Rückblick auf die spanisch-ukrainisch-deutsche Jugendbegegnung in Terrassa
Hier ein Video von der Internationalen Begegnung in Terrassa, von einem unserer Teilnehmenden erstellt. Spaß gehört zu so einer Reise natürlich dazu 😉
Hier ein Video von der Internationalen Begegnung in Terrassa, von einem unserer Teilnehmenden erstellt. Spaß gehört zu so einer Reise natürlich dazu 😉
Jedes Jahr organisiert der PJR Dresden e.V. eine internationale Jugendbegegnung in Kooperation mit anderen Partnerorganisationen, um europäische Werte und Demokratie in einem interkulturellen Kontext zu fördern. Ende März sind Jugendliche aus Deutschland, Spanien und Ukraine in Dresden zusammengekommen, um eine Woche im Rahmen einer internationalen Jugendbegegnung zusammen zu verbringen. Unter dem Motto „Where do I belong? Identities in today's world“ wurden unterschiedliche Veranstaltungen durchgeführt, wie zum Beispiel eine Stadtführung mit einem Einblick in die Situation von Geflüchteten in Dresden oder eine Auseinandersetzung mit der eigenen individuellen und kollektiven Identität durch partizipative Methoden.

Die Woche hat mit einem unerwarteten Geschenk des deutschen Wetters angefangen. 23. März und der Frühling war schon in Dresden angekommen: angenehme Hitze, schöne Sonnenstrahlen und Blumen überall an der Elbe. Nach einem Anreisetag voller Emotionen und ersten Kennenlernen haben die Teilnehmende zum offiziellen Anfang des Programmes den Sonntag im Stadtteilhaus verbracht. Dort haben sie an unterschiedlichen Spielen teilgenommen und es wurden die ersten Diskussionen über das Thema des Austausches durchgeführt. Das Ziel? Einen inhaltlichen Einstieg in die Frage „Where do I belong? Was für Identitäten habe ich?“ zu ermöglichen. Da die Teilnehmende aus sehr unterschiedlichen (inter)nationalen und kulturellen Kontexten kam, waren die Konversationen stets sehr fruchtbar.

Jeden Tag haben die Teilnehmende ein neues Thema in Bezug zu Vielfalt und Diskriminierung entdeckt: eine Stadttour von Menschen mit Migrations- und Fluchterfahrung, ein Besuch im Gerede e.V. und ein Gespräch über LGBT* in Dresden und Umgebung, ein Workshop zum Thema kollektive Identität und Denkmäler mit Arbeit vor Ort im Heidefriedhof und eine Reflexion über die Bombardierung in Dresden… Die Fragen beziehungsweise Bereiche waren vielfältig und so war die Begegnung ein großes Mosaik von Momenten.

Besonders interessant war der Ausflug nach Bautzen, wo die Teilnehmende die Gelegenheit gehabt haben, im Kontakt mit der sorbischen Kultur zu kommen. Die Auseinandersetzung mit einer kulturellen Gruppe, die eine andere Sprache und Geschichte hat, war eine Überraschung für viele. Außerdem haben die Teilnehmenden aus der Ukraine und aus Spanien/Katalonien zwei Workshops zu der/den Kultur(en) ihres Landes gehalten. Alles mögliche ist in den Workshops passiert, von Fragen zu den berühmten Persönlichkeiten in der Ukraine bis zum Referendum des 1. Oktobers in Katalonien, von dem traditionellem Volkstanz der Ukraine bis dazu wie man in Katalonien Weihnachten feiern kann.

Während der Begegnung haben die Teilnehmende angefangen, einen Blog gemeinsam in kleinen Gruppen zu erstellen. Der Blog soll einen Raum für die Reflexion und Berichte über die Erfahrung werden und es wurde viel geschrieben, gemalt und gezeichnet. Die Gruppen waren gemischt und die Sprachvielfalt wurde gefeiert, da in der Gruppe Deutsch, Englisch, Spanisch, Ukrainisch, Russisch, Katalanisch, Persisch, Arabisch und noch mehr Sprachen gesprochen wurden.
Nach einer Woche voller neuen Erfahrungen kam der Moment des Abschieds. Obwohl aller Abschied fällt schwer, war er diesmal nur ein „Bis später!“, da der zweite Teil der Begegnung näher rückt. Mitte Juni werden die deutsche und ukrainische Delegation nach Katalonien fliegen. Uns erwartet eine gemeinsame Woche mit Blick auf die spanische Geschichte und ein audiovisuelles Projekt! Can´t wait!
Diese Maßnahme wurde finanziert durch Mittel von Erasmus+, durch Fördermittel des Programms " Interregionale und grenzübergreifende Zusammenarbeit" des Freistaat Sachsens sowie von der Landeshauptstadt Dresden.
Ende August fand der zweite Teil unserer Jugendbegegnung Time to act! in Leipzig statt. Die Teilnehmenden an der Begegnung, die aus Ukraine (Deutsche Jugend in der Ukraine) und Deutschland kam, haben zahlreiche Eindrücke von ihrer Erfahrung, die im blog zu lesen sind. Wir teilen jetzt Fragmente von den Beiträgen und wir laden unsere Leser/innen ein, den Blog zu besuchen und einen Blick hinter die Kulissen unserer Begegnung zu werfen.

