von ESK-Freiwillige | 26.05.2026 | Blog
Mein Jahr in Deutschland:
Anfang September begann ich hier in Dresden zu arbeiten und fühlte mich im Büro sofort wohl. Was die Arbeit mit den Jugendlichen in den Klassen betrifft, dauerte es jedoch eine Weile, bis ich mich zu 100 % bereit fühlte.
In diesem Zusammenhang hat mir das Büro einen Deutschkurs organisiert, der von Anfang an sehr hilfreich war, auch weil ich im März im Rahmen des Workshops zum Thema Rassismus eine Recherche über den Kolonialismus präsentieren musste, die wir anschließend in verschiedenen Schulen vorgestellt haben.
Während dieses Jahres nahm ich an zwei Seminaren teil: das erste in Weimar und das zweite in Bremen. Beide waren wunderschöne Erfahrungen, an die ich mich auch in Zukunft erinnern werde, vor allem weil ich viele neue Menschen aus der ganzen Welt kennenlernen konnte und dadurch auch mein Englischniveau auf einem guten Stand halten konnte.
Ich danke meinen Kolleginnen und Kollegen herzlich dafür, dass sie mir die Möglichkeit gegeben haben, hier in Dresden zu arbeiten.
Dieses Projekt wird durch das Europäische Solidaritätskorps der Europäischen Union gefördert.
von Tobias | 06.03.2026 | Blog
Ich verbringe jetzt schon seit fünf Monaten mein freiwilliges Jahr im Europäischen Solidaritätskorps im Ecomuseo Villa Ficana in Italien. Ficana ist eine kleine Nachbarschaft in der Stadt Macerata, deren Besonderheit es ist, dass die Häuser hier vor ca. 150 Jahren aus roher Erde errichtet wurden. Diese Bautechnik ist zwar überall in Italien zu finden, aber nur in Ficana stehen die Erdhäuser so konzentriert. Auch meine Mitfreiwilligen und ich wohnen in so einem Haus und man kann an den Wänden noch das Stroh sehen, dass beim Bau eingemischt wurde.
Die Arbeit im Museum besteht für mich hauptsächlich aus Öffentlichkeitsarbeit für das Museum selbst, sowie für uns Freiwillige und was wir erleben. Außerdem halten wir manchmal Workshops für Kinder und Erwachsene ab und dekorieren das Museum je nach Jahreszeit. Neben der Arbeit im Museum gibt es noch zwei weitere: Zum Einen betreuen wir das Jugendzentrum Spazio Altrove, in dem unter anderem Tischtennis und Brettspiele gespielt werden können. Zum Anderen arbeiten wir im Second-Hand Laden Nuovi Amici, der es zum Ziel hat, günstig Kleidung und Gegenstände zu verkaufen und aus den Erlösen Angebote für Menschen mit Behinderung zu finanzieren.

Das Schöne an der Arbeit ist, wie viele tolle Leute man kennenlernt. Bis auf die eine oder andere Person, die im Second-Hand Laden ein unrealistisches Schnäppchen schlagen will, sind mir bisher nur herzliche und offene Menschen begegnet. Auch die vielen Katzen in unserer kleinen Nachbarschaft trauen sich langsam zu unserem Haus und schauen uns von der Mauer aus beim Arbeiten zu. Ohne Italienisch kommt man hier leider nicht besonders weit, aber wir unterstützen uns gegenseitig beim Lernen und durch die große Universität in der Stadt trifft man zum Glück viele Studenten, die Englisch können. Auch die Region generell ist sehr abgelegen und es ist nicht gerade leicht, an freien Tagen mal eben zu verreisen. Trotzdem nehmen meine Freunde und ich die langen Fahrzeiten auf uns und erkunden das Umland. Eine Rundreise durch den Süden Italiens ist bereits geplant. Das muss man Macerata lassen, in der Sonne auf der Wiese picknicken zu können und ein Panorama der Sibillini Berge in der Ferne zu sehen, fühlt sich schon wie ein Luxus an.
