Hier bin wieder ich. Lange habe ich mich bei euch nicht gemeldet. Hoffentlich seid ihr gut ins neue Jahr gestartet. Mir geht’s gut und ich habe euch viel Neues zu erzählen.
In der ersten Novemberwoche war ich beim On-Arrival-Training des Freiwilligendiensts im schönen, gemütlichen und kulturreichen Weimar. Da wurde viel reflektiert und über Begriffe wie „Kultur“, „Interkulturalität“ und „Transkulturalität“ gesprochen. Zusammen mit Freiwilligen aus verschiedenen Ländern erfuhr ich mehr über die Projekte vom Europäischen Solidaritätskorps und Erasmus+, plante mein freiwilliges Jahr und tauschte meine Erfahrungen aus. In der Freizeit besuchten wir das ehemalige Konzentrationslager Buchenwald und bummelten in der gemütlichen und authentischen Altstadt. Das Treffen mit anderen Freiwilligen war für mich sehr inspirierend und ließ mich über verschiedene Sachen nachdenken.
Ein Ereignis im November war für mich besonders prägend. Ich bereitete eine Präsentation und einen Vortrag über mein Heimatland vor, die ich dann am digitalen Ukraine-Abend für meine deutschen Kolleg:innen präsentierte. Ich widmete dieser Aufgabe viel Zeit und Mühe, um für meine deutschen Kolleg:innen eine richtige und umfassende Vorstellung von der Ukraine zu schaffen. Ich beantwortete auch die von Teilnehmer:innen gestellten Fragen und bekam danach ein positives Feedback.
November war für mich ziemlich erlebnis- und reisereich. Eine Freundin von mir aus der Ukraine kam zu mir zu Besuch. Zusammen besuchten wir die Sächsische Schweiz, die Gegend beeindruckte mich sehr. Ein anderes Wochenende verbrachte ich in Leipzig, wo ich mich mit meinen Freundinnen traf, es war eine schöne Zeit zusammen.
Was meine freiwillige Arbeit betrifft, so versuchte ich in möglichst viele Prozesse in der Bildungsarbeit vom PJR zumindest ein bisschen einzutauchen, wie z.B. bei AG-Treffen dabei zu sein. Die bedeutendste Leistung war aber meiner Meinung nach, dass ich beim Workshop für die Jugendweihe eine Einheit über das Cybermobbing übernahm, beim GTA Schülerzeitung machte ich auch aktiv mit. Ich war in der ersten Zeit sehr aufgeregt, aber sich neuen Herausforderungen zu stellen ist immer spannend.
In der Zwischenzeit übte ich weiter fleißig meine Sprachkenntnisse, indem ich zu verschiedenen Themen recherchierte, Texte im Original las, auf Deutsch im Alltag kommunizierte. Auch mit einer weiteren Fremdsprache begann ich, und zwar besuche ich jetzt einen französischen Onlinekurs.
Langsam stand der erste Advent vor der Tür. Ich dekorierte mein Zimmer, kaufte mir einen Adventskalender mit kleinen Süßigkeiten, im Büro herrschte auch weihnachtliche Stimmung. Jeden Adventssonntag unternahm ich immer etwas Schönes. Einmal besuchte ich zum Beispiel Radebeul bei Dresden, wo Häuser mit Hirtensternen, Schwibbögen und Lichtketten weihnachtlich geschmückt waren. Am nächsten Sonntag war ich dann bei einer Kollegin zu Besuch, wo wir Kaffee tranken, Stollen und Plätzchen aßen und quatschten. Für eine richtige Weihnachtsstimmung fehlte es nur einen Weihnachtsmarkt und Schnee. Der Striezelmarkt in Dresden, der älteste und der prachtvollste Weihnachtsmarkt Deutschlands, wurde wegen der verschlimmerten Corona-Situation in Sachsen leider abgesagt. Es gelang mir aber ihn kurz zu sehen, bevor alles abgebaut wurde. So schön und stimmungsvoll sah alles aus.
Trotz alldem konnte ich den wahren Geist des Weihnachtens dank meinen Kolleg:innen spüren. Im Büro erlebte ich Traditionen und Eigenheiten von Weihachten in Deutschland: ein Räucherhäuschen, eine blühende Amaryllis und natürlich einen Adventskalender (zwei sogar; einer davon war digital, von unserem Vorstandsvorsitzenden Marcus gemacht).
