von Freiwillige/r im Sozialen Jahr Politik | 04.07.2018 | Blog
Am Donnerstag den 28. Juni nahm ich an einer Fahrt ins ehemalige Konzentrationslager Buchenwald teil. Sie bildete den Abschluss von zwei Bildungstagen, die wir zuvor an der 116. Oberschule gehalten hatten.
Um 7 Uhr setzte sich der Bus – mit der kompletten Jahrgangsstufe 9 der 116. Oberschule und mir an Bord – in Bewegung und wir machten uns auf in Richtung Ettersberg bei Weimar. Nach einer langen Fahrt hielt schließlich der Bus auf dem dafür vorgesehenen Besucher- Parkplatz, dem ehemaligem Exerzierplatz der SS. Zunächst ging es in ein Kino, in dem ein Einführungsfilm gezeigt wurde, der Entstehung und Ausbau des Konzentrationslagers beleuchtete. Anschließend stießen mehrere Besucherführer hinzu und es ging klassenweise auf Erkundungstour auf den Spuren des Konzentrationslagers.
„Caracho“-Weg, Tierpark, Einzelhaft- Belustigung der SS
Die erste Station war – neben einem Übersichtsplan des Geländes – der Caracho-Weg zum Eingang des Lagers. Der Namensursprung basiert auf der Geschwindigkeit, mit welcher die Häftlinge das letzte Stück bis zum Eingang getrieben wurden. In unmittelbarer Nähe zum Zaun befand sich ein für die SS- Familien angelegter Tierpark und es erschien unglaublich, dass sich hier regelmäßig Wärter und deren Familien an den Tieren erfreuten, während in 5 Meter Entfernung Menschen an Hunger, Krankheiten, Schikanen und Folter litten und schließlich starben.
Bevor wir jedoch das historische Tor durchquerten, warfen wir zunächst einen Blick in die Isolationszellen im linken Gebäude vom Eingang. Dabei erzählte uns die Führerin, dass die Menschen, die in die Isolationszellen geworfen wurden, meist anschließend umgebracht wurden. Allein der geringe Platz und die Dunkelheit in den Zellen machte Angst. Mit Maßen von 2m mal 1,4m reichte der Platz schon nicht für eine Person. Da das in den Augen mancher SS-Männer jedoch mehr als ausreichend erschien, wurden zeitweise bis zu 15 Personen in die Zelle gesperrt und bis zu 10 Tagen nicht wieder aufgeschlossen; obwohl sich die Toiletten auf dem Gang befanden – oder gerade deshalb?
Schließlich standen wir vor dem historischem und bekannten Tor zum Lager, mit der nach innen gerichteten Aufschrift: „Jedem das seine.“ Das war eine direkte Botschaft der SS an die Häftlinge: sie sollten sich nicht beschweren, denn sie würden ihre „gerechte Behandlung“ bekommen. Eine perverse Vorstellung von Gerechtigkeit.

Ein leerer Platz- voll von Erinnerungen
Letztendlich betraten wir den geschotterten Platz und ließen das Tor hinter uns. Wir fanden uns auf einer großen Fläche wieder, wo sich früher einmal die Baracken befanden. Jetzt erinnern lediglich die mit farbigen Steinen markierten Stellen, wo einmal Baracken gestanden haben. Nicht zu übersehen sind die schwarzen Schornsteine des Krematoriums. Auf dem Weg dahin macht uns die Führerin auf den Elektrozaun aufmerksam, der das Lager umspannt und durch den dauerhaft 220 Volt flossen. Die Menschen, die sich mittels des Zaunes das Leben nahmen, wurden in der Lagersprache der Mitthäftlingen als Zaunkönige bezeichnet.
Angekommen am Krematorium wurden wir gebeten zuerst stillschweigend die Pathologie zu betreten. Hier durchleuchteten die Nationalsozialisten selbst die Leichen nach noch verwertbaren Materialien, wie zum Beispiel Zahngold. Das jedoch selbst die tätowierte Haut entfernt wurde, um diese auf Lampenschirme zu spannen, hat mich nachhaltig geschockt.
Nach dem Krematorium Gebäude besichtigten wir noch einen Pferdestall, in dem sowjetische Kriegsgefangene in einem provisorischen Arztzimmer an einer Messlatte durch Genickschuss umgebracht wurden. Das war die letzte Station der geführten Tour und wir wurden eingeladen selbstständig das Museum zu besichtigen, welches nochmal sehr viel Input gewährte.
