Auf Käthe Kollwitz Spuren in Kaliningrad

Auf Käthe Kollwitz Spuren in Kaliningrad

Samstag, der 16. September 2017, 06:30 Uhr – auf nach Kaliningrad

Im Rahmen einer Seminarfahrt begeben sich 10 Teilnehmer*innen und 2 Teamer*innen auf den Weg nach Russland, um den Spuren von Käthe Kollwitz nachzugehen.

Im Juli dieses Jahres jährte sich der 150. Geburtstag einer der bedeutendsten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts: Künstlerin, Pazifistin und Mutter. Mit ihren Werken, die sich Krieg und Armut widmen, klagte sie Humanität ein und gewinnt in aktuellen Zeiten wieder verstärkt Aufmerksamkeit. Aufgewachsen in Königsberg (Preußen) – heute Kaliningrad (Russland) – nahm sie soziale Missstände wahr und verarbeitete diese in ihrer Kunst. Uns erwartet also: eine Jugendbegegnung zwischen den Zeiten.

Nach einer sechszehnstündigen Bus-und Zugfahrt nach Kaliningrad  freuen sich die Teilnehmer*Innen auf eine Woche voller neuer Begegnungen. Für die meisten von uns war es die erste Reise nach Russland, sodass es im Vorfeld auch viele Fragen zur aktuellen politischen Lage gibt. Die einzige Frage, die bei der Ankunft jedoch relevant ist, ist die Frage wo wir denn um diese späte Uhrzeit noch etwas zu Essen herbekämen, um im Anschluss schnellstmöglich schlafen gehen zu können, damit wir ausgeruht in den ersten Tag in Kaliningrad starten können.

Der erste Tag beginnt mit einem Frühstück, sowie einem kurzen Brainstorming über die Wünsche und Erwartungen der Seminarfahrt. Die ersten Eindrücke sammeln die Teilnehmer*innen bei einer Stadtrundfahrt, bei der Svetlana (Journalistin, Dolmetscherin und unsere Unterstützerin der restlichen Woche) den Teilnehmer*innen die Stadt Kaliningrad zeigt. Im Anschluss besucht die Gruppe das Stadtgeschichtliche Museum, sowie das Bunkermuseum. 

Das erste was den Teilnehmer*innen auffällt ist, dass das Stadtbild durch Architektur aus verschiedenen Zeiten geprägt ist. Besonders markant und eine städtebauliche Dominate ist das „Dom Sowjetov“ („Haus der Räte“) – ein gigantischer Bau der 1970er Jahre mit über 32.000qm Büroräumen, welcher direkt an der Stelle des 1967 gesprengten Königsberger Schlosses steht. Aber nicht nur das, auch die russische Erinnerungskultur an den „großen vaterländischen Krieg“ und Stalinismus ruft unterschiedliche Eindrücke bei den Teilnehmer*innen hervor. Russland hat zwar an und für sich kein homogenes Kollektivgedächtnis, jedoch ist die Darstellung eines „siegreichen Volkes“ das dominierende Masternarrativ. Diese positive Bezugnahme auf Krieg ist für die meisten der Gruppe völliges Neuland – dominiert in der deutschen Erinnerungskultur doch eine sehr kritische Aufarbeitung von Krieg, Gewalt und totalitärer Herrschaft.

