von ESK-Freiwillige | 27.05.2026 | Blog
Olá,
Ich mache jetzt schon seit fast 9 Monaten meinen ESK Freiwilligendienst in Figueira da Foz in Portugal. Figueira ist eine kleine Küstenstadt etwa mittig in Portugal gelegen und ist durch Fernbusse und Züge sehr gut an quasi alle großen Städte in Portugal angebunden. Ich arbeite hier bei einem Ruder- und Kajakverein. Meine Aufgaben bestehen hauptsächlich darin die Trainer beim Training mit den Kindern im Alter von 7 bis 17 Jahren zu unterstützen und bei Wettkämpfen zu helfen. Zusätzlich dazu gibt es zweimal in der Woche ein Projekt mit Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen, die gemeinsam mit uns Freiwilligen und einem Coach ebenfalls Rudern und Kajakfahren lernen und andere sportliche und Gruppenaktivitäten machen. Besonders gut gefällt mir das unser Club sehr international sind, sowohl Coaches als auch Athleten kommen nicht nur aus Portugal sondern auch aus Brasilien, Kuba, Belarus, Ukraine, Russland, der Niederlande, Südafrika oder Argentinien, sodass man ständig im Austausch mit ganz vielen Menschen aus unterschiedlichen Teilen der Welt ist. Das gilt natürlich auch für meine Mitfreiwilligen aus Frankreich und Spanien mit denen ich mich super verstehe. Zudem herrscht allgemein eine sehr offene Atmosphäre, sowohl bei den Eltern als auch bei Trainern und Athleten. Auch habe ich hier die Chance einen Einblick in das Leben von Leistungssportlern zu bekommen und auch Europameister und Olympioniken kennenzulernen.

Für die Arbeit mit Kindern ist natürlich auch die Sprache sehr wichtig, dadurch ist man jedoch auch gezwungen zu sprechen und verbessert sich schnell. Zusätzlich besuche ich auch mit anderen Freiwilligen aus Deutschland, die hier im Kindergarten arbeiten, einen Sprachkurs, in dem ich mein doch recht spezielles Vokabular von Arbeit alltagstauglich erweitern kann (außer auf Arbeit muss ich doch recht selten die Kajaktechnik von jemandem korrigieren:))
Im Winter haben wir auch deutlich gemerkt das es selbst im Süden nicht immer warm ist, besonders da die Häuser quasi nicht isoliert sind und es auch keine Heizungen gibt. Zudem wurde Portugal im Januar und Februar ziemlich hart von Stürmen und Überschwemmungen getroffen, bei uns in der Stadt sind sogar ein Riesenrad und ein Kran umgefallen.
Jetzt ist aber quasi schon Sommer und ich freue mich auf die verbleibenden 3 Monate in Figueira.
Bejiinhos aus Portugal.
Dieses Projekt wird durch das Europäische Solidaritätskorps der Europäischen Union gefördert.
von ESK-Freiwillige | 26.05.2026 | Blog
Mein Jahr in Deutschland:
Anfang September begann ich hier in Dresden zu arbeiten und fühlte mich im Büro sofort wohl. Was die Arbeit mit den Jugendlichen in den Klassen betrifft, dauerte es jedoch eine Weile, bis ich mich zu 100 % bereit fühlte.
In diesem Zusammenhang hat mir das Büro einen Deutschkurs organisiert, der von Anfang an sehr hilfreich war, auch weil ich im März im Rahmen des Workshops zum Thema Rassismus eine Recherche über den Kolonialismus präsentieren musste, die wir anschließend in verschiedenen Schulen vorgestellt haben.
Während dieses Jahres nahm ich an zwei Seminaren teil: das erste in Weimar und das zweite in Bremen. Beide waren wunderschöne Erfahrungen, an die ich mich auch in Zukunft erinnern werde, vor allem weil ich viele neue Menschen aus der ganzen Welt kennenlernen konnte und dadurch auch mein Englischniveau auf einem guten Stand halten konnte.