Bei der weihnachtlichen Mahlzeit im Büro verkostete ich meine Kolleg:innen mit der ukrainischen Kutja, die sie ungewöhnlich, aber lecker fanden. Zusammen schauten wir uns auch einen Weihnachtsfilm an, um uns auf Weihnachten einzustimmen. Alle, die beim PJR mitmachen, bekamen eine Weihnachtskarte mit Weihnachts- und Neujahrswünschen von Kolleg:innen. Ich bekam auch meine Karte, und es freute mich, herzliche und nette Worte durchzulesen.
Zuletzt noch ein paar Worte über meine Winterfeiertage. Zu Weihnachten und Silvester blieb ich in Deutschland und konnte es mir dabei nicht erlauben, keinen Weihnachtsmarkt dieses Jahres zu sehen. Ich reiste zu Weihnachten nach Berlin und besuchte einen richtig schönen Weihnachtsmarkt mit Musik, Glühwein, Eislaufbahn und Weihnachtsbaum. Das war so toll!!!
Damit mache ich diesmal Schluss. Ich bin gesund und munter. Mal sehen, was das 2022 uns bietet.
Am vergangenen Samstag ging es im Johannstädter Kulturtreff poetisch zu. Der „Democracy Slam“-Workshop, der von uns in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung durchgeführt wurde, fand mit insgesamt neun Teilnehmenden statt. Dominik Erhard, der als erfahrener Poetry Slammer den Workshop inhaltlich gefüllt hat, hat die Teilnehmenden behutsam und professionell an das Genre „Poetry Slam“ herangeführt und durch verschiedene Übungen konnten wir kreative Ressourcen freilegen. Insgesamt sind bei allen zwei Texte oder Textideen, die es mitunter echt in sich hatten. Da zum Poetry Slam auch der Vortrag gehört, haben wir unsere Texte uns gegenseitig präsentiert und bei einigen hat sich schon eine steile Slammer*innenkarriere abgezeichnet, wenn man die Qualität des Vortrags und des Texts selbst betrachtet.
An anderer Stelle konnten wir spannende politisch-gesellschaftliche Fragen (z.B. Funktioniert eine Gesellschaft mit Autoritäten? Wer verdient eigentlich Autorität und wodurch?) diskutieren, was wiederum als Anregung für die anschließende Schreibübung diente. Wir sind gespannt, ob eine*r „unserer“ Teilnehmenden auf dem Democracy Slam der Leipziger Buchmesse auftreten wird!
Wir wünschen den Teilnehmer*innen noch viele poetische Momente und wünschen ihnen immer einen guten Text, ob für das Ohr oder selbst vorgetragen! Und vielleicht gibt es ja eine Wiederholung dieses Workshops, seid gespannt…
Nach vielen Monaten der Planung mit der Stadt Dresden und fünf Dresdner Gymnasien waren vom Sonntag, dem 23. September, bis zu Dienstag, 02. Oktober, 21 Schüler*innen aus der Stadt Tel Mond im Norden Israels in Dresden zu Gast. Sie waren untergebracht bei 20 Dresdner Schüler*innen, die von fünf verschiedenen Schulen kommen: vom St.-Benno-Gymnasium, Berthold-Brecht-Gymnasium, Romain-Rolland-Gymnasium, Vitzthum-Gymnasium sowie vom Kreuzgymnasium. Nachdem nun das Programm in Dresden geschafft ist, steht im Februar 2019 der Gegenaustausch in Israel an. Doch von Anfang an:
Am Sonntagmittag kamen die Israelis mit dem Bus vom Prager Flughafen an. Bei 7 Grad Celsius kam bei allen gleich eine richtige Herbststimmung auf. Die Israelis hatten für den Nachmittag noch Zeit sich von der Reise auszuruhen und in den Gastfamilien anzukommen.
Am Montag ging das Programm dann los. In aller Frühe sind wir von den Schulen aus mit den Gastschüler*innen zum Theaterplatz gelaufen beziehungsweise gefahren, um von dort mit einer kleinen Stadtrundfahrt zu beginnen. Nachmittags hatte die Gruppe dann viel Zeit und Raum sich gegenseitig kennenzulernen. Es gab ein paar Kennlernspiele, Organisatorisches und – das wichtigste überhaupt – Kekse.
