von Tobias | 07.10.2025 | Blog
In diesem Sommer trafen sich junge Menschen aus Sachsen/Deutschland, der Ukraine und Montenegro zum Erasmus+-Jugendaustausch „Generation Europa“. Das zweiteilige Projekt führte nach Dresden und Podgorica. Was als Begegnung von Fremden begann, entwickelte sich rasch zu einer unvergesslichen Reise voller gemeinsamer Erfahrungen, neuer Freundschaften und der Frage, was es heute bedeutet, jung in Europa zu sein.
Teil I – Vernetzung in Dresden
Der Austausch startete in Dresden, einer Stadt, in der Geschichte auf Gegenwart und Transformati
on trifft. Zwischen rekonstruierten Barockbauten und modernen Kreativräumen beschäftigte sich die Gruppe mit Themen wie Youthpass, Menschenrechte, lokales Engagement sowie europäische Identität und Kultur. In Workshops ging es um demokratische Teilhabe, Jugendaktivismus, den Schutz der Menschenrechte und die Rolle von lokalem Engagement für die Zukunft Europas.
Lokale NGOs und Jugendzentren stellten ihre Arbeit zu Integration, Nachhaltigkeit und politischer Bildung vor – insbesondere im Hinblick auf junge Menschen. Diese Begegnungen machten deutlich: „Europäisch sein“ bedeutet nicht nur Grenzen oder Institutionen, sondern vor allem Solidarität, Empathie und gemeinsame Verantwortung. Abends prägten interkulturelle Aktivitäten, Musik und lebendige Diskussionen das Miteinander.
Teil II – Wiederannäherung in Podgorica
Wenige Wochen später ging es in Podgorica, der pulsierenden Hauptstadt Montenegros, weiter. Dort verlagerte sich der Fokus vom Lernen hin zu Engagement und Reflexion. Aufbauend auf den Diskussionen in Dresden setzten wir uns mit Gemeinschaftsinitiativen auseinander, die lokale Herausforderungen adressieren – von Nachhaltigkeitsaktionen bis hin zu Workshops zu Jugendaktivismus und Inklusion.
Podgoricas Wärme – sowohl klimatisch als auch in der Gastfreundschaft – verlieh diesem Teil eine persönliche Note. Wir erkundeten, wie sich europäische Zusammenarbeit aus Sicht des Westbalkans anfühlt, wo die Werte und Ziele der EU täglich diskutiert werden, während Montenegro den EU-Beitritt anstrebt. Dies verdeutlichte: Die EU ist ein fortlaufendes Projekt, das jede Stimme und jede Region braucht.
Lehren jenseits der Grenzen
„Generation Europe“ war mehr als ein Projekt – es war eine lebendige Erfahrung und ein gemeinsames Nachdenken über unsere Identität als Europäer:innen und über das, was uns verbindet. Wir erkannten, dass Demokratie nicht selbstverständlich ist und Inklusion ständige Arbeit erfordert – und dass die Stimme der jungen Generation entscheidend ist.
Die Freundschaften, die in Dresden und Podgorica entstanden, zeigten: Europas Vielfalt ist keine Hürde, sondern eine Stärke. Wir kehrten mit neuen Ideen, engen Freundschaften und dem gemeinsamen Glauben zurück, dass die Zukunft Europas in unseren Händen liegt.
Vorwärts – als europäische Jugend
Mit der Rückkehr nach Hause bleibt das Gefühl von Kontinuität: ein Netzwerk junger Menschen, das Veränderung über Grenzen hinweg vorantreibt. „Generation Europe“ hat uns daran erinnert, dass Partizipation mit Dialog beginnt – und Dialog mit Verständnis.
In beiden Städten haben wir nicht nur über Europa gesprochen – wir haben es gelebt.