Dann ging es auch wieder zurück nach Dresden und der eindrucksreiche Tag endete mit Antworten- aber auch mit neuen Fragen.



von Freiwillige/r im Sozialen Jahr Politik | 19.06.2018 | Blog
Nach einer langen Anreise von Dresden nach Lviv wurden wir am Hauptbahnhof von Diana Libert empfangen. Diana vertrat die Deutsche Jugend in der Ukraine (DJU), welche die Partnerorganisation des Politischen Jugendring Dresden (PJR) für diese Begegnung ist. Nachdem die Reisenden sich kurz erholen konnten, begannen kleine Kennenlern-Spiele um die Teilnehmer miteinander vertraut zu machen. So erfuhr jeder, warum die anderen teilnahmen und welche Hoffnungen und Wünsche mit der Begegnung verbunden wurden. Nachdem man sich persönlich kennengelernt hatte, stellten die Betreuer die beiden Organisationen (PJR & DJU) ausführlich vor. So erfuhren die Teilnehmer, welche Schwerpunkte und Aktivitäten beide Organisationen in ihrer Arbeit setzen und welche Aktivitäten und Angebote (abgesehen von der Jugendbegegnung) noch angeboten werden und wurden.
Den Einstieg in die inhaltliche Arbeit und die Begleitung des Kulturabends, sowie ein Teil des Teambuilding-Workshop wurden von Eric Eberle, welcher zur Zeit der Jugendbegegnung am Goethe Institut in der Ukraine angestellt war, vorbereitet und durchgeführt. Mithilfe interaktiver Methoden, Gruppenbildung und Rechercheaufgaben, erschlossen sich die Teilnehmer die Themenfelder: Parteien, politischen System und polit. Akteure. Nach den Vorstellen der beiden Länder wendete man sich in neuen Gruppen Karten von Kontinenten zu, auf welchen man mit verschiedenen Farben den Status verschiedener Grund- und Freiheitsrechte in den verschiedenen Ländern markieren musste. Orientiert wurde sich dabei am Bertelsmann Transformation Index und den Freedom House Index. 
Diana Libert und Anna Rabzun, die zweite Betreuerin von Seiten des DJU, hielten am nächsten Tag einen Vortrag zum Stand des bürgerschaftlichen Engagements in der Ukraine. Anschließend erweiterte Franz Beensen die Perspektive durch ein Input-Referat zum bürgerschaftlichen Engagement in Deutschland. Grundlage dafür bildete die Allensbach-Studie zum freiwilligen Engagement, welche 2014 im Auftrag des Familienministeriums fertiggestellt wurde. Ergebnis war, dass das bürgerschaftliche Engagement in der Ukraine nicht so stark ausgeprägt ist wie in Deutschland. Im Stuhlkreis wurden mögliche Ursachen dafür diskutiert und benannt: Die soziokulturelle Prägung, die materiellen Verhältnisse und Sozialstruktur, die Geschichte etc.
Vom Wort zur Tat
Nun galt es auch etwas daran zu verändern und sich nicht mit der, in Teilen vorhersehbaren, Problemanalyse zufrieden zu geben. In den Räumen der DJU in Lviv wurde von Diana deswegen ein Workshop zum Projektmanagment gegeben, indem die Teilnehmer ihre Ideen ausformulierten und Strategien entwickeln mussten, diese umzusetzen. Dabei legte sie besonderen Schwerpunkt auf den Zusammenhang von Eigenverantwortung für sich und Verantwortung für die Gesellschaft als Ganzes, welchen sie nicht als Widerspruch, im Sinne eines entweder-oder, sondern als Kontinuum beschrieb, sodass aus Engagement für die eigene Persönlichkeitsentwicklung auch, oder gerade, Engagement für die Bürgerschaft des jeweiligen Landes erwachsen kann. 