Eintauchen ins alte Königsberg

Noch weiter zurück in der Geschichte begeben sich die Teilnehmenden am nächsten Tag,  an dem sie vor allem in das alte Königsberg tauchen und sich im Königsberger Dom und im Museum Friedländer Tor mit der Gesellschaft und dem Leben im alten Königsberg auseinandersetzen, um die Umstände und Verhältnisse zu verstehen in denen Käthe Kollwitz lebte. Bereits im wiederaufgebauten Königsberger Dom finden sich Modelle zur Königsberger Innenstadt in verschiedenen Jahrhunderten. Die Gruppe interessiert sich besonders für ein Modell Königsbergs in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Deutlich zu erkennen war hier ein Widerspruch, der sich auch bei Kollwitz immer wieder findet: Monumental- und Herrschaftsarchitektur auf der einen, Arbeiterviertel mit engen und schmalen Gassen auf der anderen Seite. Auch der Weg von Kollwitz‘ Geburtshaus hin zum alten, innerstädtischen Hafen lies sich so gut nachvollziehen. Dem Blick aus der Vogelperspektive folgt der Blick durch die Augen eines Spaziergängers in Königsberg um 1900. Möglich ist das durch eine großformatige Videopräsentation mit originalen Filmmaterial im Museum „Friedländer Tor“. Dieser virtuelle Rundgang in Kombination mit der umfangreichen Sammlung und Ausstellung des Museum gibt uns einen Einblick in alltägliche Situationen um die Jahrhundertwende. Ein besonderer Dank geht an Historischen Leiter/ Direktor Hr. Andrei Lartsev, welcher uns im Vorfeld des Films und der Führung weit über eine Stunde für ein Gespräch zur Verfügung steht. Sein Wissen hilft uns nicht nur Fragen bezüglich Königsberg um 1900 zu beantworten – auch viele am Vortag aufgekommene Fragen zur Erinnerungskultur und Geschichtspolitik in Kaliningrad kommen wieder auf und werden durch ihn eingeordnet sowie aus der Sicht eines Kaliningraders Historikers beantwortet.

Nach diesem Einblick in die gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse in denen Kollwitz lebte, besucht die Gruppe am dritten Tag der Seminarfahrt die Kaliningrader Kunstgalerie. Um einen Rahmen für die Seminarteilnehmer*innen zu schaffen, gibt es im Vorfeld einen einführenden Workshop zu Käthe Kollwitz und ihrer Biografie. In welche verschiedenen Phasen lässt sich ihr Werk unterteilen? Welche Erfahrungen spiegeln sich darin wieder? Ihre Kindheit in Königsberg und besonders ihr späteres Leben in den Arbeitervierteln des Berlin der Jahrhundertwende drängen sie zur künstlerischen Auseinandersetzung mit den sozialen Fragen ihrer Zeit. Der Verlust ihres Sohnes auf den Schlachtfeldern des ersten Weltkrieges bringt sie zum überzeugten Pazifismus. Und obwohl aus bürgerlichem Haushalt stammend, nimmt sie immer wieder auch Auftragsarbeiten für die KPD an.

In der Kunstgalerie haben die Teilnehmer*innen die Möglichkeit eine Vielzahl von Exponaten Preußischer und Kaliningrader Kunst zu betrachten. Daneben erhalten wir einen Einblick in die „Richtermappen“ – diese enthalten Reproduktionen von Werken, welche Kollwitz selbst für diese 1920 zusammengestellten Mappen auswählte. An dieser Stelle bedanken wir uns auch bei der Leitung der Kunstgalerie Kaliningrad, welche uns einen Einblick in diese sonst nicht öffentlich zugänglichen Mappen gewährt.  Beim anschließenden gemeinsamen Essen mit jungen Kaliningrader*innen gibt es Raum für Gespräche über  die gesammelten Eindrücke – mit einem Blick zu dem Haus der Sowjets auf der einen Seite, und dem Königsberger Dom auf der anderen Seite des Pregel.