„Am Donnerstag, dem ersten Tag des zweiten Teils unserer Jugendbegegnung, bot sich für alle TeilnehmerInnen die Möglichkeit, sich in geselliger Runde wiederzutreffen. Bereits am Nachmittag erkundeten einige Jugendliche gemeinsam die Leipziger Innenstadt. Am Abend kehrten wir im Hostel ein, tauschten uns über den zurückliegenden Sommer aus und sprachen gemeinsam über unsere Erwartungen für die bevorstehende Projektwoche. Wir saßen gemütlich zusammen und ließen die Erinnerungen an den Besuch in Lviv Revue passieren. :)“

„Nach dem Ende des Wettkampfes, der von dem Wikingerteam entschieden wurde, trödelten alle noch ein bisschen über den Kanupark und trafen sich um 15.45 Uhr zur Zwischenevaluation. Собравшись вместе, мы подитожили первую часть проекта, каждый имел возможность высказать свое мнение по поводу организации и проведения проекта. Nach den ganzen positiven Meinungen der Teilnehmer flogen wir förmlich zurück ins Leipziger Stadtzentrum um die Fahrräder zurückzugeben. День выдался очень насыщеным, все участники устали, но остались довольны большим количеством новых знаний, крутых эмоций и приятных впечатлений. Die ukrainischen und deutschen Teilnehmer hatten einen sehr schönen und heiteren Tag, der die Gruppe noch einmal näher zusammengebracht hat und uns allen sehr große Freude bereiten konnte“

„Trotz hohem Arbeitspensums in unseren Arbeitsgruppen, welche noch am gleichen Tag zu präsentierende Projekte hervorbringen sollten, war unser aller Beitrag zu verschiedenen Themen, welche auch über das nun sich am Ende befindende Projekt weiterlaufen soll, von vollem Erfolg gekrönt. Die Arbeit an unseren Projekten nahm den größten Teil der Arbeit ein und beschäftigte uns den gesamten Nachmittag über. Nach langer und intensiver Arbeit an den Projektgruppen präsentierten wir uns gegenseitig unsere Ergebnisse“
„Am Donnerstag, dem ersten Tag des zweiten Teils unserer Jugendbegegnung, bot sich für alle TeilnehmerInnen die Möglichkeit, sich in geselliger Runde wieder zu treffen. Bereits am Nachmittag erkundeten einige Jugendliche gemeinsam die Leipziger Innenstadt. Am Abend kehrten wir im Hostel ein, tauschten uns über den zurückliegenden Sommer aus und sprachen gemeinsam über unsere Erwartungen für die bevorstehende Projektwoche. Wir saßen gemütlich zusammen und ließen die Erinnerungen an den Besuch in Lviv Revue passieren. :)“

„Der Workshop war in vier Stationen gegliedert und wir wurden ebenfalls in vier gemischte Gruppen aufgeteilt. In der ersten Station haben wir die Grundrechte genannt die uns am wichtigsten sind, wie erwartet wurden die im Grundgesetz verankerten Menschenrechte die für jeden gelten sollten genannt. Außerdem befassten wir uns mit den Bürgerrechten, wie z.B. den Wahlrechten und den Recht auf Wiederstand, welche uns verdeutlicht haben, dass unsere Rechte Teil unserer persönlichen Freiheiten sind und die Basis unseres demokratischen Verständnisses bilden“

„Nach dem heutigen Tag haben wir viele Anregungen zum Nachdenken erhalten. Besonders nach der Vorstellung der Praxisprojekte, haben wir einige gute Ideen bekommen, welche wir vielleicht in unseren eigenen Städten und unseren Heimatländern verwirklichen könnten. Die verschiedenen Projekte erinnerten uns daran, dass es sehr wichtig ist Bürgerschaftliches Engagement zu zeigen und man so gute und wichtige Entwicklungen für die Gemeinschaft und sein Umfeld unterstützen kann. Мы были рады описать этот день вместе с Олей, Валентиной и Тамарой“.
Das Projekt wurde gefördert aus Mitteln der Landesdirektion des Freistaats Sachsen (Programm: Interregionale Zusammenarbeit) sowie des Auswärtigen Amtes (Programm: Ausbau der Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft in den Ländern der Östlichen Partnerschaft und Russland).
Der Europäische Freiwilligendienst wird durch Mittel von Erasmus+ finanziert.
Auch dieses Jahr wieder organisiert der PJR eine Jugendbegegnung zwischen Lemberger und Dresdner Jugendlichen, diesmal zum Thema „Bürgerschaftliches Engagement“.
Dazu laden wir herzlich ein, am 20.-27. Mai 2018 mit uns nach Lemberg zu fahren und dort mit jungen Leuten über Möglichkeiten, Grenzen und Hindernissen bürgerschaftliches Engagaments nachzudenken. Vorbehaltlich einer Förderung treffen sich die Jugendlichen dann vom 23.-30. August 2018 in Leipzig wieder, um vergleichend zu der Situation in der Ukraine zu schauen, was in Deutschland möglich ist. Teil dieses Austausches soll auch sein, best-practice-Beispiele vorzustellen und eigene Projektideen zu entwickeln.
Wir bitten um Anmeldung bis zum 9. April beim PJR Dresden e.V.. Voraussetzung für die Teilnahme ist ein gültiger Reisepass. Der Teilnehmerbeitrag liegt bei 90 EUR für junge Menschen zwischen 18 und 26 Jahren. Darin enthalten sind Reise-, Verpflegungs-, Übernachtungs- und Programmkosten.
Die Begegnung wird gefördert durch das Auswärtige Amt, die Landeshauptstadt Dresden und den Freistaat Sachsen.
Hier ist der Flyer zum Begegnungsprojekt.
Liebe LeserInnen,
zwei Teile unserer Jugendbegegnung “In der Ferne- zu Hause? Minderheiten und Flüchtlinge in Europa” sind schon vorbei. Es nähert sich unser dritter Teil in Dresden und wir wollen euch mitteilen, wie unsere Jugendbegegnungen in Breslau und Lemberg liefen. Zudem stellen wir euch noch kurz unseren Plan für Dresden vor.

