein …
Ich erinnere mich an all das mit einem Lächeln.
Und dann war da noch unser Ausflug ins sonnige Batumi, wo wir einen ganzen Tag hatten, um jeden Winkel der Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Der Muskelkater in meinen Beinen nach dem Laufen von morgens bis abends war nicht einmal unangenehm – es hat sich absolut gelohnt. Auch Kobuleti haben wir in unserer Freizeit und während der Arbeit an unseren Filmen immer wieder selbst erkundet. Eines Tages landete unser Team während der Dreharbeiten auf einem Lebensmittelmarkt, von dem ich ganz aus Versehen 1,2 Kilo Gewürze mit nach Hause gebracht habe (Haha).
Und natürlich werde ich auch die Gastfreundschaft und die Herzlichkeit der Menschen dieses wunderbaren Landes nicht vergessen.

Alles in allem haben Georgien und die Teilnahme an diesem Projekt bei mir nur die wärmsten Erinnerungen hinterlassen – etwas, das mir noch lange ein Lächeln ins Gesicht zaubern wird.
***

Ich freue mich jetzt schon sehr auf den deutschen Teil des Jugendaustauschs: alle wiederzusehen, die mir in dieser kurzen Zeit so sehr ans Herz gewachsen sind, an einem Film weiterzuarbeiten, der für mich persönlich sehr bedeutend geworden ist, und Neues über Menschenrechte und das Filmemachen zu lernen.
Bis bald!
von Tobias | 14.04.2026
Movies on human rights
Jugendaustausch 2026 | Deutschland – Georgien – Montenegro
**english version below**
Du bist zwischen 16 und 25 Jahre alt und interessierst dich fürs Filmemachen?
Du willst dich mit anderen jungen Menschen über Menschenrechte austauschen - welche Bedeutung sie in Europa und für unsere gemeinsame Zukunft haben?
Dann werde Teil einer internationalen Gruppe von 24 jungen Menschen und nimm an zwei Jugendbegegnungen in Deutschland und Georgien teil.
Austauschtermine 2026
- Kobuleti (Georgien): 27.7. – 3.8.2026
- Dresden: 21.–28.8. 2026
Die Teilnahme umfasst alle zwei Begegnungen.
Teilnahmebeitrag
Der Teilnahmebeitrag beträgt 150 €.
Darin enthalten sind Reise-, Unterkunfts-, Verpflegungs- und Versicherungskosten.
Falls nötig, kann der Beitrag ganz oder teilweise übernommen werden.
Interesse?
Dann melde dich per E-Mail unter:
mail@pjr-dresden.de
oder trage dich gleich in unsere Anmeldeliste ein: https://docs.google.com/forms/d/1JwLzi_q02vQLnOqKab9Wd91f06zsDGhb_7jCyRcDv_U/edit
Wir freuen uns auf motivierte junge Menschen, die Lust haben, sich einzubringen, Perspektiven zu teilen und Europa aktiv mitzugestalten.
Gefördert von Erasmus+, Freistaat Sachsen und Stiftung West-Östliche Begegnungen /
**english version**
Are you between 16 and 25 years old and interested in filmmaking?
Would you like to exchange ideas with other young people about human rights – and about what they mean in Europe and for our shared future?
Then become part of an international group of 24 young people and take part in two youth exchanges in Germany and Georgia.
Exchange dates 2026
Kobuleti (Georgia): 27 July – 3 August 2026
Dresden: 21–28 August 2026
Participation includes both exchanges.
Participation fee
The participation fee is €150.
This includes travel, accommodation, meals, and insurance.
If needed, the fee can be covered in full or in part.
Interested?
Then get in touch by email at: mail@pjr-dresden.de
Or sign up under https://docs.google.com/forms/d/1JwLzi_q02vQLnOqKab9Wd91f06zsDGhb_7jCyRcDv_U/edit
We are looking forward to hearing from motivated young people who want to get involved, share perspectives, and help shape Europe actively.
Funded by Erasmus+, the Freistaat Sachsen and the Foundation for East-West Encounters
von Tobias | 13.09.2024 | Blog
Unser deutsch-georgisches Begegnungsprojekt fand vom 1.7. - 15.7. zuerst eine Woche in Deutschland, dann eine Woche in Georgien statt. Eine sehr intensive Zeit. Das Begegnungsprojekt richtete sich an Jugendliche mit Migrationshintergrund aus Deutschland sowie an georgische Jugendliche mit Interesse an Deutschland. Ziel war es, mit den jungen Menschen Fragen der Identität zu diskutieren, ein Gefühl der Selbstwirksamkeit zu vermitteln und über Bildungs-, Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten zu informieren.
Im Rahmen des Projekts wurden verschiedene Seminare abgehalten. Die Jugendlichen erhielten ausführliche Informationen über beide Länder. Diese umfassten das deutsche Bildungssystem und die Studienmöglichkeiten in unterschiedlichen Bereichen, was insbesondere für die georgischen Teilnehmer interessant war, die ein Studium in Deutschland in Betracht ziehen. Zudem fanden diverse Aktivitäten statt, bei denen die Jugendlichen ihre Visionen zu verschiedenen Themen präsentierten, die für eine schnellere Integration und Etablierung wichtig sind. Durch diese interaktiven und praxisorientierten Einheiten lernten die Jugendlichen die Mentalitäten und Kulturen beider Länder besser kennen und lernten Grundkentnisse im Bereich des Projektmanagements.
Die Jugendlichen konnten sehr gute Beziehungen zueinander aufbauen und betonten, dass sie auch nach dem Ende des Projekts in Kontakt bleiben wollen. Einige Teilnehmende äußerten den Wunsch, ihr Studium in Deutschland fortzusetzen.
Das Projekt war ein erstes Kooperationsprojekt des Politischen Jugendring Dresden e.V. mit dem Dresdner Verein „Georgier in Dresden“ sowie der georgischen Organisation „Student Youth Council“. Wir wollen die Kooperation in 2025 fortsetzen.
Gefördert wurde das Projekt aus Mitteln des Programms Erasmus+ der Europäischen Union sowie aus dem vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalt des Freistaat Sachsens.