Das Projekt ist eine Kooperation zwischen dem Politischen Jugendring Dresden e.V., dem Youth Development Center Ukraine und der Local Democracy Agency Montenegro und wurde von der Europäischen Union und dem Freistaat Sachsen gefördert.
von Tobias | 12.09.2024 | Blog, Broschüren
Wir freuen uns sehr, dass wir mit unserer deutsch-israelischen Jugendbegegnung Teil der Broschüre „Schulisch-außerschulische Kooperationen im internationalen Austausch“ der Initiative „Austausch macht Schule“ geworden sind. „Austausch macht Schule“ ist eine Initiative der bundesweiten Fach- und Förderstellen der internationalen Jugendarbeit.
Die Broschüre stellt 20 inspirierende Beispiele guter Praxis vor und zeigt dabei die vielfältigen Möglichkeiten erfolgreicher Kooperationen zwischen schulischen und außerschulischen Partnern. Sie sollen inspirieren und Schule oder außerschulische Organisation zu einem internationalen Austausch ermutigen.
Die Broschüre findet ihr unter folgendem Link: austausch-macht-schule.org/publikation/kooperationen-im-austausch
von Freiwillige/r im Sozialen Jahr Politik | 24.04.2024
Junge Menschen mit Migrationshintergrund wachsen häufig unter erschwerten Bedingungen auf. Bereits am Anfang ihrer Bildungskarriere zeigen sich beispielsweise Unterschiede in den sprachlichen Kompetenzen, die sich zu einem „Startnachteil“ ausbilden, der sich die ganze Schullaufbahn hindurch zieht. Darüberhinaus sind Menschen mit Migrationshintergund oft Ausgrenzung und Diskriminierung ausgesetzt, was die Identifikation mit ihrem Heimatland Deutschland erschwert. Ebenso bestehen oft aber kaum Beziehungen zum Land der Eltern. Dies kann zu Frust und Orientierungslosigkeit führen.
Aus diesem Grund wollen wir mit Unterstützung des Vereins „Georgier in Dresden e.V.“ dieses Begegnungsprojekt für Jugendliche mit Migrationshintergrund aus Deutschland sowie georgische Jugendliche mit Interesse an Deutschland durchführen. Ziel ist es mit den jungen Menschen Fragen der Identität zu diskutieren, ein Gefühl der Selbstwirksamkeit zu vermitteln sowie über Bildungs-, Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten zu informieren.
Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes. Ebenso wird das Projekt von der Europäischen Union finanziert.


von Tobias | 03.11.2023 | Audio & Video, Blog
Auch dieses Jahr haben wir wieder mit Förderung von Erasmus+ eine Jugendbegegnung organisieren können. Dieses Mal war ein slowakischer Partner neben unserem ukrainischen Partner mit an Bord. Thema war Jugendbeteiligung. Beim deutschen Begegnungsteil waren wir mit der Videokamera dabei, um euch einen kleinen Eindruck zu vermitteln. Schaut rein!
von Franziska | 18.11.2022 | Blog
Nun sind unsere Austauschschüler*innen schon seit zwei Wochen aus Israel zurück, sodass es Zeit wird für einen kleinen Rückblick.
Insgesamt 20 Jugendliche von der 10. bis zur 12. Klasse aus vier verschiedenen Gymnasien in Dresden und ihre vier erwachsenen Begleiter*innen konnten in der letzten Oktoberwoche zu ihren Gastfamilien nach Israel fliegen. Dort wartete ein spannendes Programm auf sie, das ihnen das Land, seine Kultur und Geschichte näherbringen sollte.
Dazu bereiste die Gruppe unter anderem die größten Städte des Landes: Tel Aviv-Jaffa, Haifa und selbstverständlich Jerusalem. Dabei erhielten die Jugendlichen Einblicke in die Stadtgeschichten und konnten außerdem zentrale Sehenswürdigkeiten und Orte Israels ansehen. Zum Beispiel die Holocaustgedenkstätte „Yad VaShem“, die vielen Schüler*innen als sehr eindrucksvoll in Erinnerung bleibt.
Doch auch typische touristische Attraktionen, die das Land zu bieten hat, konnte die Austauschgruppe besuchen. Sie besichtigten die Bahaigärten und die Feste Massada, fuhren in die Golanhöhen, an den See Genezareth und ans Tote Meer.



Natürlich war gleichzeitig der kulturelle Austausch zentral. So fand die Führung auf der Feste Massada unter dem Thema „Erinnerungskultur“ statt und an mehreren Stellen gab es Gespräche mit israelischen Vereinen, Institutionen und Stadtvertreter*innen, unter anderem eine Begegnung mit dem Projekt „Kids for peace“ und mit Hanna Tidhar, welche Holocaustüberlebende und Gründerin der mitorganisierenden Bildungsstätte „Dialog“ ist.
Nach acht Tagen ging es dann schon wieder nach Hause. Für alle Teilnehmer*innen war es eine spannende, aufregende und vielleicht auch aufschlussreiche Veranstaltung. Gleichzeitig ist es im deutsch-israelischen Kontext auch ein notwendiges Stück Aufarbeitung unserer Vergangenheit.
Wir danken den verschiedenen Förderern der Maßnahme: Dem Bundesprogramm ConAct für deutsch-israelische Austausche, der Landeshauptstadt Dresden und der Axel Springer Stiftung.
Wir freuen uns auf zukünftige internationale Begegnungen!
Das Projekt wurde ermöglicht durch Förderung der Stadt Dresden, des Koordinierungszentrums für Deutsch-Israelischen Jugendaustausch Conact sowie der Axel-Springer-Stiftung.