  Rauschen – Rückzugsort Kollwitz

Am vierten Tag begibt sich die Gruppe nach Rauschen (heute Svetlogorsk), um den Rückzugsort von Kollwitz zu besuchen. Neben weiteren Reflexionsräumen und einem Spaziergang an der Ostsee, setzt sich die Gruppe mit Käthe Kollwitz in feministischer Perspektive auseinander. Nach einer Einführung in den Feminismus und der Rolle der Frauen im damaligen Königsberg stellen sich die Teilnehmer*innen die Frage, ob die Künstlerin eher Pazifistin oder Feministin war. Um diese Frage zu vertiefen trifft sich die Seminargruppe nach ihrer Rückkunft im Stadtzentrum mit drei Professor*innen der baltischen föderalen Kant – Universität Kaliningrad. In einem charmanten Café gibt es nicht nur die Möglichkeit über die Frau und Künstlerin Käthe Kollwitz zu sprechen, sondern auch über Rolle der Frauen im aktuellen Kaliningrad. Abschließend trifft sich die Seminargruppe mit jungen Leuten aus Kaliningrad, um über ihre Eindrücke zu sprechen. An diesem Abend verringert sich unsere Gruppe um eine Person, denn Prof. Dirk Hagen macht sich bereits am Mittwoch auf die Rückreise nach Deutschland. 

Der Donnerstag steht im Namen der modernen Kunst in Kaliningrad. Die Gruppe macht sie auf den Weg in das Atelier eines Kaliningrader Künstlers und hatte auch die Möglichkeit, sich selbst in der Kunst auszuprobieren. Da die Teilnehmer*innen bis dato noch wenig Zeit hatten die Stadt alleine zu erkunden, hat die Gruppe den gesamten Nachmittag frei: von Marinemuseum bin hin zum Theater und zum typisch russischen Markt mit Obst, Gemüse und Trockenfrüchten – alle teilen ihre Eindrücke bei der üblichen, am Abend stattfindenden Reflexionsrunde.

Goodbye auf russisch

Am sechsten und somit auch am letzten Tag macht sich bereits eine Abschiedsstimmung bemerkbar.
Grund genug, um den Freitag in seiner ganzen Blüte auszunutzen. Nach einem Gespräch mit jungen Kaliningrader Künstler*innen und ihrer Einschätzung zu Kunst und Politik, besuchen die Teilnehmer*innen die verschiedensten Orte der Stadt, kaufen noch Lebensmittel für die lange Rückfahrt ein und treffen sich am Abend bei einer letzten Zusammenkunft mit jungen Kaliningrader*innen. Es werden typische russische Abschiedslieder gesungen, Nummern ausgetauscht und bereits über einen weiteren Besuch in Kaliningrad gesprochen.

Nach einer langen Nacht macht sich die Gruppe auf den Weg nach Dresden. Im Gegensatz zu der Hinfahrt, bei der viele Fragen gestellt wurden herrscht eher Stille im Reisebus. Nach einer Woche voller Eindrücke über das alte Königsberg, Käthe Kollwitz, das heutige Kaliningrad und den aktuellen Lebensbedingungen junger Kaliningrader*innen, brauchten die Seminarteilnehmer*innen ihre Ruhe um Gesehenes zu verarbeiten und zu realisieren, dass die Woche in Kaliningrad bereits vorbei ist.
Um knapp 23 Uhr ist die Seminargruppe in Dresden angekommen. Erschöpft und müde gibt es weitere Verabschiedungen, herzliche Umarmungen und dem Wunsch, dass dies nicht die letzte Zusammenkunft gewesen sei.

Eine Woche Kaliningrad, eine Woche Käthe Kollwitz, eine Woche zwischen den Zeiten und eine Woche, die die Teilnehmer*innen der Begegnung in und mit Kaliningrad so schnell nicht vergessen werden.

Diese Jugendbegegnung wurde freundlicherweise gefördert aus Mitteln der Landeshauptstadt Dresden, aus dem Programm der „interregionalen Zusammenarbeit“ des Freistaat Sachsen sowie der Stiftung Königsberg.

Unsere Jugendbegegnung mit Polen und der Ukraine

Unsere Jugendbegegnung mit Polen und der Ukraine

Liebe LeserInnen,

zwei Teile unserer Jugendbegegnung “In der Ferne- zu Hause? Minderheiten und Flüchtlinge in Europa” sind schon vorbei. Es nähert sich unser dritter Teil in Dresden und wir wollen euch mitteilen, wie unsere Jugendbegegnungen in Breslau und Lemberg liefen.  Zudem stellen wir euch  noch kurz unseren Plan  für Dresden vor.