Ein weiterer Workshop von einem externen Kursleiter widmete sich dem Thema „Gleichstellung der Geschlechter“. Frauen übernehmen in der Ukraine sehr viel Verantwortung in allen Bereichen und engagieren sich im Allgemeinen mehr als die Männer. Dennoch sieht fast die Hälfte der ukrainischen Bevölkerung häusliche Gewalt nicht als Gewalt an und Frauen werden strukturell unterdrückt. Der Kursleiter versuchte ein Problembewusstsein dafür zu erzeugen. Hierfür konstruierte er zunächst gängige (Geschlechter)stereotype und dekonstruierte diese anschließend wieder. Alter, Geschlecht, Größe und Begabung wurden so als jeweilig relative, kontextabhängige Bewertungsmaßstäbe entlarvt. Abschluss bildete ein Gruppenspiel unter freien Himmel, bei den nach dem Schere-Stein-Papier Prinzip die Teilnehmer in Gruppen gegeneinander antraten. Dabei mussten Schere-Stein-Papier (in diesem Fall: Drache, Samurai und Prinzessin) performativ dargestellt werden. Dabei besiegte der Drache zwar die zierliche Prinzessin, aber diese schlug eben auch den maskulinen Samurai (welcher wiederum den Drachen besiegte). So kam der Workshop zu einem gelungem Abschluss. Am Abend wurde viel über die Geschlechtergerechtigkeit und anschließende Themen, z.B. gegenderte Sprache, kontrovers, aber freundlich und konstruktiv, diskutiert. 
Schwache Zivilgesellschaft?
Aufgrund der Tatsache, dass das bürgerschaftlichen Engagements in der Ukraine nicht besonders stark ausgeprägt ist, ist die Anzahl an NGO´s die man besuchen kann, begrenzt und viele befinden sich erst seit den Maidan-Protesten im Aufbau. Außerdem mangelt es vielen an verlässlicher Finanzierung. Dank Dianas unermüdlichen Einsatz konnten wir dennoch einige besuchen und mit ihnen diskutieren.
So waren wir bei dem Lemberger Jugendzentrum. Dieses hat es sich zur Aufgabe gemacht einen Raum in Eigenregie zu sanieren und der Bürgerschaft Lvivs zur Verfügung zu stellen. Gegründet wurde sie während der Maidanproteste. Der Vertreter berichtete ausgiebig von den großen, strukturellen Problemen bezüglich Finanzierung, Korruption, Bürokratie und politischer Instabilität. Gleichzeitig war er sehr positiv hinsichtlich der weiteren Entwicklung und hochmotiviert. Inzwischen werden die Räume der Organisation von verschiedensten Vereinigungen, einziges Kriterium ist die Unparteilichkeit der in den Räumen stattfinden Veranstaltungen, genutzt. Schachturniere, Sprachkurse, Tanzwettbewerbe und Jugendbegegnungen finden dort statt. Perspektiv soll das Gebäude ausgebaut werden. Es wird versucht sanitäre Einrichtungen, Schlafsäle und mehr ein- beziehungsweise herzurichten. 
Die zweite Organisation ist eine Ausgründung eines studentischen Fachschaftsrates, konkreter einer Gruppe von Studierenden die sich nicht nur hochschulpolitisch engagieren wollten. Sie hat noch gar keine Räumlichkeiten und organisiert sich hauptsächlich digital. Die Studierenden stellen dabei Materialien für Veranstaltungen bereit, sammeln Geld für die Wohlfahrt, helfen beim Auf/Abbau von gemeinnützigen Veranstaltungen und werben beständig neue Mitglieder. Inzwischen sind sie in Lviv recht bekannt und ihr nächstes Ziel ist es, feste Räume zu erhalten.
Das kulturelle Rahmenprogramm bildete eine Stadtführung und ein Ausflug in die Umgebung von Lviv am letzten Tag vor der Abreise. Es wurden viele Kontakte geknüpft, sowohl zwischen den Teilnehmern, welche sich sehr auf den Teil in Leipzig freuen, als auch zwischen den Organisationen die wir besuchten und Organisationen in Deutschland, welche durch unsere Teilnehmer vertreten wurden. Beispielsweise engagierten sich viele deutsche Teilnehmer in der studentischen Selbstverwaltung und haben sich mit der studentischen Organisation in der Ukraine vernetzt, um diese zu unterstützen.
Ende gut?