Unser erster Begegnungsteil hat in der polnischen Stadt Breslau stattgefunden. Wir haben ihn zusammen mit unserem Kooperationspartner “BJDM – Bund der Jugend der Deutschen Minderheit” aus der Stadt Opole organisiert.
Bei dieser Jugendbegegnung haben die TeilnehmerInnen vor allem sehr viel zur deutschen Minderheit in Polen, die momentan die größte im Land ist, erfahren. Außerdem waren die TeilnehmerInnen in der Stadt Opole, wo es zahlreiche deutsche Organisationen gibt, viele von diesen haben wir besucht und dort Gespräche geführt.
Ein wichtiges Thema des Austauschs war “Minderheiten und Stereotypen”, mit dem die TeilnehmerInnen sich auch beschäftigten.

Wir hatten auch die gute Möglichkeit das Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in Breslau zu besuchen. Die Vize-Generalkonsulin Frau Christiane Botschen gewährte uns einen Einblick in den Tätigkeitsbereich des Generalkonsulats.
Unser zweiter Begegnungsteil hat in der ukrainischen Stadt Lemberg (ukr. Lwiw) stattgefunden, den wir zusammen mit der “Deutschen Jugend in der Ukraine“ organisiert haben.
Während des Begegnungsteils in Lwiw haben wir viel über das Leben der Binnenvertriebenen in der Ukraine und ihrer heutigen Situation erfahren. Viel Information bekamen wir auch zur Minderheitenpolitik in der Ukraine.
Im Rahmen des Programms hatten die TeilnehmerInnen ein Treffen mit der Gesellschaft der polnischen Kultur, wobei wir erfahren haben, wie die polnische Minderheit in erster Linie im Gebiet Lwiw verbreitet ist und wie das Leben dieser Minderheit ist.
Besonders hat allen TeilnehmerInnen das Treffen mit den Krimtataren gefallen, wo sie für uns einen Workshop organisierten. Wir hörten viel über die Geschichte dieses Volkes, das Leben der Krimtataren in Lwiw und die Situation auf der Halbinsel Krim. Außerdem hat man uns die nationale Krimtatarische Henna Technik vorgestellt, die man bei wichtigen Festen verwendet.
Wichtig war auch das Treffen mit den Binnenvertriebenen aus dem Osten der Ukraine. Das waren die Menschen, die dort wegen der Eskalationen nicht mehr bleiben konnten und so gezwungen waren ihr Haus zu verlassen. Wir haben gehört, dass das Leben der Binnenvertriebene nicht leicht ist. Besonders liegt dieses Problem an den Unterkünften. Der Staat kann für diese Menschen die Unterkünfte nicht kostenlos zur Verfügung stellen. Aber die finanzielle Hilfe des Staates ist zu niedrig, um die Miete zu zahlen. Sie sagen, dass sie mehr Hilfe von NGOs und voneinander bekommen. Zu diesem komplizierten Thema hatten wir auch ein Gespräch mit einem Vertreter der Gebietsverwaltung Lwiw, der uns über die Zusammenarbeit der Behörden und der Binnenvertriebenen berichtete.
Frau Lesja Kornat hat den TeilnehmerInnen die Minderheiten in der Ukraine präsentiert und hat über die Rechte und Herausforderungen der nationalen Minderheiten gesprochen.
Durch die zahlreichen Führungen lernten wir die Stadt mit ihren vielen Facetten gut kennen.
Viel mehr Informationen könnt ihr im unseren Projektblog unter https://dup2017.wordpress.com/ finden.
In weniger als einen Monat haben wir unseren letzten Teil des Projektes in Dresden, wo die TeilnehmerInnen aus den drei beteiligten Projektländern viel über Flüchtlingspolitik in Deutschland erfahren und sich über das Leben der autochthonen Minderheiten erkundigen.