Herbst und Winter haben uns gezeigt, dass das idyllische Bild vom sonnigen Italien auf jeden Fall nicht stimmen muss, denn in Macerata regnet es viel und da die Häuser hier dazu gebaut wurden, um Wärme abzuhalten, bekommt man dann schnell ein Problem wenn es draußen kälter als zwölf Grad wird. Auch jetzt, im Frühling, schlafe ich nachts noch mit drei Decken und Pullover. Dafür haben wir aber großes Glück, wie gut unsere Freiwilligen-Gruppe zusammenpasst, denn so können wir alle Schwierigkeiten zusammen durchstehen. Das Leben in unserem Haus hat uns sehr zusammengeschweißt und neben Sprachkenntnissen, sozialen Kompetenzen und mehr Verständnis für die fremde Kultur werde ich definitiv Freunde fürs Leben aus Italien mitnehmen. 
Dieses Projekt wird durch das Europäische Solidaritätskorps der Europäischen Union gefördert.
von ESK-Freiwillige | 11.11.2025 | Nicht kategorisiert
Mein erster Monat in Dresden beim PJR:
Von Anfang an habe ich mich gut mit meinen Kolleg*innen und meinem Mitbewohner verstanden. Ich wusste schon lange, dass diese Stadt eine sehr bedeutende Geschichte für Deutschland hat, besonders für das Bundesland Sachsen. Deshalb war es schön, diese Stadt persönlich erleben zu können.
Die Arbeit gefällt mir sehr, weil sie mich dazu gebracht hat, neue Dinge zu lernen – besonders beim Schreiben und Gestalten am Computer. Ich freue mich sehr, neues Wissen über die Geschichte, Politik und Wirtschaft eines anderen Landes zu gewinnen.
In meiner Freizeit finde ich außerdem die Möglichkeit, an meinen eigenen Projekten zu arbeiten, die natürlich mit Gesellschaft, Politik und Wirtschaft verbunden sind – und damit eng mit den Aktivitäten zusammenhängen, die ich gemeinsam mit meinen Kolleg*innen mache.
Ich habe bereits einige Schulen besucht und konnte etwas über die Perspektiven der Schüler*innen auf die deutsche Geschichte erfahren.
Ich freue mich auch sehr, dass ich nun endlich anfangen kann, Deutsch zu lernen – unter anderem dank des Sprachkurses, den mir der PJR ermöglicht.
Tobias, Franzi und Florian haben sich als sehr verständnisvolle, ruhige und hilfsbereite Kolleg*innen erwiesen.
Mit Blick auf die Zukunft bin ich sehr optimistisch und freue mich darauf, so viel wie möglich zu lernen.
Eliseo Guazzarotti
von ESK-Freiwillige | 08.10.2025 | Blog
Mein erster Monat in Dresden mit PJR:
Ich habe mich von Anfang an gut mit meinen Kolleginnen und Kollegen sowie mit meiner Mitbewohnerin verstanden. Ich wusste schon lange, dass diese Stadt eine sehr bedeutende Geschichte für Deutschland, aber vor allem für das Bundesland Sachsen hat – deshalb war es schön, diese Stadt persönlich erleben zu können.
Die Arbeit gefällt mir, weil sie mich dazu gebracht hat, neue Dinge zu lernen – vor allem was das Schreiben und Gestalten am Computer betrifft. Ich bin äußerst glücklich, neue Informationen über die Geschichte, Politik und Wirtschaft eines anderen Landes kennenzulernen.
Außerdem finde ich in meiner Freizeit auch Zeit, an meinen eigenen Projekten zu arbeiten, die natürlich mit Gesellschaft, Politik und Wirtschaft zu tun haben – also in engem Zusammenhang mit den Aktivitäten, die ich auch mit meinen Kolleginnen und Kollegen mache.
Ich war bereits an einigen Schulen und konnte die Sichtweisen der Schülerinnen und Schüler zur deutschen Geschichte kennenlernen.
Ich freue mich auch sehr, dass ich endlich mit dem Deutschlernen anfangen kann – auch dank des Sprachkurses, der mir vom PJR zur Verfügung gestellt wurde.
Tobias, Franzi und Florian haben sich als sehr verständnisvolle, ruhige und hilfsbereite Kolleginnen und Kollegen gezeigt.
Mit Blick auf die Zukunft bin ich sehr zuversichtlich und freue mich darauf, so viel wie möglich zu lernen.
