Am Freitag, dem 25.09.2026 waren wir mit drei neunten Klassen der 116. Oberschule Dresden in der Gedenkstätte Theresienstadt (Terezín) in der Tschechischen Republik.

Der ursprünglich als Garnisonsstadt errichtete Ort wurde zu Zeiten des Nationalsozialismus als jüdisches Ghetto missbraucht.

Der Tag des Besuchs war in zwei Teile aufgeteilt. Den Vormittag verbrachten wir mit einer Führung durch die kleine Festung, welche früher als Gestapo Gefängnis genutzt wurde. Bereits vorher als Gefängnis fungierend, wurde hier auch Gavrilo Princip eingesperrt, der Mörder von Franz Ferdinand, zukünftiger Erbe des Österreichisch-Ungarischen Reiches.

Anschließend ging es nach einer kurzen Pause in die Stadt.

Nach einem kurzen Besuch des Ghetto Museums und einer Filmvorführung ging es mit einer erneuten Führung zu verschiedenen Stationen in der Stadt, welche wichtige Punkte im Leben der Ghettobewohner darstellten.

Das besondere an dem ehemaligen Ghetto Theresienstadt ist seine frühere Funktion als Propagandainstrument. So wurde das Ghetto als „Vorzeigeghetto“ umgebaut, dem internationalen Komitee des Roten Kreuzes präsentiert und ein Propagandafilm darüber gedreht.

Es war eine sehr eindrückliche Erfahrung und steht als Mahnmal für eine Zeit, die sich nicht wiederholen soll. Es ist wichtig diese Geschichte zu erhalten und daran zu gedenken, denn noch immer gibt es Kräfte, die etwaige Verhältnisse gutheißen und die Handlungen und Überzeugungen der Nationalsozialisten verherrlichen. Wir sollten uns daran erinnern, dass diese Zeit nicht erst mit Lagern und Morden begann, sondern mit Ausgrenzung, Hass und Hetze.

