von Freiwillige/r im Sozialen Jahr Politik | 21.09.2018 | Blog
Liebe Leser*innen,
seit dem dritten September 2018 bin ich Teil des Büroteams im PJR Dresen e.V. und werde hier im Rahmen des Freiwilligen Sozialen Jahrs Politik das nächste Jahr verbringen. Ich wurde hier sehr lieb empfangen. Sogar Martín, der in der vergangenen Woche gar nicht da war, hat mir einen kleinen Willkommensgruß hinterlassen!
Ich bin 18 Jahre alt und habe im vergangenen Sommer mein Abitur am St.-Benno-Gymnasium absolviert mit den Leistungskursen Mathematik und Musik. Ich wohne seit
meiner Geburt in Dresden-Bühlau, sodass ich mit meinem neuen Arbeitsplatz jeden Tag ein ganzes Stück Weg habe, aber dafür lohnt es sich ja auch! In meiner Freizeit beschäftige ich mich vor allem mit Musik. Ich leite seit drei Jahren einen Chor in der Bühlauer Kirche, was mir nach wie vor viel Freude bereitet. Ich singe sehr gerne, spiele aber auch gern Klavier oder Geige. Gleichzeitig ist für mich aber natürlich auch das Thema Politik wichtig. Ich denke, dass zum Beispiel der Klimawandel und anti- oder undemokratische Tendenzen in der Gesellschaft eine große Herausforderung darstellen. Da ist es gerade wichtig, dass sich junge Menschen engagieren, weil es um ihre Zukunft geht.
Die erste Woche war für mich relativ entspannt. Ich hatte einige kleinere Aufgaben zu erledigen, zum Beispiel in Vorbereitung für die deutsch-israelische Begegnung in eineinhalb Wochen. Außerdem waren wir zu einer Klassenratseinführung in einer Schule, was sehr schön für mich war, weil ich damit auch mal vom Schreibtisch wegkam. So kann ich jetzt sagen, dass mir mein Anfang, entgegen dem Sprichwort, doch gar nicht so schwer fiel. Am Freitag war dann schließlich der FSJ-P-Auftakttag, sodass ich nicht im Büro, sondern im Johannstädter Kulturtreff in Dresden war und die anderen FSJ-Pler*innen aus ganz Sachsen kennenlernen konnte. Ich freue mich auch schon auf die nächste Woche, wenn die FSJ-P-Gruppe zusammen nach Colditz fährt, um dort die erste Seminarwoche durchzuführen, die sicher voller neuer Erkenntnisse sein wird. Auch freue ich mich darauf, die Anderen besser kennenzulernen.
Ich bin schon gespannt, was das Jahr bringen wird und bin auf jeden Fall voll positiver Erwartung auf spannende Erfahrungen!
Viele Grüße
Carl
von Freiwillige/r im Sozialen Jahr Politik | 14.09.2018 | Blog
Ende August fand der zweite Teil unserer Jugendbegegnung Time to act! in Leipzig statt. Die Teilnehmenden an der Begegnung, die aus Ukraine (Deutsche Jugend in der Ukraine) und Deutschland kam, haben zahlreiche Eindrücke von ihrer Erfahrung, die im blog zu lesen sind. Wir teilen jetzt Fragmente von den Beiträgen und wir laden unsere Leser/innen ein, den Blog zu besuchen und einen Blick hinter die Kulissen unserer Begegnung zu werfen.

„Am Donnerstag, dem ersten Tag des zweiten Teils unserer Jugendbegegnung, bot sich für alle TeilnehmerInnen die Möglichkeit, sich in geselliger Runde wiederzutreffen. Bereits am Nachmittag erkundeten einige Jugendliche gemeinsam die Leipziger Innenstadt. Am Abend kehrten wir im Hostel ein, tauschten uns über den zurückliegenden Sommer aus und sprachen gemeinsam über unsere Erwartungen für die bevorstehende Projektwoche. Wir saßen gemütlich zusammen und ließen die Erinnerungen an den Besuch in Lviv Revue passieren. :)“

„Nach dem Ende des Wettkampfes, der von dem Wikingerteam entschieden wurde, trödelten alle noch ein bisschen über den Kanupark und trafen sich um 15.45 Uhr zur Zwischenevaluation. Собравшись вместе, мы подитожили первую часть проекта, каждый имел возможность высказать свое мнение по поводу организации и проведения проекта. Nach den ganzen positiven Meinungen der Teilnehmer flogen wir förmlich zurück ins Leipziger Stadtzentrum um die Fahrräder zurückzugeben. День выдался очень насыщеным, все участники устали, но остались довольны большим количеством новых знаний, крутых эмоций и приятных впечатлений. Die ukrainischen und deutschen Teilnehmer hatten einen sehr schönen und heiteren Tag, der die Gruppe noch einmal näher zusammengebracht hat und uns allen sehr große Freude bereiten konnte“

