von Freiwillige/r im Sozialen Jahr Politik | 04.05.2018 | Blog
Unser Praktikant Martin hat eine neue Stolperstein- Tour konzipiert, diesmal im Trachenberger- bzw. Pieschener Stadtgebiet.
Prämiere hatte die Tour mit einer achten Klasse des Pestalozzigymnasiums. Nach einem Einstieg in die Thematik „Nationalsozialismus“-bzgl. Ideologie und verfolgte Gruppen- machten wir uns auf den Weg zum „Goehle-Werk der Zeiss Ikon AG“. Diese Fabrik zählte mit bis zu 6000 Beschäftigten zum größten Rüstungsbetrieb in Dresden. In der Munitionsfabrik mussten auch viele jüdische Zwangsarbeiter*innen arbeiten, weshalb der Besuch des historischen Fabrikgebäudes sehr eindrucksvoll war. Schließlich kamen wir an Stolpersteinen vorbei, erfuhren etwas zu den Biografien und Schicksalen der ermordeten und verfolgten Menschen. Dabei kamen Themen wie zum Beispiel Konzentrationslager, T4 und Judenlager zur Sprache.
Auch fanden wir Mahndepots – nummerierte Metallkapseln im Boden- die es nur in Dresden gibt. In ihnen befinden sich eine Kurzbeschreibung und ein Foto vom historischen Ort, an denen sie nun eingelassen sind. Aufzufinden waren diese vor der Firma „G. Heyde KG“ und dem Judenlager „Hellerberg“.
Letzteres bildete bei uns das Ende der Tablet- Tour und mit einem Besuch der Gedenktafeln auf dem St. Pauli Friedhof fand sich ein guter Abschluss. Diese Tafeln sind von Kindern gestaltet und erinnern an die vielen hundert toten Babys, die im Judenlager Hellerberg durch Verhungern, Verwahrlosung und Gewalt ums Leben kamen.
Es war für alle eine sehr spannende und lehrreiche Tour auf den Spuren der NS-Zeit; durch ein weiteres Dresdner Stadtgebiet.

von Freiwillige/r im Sozialen Jahr Politik | 29.03.2018 | Blog
Im Rahmen der Jugendweihe haben wir in letzter Zeit mehrere Actionbound-Touren durch Dresden durchgeführt. Mit den Tablet basierenden Stadtführungen sind wir mit 6-12 Jugendlichen in der Innenstadt den Spuren der Friedlichen Revolution und in Dresden- Plauen dem Schicksal der Juden zur NS-Zeit nachgegangen. 
Die Innenstadttour startete an dem Ort, an dem 1989 die Züge mit den Prager Botschaftsflüchtlingen durch Dresden fuhren: Dresdner Hauptbahnhof. Noch heute erinnert eine kleine Gedenktafel an der Fassade des Bahnhofs an das Ersuchen nach Freiheit und schließlich den Start der Revolution, welche 1990 endlich zur Vereinigung beider deutscher Staaten führte. Auf dem Weg vom Hauptbahnhof über die Kreuzkirche bis schließlich zum Kulturpalast sprachen wir außerdem über die Gruppe der 20, das Ministerium für Staatssicherheit, die Lebensmittelsituation uvm.
Die Stolpersteintour in Dresden Plauen- startete bei uns im Büro. Nach einem kleinen Einführungsreferat über den Nationalsozialismus und verfolgte Gruppen machten wir uns schließlich auf den Weg, um an einigen Stolpersteinen mehr über die jeweilige Biografie und Schicksal jüdischer und behinderter Menschen zu erfahren. In diesem Zusammenhang gingen wir auch auf die Euthanasie, die Judenverfolgung, Konzentrations- und Vernichtungslager und auch auf die Zerstörung Dresdens ein. Den Abschluss bildete schließlich der Innenhof des ehem. „Königlichen Landesgerichts“ am Münchner Platz, in dem viele Widerstandskämpfer der NS Zeit hingerichtet wurden.
Trotz des teilweise regnerischen Wetters mit niedrigen Temperaturen zeigten die Teilnehmer*innen großes Interesse und auch Bewegtheit bei Erzählungen von schicksalshaften Ereignissen und Biografien.



von Freiwillige/r im Sozialen Jahr Politik | 29.03.2018 | Blog
In einer bedächtigen Lesung führte Chantal durch das Thema Widerstand zur Zeit des Nationalsozialismus und hinterfragte dabei kritisch, ob man selber aus heutiger Sicht den Mut aufbringen
würde, sich gegen ein solches Terrorregime zu stellen. Dabei nannte sie Georg Elser als Beispiel für aufrechten Widerstand gegen die Herrschaft Hitlers und stellte dessen Situation dar.