von Tobias | 13.09.2024 | Audio & Video
Zwei Wochen verbrachten unsere je 10 Jugendlichen aus Dresden und Osurgeti (Georgien) miteinander, eine professionelle Videobegleitung hatten wir nicht eingeplant, dennoch sind einige Clips entstanden die wir euch nicht vorenthalten wollen!
Die Videos findet ihr hier: https://youtu.be/NjpeOJ3R5qw
von Freiwillige/r im Sozialen Jahr Politik | 24.04.2024
Junge Menschen mit Migrationshintergrund wachsen häufig unter erschwerten Bedingungen auf. Bereits am Anfang ihrer Bildungskarriere zeigen sich beispielsweise Unterschiede in den sprachlichen Kompetenzen, die sich zu einem „Startnachteil“ ausbilden, der sich die ganze Schullaufbahn hindurch zieht. Darüberhinaus sind Menschen mit Migrationshintergund oft Ausgrenzung und Diskriminierung ausgesetzt, was die Identifikation mit ihrem Heimatland Deutschland erschwert. Ebenso bestehen oft aber kaum Beziehungen zum Land der Eltern. Dies kann zu Frust und Orientierungslosigkeit führen.
Aus diesem Grund wollen wir mit Unterstützung des Vereins „Georgier in Dresden e.V.“ dieses Begegnungsprojekt für Jugendliche mit Migrationshintergrund aus Deutschland sowie georgische Jugendliche mit Interesse an Deutschland durchführen. Ziel ist es mit den jungen Menschen Fragen der Identität zu diskutieren, ein Gefühl der Selbstwirksamkeit zu vermitteln sowie über Bildungs-, Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten zu informieren.
Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes. Ebenso wird das Projekt von der Europäischen Union finanziert.

