Das erste Drittel meines FSJ

Das erste Drittel meines FSJ

Hallo liebe Leserinnen und Leser,
hier ist Benjamin. Frohes neues Jahr allerseits

Nun bin ich schon über drei Monate beim PJR und ich habe so einiges zu berichten. Mein Start in die Arbeit ging schon in den ersten Tagen richtig los, da ich die internationale Jugendbegegnung eine Woche lang mit einer Videokamera begleitete. Bei dieser lernte ich ukrainische, deutsche und slowakische Jugendliche kennen. Damit verbunden war auch eine spannende Fahrt nach Berlin und in den Bundestag. Das war sehr aufregend.


Nach der Jugendbegegnung hatte ich einige Schulbesuche zum Thema Extremismus, zu geschichtlichen Themen wie der NS-Zeit oder auch Social Media. Ich begleite außerdem einige Actionbound Touren zu verschiedenen Themen wie zum Beispiel der Kommunalpolitik von Dresden. Eine Art von Projekt, welches besonders aufwändig wie auch spannend ist, ist das Planspiel. Ich habe bereits einmal ein Planspiel in Dippoldiswalde durchgeführt, das Nächste ist am ersten März im Dresdner Stadtrat. Das wird spannend. Ich freue mich auch darauf weitere Projekte kennenzulernen und durchzuführen.
Wenn ich nicht gerade an Projekten arbeite, arbeite ich im Büro an den neusten Posts für Instagram und überlege mir Designs. Beim Grafischen werde ich vor allem von unserer Praktikantin Pauline unterstützt. Vor allem im Bereich der Mediengestaltung habe ich bisher viel gelernt. Ebenso finde ich es spannend mich mit unserem ESKler Pablo über politische Themen auszutauschen, meist kann er eine Sichtweise in die Diskussion einbringen, die ich vorher so noch nicht gesehen hatte.

Natürlich hatte ich als FSJler auch meine erste Bildungswoche, bei der ich mit allen anderen FSJler*innen aus Sachsen im Bereich Politik eine Fahrt nach Pirna durchführte. Dort habe ich schnell neue Freunde gefunden. Einige Wochen später sind wir FSJler*innen auch noch in den Landtag gegangen und haben sogar das ein oder andere Wort mit Abgeordneten wechseln können. Das war besonders spannend und definitiv einer meiner Highlights aus dem ersten Drittel meines FSJs. Falls ihr auch wie ich ein FSJ im Bereich Politik machen wollt, dann bewerbt euch bei der sächsischen Jugendstiftung und mit etwas Glück könnt ihr eure FSJ auch beim PJR abschließen.

German-Slovak-Ukrainian youth exchange

German-Slovak-Ukrainian youth exchange

German-Slovak-Ukrainian youth exchange

This year’s German-Slovak-Ukrainian youth exchange took place in September and the main theme was “Who, if not us? - political youth participation”. First, the young people from all three countries met in Dresden from September 9-16. Here, the young people approached the topic through project management workshops, where they learned how to create their own projects, and through various excursions.

One of these excursions was a day in Berlin. We visited the Bundestag and had a meeting with Natalie Pawlik, Member of Parliament and Commissioner for Ethnic German Resettlers and National Minorities.

We also visited the children’s and youth office in Dresden’s Neustadt district and had talks with representatives of political party youth organizations. But the intercultural exchange between the young people was not neglected either, including an international evening and a Ukrainian dinner with traditional home-cooked borscht.

During the second part of the International Youth Meeting from September 23 - 30, the Carpathian German Association in Bratislava (Slovakia) welcomed us. Here, we also learned a lot about the topic and about Slovakian culture and hospitality. We visited the German Embassy in Bratislava, listened to a live radio broadcast at the Goethe-Institut and explored the Carpathian German Museum. Bratislava also impressed us with its rich history, beautiful old town and culinary specialties. On the last day of the meeting, we visited nearby Vienna and immersed ourselves in the shared Austrian-Slovakian-Ukrainian history.

This exchange was co-funded by Erasmus+ - Youth in Action.

Von der Theorie zur Praxis

Von der Theorie zur Praxis

Mein Name ist Pauline, ich bin 22 Jahre alt und studiere im 5. Semester Sozialpädagogik, Sozialarbeit und Wohlfahrtswissenschaften an der TU Dresden. Bevor ich vor 2 Jahren nach Dresden gezogen bin, war ich in meiner Heimat in verschiedenen Gruppen und Organisationen ehrenamtlich aktiv. Ich habe damals zum Beispiel in Schulen Workshops zu Kommunalpolitik oder Demokratie veranstaltet, mit geflüchteten Menschen gearbeitet und war Mitglied im Jugendparlament der Stadt Siegen. Dabei habe ich auch mein Interesse für die soziale Arbeit und politische Bildung entdeckt.