Für ihre Recherche besuchte sie unter anderem das ehemalige KZ Sachsenhausen und versuchte ein Gefühl für die Opfer des NS-Regimes zu bekommen. Sie beschrieb ihre Gefühle und Einsichten mit starken und erdrückenden Worten, die dem Leser und Zuhörer in ihre Lage versetzten.
Im Laufe ihrer Lesung beschrieb sie dann ihr eigenes Umgehen mit Politik und Phänomenen wie Pegida, welche erneut eine Stimmung der Angst und der Ausgrenzung schüren. Für die Recherche im Rahmen ihres Forschungsinteresses besuchte sie auch einzelne Politiker*innen verschiedener Parteien (Grüne, SPD, AFD) und versuchte den richtigen Umgang mit Demokratie und Kritik zu ergründen. Ihr Text hielt ihre Gedanken und Erkenntnisse vor, während und nach den Gesprächen mit den Politiker*innen fest.
In der Diskussion, die sich an die Lesung anschloss, wurden Meinungen und Ansätze zusammengetragen, wie man selbst sich mehr und besser in Demokratie und Politik einbringen kann und was man alleine gegen Populismus und Rassismus, die wie ein Schatten der heutigen Zeit wirken, tun kann.
von Freiwillige/r im Sozialen Jahr Politik | 29.03.2018 | Nicht kategorisiert
В рамках Jugendweihe (праздника вступления во взрослую жизнь) мы в последнее время провели несклько Actionbound туров по Дрездену. Вместе с экскурсиями по городу на планшетах и 6-12-летними участниками мы прошли по следам Мирной революции в ГДР в центре города и в районе Плауен проследили судьбы евреев во времена национал-социализма. 
Тур по центру города начался в месте, через которое в 1989 году проехали поезда с берженцами из посольства Праги – центральном вокзале. Сегодня небольшая мемориальная доска на фасаде здания напоминает о просьбах свободы и последовавшем начале револиции, которая привела к объединению Германии в 1990 году. По пути от вокзала через Кройцкирхе к дворцу культуры мы также говорили о Группе двадцати, Министерстве государственной безопасности ГДР (Штази), продовольственной ситуации и т.д. 
Тур по камням преткновения в районе Плауен начался в нашем офисе. После небольшого введения о национал-социализме и преследуемых группах людей мы собрались в путь, чтобы, стоя возле некоторых камней, рассказать о судьбах евреев и инвалидов, имена которых на них выгравированы. В связи с этим мы также поговорили об эвтаназии, преследовании евреев, концентрационных лагерях и лагерях смерти, о бомбандировке Дрездена. В заключение мы пришли во внутренний двор „Королевского государственного суда“ на Мюнхнер платц, в котором были казнены многие борцы сопротивления времени наионал-социализма. 
Несмотря на временами дождливую погоду и низкие температуры, участники проявили большой интерес к судьбоносным событиям и значимым биографиям. 
von Freiwillige/r im Sozialen Jahr Politik | 29.03.2018 | Nicht kategorisiert
As part of the Jugendweihe (Youth consecration) we have recently performed several Actionbound tours through Dresden. With the tablet-based city tours and 6-12 years old participants we followed the traces of the Peaceful Revolution in the inner city and the fate of the Jews during the Nazi era in Dresden-Plauen. 
The inner city tour started at the place where the trains with the Prague embassy refugees drove through Dresden in 1989: Dresden Central Station. Even today, a small memorial plaque on the facade of the station commemorates the request for freedom and following start of the revolution, which finally led to the unification of the two German states in 1990. On the way from the Central station to the Kreuzkirche and finally to the Kulturpalast, we also talked about the Group of 20, the Ministry of State Security (Stasi), the food situation and much more. 
The stumbling stones tour in Dresden Plauen started in our office. After a small introductory talk about national socialism and persecuted groups, we finally set off to learn more about the biography and fate of Jewish and disabled people while standing near some of their stumbling stones. In this context, we also talked about euthanasia, the persecution of the Jews, the concentration and extermination camps, and about the destruction of Dresden. The conclusion took place in the courtyard of the former „Royal State Court“ at Münchner Platz, where many resistance fighters of the Nazi era were executed. 
Despite the partly rainy weather with low temperatures, the participants showed great interest and also emotion in stories of fateful events and biographies. 