Vom 9.9. bis 11.9. finden die von Cambio e.V. veranstalteten Political Art Days 2022 statt. Veranstaltungsort ist das Palais Palett in der Meschwitzstr. 9.
Von Freitag bis Sonntag erwartet euch ein buntes, kritisches Festivalprogramm aus Workshops, Ausstellungen, Performances und Filmen. Ziel ist es hinter die „imperiale Lebensweise“ zu schauen: Inwiefern verhindert unsere Art zu leben, das Gute Leben für alle Menschen weltweit? Welche Zusammenhänge gibt es genau, welchen Einfluss habe ich und wie verändern wir wirklich etwas?
Samstag 10.9. werden wir von 14:15 bis 16:45 Uhr Norbert Rost, Geschäftsführer der futureprojects GmbH, bei seinem Workshop „HACKING POLITICS: Wie funktioniert (Kommunal-)Politik und wie kann ich sie nutzen?“ unterstützen. Kommt vorbei und diskutiert mit!
Letzte Woche fuhren wir gemeinsam mit zwei neunten Klassen der Christlichen Schule in die Gedenkstätte nach Terezin/Theresienstadt. Die Schüler:innen wurden in kleine Gruppen eingeteilt und sollten Informationen vorbereiten, um eine gegenseitige Führung durch das ehemalige Ghetto zu machen. Es fand auch ein Zeitzeugengespräch statt, bei dem die Schüler:innen die Lebensgeschichte einer Überlebenden gehört haben und ihre Fragen an die Frau stellen konnten.
Es war ein sehr berührender Tag für alle Beteiligten!
Am 8.Februar waren wir in die Makarenko-Lernförderschule eingeladen, um einen Workshop zum Safer Internet Day durchzuführen. Der offizielle Titel des Workshops hieß „Mit allen Mitteln – Extremismus + Radikalisierung“.
Insgesamt gab es zwei Workshops, einen für die 10.Klasse und anschließend einen für die 9. Klasse.
Der Ablaufplan des Workshops bestand aus drei inhaltlichen Teilen.
Zuerst machten wir einen Einstieg zum Thema, indem wir uns mit Fotos dem Begriff annäherten. Dann stellten wir der Klasse einige Fragen über die Einstellungen von Menschen, wobei wir Ergebnisse der Mitte-Studie verwendeten, die sich um das Konzept der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit dreht. Die Tatsache, dass etwa ein Viertel der deutschen Bevölkerung Vorbehalte gegenüber Asylsuchenden hat, erzeugte großes Erstaunen.
Im zweiten Teil unseres Workshops befassten wir uns damit, welche Rolle Internet in der Radikalisierung und Vernetzung von Menschen mit extremistischen Meinungen spielt. In dieser Hinsicht wurde Telegram in der letzten Zeit zum Schauplatz für Extremist:innen, weswegen wir uns einige Beispielnachrichten aus extremistischen Telegram-Chatgruppen anschauten und uns darüber unterhielten. Unerwähnt durften auch die sogenannten „Echokammern“ nicht bleiben, denn sie spielen eine entscheidende Rolle bei der Radikalisierung und Verfestigung eigener extremistischer Meinungen.
Nicht nur in Telegram, aber auch auf Instagram sind zahlreiche extremistische Gruppen aktiv, darum schauten wir uns zusammen einige Profile an, die vom PJR-Team zusammengestellt wurden und besprachen deren Inhalte.
Dann zeigten wir den Schüler:innen ein Interview mit einem ehemaligen Extremisten, der über die Strategien von Extremisten im Netz erzählte. Und zum Schluss machten wir uns Gedanken darüber, was man machen sollte, wenn man auf extremistische Inhalte und Posts stoßen würde.
Die beiden Workshops empfanden wir als sehr gelungen, immer wieder kam es zu Diskussionen, auch wenn wir für das nächste Mal noch mehr Abwechslung bei den Methoden schaffen wollen.