Dienstag lief ähnlich ab, auch hier waren wir vormittags nur mit den Israelis unterwegs, um nachmittags noch einen gemeinsamen Workshop zu haben. Wir sind nach Moritzburg gefahren, um mit der Lößnitzgrundbahn wieder zurückzufahren. Der Workshop am Nachmittag war von den Dresdner Schüler*innen vorbereitet und drehte sich um das Sächsische Schulsystem. Außerdem ging es um die Geschichte der DDR und um die Wiedervereinigung.
Am Mittwoch schließlich durften die Israelis die Deutschen in die Schule begleiten. Dort haben sie auch Israel als Land vorgestellt. Nachmittags haben wir, als Ergänzung zum Workshop vom Vortag, die Gedenkstätte Bautzner Straße besucht, wo die Stasi in der SED-Diktatur ihre politischen Feinde festhielt und drangsalierte. Um nach den bedrückenden Erfahrungen in der Gedenkstätte noch etwas gemeinsam zu machen, gab es dann noch ein Pizzapicknick an der Elbe.
Während des nächsten Tages konnten sich die Dresdener Schüler*innen wieder stark einbringen. Wir haben in drei Gruppen drei Stationen in Dresden aufgesucht, wofür die Deutschen jeweils einen kurzen Vortrag vorbereitet hatten. Zuerst waren wir im Unigebäude am Weberplatz 5, wo wir einiges über Victor Klemperer erfahren haben, der in der Weimarer Republik Professor an der TU Dresden war und auch unter dem Nazi-Regime leiden musste, weil er Jude war. Die zweite Station war die Neue Synagoge an der Carolabrücke. Hier ging es unter anderem um die Geschichte der alten Sempersynagoge und wie das Gemeindeleben in der Neuen Synagoge funktioniert. Die letzte Station war schließlich das ehemalige Judenlager Hellerberg sowie das Zentralwerk an der Zeithainer Straße. Hier mussten Juden Zwangsarbeit verrichten. Inzwischen ist an dem Ort die Zentralwerk Kultur- und Wohngenossenschaft Dresden eG ansässig, welche unter anderem mit einem Kulturverein den Gebäuden eine neue Bedeutung geben möchte.
Für den Freitag war ein kleiner Höhepunkt geplant: Wir durften eine Veranstaltung der Stadt Dresden besuchen, zu der ehemalige Dresdner*innen oder deren Nachfahren eingeladen waren, die aufgrund des Holocausts aus Dresden fliehen mussten. Die Menschen kamen teilweise von sehr weit her und es war sehr interessant sich mit ihnen auszutauschen. Danach haben wir Peter Stein getroffen. Sein Vater war Fotograf und musst vor dem Nazi-Regime fliehen. Wir haben mit Peter Stein eine Ausstellung im Stadtmuseum besucht, wo Fotos seines Vaters ausgestellt waren. Abends haben wir den jüdischen Gottesdienst in der neuen Synagoge besucht, wo auch viele von den Menschen vom Vormittag dabei waren. Anschließend hat die Jüdische Gemeinde zum Kiddusch geladen, wo auch der Oberbürgermeister mit dabei war. Beim Kiddusch gab es sehr leckeres Essen und die Möglichkeit Mitglieder der Gemeinde kennenzulernen.
Das Wochenende stand den Gastfamilien mit ihren Gästen frei zur Verfügung, sodass sie dies individuell nutzen konnten. Am Montag war schließlich schon unser letzter gemeinsamer Tag. Hier gab es noch einen Workshop zum Thema Populismus, wo die Schüler*innen sehr kontrovers diskutierten. Danach konnten die Schüler*innen das Nachhaltigkeitsprojekt Konglomerat e.V. in Dresden kennenlernen. Abends war schließlich noch der Abschiedsabend im Kinder- und Jugendhaus „Schieferburg“. Hier gab es lecker Suppe und jede Menge gute Stimmung. Außerdem hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, sich gegenseitig eine Postkarte zu schreiben, sodass am Ende für alle eine Postkarte geschrieben wurde. Die Postkarten haben wir mit ins Büro genommen und an die jeweilige Person verschickt.
Schließlich war es am Dienstagmorgen schon wieder so weit, dass wir uns von unseren israelischen Gästen verabschieden mussten. Die Israelis sind mit dem Bus nach Prag gefahren, um dann am Abend zurück nach Israel zu fliegen. Jetzt zählen Israelis und Deutsche schon die Tage, Stunden, Minuten und Sekunden bis sie sich in Tel Mond im Februar wiedersehen!