Unser erster Begegnungsteil hat  in der polnischen Stadt Breslau stattgefunden. Wir haben ihn zusammen mit unserem Kooperationspartner “BJDM – Bund der Jugend der Deutschen Minderheit” aus der Stadt Opole organisiert.

Bei dieser Jugendbegegnung haben die TeilnehmerInnen vor allem sehr viel zur deutschen Minderheit in Polen, die momentan die größte im Land ist, erfahren. Außerdem waren die TeilnehmerInnen in der Stadt Opole, wo es zahlreiche deutsche Organisationen gibt, viele von diesen haben wir  besucht und dort Gespräche geführt.

Ein wichtiges Thema des Austauschs war “Minderheiten und Stereotypen”, mit dem die TeilnehmerInnen sich auch beschäftigten.

Wir hatten auch die gute Möglichkeit  das Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in Breslau zu besuchen. Die Vize-Generalkonsulin Frau Christiane Botschen gewährte uns einen Einblick in den Tätigkeitsbereich des Generalkonsulats.

 

 

Unser zweiter Begegnungsteil hat  in der ukrainischen Stadt Lemberg (ukr. Lwiw) stattgefunden, den wir zusammen mit der “Deutschen Jugend in der Ukraine“ organisiert haben.

Während des Begegnungsteils in Lwiw haben wir viel über das Leben der Binnenvertriebenen in der Ukraine und ihrer heutigen Situation erfahren. Viel Information bekamen wir auch zur Minderheitenpolitik in der Ukraine.

Im Rahmen des Programms hatten die TeilnehmerInnen ein Treffen mit der  Gesellschaft der polnischen Kultur, wobei wir erfahren haben, wie die polnische Minderheit in erster Linie im Gebiet Lwiw verbreitet ist und wie das Leben dieser Minderheit ist.

Besonders hat allen TeilnehmerInnen das Treffen mit den Krimtataren gefallen, wo sie für uns einen Workshop organisierten. Wir hörten viel über  die Geschichte dieses Volkes,  das Leben der Krimtataren in Lwiw und die Situation auf der Halbinsel Krim. Außerdem hat man uns die nationale Krimtatarische Henna Technik vorgestellt, die man bei wichtigen Festen verwendet.

Wichtig war auch das Treffen mit den Binnenvertriebenen aus dem Osten der Ukraine. Das waren die Menschen, die dort wegen der Eskalationen nicht mehr bleiben konnten und so gezwungen waren ihr Haus zu verlassen. Wir haben gehört, dass das Leben der Binnenvertriebene nicht leicht ist. Besonders liegt dieses Problem an den Unterkünften. Der Staat kann für diese Menschen die Unterkünfte nicht kostenlos zur Verfügung stellen. Aber die finanzielle Hilfe des Staates ist zu niedrig, um die Miete zu zahlen. Sie sagen, dass sie mehr Hilfe von NGOs und voneinander bekommen. Zu diesem komplizierten Thema hatten wir auch ein Gespräch mit einem Vertreter der Gebietsverwaltung Lwiw, der uns  über die Zusammenarbeit der Behörden und der  Binnenvertriebenen berichtete.

Frau Lesja Kornat hat den TeilnehmerInnen die Minderheiten in der Ukraine präsentiert und hat über die Rechte und Herausforderungen der nationalen Minderheiten gesprochen.

Durch die zahlreichen Führungen lernten wir die Stadt mit ihren vielen Facetten gut kennen.

Viel mehr Informationen könnt ihr im unseren Projektblog unter https://dup2017.wordpress.com/ finden.

In weniger als einen Monat haben wir unseren letzten Teil des Projektes in Dresden, wo die TeilnehmerInnen aus den drei beteiligten Projektländern viel über Flüchtlingspolitik in Deutschland erfahren und sich über das Leben der autochthonen Minderheiten erkundigen.