Als ich 2021 dann mein Studium in Dresden begonnen habe, habe ich nach verschiedenen Möglichkeiten gesucht, meine Interessen auch hier ausleben zu können. Heute bin ich neben meinen Vorlesungen und Seminaren an der Uni auch beim STURA der TU Dresden aktiv. Ich bin dort Referentin für das Referat Politische Bildung. Gemeinsam organisieren wir Seminare und Vorträge zu verschiedenen aktuellen Themen.
Die Arbeit beim Referat macht mir sehr viel Spaß. Deshalb habe ich auf der Suche nach einem geeigneten Praktikumsplatz nach einer Stelle gesucht, bei der ich ähnliche Aufgaben übernehmen kann. Da bin ich dann auf den PJR gestoßen. Ich freue mich schon sehr, einen Einblick in die verschiedenen AGs zu bekommen, für und mit den Jugendlichen Workshops zu erarbeiten und zu erfahren, welche Themen ihnen wichtig sind.

Neben meinem Studium arbeite ich außerdem in der Alltagshilfe. Das heißt, ich unterstütze Menschen mit Pflegegrad in ihrem Alltag: gehe mit ihnen einkaufen, helfe im Haushalt und bei der Gartenarbeit oder unterstütze sie im Umgang mit dem Computer. Ab und zu trinken wir auch einfach Kaffee und essen Kuchen. Das finde ich immer besonders schön, weil ich dann gerade von den älteren Menschen viele Geschichten von früher erzählt bekomme und vieles von ihnen lernen kann.
Meine Freizeit verbringe ich am liebsten mit meinen Freunden in der Neustadt oder an der Elbe. Wenn, wie jetzt im Oktober, das Wetter kühler wird, bin ich gerne kreativ, bastel und male oder schaue mir Ausstellungen an. Ich koche und backe auch sehr gern, wovon dann vor allem meine Mitbewohner und sicher bald auch alle im Büro des PJR profitieren werden :leichtes_lächeln:

Neuer Freiwilliger in Sicht!

Neuer Freiwilliger in Sicht!

Photo von eine Polaroid Photo in dem Pablo steht im Büro

Hey, das bin ich!

Hallo zusammen! Ich bin der neue ESK Freiwillige für dieses Jahr beim PJR. Ich freue mich unendlich, hier für ein ganzes Jahrzu arbeiten! Ich bin 24 Jahre alt und komme aus Spanien. Ich habe Übersetzung studiert und lerne Deutsch, seit ich 18 war. Ich habe schon beim ESK gearbeitet, aber das hier ist mein erstes großes Projekt. In einem kleinen Dorf in Sizilien habe ich auch schon an einem kleinen ESK-Projekt mitgearbeitet und in Leipzig gemeinsam mit Jugendlichen mit Behinderung ein sehr schönes Mosaik als Sommerprojekt gemacht!

Ich liebe Indie Musik, Sprachwissenschaften, Videospiele, Jonglieren und Lesen, aber meine aller liebste Sache ist es, mit anderen Menschen zu sprechen!

Deshalb dachte ich, dass eine freiwillige Arbeit perfekt passen würde. Und das stimmt! Ich habe bereits Vorträge der Bildungsreferent*Innen gesehen und ich kann es nicht erwarten, meine eigenen Workshops vorzustellen.

Drei Sitbank im einem grüner Garten

Meine Entspannungplatz in Alfeld - da habe ich neue Menschen befreundet, gelesen oder einfach entspannt in der Stille.

Während einer Slowakisch-Ukrainisch-Deutschen Jugendbegegnung waren wir in Berlin. Die Menschen waren echt super und ich war das erste Mal im Bundestag! Die Art von Arbeit, die ich hier mache, ist vielfältig, und ich habe immer was zu tun. Auch wenn es in Spanien anders ist, komme ich sehr gut mit dem Tempo der Arbeit klar. Ich habe übersetzt, Reisen vorbereitet, Vorstellungen und Seminaren besucht, war Teil ein paar Arbeitsgemeinschafts… und habe mit vielen, vielen Menschen gesprochen!

Zurzeit komme ich direkt von einem ESK-Seminar, das in Alfeld (Leine) stattfand. Es war eine unglaublich schöne Erfahrung, ich habe Menschen aus vielen verschiedenen Ländern getroffen und mich mit ihnen angefreundet… Die Trainer waren echt verständnisvoll und haben für uns Aktivitäten mit sehr interessanten Inhalten vorbereitet. Wir haben uns erst gut kennengelernt und einen „Safe-Space“ zusammen erschaffen. Dann haben wir sehr ruhig über unsere Selbstvorstellungen und Beziehung mit anderen zusammen aber auch allein reflektiert. Sie haben uns auch ein sehr interessantes Modell des Lernens gezeigt. Man konnte merken, dass die Trainer viel Erfahrung haben.