„Trotz hohem Arbeitspensums in unseren Arbeitsgruppen, welche noch am gleichen Tag zu präsentierende Projekte hervorbringen sollten, war unser aller Beitrag zu verschiedenen Themen, welche auch über das nun sich am Ende befindende Projekt weiterlaufen soll, von vollem Erfolg gekrönt. Die Arbeit an unseren Projekten nahm den größten Teil der Arbeit ein und beschäftigte uns den gesamten Nachmittag über. Nach langer und intensiver Arbeit an den Projektgruppen präsentierten wir uns gegenseitig unsere Ergebnisse“
„Am Donnerstag, dem ersten Tag des zweiten Teils unserer Jugendbegegnung, bot sich für alle TeilnehmerInnen die Möglichkeit, sich in geselliger Runde wieder zu treffen. Bereits am Nachmittag erkundeten einige Jugendliche gemeinsam die Leipziger Innenstadt. Am Abend kehrten wir im Hostel ein, tauschten uns über den zurückliegenden Sommer aus und sprachen gemeinsam über unsere Erwartungen für die bevorstehende Projektwoche. Wir saßen gemütlich zusammen und ließen die Erinnerungen an den Besuch in Lviv Revue passieren. :)“

„Der Workshop war in vier Stationen gegliedert und wir wurden ebenfalls in vier gemischte Gruppen aufgeteilt. In der ersten Station haben wir die Grundrechte genannt die uns am wichtigsten sind, wie erwartet wurden die im Grundgesetz verankerten Menschenrechte die für jeden gelten sollten genannt. Außerdem befassten wir uns mit den Bürgerrechten, wie z.B. den Wahlrechten und den Recht auf Wiederstand, welche uns verdeutlicht haben, dass unsere Rechte Teil unserer persönlichen Freiheiten sind und die Basis unseres demokratischen Verständnisses bilden“