Entdecken- Erkunden- Erforschen im FSJ-P

Entdecken- Erkunden- Erforschen im FSJ-P

Seit meinem letzten Bericht, der gerade mal vor 13 Wochen geschrieben wurde ist viel passiert. Obwohl dreizehn Wochen nach einer langen Zeit klingen verging sie unheimlich schnell. Unheimlich und schön zu gleich. Auf der einen Seite zeigen fallende Kalenderblätter das baldige Ende eines sehr lehrreichen Jahres und auf der anderen schaue ich mit einem Lächeln zurück.

Beim Versuch dieses dritte Quartal unter einen Oberbegriff zu stellen half mir unser Grundschulprojekt „Junge Elbtalforscher“ weiter. Ähnlich, wie die Teilnehmenden erkunde und entdecke ich stets neues und erweitere so mein Wissen in vielerlei Richtungen. Erforscht, entdeckt und gelernt wurde dabei oftmals außerhalb der heiligen Hallen des Büros. Zunächst endete der März mit unserer spannenden und aufregenden Brüsselfahrt, die neben Land und Leute auch noch jede Menge Informationen zur Politik vermittelte.  Die folgenden 14 Tage standen ganz unter dem Motto der Erkundung der Stadtteile Plauen und Altstadt. Geleitet durch die App Actionbound zogen wir mit Jugendweiheteilnehmenden auf der Suche nach Spuren des Nationalsozialismus und der DDR durch die Straßen. Dabei wurden Aufgaben gelöst, Fragen beantwortet und interessante Gespräche geführt.

Start der Jugendbegegnung

Die „heiße Phase“ des Aprils begann nach den erholsamen Feiertagen. Mit vielen Fragen, Gedanken und Erwartungen im Gepäck startet unsere trinationale Jugendbegegnung mit einem achttägigen Aufenthalt in Wroclaw. Währenddessen beschäftigten wir uns mit Minderheiten in Polen, deren momentaner Lage und natürlich auch mit der lokalen Beschaffenheit dieser geschichtsträchtigen Stadt. Auf der Suche nach deutschen Spuren in Breslau stießen wir auf allerlei erstaunliche Dinge.  Erstaunlich war auch wieder einmal, wie unheimlich schnell die Zeit verging. Der Gedanke des baldigen Wiedersehens Ende Mai tröstete dabei. So bereiten wir in den ersten Maitagen das Geschehene nach und steckten zugleich Mitten in den Vorbereitungen für den zweiten Teil. Mit großer Vorfreude auf kommendes stiegen wir daher Ende Mai in den Bus Richtung Osten. Nach sportlichen 12 Stunden Fahrt und einer erstaunlich reibungslosen Grenzpassage begrüßte uns Lemberg mit bestem Sonnenschein. Das ukrainische Städtchen mit alle seinen zahlreichen Facetten und Kulturen zog uns sofort in seinen Bann. Bedingt durch die aktuelle politische Situation und die damit verbundenen Schicksale der Geflüchteten aus dem Osten und der Krim gestalteten unsere Projektwoche ausgesprochen spannend, lehr- und abwechslungsreich. Über alle unsere Erlebnisse berichteten wir im Jugendblog DUP „ In der Ferne-zu Hause? Minderheiten und Flüchtlinge in Europa“.

Neben diesem Großprojekt vermittelte ich gemeinsam mit meiner Mentorin einer Klasse des Nexö- Gymnasiums das Prinzip des Klassenrates, führte zwei Projekttage zum Thema Nationalsozialismus, Dresden im NS und Spuren im Stadtteil Plauen durch und half bei der Erstellung der Broschüre der  Dresdener Rathausrallye. Dazu läuft das oben angesprochene Projekt der „Jungen Elbtalforscher“ weiterhin. Nach den Komplexen Sport & Freizeit, kulinarische Weltreise und einer Ostersondertour steht nun die Erkundung verschiedener örtlicher Institutionen, wie dem Mehrgenerationengarten Aprikosengarten und der Polizei an.