Eine der Sachen die ich am meistens gemocht habe war, dass wir einen ganzen Morgen mit einer Freiberuflerin gesprochen haben. Sie wirkte wie eine echt beeindruckende Person. Sie hat uns charismatisch über unsere Rechte als Freiwillige Arbeiter*Innen aufgeklärt, und man konnte auch sehen, mit wie viel Leidenschaft sie ihre Arbeit macht und auch Interesse für uns zeigt. Es ist diese Art von Gespräch, das man im Leben führt und einfach nie vergisst. Die anderen Aktivitäten, die wir gemacht haben, waren auch super. Die Trainer haben uns auch von ihren eigenen Interessen erzählt – wir haben über die Geschichte von Alfeld gesprochen, über Mass Media und über Consent einen Workshop gemacht. Ein anderer Spanier und ich haben unserem neuen Freund ein bisschen Spanisch beigebracht und ich habe auch ein paar Sätzen auf Ungarisch gelernt… Wir haben alle eine Reise nach Hannover in unserer Freizeit vorbereitet. Ich habe selbst die Tickets gekauft, andere haben Veranstaltungen in der Stadt gesucht…

Wir haben alle eine sehr gute Zeit verbracht, bleiben noch in Kontakt und freuen uns aufs nächste Seminar. Ich bin hier erst einen Monat, aber ich kann nicht aufhören, meinen Freunden in Spanien ESK zu empfehlen!

Aktivitäten März 2023

Aktivitäten März 2023

Was lief im März beim PJR? Das erfahrt ihr hier!

Workshop Extremismus mit ICE-Einheit

Wie schon im Februar waren wir bei der Initiative Christen für Europa wieder für eines ihrer Zwischenseminare der Freiwilligen eingeladen, bei dem wir eine kurze Variante unseres Workshops zum Thema Extremismus in Deutschland durchgeführt haben.

Workshop Extremismus im Netz

Am 9. März waren wir in der Makarenko-Förderschule, um auch dort einen Workshop zum Thema Extremismus durchzuführen. Der Schwerpunkt lag hier allerdings auf Internet und Social Media. Wir mussten leider festestellten, dass einige der Methoden doch noch besser auf den Schultyp abgestimmt sein hätte müssen, da es so mit der Aufmerksamkeit der Schüler*innen etwas schwierig war.

Workshop Anti-Rassismus mit ASB

Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) hatte uns eingeladen, gemeinsam mit einigen ihrer FSJ-Teilnehmer*innen die Thematik des strukturellen Rassismus zu behandeln. Es war zum wiederholten Mal, dass wir einen Bildungstag für Freiwillige des ASB durchgeführt haben, wodurch wir einige der Teilnehmer*innen bereits kannten. Dies erleichterte uns den Einstieg in die Diskussionen und ermöglichte es, tiefer in das Thema einzusteigen und interessante Gespräche zu führen.

Kommunalplanspiel

Am 20. März haben wir im Gymnasium Johannstadt unser Kommunalplanspiel für zwei 7. Klassen durchgeführt. Die Schüler*innen wurden in drei fiktive Fraktionen aufgeteilt und sollten zum Thema „Kostenloser Musikkurs für alle Jugendlichen“ bei Fraktions- und Ausschusssitzungen debattieren. Dafür, dass wir das Planspiel im Vorfeld überarbeitet, an jüngere Schüler*innen angepasst und auch das Thema neu gewählt hatten, lief es sehr gut. Die Jugendlichen waren mit viel Engagement und Spaß dabei!

Tablettour Kommunalpolitik

Auch eine Tablettour zur Kommunalpolitik konnten wir durchführen. Mit einer 7. Klasse des Gymnasiums Dresden Johannstadt begannen wir vor dem Rathaus und endeten vor dem Landtag. Im Rathaus erhielten die Schüler*innen Informationen zum Stadtrat, dem OB und der Stadtverwaltung. Zudem waren wir bei der Kinder- und Jugendbeauftragten zu Gast und haben etwas zu ihren Aufgaben erfahren. Danach besuchten wir den Altmarkt, Neumarkt und Theaterplatz, welche wichtige Orte für Proteste in Dresden darstellen. Die Jugendlichen erlangten Erkenntnisse über die lokale Politik sowie verschiedene Arten von politischer Partizipation und Engagement.

ESK Mid-Term Termin

Nun ist unsere ESK-Freiwillige schon sechs Monate in Dresden. Im Rahmen des Freiwilligendienstes hatte sie ein 5-Tages-Seminar in Hamburg mit anderen ESK-Freiwilligen. Sie haben über ihre Erfahrung und Probleme in Deutschland geredet.

Filmabend

Am 23. März fand unser Filmabend in der Filmgalerie (Dresden Striesen) statt. Gezeigt haben wir „la Haine – der Hass“, einen französischen Film von Mathieu Kattowitz,  der die perspektivlose Situation dreier Jugendlicher aus einem Problemviertel der Pariser Vorstädte behandelt.
Das Thema des Abends war die segregierte Stadt. Im Anschluss an den Film gab es noch eine Diskussions-/Gesprächsrunde, zu der auch ein Sozialarbeiter und ein Anwohner aus Dresden Gorbitz eingeladen waren. Wir erlangten damit sehr interessanten Einblicke in die Situation problematischer, segregierter Stadtteile in Dresden.