Ich danke meinen Kolleginnen und Kollegen herzlich dafür, dass sie mir die Möglichkeit gegeben haben, hier in Dresden zu arbeiten.
Dieses Projekt wird durch das Europäische Solidaritätskorps der Europäischen Union gefördert.
von ESK-Freiwillige | 27.04.2026 | Blog
Mein Freiwilligenjahr in Polen
Hey, mein Name ist Selma. Ich bin 21 Jahre alt und mache Gerade mit dem Europäischen Solidaritätskorps einen 9-monatigen Freiwilligendienst in Opole, Polen. Ich komme aus Berlin und habe im Sommer 2025 die Schule dort abgeschlossen. Danach war für mich klar, ich möchte nicht direkt studieren, sondern ein Jahr Pause von dem ganzen Lernen haben. Dabei bot sich ein Freiwilligendienst gut an. Ich habe die Möglichkeit in ein fremdes Land zu reisen, neue Menschen kennenzulernen sowie Neues zu lernen und gleichzeitig bereichert mein Einsatz die Communities hier in der Umgebung.
Meine Hauptaufgabe hier ist die Schüler verschiedener Schulen näher an die englische Sprache zu führen. Dies machen wir in der Form von interaktiven Workshops, welche von mir auf Englisch geleitet werden. Falls es Kommunikationsprobleme geben sollte, ist meine Koordinatorin vor Ort, welche dann auf Polnisch mit den Schülern spricht. Diese Arbeit ist sehr abwechslungsreich, da zum einen das Alter der Schüler stark variiert (7-20 Jahre), das Englischlevel der Schüler immer unterschiedlich ist und auch ihr Engagement am Unterricht sich stark unterscheidet. 90% der Zeit macht mir diese Arbeit sehr viel Spaß. Es ist sehr interessant sich mit den Schülern über unsere unterschiedlichen Kulturen auszutauschen und ich lerne immer etwas Neues dazu. Das viele Sprechen vor großen Gruppen hat mir auch dabei geholfen freier und unbeschwerter zu sprechen sowie mir die Angst davor genommen auf fremde Menschen zuzugehen. Obwohl diese Workshops meine Hauptaufgabe sind, gibt es bei meinem Freiwilligendienst keinen typischen Tag. Jede Woche ist neu strukturiert und wir helfen bei vielen verschiedenen Aktivitäten mit. Andere Aktivitäten sind z.B. Workshops in unserem lokalen Jugendclub, Büroarbeiten oder Unterstützung bei großen Events der Universität Opole oder unserer NGO, sowie die Unterstützung des Bundes deutscher Minderheiten welcher hier im Opole ein Büro hat.
Mir gefällt es extrem gut, dass meine Arbeit so divers ist und nicht jeder Tag exakt gleich aussieht. Ich brauche diese Abwechslung bezüglich meiner Aufgaben aber auch bezüglich meiner Arbeitsstunden, ein fester 9 to 5 würde mir persönlich weniger gut gefallen.
Als ich im November in Polen angekommen bin, wusste ich nicht genau, was mich erwartet. Ich wurde mit vielen Dingen auf einmal konfrontiert. Neue Sprache, neue Menschen und ein komplett anderer Alltag. Jetzt 6 Monate später fühlt sich das meiste schon sehr vertraut an. Ich habe Freunde gefunden, gehe zum Polnischunterricht, habe mich an meinen Job gewöhnt, finde umher in Opole und bin viel innerhalb Polens gereist.
Dieses FSJ hat mich persönlich mehr geprägt als ich erwartet hätte. Ich habe gelernt mit mir alleine umzugehen, meine Unsicherheiten zu bewältigen und offener auf neue Menschen und Situationen zuzugehen. Ich bin gespannt was ich in den letzten 3 Monaten noch erleben werde. Wenn ich allerdings gerade auf die letzten Monate zurückblicke, bin ich vor allem dankbar. Für die Erfahrung, meine neuen Freunde, die Achterbahn der Gefühle, welche ich in meinem ersten Monat erlebt habe und auch die Herausforderungen. Ein ESK ist definitiv nicht immer einfach und es gibt Zeiten, in welchen das Fremde und Neue sehr überfordernd wirken kann, aber genau das macht es auch so wertvoll.