Das war’s auch schon mit dem Bericht vom ersten Teil der Begegnung. Wer aber noch ein paar hübsche Bilder vom Austausch sehen möchte, kann auf unseren Instagram-Account schauen!
Ende August fand der zweite Teil unserer Jugendbegegnung Time to act! in Leipzig statt. Die Teilnehmenden an der Begegnung, die aus Ukraine (Deutsche Jugend in der Ukraine) und Deutschland kam, haben zahlreiche Eindrücke von ihrer Erfahrung, die im blog zu lesen sind. Wir teilen jetzt Fragmente von den Beiträgen und wir laden unsere Leser/innen ein, den Blog zu besuchen und einen Blick hinter die Kulissen unserer Begegnung zu werfen.
“Am Donnerstag, dem ersten Tag des zweiten Teils unserer Jugendbegegnung, bot sich für alle TeilnehmerInnen die Möglichkeit, sich in geselliger Runde wiederzutreffen. Bereits am Nachmittag erkundeten einige Jugendliche gemeinsam die Leipziger Innenstadt. Am Abend kehrten wir im Hostel ein, tauschten uns über den zurückliegenden Sommer aus und sprachen gemeinsam über unsere Erwartungen für die bevorstehende Projektwoche. Wir saßen gemütlich zusammen und ließen die Erinnerungen an den Besuch in Lviv Revue passieren. :)”
“Nach dem Ende des Wettkampfes, der von dem Wikingerteam entschieden wurde, trödelten alle noch ein bisschen über den Kanupark und trafen sich um 15.45 Uhr zur Zwischenevaluation. Собравшись вместе, мы подитожили первую часть проекта, каждый имел возможность высказать свое мнение по поводу организации и проведения проекта. Nach den ganzen positiven Meinungen der Teilnehmer flogen wir förmlich zurück ins Leipziger Stadtzentrum um die Fahrräder zurückzugeben. День выдался очень насыщеным, все участники устали, но остались довольны большим количеством новых знаний, крутых эмоций и приятных впечатлений. Die ukrainischen und deutschen Teilnehmer hatten einen sehr schönen und heiteren Tag, der die Gruppe noch einmal näher zusammengebracht hat und uns allen sehr große Freude bereiten konnte”
“Trotz hohem Arbeitspensums in unseren Arbeitsgruppen, welche noch am gleichen Tag zu präsentierende Projekte hervorbringen sollten, war unser aller Beitrag zu verschiedenen Themen, welche auch über das nun sich am Ende befindende Projekt weiterlaufen soll, von vollem Erfolg gekrönt. Die Arbeit an unseren Projekten nahm den größten Teil der Arbeit ein und beschäftigte uns den gesamten Nachmittag über. Nach langer und intensiver Arbeit an den Projektgruppen präsentierten wir uns gegenseitig unsere Ergebnisse”
“Am Donnerstag, dem ersten Tag des zweiten Teils unserer Jugendbegegnung, bot sich für alle TeilnehmerInnen die Möglichkeit, sich in geselliger Runde wieder zu treffen. Bereits am Nachmittag erkundeten einige Jugendliche gemeinsam die Leipziger Innenstadt. Am Abend kehrten wir im Hostel ein, tauschten uns über den zurückliegenden Sommer aus und sprachen gemeinsam über unsere Erwartungen für die bevorstehende Projektwoche. Wir saßen gemütlich zusammen und ließen die Erinnerungen an den Besuch in Lviv Revue passieren. :)”
“Der Workshop war in vier Stationen gegliedert und wir wurden ebenfalls in vier gemischte Gruppen aufgeteilt. In der ersten Station haben wir die Grundrechte genannt die uns am wichtigsten sind, wie erwartet wurden die im Grundgesetz verankerten Menschenrechte die für jeden gelten sollten genannt. Außerdem befassten wir uns mit den Bürgerrechten, wie z.B. den Wahlrechten und den Recht auf Wiederstand, welche uns verdeutlicht haben, dass unsere Rechte Teil unserer persönlichen Freiheiten sind und die Basis unseres demokratischen Verständnisses bilden”
“Nach dem heutigen Tag haben wir viele Anregungen zum Nachdenken erhalten. Besonders nach der Vorstellung der Praxisprojekte, haben wir einige gute Ideen bekommen, welche wir vielleicht in unseren eigenen Städten und unseren Heimatländern verwirklichen könnten. Die verschiedenen Projekte erinnerten uns daran, dass es sehr wichtig ist Bürgerschaftliches Engagement zu zeigen und man so gute und wichtige Entwicklungen für die Gemeinschaft und sein Umfeld unterstützen kann. Мы были рады описать этот день вместе с Олей, Валентиной и Тамарой”.