In der letzten Schulwoche sind wir mit Projekten von Partizipation bis Planspiel an vielen Dresdener Schulen zu finden. Nach diesen ereignisreichen Tagen steht schon fast der Juli und damit der vorletzte Monat meines FSJ´s vor der Tür. Aber bis zum Ende ist noch etwas Zeit und die werde ich ganz sicher genießen.

Bis dahin und beste Grüße,

Charlott

Von Entdeckungstouren und Informationskriegen

Hallo an alle interessierten Leserinnen und Leser,
seit genau einem Monat arbeite ich nun schon als Praktikant beim Politischen Jugendring. Mein Name ist Raphael Bittner und ich nutze meine vorlesungsfreie Zeit zwischen den Semestern, um an mehreren Projekten des PJR mitzuarbeiten.
Zunächst ist da der trinationale Austausch von russischen, ukrainischen und deutschen Jugendlichen, den wir jetzt im März mit einer deutsch-russischen Bildungsreise nach St. Petersburg (14.-21.03.16) einläuten werden. Unser Thema hierfür lautet „Meinungsfreiheit und Informationskriege“ und wird uns während unserer Reise auf vielfältige Weise begleiten. Im Vorfeld schrieb ich am Exkursionsguide mit, den wir unseren Teilnehmern als Handreichung austeilen werden. Bereits diese Woche veranstalten wir vorbereitend zwei Workshop-Tage zu
den Themen „Medienfreiheit und Demokratie“ sowie „Krieg und Medien“, an deren Vorbereitung ich engagiert mitgewirkt habe.
Außerdem habe ich an einer neuen Actionbound-Tour, das heißt einer Tablet-gestützten Stadtentdeckung, gearbeitet. Im April werde ich an drei Terminen mit Jugendlichen, die sich auf die Jugendweihe vorbereiten, eine Tour zum Thema „Friedliche Revolution“ machen. Dabei suchen wir Spuren, Erinnerungsorte und Denkmäler, welche mit den Ereignissen in Dresden im Herbst
1989 zu tun haben. Europäische Geschichte vor der eigenen Haustür sozusagen! Ich freue mich darauf.
Schließlich beteiligte ich mich auch noch am Bastelangebot des PJR in der Erstaufnahmeeinrichtung auf der Bergstraße, bei dem wir mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen verschiedenste kreative Dinge fabrizieren. Zudem begleitete ich eine Klasse des Nexö-Gymnasiums bei der Durchführung des Klassenrats.
Momentan bereite ich ein Planspiel vor, das die Diskussionen um die Unterbringung von Asylbewerbern in den Kommunen erfahrbar machen soll und außerdem die Möglichkeit bieten kann, sich in eine andere Rolle hineinzuversetzen und diese zu spielen. Das Planspiel soll zukünftig als Tagesangebot an Schulen durchgeführt werden.
Beste Grüße
Raphael

„Licht und Schatten“ – Dt.-ukr. Jugendbegegnung 2015

Im Rahmen der deutsch-ukrainischen Jugendbegegnung „Licht und Schatten: Was erwartet uns in Zukunft?“ ist dieser Reportage – Film entstanden. Zusammen mit jungen Menschen aus der Ukraine und Deutschland haben wir Passanten in Dresden und Lemberg zu den Themen „Ukraine und ihre Zukunft“ sowie „Ukraine und Europa“ befragt. Hier sind unsere interessanten Forschungsergebnisse und ein Einblick in unser tolles Projekt! Das Projekt wurde von PJR Dresden e.V. und DJU e. V. organisiert und aus Mitteln vom Erasmus plus und im Programm „MEET UP! Deutsch – Ukrainische Jugendbegegnungen“ der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“gefördert.