Dieses Projekt wird durch das Europäische Solidaritätskorps der Europäischen Union gefördert.
von Tobias | 11.12.2025
„Wir müssen reden!“ mit diesen Worten begann wohl schon das Ende so mancher Beziehung. Trotzdem steckt darin auch die Hoffnung, durch Reden noch etwas zu ändern, die andere Perspektive, wenn nicht zu übernehmen, dann zumindest nachvollziehen zu können. Aber wie kann dieses Reden aussehen, wenn äußere Umstände den persönlichen Dialog nahezu unmöglich machen?
Wir möchten ein Experiment wagen und junge Erwachsene aus der Ukraine, Deutschland und der Russischen Föderation dazu einladen sich auszutauschen. Wir schaffen einen sicheren Raum, in dem Fragen beantwortet, Ängste benannt und Visionen konkretisiert werden können. Wie erleben wir die aktuelle Situation? Wie können wir unsere Beziehungen erhalten, wie einander unterstützen?
Zehn Tage verbringen wir gemeinsam im „Gesprächslabor“ – wir lernen Dialogformate kennen, tauschen uns aus und verbringen Zeit miteinander. Unsere Gedanken, Erkenntnisse und Erlebnisse werden wir genau dokumentieren. Die Versuchsergebnisse sind ungewiss, aber wir haben die Aufgabe, einen Weg zu finden, denn wir wollen reden.
Unsere Unterkunft wird die ersten sieben Tage in einem Selbstverpfleger-Haus in Burglesau bei Bamberg sein. Dannach reisen wir gemeinsam nach Leipzig, wo die Unterbringung in Gastfamilien erfolgt. Es sind Ausflüge nach Nürnberg, Bamberg und Weimar sowie eine Wanderung und eine Stadtführung in Leipzig geplant. An- und Abreise nach Bamberg bzw. ab Leipzig erfolgen selbstorganisiert. Die Fahrtkosten werden bis zu einem Maximalbetrag erstattet.
Teilnahmevoraussetzungen:
- du bist zwischen 18 und 30 Jahren alt
- du hast deinen permanenten Wohnsitz in Deutschland
- du bringst genügend Energie für zehn Tage voller neuer Erfahrungen, Informationen, Diskussionen und körperlichen Aktivitäten (wandern, Exkursionen) mit
- du kommst mit einfachen Bedingungen in unserer Selbstversorger-Unterkunft klar (wir haben ehrenamtliche Köche dabei!)
- du sprichst genügend Englisch, um dich zu verständigen. Keine Sorge - im Notfall helfen wir!
- du hast Interesse daran, über den Krieg in der Ukraine und andere „kontroverse Themen“ zu sprechen
- du bringst Empathie und Interesse für unterschiedliche Positionen mit
- du hast Lust auf 10 Tage in einer internationalen Gruppe
Kosten:
- Teilnahmebeitrag: 70€
- Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Anreise werden erstattet! Informationen dazu bekommst du beim Vorbereitungstreffen. Bitte buche noch keine Anreise.
Kontakt:
Bei Fragen kannst du dich an Elena Rother wenden: elena-rother@wost.online
Anmeldung
Wenn du an der Jugendbegegnung teilnehmen möchtest, melde dich bitte über dieses
Formular an.
Anmeldeschluss: 15.09.2022
Informationen über unsere Partnerorganisationen:
Aus Sicherheitsgründen können wir angesichts der aktuellen Situation den Namen der russischen Partnerorganisation nicht bekanntgeben.
Das Projekt wird gefördert von Erasmus+ Jugend in Aktion.