Zuletzt gilt es noch die gesteckten Ziele mit dem tatsächlich geleisteten abzugleichen. Die interkulturelle Kompetenz der Teilnehmer hat sich unserer Einschätzung nach erhöht, die Teilnehmer zeigten großes Interesse an der Kultur der Länder der Partnerorganisationen. Wissen über Geographie, Politik, Gesellschaft, Geschlechterverhältnisse und das Leben der Jugend in den Partnerländern ist angewachsen. Im Rahmen verschiedener Sprachübungen wurden Grundkenntnisse des Ukranischen vermittelt. Die ukrainischen Teilnehmer bedankten sich sehr für die Offenheit und Geduld der deutschen Teilnehmer, wenn sie ihre Deutschkenntnisse anwandten. Die ukrainischen Teilnehmer lernten wichtige politische Akteure und Parteien in Deutschland kennen.
Abseits davon entwickelten sich Freundschaften, über welche sich über Sport, Mode und (Pop-)Kultur regelmäßig ausgetauscht wird, vor allem über die sozialen Netzwerke. Klischees und Stereotype wurden gezielt gesammelt und durch den gemeinsamen kulturellen Abend widerlegt. Die Deutschen lernten die Ukraine als homogenen Vielvölkerstaat mit unterschiedlichsten Ethnien und Traditionen kennen. Die Ukrainer lernten, dass man Bayern (Lederhosen, Dirndl, Oktoberfest) nicht mit ganz Deutschland gleichsetzen darf. Durch die Aufgabe ein Praxisprojekt vorzustellen wird die Beschäftigung mit dem Thema der Begegnung für den Zeitraum zwischen den Teil in Lviv und Leipzig gewährleistet. In Leipzig werden die verschiedenen Praxisprojekte thematisch sortiert und mithilfe einer Ideenschmiede und einen Markt der Möglichkeiten follow-up Projekte angestoßen. Drei deutsche Teilnehmer ließen sich, motiviert durch die Jugendbegegnung, für die Fachschaftsrat Wahlen in Leipzig aufstellen. Organisationen mit best-practice Charakter müssen verstärkt in Leipzig besucht werden, in der Ukraine finden sich davon, aufgrund der doch sehr anderen politischen und sozioökonomischen Situation und den mit diesen zusammenhängenden Schwierigkeiten, leider nicht sehr viele.
Beste Grüße,
Franz
Das Projekt wird gefördert aus Mitteln der Landeshauptstadt Dresden (Jugendamt), des Freistaat Sachsens (Sächsische Staatskanzlei, „Interregionale und grenzübergreifende Zusammenarbeit“) sowie des Auswärtigen Amtes / Bund („Ausbau der Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft in den Ländern der Östlichen Partnerschaft und Russland“).
von Freiwillige/r im Sozialen Jahr Politik | 19.06.2018 | Nicht kategorisiert
After the long journey from Dresden to Lviv, we were welcomed at the main station by Diana Libert. Diana represented the Deutsche Jugend in der Ukraine (DJU), which is the partner organization of the Politischen Jugendring Dresden (PJR) for this meeting. After the travelers had a short rest, small introductory games began to get the participants to know each other. So everyone learned why the others participated and what hopes and desires were associated with the exchange. After that the supervisors presented the two organizations (PJR & DJU) in detail. The participants learned about the focuses and activities of both organizations in their work and what activities and offers (apart from the Youth Exchange) were and are still offered.
The start of the content-related work and the accompaniment of the cultural evening, as well as a part of the team building workshop, were prepared and carried out by Eric Eberle, who was employed at the Goethe Institute in Ukraine at the time of the Youth Exchange. Using interactive methods, group formation and researching tasks, the participants explored the topics: political parties, political system and political actors. After the presentations of the two countries the participants stasted working in new groups with the maps of continents, on which they had to mark the status of different basic and liberty rights in the different countries with different colors. The result was based on the Bertelsmann Transformation Index and the Freedom House Index. 
Diana Libert and Anna Rabzun, the second supervisor from the DJU, gave on the next day a lecture about the state of civic engagement in the Ukraine. Subsequently, Franz Beensen developed the topic with an input lecture on civic engagement in Germany. The basis for this was the Allensbach-Study on volunteering, which was completed in 2014 on behalf of the Ministry of Family Affairs. The result was that civic engagement in Ukraine is not as pronounced as in Germany. In the chair circle possible reasons for it were named and discussed: the sociocultural character, material conditions and social structure, the history, etc.
