Generation Europa: Eine Reise über Grenzen und Perspektiven

Generation Europa: Eine Reise über Grenzen und Perspektiven

In diesem Sommer trafen sich junge Menschen aus Sachsen/Deutschland, der Ukraine und Montenegro zum Erasmus+-Jugendaustausch „Generation Europa“. Das zweiteilige Projekt führte nach Dresden und Podgorica. Was als Begegnung von Fremden begann, entwickelte sich rasch zu einer unvergesslichen Reise voller gemeinsamer Erfahrungen, neuer Freundschaften und der Frage, was es heute bedeutet, jung in Europa zu sein.

Teil I – Vernetzung in Dresden

Der Austausch startete in Dresden, einer Stadt, in der Geschichte auf Gegenwart und Transformation trifft. Zwischen rekonstruierten Barockbauten und modernen Kreativräumen beschäftigte sich die Gruppe mit Themen wie Youthpass, Menschenrechte, lokales Engagement sowie europäische Identität und Kultur. In Workshops ging es um demokratische Teilhabe, Jugendaktivismus, den Schutz der Menschenrechte und die Rolle von lokalem Engagement für die Zukunft Europas.

Lokale NGOs und Jugendzentren stellten ihre Arbeit zu Integration, Nachhaltigkeit und politischer Bildung vor – insbesondere im Hinblick auf junge Menschen. Diese Begegnungen machten deutlich: „Europäisch sein“ bedeutet nicht nur Grenzen oder Institutionen, sondern vor allem Solidarität, Empathie und gemeinsame Verantwortung. Abends prägten interkulturelle Aktivitäten, Musik und lebendige Diskussionen das Miteinander.

Teil II – Wiederannäherung in Podgorica

Wenige Wochen später ging es in Podgorica, der pulsierenden Hauptstadt Montenegros, weiter. Dort verlagerte sich der Fokus vom Lernen hin zu Engagement und Reflexion. Aufbauend auf den Diskussionen in Dresden setzten wir uns mit Gemeinschaftsinitiativen auseinander, die lokale Herausforderungen adressieren – von Nachhaltigkeitsaktionen bis hin zu Workshops zu Jugendaktivismus und Inklusion.

Podgoricas Wärme – sowohl klimatisch als auch in der Gastfreundschaft – verlieh diesem Teil eine persönliche Note. Wir erkundeten, wie sich europäische Zusammenarbeit aus Sicht des Westbalkans anfühlt, wo die Werte und Ziele der EU täglich diskutiert werden, während Montenegro den EU-Beitritt anstrebt. Dies verdeutlichte: Die EU ist ein fortlaufendes Projekt, das jede Stimme und jede Region braucht.

 

Lehren jenseits der Grenzen

„Generation Europe“ war mehr als ein Projekt – es war eine lebendige Erfahrung und ein gemeinsames Nachdenken über unsere Identität als Europäer:innen und über das, was uns verbindet. Wir erkannten, dass Demokratie nicht selbstverständlich ist und Inklusion ständige Arbeit erfordert – und dass die Stimme der jungen Generation entscheidend ist.

Die Freundschaften, die in Dresden und Podgorica entstanden, zeigten: Europas Vielfalt ist keine Hürde, sondern eine Stärke. Wir kehrten mit neuen Ideen, engen Freundschaften und dem gemeinsamen Glauben zurück, dass die Zukunft Europas in unseren Händen liegt.

Vorwärts – als europäische Jugend

Mit der Rückkehr nach Hause bleibt das Gefühl von Kontinuität: ein Netzwerk junger Menschen, das Veränderung über Grenzen hinweg vorantreibt. „Generation Europe“ hat uns daran erinnert, dass Partizipation mit Dialog beginnt – und Dialog mit Verständnis.

In beiden Städten haben wir nicht nur über Europa gesprochen – wir haben es gelebt.

Das Projekt ist eine Kooperation zwischen dem Politischen Jugendring Dresden e.V., dem Youth Development Center Ukraine und der Local Democracy Agency Montenegro und wurde von der Europäischen Union und dem Freistaat Sachsen gefördert.

Generation Europe - Youth exchange between Germany, Montenegro and Ukraine

Generation Europe - Youth exchange between Germany, Montenegro and Ukraine

What does it mean to be European today? What values do we share and how does our origin shape our view of Europe? The ‘Generation Europe’ youth exchange programme brings together young adults from Germany, Montenegro and Ukraine to discuss personal identity, history and Europe’s future.

Part 1: Dresden (18-25 August 2025)
In Dresden, the focus will be on identity: Who am I in Europe? And how does the European project influence our idea of belonging? In interactive workshops and reflection sessions, we will examine our own origins and history, discuss national and European identity and exchange personal perspectives.
A particular focus will be on the question of what connects us in Europe beyond language, origin and political affiliation. Through group work, positioning games and a cooperative simulation game, the opportunities and challenges of cooperation between countries and cultures become clear.