Eliseo Guazzarotti.
von ESK-Freiwillige | 08.08.2025 | Blog
Hallo zusammen,
ich bin Libera - noch für kurze Zeit - die europäische Freiwillige hier beim PJR.
Wie schnell die Zeit vergeht, wenn man sich wohlfühlt!
Es kommt mir vor, als wäre es gestern gewesen, dass ich Italien verlassen habe – voller Ängste, Unsicherheiten und Verletzlichkeit –, um hier in Deutschland mein Abenteuer zu beginnen.
Deutschland hat mich ein bisschen auf den Kopf gestellt… und vielleicht habe ich auch Deutschland ein wenig durcheinandergebracht: nur fünf Tage nach meiner Ankunft ist die Carolabrücke eingestürzt, und kurz darauf fanden die Landtagswahlen und bald auch die Wahlen zum neuen Bundestag statt. 😊
Mein erster Workshop war die Tablettour zur NS-Zeit und den Stolpersteinen, und danach folgten viele weitere Projekte: Erinnerungsreisen nach Theresienstadt, Workshops über Extremismus in Deutschland, Social-Media-Workshops, Beteiligung an Wahlen, Treffen zur Kommunalpolitik und Themen-Filmabende.
Am Anfang habe ich nur technisch unterstützt, aber mit der Zeit habe ich mehr Mut gefasst und bin aktiv Teil der Workshops geworden.
Einer der schönsten Momente war, als ich bei einem Filmabend einen wichtigen italienischen Film meiner Generation gezeigt habe. Es war schön, ein Stück meines Alltags hier in Deutschland zu teilen.
Wenn keine Projekte liefen, haben wir im Büro gearbeitet. Dank der Unterstützung vom PJR habe ich mich sehr verbessert – in der Gestaltung von Instagram-Posts, PowerPoint-Präsentationen für die Workshops und anderen kreativen Aufgaben.
Ich hatte viel Spaß dabei, meine Kreativität zu nutzen, und beim PJR habe ich ein offenes und freundliches Arbeitsumfeld gefunden, in dem jede Idee willkommen ist und man seiner Fantasie freien Lauf lassen kann.

Im Laufe des Jahres habe ich auch viel über die politische und soziale Realität Deutschlands gelernt, zwei wichtige Aspekte dieser Arbeit. Es war eine sehr umfassende und bereichernde Erfahrung, und ich bin dankbar, dass ich sie machen durfte.
Ein weiterer wichtiger Punkt: Ich konnte die ganze Zeit auf Deutsch kommunizieren und so meine Sprachkenntnisse verbessern, was mir sehr geholfen hat, mich in den Workshops sicher auszudrücken.
Ich habe zwei Fotos ausgesucht, die ich gerne mit euch teilen möchte:
Das erste ist vom 14. Januar, während des Filmabends, den ich selbst geplant habe. Es war das erste Mal, dass ich ganz auf Deutsch vor einem großen Publikum gesprochen habe und dabei Italien vorgestellt habe. Das war ein Schlüsselmoment für mich, in dem ich über mich hinausgewachsen bin. PJR war immer an meiner Seite, hat mich nie verurteilt und mir geholfen, wenn ich es brauchte.

Das zweite Foto ist vom 1. August, während meines letzten Projekts in Deutschland: einem theaterpädagogischen Workshop, den ich fast ganz allein geleitet habe, gemeinsam mit Diana – einer anderen Freiwilligen des PJR.
An diesem Tag war ich ruhig, entspannt und hatte viel Spaß mit den teilnehmenden Kindern. Es war ein wunderschöner Abschluss für meine Zeit hier.
Ich möchte mich von Herzen beim PJR für jedes einzelne Learning bedanken – auch für die unbeabsichtigten.
Hier herrscht ein Klima der Freundlichkeit, Offenheit und Freiheit. Ein Ort, an dem man selbst sein kann und seine Meinungen respektvoll und konstruktiv äußern darf.
Vielen Dank, PJR, dass ihr mich ausgewählt habt und mir diese Erfahrung ermöglicht habt – sie wird für immer einen Platz in meinem Herzen haben.
Und ein ganz besonderer Dank geht an Franzi und Tobias – zwei wunderbare Menschen, die immer hilfsbereit, freundlich und offen waren.
Ganz liebe Grüße,
Libera