From word to action
Now it was also time to change something and not to be content with the partly predictable problem analysis. That’s why Diana gave a project management workshop in the premises of the DJU in Lviv, during which the participants had to formulate their ideas and develop strategies to implement them. In doing so, she placed special emphasis on the connection between self-responsibility for oneself and responsibility for society as a whole, which she described not as a contradiction, in the sense of an either-or, but as a continuum, so that out of commitment to one’s own personal development also commitment to the citizenship of each country can grow. 
Another workshop by an external trainer focused on the topic of gender equality. Women in Ukraine are very responsible in all areas and are generally more active than men. However, almost half of the Ukrainian population does not regard domestic violence as violence and women are structurally repressed. The conductor of the course tried to raise the awareness for it. For this he first collected common (gender) stereotypes and then deconstructed them. Age, gender, height and aptitude were thus exposed as relative, context-dependent standards of evaluation. The conclusion was a group game under the open sky, in which, according to the scissors-stone-paper principle, the participants in groups competed against each other. Scissors-stone-paper (in this case: dragon, samurai and princess) had to be displayed performatively. Although the dragon defeated the petite princess, she also beat the masculine samurai (who in his turn defeated the dragon). So the workshop came to a successful conclusion. In the evening there were many controversial, but friendly and constructive discussions about gender equality and subsequent topics, e.g. gendered language. 
Weak civil society?
Due to the fact that civic engagement in Ukraine is not particularly strong, the number of NGOs that can be visited is limited and many are only under construction since the Maidan protests. In addition, there is a lack of reliable financing. Thanks to Diana’s tireless efforts, we were able to visit some of them and to carry out discussions.
So we were at the Lviv Youth Center. It has set itself the task to renovate a room on its own and to provide it to the citizens of Lviv. It was founded during the Maidan protests. The representative reported extensively on the major structural problems of financing, corruption, bureaucracy and political instability. At the same time, he was very positive about further development and highly motivated. Meanwhile, the rooms of the organization are used by various associations, the only criterion is the impartiality of events held in the rooms. Chess tournaments, language courses, dance competitions and youth exchanges take place there. In perspective, the building is to be expanded. Attempts are being made to install or refurbish sanitary facilities, bedrooms and more. 
The second organization is a spin-off of a student council, more specifically a group of students who wanted to be engaged not only in higher education policy. It does not have any premises yet and mainly organizes itself digitally. The students provide materials for events, raise money for the welfare, help with the construction / dismantling of charitable events and constantly recruit new members. By now they are well known in Lviv and their next goal is to get permanent space.
The cultural program included a city tour and a trip to the surroundings of Lviv on the last day before departure. Many contacts were made, both between the participants, who are very much looking forward to the part in Leipzig, and between the organizations we visited and organizations in Germany represented by our participants. For example, many German participants were involved in student self-administration and have networked with the student organization in Ukraine to support them.
Ends well?
Finally, it is still to match the goals we set with the actual progress we made. The intercultural competence of the participants has increased according to our estimation, the participants showed great interest to the culture of the countries of the partner organizations. Knowledge about geography, politics, society, gender relations and the life of the youth in the partner countries has grown. Basic knowledge of Ukrainian was imparted in the framework of various language exercises. The Ukrainian participants very much appreciated the openness and patience of the German participants while using their German language skills.
The Ukrainian participants got to know important political actors and parties in Germany. Apart from that, friendships were developed, through which it will be actively communicatedn on the topics of sport, fashion and (pop) culture, above all via social networks. Clichés and stereotypes were purposefully collected and refuted by the common cultural evening. The Germans became acquainted with Ukraine as a homogeneous multi-ethnic state with a wide variety of ethnicities and traditions. The Ukrainians learned that Bayern (Lederhosen, Dirndl, Oktoberfest) can not be equated with the whole Germany. Through the task of presenting a practical project, the engagement with the theme of the meeting for the period between the part in Lviv and Leipzig is guaranteed. In Leipzig, the various practical projects will be sorted by topic and, with the help of a think tank and a market of possibilities, follow-up projects will be initiated. Motivated by the Youth Exchange, three German participants were mobilized for the Student Council elections in Leipzig. Organizations with a best-practice nature must increasingly be visited in Leipzig, but unfortunately there are not many in the Ukraine because of the very different political and socio-economic situation and the difficulties associated with them.