„Nach dem heutigen Tag haben wir viele Anregungen zum Nachdenken erhalten. Besonders nach der Vorstellung der Praxisprojekte, haben wir einige gute Ideen bekommen, welche wir vielleicht in unseren eigenen Städten und unseren Heimatländern verwirklichen könnten. Die verschiedenen Projekte erinnerten uns daran, dass es sehr wichtig ist Bürgerschaftliches Engagement zu zeigen und man so gute und wichtige Entwicklungen für die Gemeinschaft und sein Umfeld unterstützen kann. Мы были рады описать этот день вместе с Олей, Валентиной и Тамарой“.
Das Projekt wurde gefördert aus Mitteln der Landesdirektion des Freistaats Sachsen (Programm: Interregionale Zusammenarbeit) sowie des Auswärtigen Amtes (Programm: Ausbau der Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft in den Ländern der Östlichen Partnerschaft und Russland).
Der Europäische Freiwilligendienst wird durch Mittel von Erasmus+ finanziert.
von Freiwillige/r im Sozialen Jahr Politik | 29.08.2018 | Blog
In der letzten Ferienwoche wurde es für sechs SchülerInnen nochmal so richtig interessant. Zum gemeinsamen Ferienprogramm hatten wir nämlich in unser Büro geladen, um mithilfe der App „Actionbound“ Plauen zu entdecken. Da aller Anfang schwer ist, mussten wir uns erst mal gemeinsam anschauen, wie die App sowie die Erstellung der Touren überhaupt funktioniert. Wie lasse ich TeilnehmerInnen nach einem bestimmten Ort suchen? Welche Aufgabentypen eignen sich am besten für welche Fragen? Und welche Entfernungen kann ich den SpielerInnen überhaupt auf meiner Tour zumuten?
Unsere TeilnehmerInnen juckte es nach der trockenen Theorie umso mehr in den Fingern, endlich loszulegen und ihre eigene Ideen umzusetzen. Bei den ersten Testläufen ging es dann häufig um das Computerspiel „Minecraft“, nicht selten musste ich die Kids bremsen: bis nach Alaska, Süd-Amerika oder den Nordpol konnten wir für unsere Actionbound-Touren natürlich nicht reisen.
Nachdem ich nun von sechs Actionbound-ExpertInnen umringt war, entstanden in den ersten zwei Tagen spannende Touren durch Plauen. Und die Fragen waren nicht ohne: wie viel Türme hat die Auferstehungskirche? Wie oft fährt der Zug von Dresden-Plauen nach Chemnitz? Und welcher Spruch steht eigentlich auf dem Müllerbrunnen?
Als Erholung von der ganzen Tüftelei gönnten wir uns am Donnerstag eine Runde Geo-Caching. Mit Hilfe von GPS-Koordinaten navigierten wir durch Plauen und lösten unterwegs kleinere Aufgaben, die selbst begnadete Actionbound-TüftlerInnen ins Schwitzen brachten. Obwohl der Schatz dann am Zielort nicht aufzufinden war, hatten wir eine Menge Spaß.
Fast war unsere gemeinsame Woche wieder vorbei. Doch abschließend wollten wir ja noch gemeinsam ausprobieren, was unsere TeilnehmerInnen so gebastelt hatten. In der Zwischenzeit waren zudem noch weitere Touren entstanden, auf denen es z. B. knifflige Mathe-Aufgaben zu lösen galt oder wir die kulinarische Seite Plauens erforschten. Über einige Fragen hatten sich die TeilnehmerInnen natürlich bereits im Vorfeld ausgetauscht, daher hielten sich die Überraschungen in Grenzen. Nicht schlecht staunten einige jedoch, als sie die Entfernungen zwischen den Stationen „in echt“ zurückgelegt werden musste. Was auf der Karte nah erscheint, ist zu Fuß gelaufen manchmal weiter als gedacht …
In einem Punkt sind sich die neuen Tablettour-JongleurInnen aber einig: es hat eine Menge Spaß gemacht. Nur Minecraft, das haben sie schon ein bisschen vermisst.
von Freiwillige/r im Sozialen Jahr Politik | 14.08.2018 | Blog
Am 8. August fand unser EFD Ausreiseseminar in Kooperation mit der LJBW (Landesverband Sächsischer Jugendbildungswerke e.V.) statt. Die Veranstaltung war ein Workshop in lockerer Atmosphäre für die zukünftigen Freiwilligen, die ab September im Rahmen des Erasmus+ Programms EFD in verschiedene Länder fahren werden, um dort einen Freiwilligendienst zu machen. Sieben junge Erwachsene mit viel zu sagen, zu lernen, zu erzählen und zu teilen.

Die Sonne schien, das Wetter war richtig sommerlich und leckere Obstsalate und erfrischende Säfte warteten auf die kommenden Freiwilligen. Etwa um 10 Uhr waren sie schon da und der Tag konnte mit einigen Spielen beginnen, angefangen, damit die Teilnehmer*innen sich kennenlernen konnten. Die ersten Fragen, die ersten Kontakte, das erste Lachen. Es wurde viel über Länder, Sprachen, Hintergründen und Erwartungen gesprochen. Außerdem wurden Grundlage des EFD-Programms erklärt und ein Theorie-Input angeboten: wie man sich versichern lassen kann, wie man mit Youth Pass umgeht, welche bestimmte Rechte und Pflichten künftige EDFler*innen und deren Organisationen haben. Nach einer kleinen Pause wurden die Teilnehmenden zu einem interkulturellem „Mau-Mau“ eingeladen: Das interkulturelle „Mau-Mau“ ist ein Kartespiel, wo man einfach und deutlich erleben kann, wie man sich mit unerwarteten und unbekannten interkulturellen Regeln beschäftigt. Eine lustige Verwirrung, ein glückliches Gelächter und neue Erkenntnisse: das Ergebnis eines schnellen Vormittags.

Die Mittagspause war ein entspannender Moment. Man durfte sich einfach und spontan mit anderen unterhalten und es wurde auch viel über den EFD gesprochen, für den sich sowohl Teilnehmer*innen als auch Organisator*innen sehr begeistern. Nach der Mittagspause kam der ruhige Teil des Seminars mit vielen interessanten Inputs und Konversationen. Tipps gegen Heimweh sowie Lösungen für alltägliche Probleme, oder auch Erwartungen sowie Befürchtungen: alles wurde thematisiert und darüber diskutiert. Besonders interessant war das Spiel „Ich packe meinen Koffer und nehme mit…“, ein sehr unterhaltsamer Weg mit praktische Aufgaben umzugehen.