Das Projekt wurde gefördert aus Mitteln der Landesdirektion des Freistaats Sachsen (Programm: Interregionale Zusammenarbeit) sowie des Auswärtigen Amtes (Programm: Ausbau der Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft in den Ländern der Östlichen Partnerschaft und Russland).
Der Europäische Freiwilligendienst wird durch Mittel von Erasmus+ finanziert.
Die erste drei Monate von meinem EFD-Projekt sind fast vorbei und mir ist so viel passiert, dass ich das unbedingt mit euch teilen will.
Als erstes möchte ich sagen, dass ich unglaublich freundliche Mitarbeiter habe, die ich für alle meine Fragen konsultieren kann. Dank ihnen habe ich mich sehr schnell an mein Leben im Ausland gewohnt: mein Zimmer gestaltet und dekoriert, die Möglichkeit weiter Sport zu machen ausgesucht, neue Freunde gefunden und auch Freizeitaktivitäten entdeckt.
Bereits im September nach 2 Wochen in Deutschland hatte ich mein Ankunftstraining, das 7 Tage lang dauerte und in Weimar stattfand. Ich habe mit 19 anderen EFDlerinnen und EFDlern an verschiedenen Aktivitäten teilgenommen und auch viel über den europäischen Freiwilligendienst und die Stadt selbst erfahren. Ein Tag war Ausflugstag und ich habe das Buchenwald – Konzentrationslager, das in der Nähe von Weimar liegt, besucht. Diese Woche hat mir viel Spaß gemacht und auch eine Freiwillige habe ich danach im Oktober in Leipzig besucht.
Im unseren Büro gab´s auch viel zu tun. Im Oktober fand unsere Rathausrallye für Grundschule Kinder statt, dann eine Stolperstein-Tour für Achtklässler/innen und anschließend mein russischer Abend für PJR Ehrenamtliche und Mitarbeiter/innen. Die Rallye wurde in Zusammenarbeit von Franzi vom Büro und Matthias vom Jugendamt der Stadt Dresden vorbereitet und durchgeführt. Ich sollte nur Fotos machen und hatte die perfekte Möglichkeit, Neues von der Geschichte von Dresden zu erfahren.
Zur Stolperstein-Tour haben Tobias, unser FSJler Clemens und ich 7 Stolpersteine ausgewählt und den Jugendlichen die traurigen Biografien von verfolgten Juden/Jüdinnen erzählt. Ich hatte ein bisschen Angst vor der Veranstaltung gehabt, in der ich ja als eine Art Reiseführerin wirken musste, aber alles lief gut und hat mich sehr gefreut.
Am kompliziertesten war für mich bisher der russische Abend. Dazu habe ich eine Präsentation von meiner Stadt gemacht und ein Video ausgesucht um das alles dem Team des PJR zu zeigen. Ich habe mir bei der Vorbereitung Mühe gegeben und alle Zuschauer waren danach zufrieden.
Im November habe ich an der Actionbound Führung der ehemaligen FSJlerin Charlott mit dem Thema „Dresdner Stadtgeschichte“ teilgenommen. Mit Tablets sind wir durch das Stadtzentrum gegangen, haben jede Menge neue Information bekommen und sollten auch Fragen dazu beantworten. Es war für mich sehr interessant, ich überlege mir auch so eine interaktive Tour mit der App herzustellen.
Und zu guter Letzt, mit Tobias sind wir zwei Monate lang fast jeden Donnerstag in die 6. Klasse eines Gymnasiums gegangen, um dort ein Sozialtraining zu machen und den Klassenrat einzuführen. Dabei konnten auch einige meiner Ideen von Sozialspielen durchgeführt werden und am Ende habe ich dazugelernt, was der Klassenrat überhaupt ist. In meiner Stadt habe ich noch nie von so was gehört, deswegen war das für mich besonders lehrreich.
Viele Grüße,
Marina
Der Europäische Freiwilligendienst wird gefördert von ERASMUS+ mit Mitteln der Europäischen Union.