Best wishes,
Franz
The project is funded by the City of Dresden (Youth Office), the Free State of Saxony (Saxon State Chancellery, „Interregional and cross-border Cooperation“) and the Federal Foreign Office / Federal Government („Strengthening cooperation with civil society in the countries of the eastern partnership and Russia“ ).
von Freiwillige/r im Sozialen Jahr Politik | 18.06.2018 | Blog
Auf der Zielgeraden
Hallo,
mit dem Sommer neigt sich auch mein Freiwilliges Soziale Jahr beim PJR dem Ende entgegen. Zurzeit läuft auch schon wieder die Bewerbungssphase und wir sind alle gespannt, wer meinen Staffelstab entgegennehmen wird. Doch werfen wir nochmal einen Blick zurück…
Mein letzter Blogeintrag liegt schon eine Weile zurück und seit Februar ist eine Menge passiert. Mit den milden Frühlingstemperaturen starteten einhergehend die Tablet-Touren zu verschiedenen Themen. Im Rahmen der Jugendweihe führten wir mehrere Touren mit dem Thema friedliche Revolution durch; startend am Dresdner Hauptbahnhof. Dabei kamen wir an Plätzen vorbei, die Dreh- und Angelpunkte der Friedlichen Revolution waren, wie zum Beispiel der Hauptbahnhof oder die Kreuzkirche. Dazu habe ich auch einen Projektbericht verfasst, den ihr hier findet.
Zum Thema Nationalsozialismus und Stolpersteine führten wir die Mehrzahl der Tablet-Touren durch. Die Touren sind auf der App „Actionbound“ aufgebaut und bekommen durch ihren Wettkampfcharakter- durch kleine eingegliederte Quizfragen- immer einen schönen Zuspruch bei den Teilnehmenden. Dabei kam eine neukonzipierte Tour durch Dresden Pieschen/Trachenberge und eine altbewerte Tour durch Dresden- Plauen zur Anwendung. Es ist immer wieder erstaunlich, wie sich trotz der thematischen Ähnlichkeit der Touren, es immer wieder Neues zu entdecken und lernen gibt. Oftmals übersieht man die Spuren der Geschichte im alltäglichen Geschehen. Die neue Tour liefen wir mit Schüler*innen des Pestalozzigymnasiums und der Oberschule in Dresden- Weixdorf ab. In Dresden- Plauen gestalteten wir in diesem Zusammenhang an der 55. Oberschule sogar mehrere Unterrichtsstunden. Mit einer Vor- und Nachbereitung bekam die Tour einen geordneten Rahmen. Zur neukonzipierte Tour durch Trachenberge findet sich außerdem ein Projektbericht auf unserer Internetseite.
Ebenfalls führten wir im Rahmen der Jugendweihe mehrere Seminare zum Thema „Web 2.0“ im KJFH Plauener- Bahnhof durch. Zu sprechen kamen wir hier auf Soziale Netzwerke, Datenschutz und „Hatespeech“ im Internet. Mit der Plattform „Kahoot“ gliederten wir ein kleines Quiz in das Seminar ein und bekamen dafür viel Zuspruch. Doch näheres könnet ihr hier nachlesen.
Mit dem gesamten Büro fuhren wir wöchentlich zum Gymnasium Bürgerwiese und zeigten in mehreren sechsten Klassen das Prinzip des Klassenrates. Damit Schüler*innen frühzeitig lernen Probleme alleine, geordnet und respektvoll aus dem Weg zu räumen, finde ich den Klassenrat persönlich wirklich wertvoll.
Im April fand nun auch schließlich das große Brüssel-Seminar statt und mit insgesamt 32 Freiwilligen ging es per Bus in die europäische Metropole. Wir haben dort so einiges erlebt. Als erstes haben wir mit einem Stadtrundgang einen minimalen Einblick in diese doch riesige Stadt bekommen und schon recht gut die zwei Seiten der Stadt wahrnehmen können. Noch nie habe ich so deutlich die Unterschiede zwischen arm und reich sehen können wie in dieser Seminarwoche. Aber wir haben auch Institutionen kennengelernt: wie zum Beispiel das Parlament (mit einem Abgeordnetengespräch mit Konstanze Krehl), einem Planspiel im Parlamentarium und der sächsischen Ländervertretung, die Lobbyarbeit für Sachsen betreibt. Auch hatten wir die Möglichkeit uns mit einem freien Journalisten über seine Arbeit und Erfahrungen auszutauschen. Einen recht ausführlichen Bericht könnt ihr bei Interesse hier finden.