Part 2: Podgorica (15-22 September 2025)
The exchange deepens in Montenegro. During city and embassy rallies in Podgorica and Cetinje, museum visits and debates with representatives of the government and civil society, Europe becomes a tangible experience. The participants reflect on the role that history, prejudices and political narratives play in European integration and what visions they themselves have for a Europe based on solidarity.
In a future workshop, the groups will design their own scenarios for Europe in 2050, discussing challenges such as nationalism, migration and geopolitical tensions and considering how young people can actively contribute to finding solutions.

Why take part?
🌍 Encounter & exchange with young people from three countries
🧭 Reflection on identity, values & the future of Europe
🎭 Creative formats, debates & workshops
🏛️ Experience culture, politics & history

📍 Dresden: 18-25 August 2025
📍 Podgorica: 15-22 September 2025
💶 Participation fee: €120 (incl. travel expenses, accommodation & meals)

🔗 To register: https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLSeiw-32ESdPTpZ6Gfa_Y1ctR5gRzLg6Dq8Qap6sh4Udayqo8Q/viewform

The participation in both activities is obligatory. Participation fee, which covers everything except insurance, for participants from Germany is 120 €, reduction for valid reasons can be disussed. The project is a cooperation between Politischer Jugendring Dresden e.V., Youth Development Center Ukraine and Local Democracy Agency Montenegro. The project is funded by the European Union and the State of Saxony.

Deutsch-slowakisch-ukrainische Jugendbegegnung 2023

Auch dieses Jahr haben wir wieder mit Förderung von Erasmus+ eine Jugendbegegnung organisieren können. Dieses Mal war ein slowakischer Partner neben unserem ukrainischen Partner mit an Bord. Thema war Jugendbeteiligung. Beim deutschen Begegnungsteil waren wir mit der Videokamera dabei, um euch einen kleinen Eindruck zu vermitteln. Schaut rein!

Deutsch-Slowakisch-Ukranische Jugendbegegnung

Deutsch-Slowakisch-Ukranische Jugendbegegnung

Im September fand unser diesjähriger deutsch-slowakisch-ukrainischer Jugendaustausch unter dem Thema „Wer, wenn nicht wir? - politische Jugendbeteiligung“ statt. Zunächst trafen sich die Jugendlichen aus allen drei Ländern vom 09.- 16. September in Dresden. Hier näherten sich die Jugendlichen dem Thema zum einen durch Workshops im Bereich Projektmanagement, wo sie lernten, ihr eigenes Projekt verwirklichen zu können, und zum anderen durch verschiedene
Exkursionen. So waren wir einen Tag in Berlin zu Besuch im Bundestag und zu einem Gespräch mit der Abgeordneten Natalie Pawlik verabredet, der Beauftragten für für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten. Außerdem besuchten das Kinder- und Jugendbüro in der Dresdner Neustadt und hatten Gespräche mit Vertreter*innen von Jugendorganisationen von Parteien. Aber auch der interkulturelle Austausch zwischen den Jugendlichen kamen unter anderem bei einem internationalen Abend und einem ukrainischen Abendessen mit traditionell selbst gekochtem Borschtsch nicht zu kurz.

Im zweiten Teil der Internationalen Jugendbegegnung vom 23. - 30. September empfing uns der Karpatendeutsche Verein in Bratislava (Slowakei). Auch hier lernten wir viel zu dem Thema und über die slowakische Kultur und Gastfreundschaft. So besuchten wir die Deutsche Botschaft in Bratislava, waren bei einer Live-Radiosendung im Goethe-Institut und erkundeten das Karpatendeutsche Museum. Außerdem beeindruckte uns Bratislava mit seiner vielseitigen Geschichte, wunderschönen Altstadt und kulinarischen Spezialitäten. Am letzten Tag der Begegnung besuchten wir das nahegelegene Wien und tauchten in die gemeinsame österreichischslowakisch-ukrainische Geschichte ein.


Diese Maßnahme wurde mitfinanziert aus Mitteln von Erasmus+ – Jugend in Aktion.

Der PJR beim MDR…

Der PJR beim MDR…

Wir hatten vorgestern die aufregende Möglichkeit, als Gäste im Publikum der MDR-Sendung "Fakt ist!" dabei zu sein. Mit sieben Mitgliedern unseres Vereins, haben wir spannende Diskussionen rund um das Thema Linksextremismus und Polizeipräsenz am Beispiel des Falls Lina E. und der Eskalationen in Leipzig miterleben können.

Vor allem Armin Schuster (sächs. Innenminister) und Marco Böhme (Die Linke) sind über ihre gänzlich verschiedenen Wahrnehmungen der Geschehnisse in Leipzig aneinandergeraten. Außerdem eingeladen waren eine Leipziger Journalistin, die ebenfalls vor Ort war, sowie ein Extremismusforscher. Zusätzlich beteiligte sich auch ein Connewitzer (Leipzig) Anwohner und die Bundesvorsitzende der Piratenpartei an der Diskussion.

Es war eine sehr lebendige Debatte. Schaut sie euch gerne in der Mediathek an:

Vielen Dank an das Team von "Fakt ist!" für die Einladung!