Später am Tag teilten die künftigen Freiwilligen untereinander ihre Fragen und Zweifel. Es wurde an alle ein Reader ausgeteilt, der die nötigen Infos und die wichtigsten Dokumente versammelt hat. Wir wünschen allen Teilnehmer*innen viel Spaß in ihren Zielorten und wir hoffen, das EFD Programm ist eine große Lernmöglichkteit für alle, die diese Projekte mitmachen.
Wir werden sicherlich auch in den nächsten Monaten den einen oder anderen Blogeintrag unserer Freiwilligen hier zu lesen bekommen. Also bleibt dran!
Der Europäische Freiwilligendienst wird gefördert von ERASMUS+ mit Mitteln der Europäischen Union.
von Freiwillige/r im Sozialen Jahr Politik | 03.08.2018 | Blog
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Eine Nachricht von dem neuen EFDler Martin!
Zwei Tage sind schon vorbei! Dienstag bin ich in Dresden angekommen und nun finde ich die Zeit, einen kleinen Beitrag für den Blog zu schreiben, mich vorzustellen. Ich heiße Martin, bin 24 Jahre alt und komme aus Spanien, eigentlich aus Galicien, dieser wundervollen Region, die an der Nordküste des Landes liegt.

Ein Blick von der Nordküste
Bevor ich nach Deutschland gekommen bin habe ich ein Bachelorstudium in Übersetzung und Dolmetschen absolviert. Der Schwerpunkt war die Englische Sprache und die Kultur der Englischsprachigenen Länder, aber trotzdem habe ich auch Deutsch als meine zweite Sprache ausgewählt. Aufgrund meines Interesses für Menschenrechte und gesellschaftliche Gerechtigkeit habe ich dieses Studium durchgeführt. Nach meiner Beobachtung funktionieren die Sprachen wie Brücken, die eine Verbindung zwischen Personen und Kulturen bauen oder zerstören können. Infolgedessen werden Sprachen für mich immer Ausdruck strahlender Lebensfreude sein! Französisch habe ich auch gelernt und Japanisch ist eine große Leidenschaft geworden.
Außerdem habe ich mich die letzten Jahre mit sozialen und politischen Themen beschäftigt und als Freiwilliger, Praktikant und Organisator bei verschieden Nichtregierungsorganisationen mitgemacht. Ich interessiere mich besonders für menschliche Vielfalt, Menschenrechte und die LGBT Bevölkerung. Dazu habe ich Vorträge gehalten, Diskussionen moderiert, Workshops geplant, an Straßenaktionen teilgenommen: alles mit dem Ziel, Bewusstsein und Sensibilität für diese Themen zu schaffen. Mir wurden auch viele Möglichkeiten angeboten, andere Arten der Freiwilligenarbeit auszuprobieren. Es folgt ein Beispiel dazu: Vor sechs Jahren war ich als Lehrer tätig und habe mit älteren Frauen gearbeitet, die während und aufgrund der Franco-Diktatur in Spanien nicht in die Schule gegangen waren.

Bei einem Vortrag in Rahmen der Woche der Sexualität, Gesundheit und Geschlecht
Ich würde mich als einen aktiven und unkomplizierten Menschen beschreiben. Neugier und Motivation sind beide mein metaphorischer Brennstoff und mein Ziel! Nach Deutschland habe ich alle meine Fähigkeiten und Energie mitgebracht. Ich freue mich schon über die ersten kleinen Aufgaben, die ich diese ersten Tage bei meiner neuen Organisation erfüllt habe und auch auf alle die zukünftigen Veranstaltungen und Aktivitäten freue ich mich. Es freut mich wirklich sehr, jetzt bei dem PJR als Freiwilliger zu arbeiten und ich bin mir sicher, dass ich die nächste zwölf Monate viel lernen werde und auch viel hier schrieben werde. Wie wir auf Spanisch sagen: No me callo ni debajo del agua. Die Bedeutung kann man kurz zusammenfassen, „auch wenn ich unter dem Wasser bin, spreche ich noch“ (gibt’s einen entsprechenden Ausspruch auf Deutsch?).

Bei einem Workshop und Diskussion in einer Organisation, die sich mit Kinder und Jugendlichen beschäftigt

Bei der Vorstellung eines Projekts über Menschenrechte und LGBT. Es ging um Kreativität, DIY, Kultur und Kunst
Danke für eure Zeit und bis zum nächsten Beitrag! Als kleines Abschiedsgeschenk, eine Musikempfehlung auf Spanisch, um diese sonnige Sommerstimmung zu genießen.
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Der Europäische Freiwilligendienst wird gefördert von ERASMUS+ mit Mitteln der Europäischen Union.