Auch nimmt mein FSJ Projekt Gestalt an. Mit einem Video-Interview von jungen aktiven Menschen, die sich durch Engagement einbringen, möchte ich anderen Menschen, die auch mit dem Gedanken eines Ehrenamtes spielen, einen Weg zeigen und motivieren. Das Videoprojekt führe ich nicht alleine durch. Zusammen mit der Video- AG der 55. Oberschule haben wir uns auf die bisher zwei Interviews vorbereitet, gedreht und schließlich beendet. Dabei haben wir versucht aus dem ersten Interview etwas zu lernen für kommende in der Zukunft. Da haben wir insbesondere auf die Videolänge, Kameraeinstellungen und Fragen ein Auge geworfen. Zurzeit befindet sich ein Interview im Schnitt der Video-AG, in dem der Dresdner Stadtrat Vincent Drews (der als mein Vorgänger FSJ´ler beim PJR Dresden war ☺) zu freiwilligem Engagement befragt wurde.
Da können wir alle auf das Endergebnis gespannt sein, aber zu dem Projekt werde ich in naher Zukunft einen eigenen Abschlussbericht verfassen, wo genauere Details zur Idee, Gestaltung und Umsetzung zu finden sein wird.
Clemens

von Freiwillige/r im Sozialen Jahr Politik | 01.06.2018 | Nicht kategorisiert
Hello my dears,
my EVS project is slowly coming to an end, spring is over and there are only 2 months left of my voluntary service, but I have already gained so much experience and impressions that I will surely have something to remember in the coming years. 
Class councils, a trip to Lidice and Actionbound tours
In March we organised a new serie of class councils, this time in the grammar school Bürgerwiese with pupils of the 5th grade. For this I was able to try a few games with children, e.g. kicking chairs and building up a rope net. They were excited about both of them.
The class councils followed the first educational trip, which I co-organized and supervised. Together with our member Nelly, I was the supervisor of this trip to Lidice, a Czech village that was razed to the ground during the Second World War by the National Socialists and then rebuilt. Despite my worries it went well, left all participants deeply touched and gave me more certainty in the seminar planning.
In April, I spent a week at home with my family and friends, so I could relax, present souvenirs and buy some useful things. After returning to Germany, I worked on interactive Actionbound tours.
These were new tours on „national socialism“ in the Pieschen district. In the implementation, I had an opportunity not only to practice my guiding skills, but also to get some new knowledge about this district. I’ve seen some places, like the children’s memorial at St. Pauli Cemetery, for the first time in my life, and that was an interesting discovery in the city that I thought I already knew quite well.
Movie night, youth exchange in the Ukraine and further trips
In addition, I was busy preparing my movie night, which I performed at the beginning of May in the Filmgalerie Dresden. The movie we watched was the British drama „Suffragette“ and dealt with the struggle for women’s voting rights in Britain at the beginning of the 20th century. For this I´ve selected the most expressive film scenes and created a small presentation with background information about the historical persons and events.
Since the participants themselves were mostly women, the subject fascinated them and caused an one-hour discussion about the film and women’s life in general.
But my strongest impression is of the event that lasted the whole last week – the first part of the German-Ukrainian youth meeting „Time to act“, which took place in the Ukrainian city Lviv. There I went with two other supervisors, Nelly and our new intern Franz, and eight German participants.
There we met with eight Ukrainian participants. Together, we explored the subject of „Civic engagement“ by attending several workshops, meeting representatives of various NGOs and, of course, exploring the city with its rich history and culture. All this we have organized in close cooperation with Diana of the German Youth in Ukraine, which was very productive and went well.
In my free time I went on with travelling. I also visited Vienna, Rome and Amsterdam and saw a lot of sights ranging from ancient constructions such as the Colosseum or the Pantheon, historic buildings such as the Vienna State Opera, to exotic districts such as the Red Light District.
In addition, I have also visited various places in Saxony, including the noble Semperoper, where I have viewed the Italian opera piece „L’elisir d’amore“, and the fun Dinosaur park near Bautzen, where dinosaur figures in the original size are available for climbing and observing.
I hope the rest of my project will be just as fruitful and as much fun as it has always been.
All the best,
Marina
European Voluntary Service is fostered by ERASMUS+ with funds from the European Union.